 | 1. Kapitel, zweites Buch | Verfasst am: 22.04.2010, 22:07 |
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Es ist vielleicht etwas viel, um alles durchzulesen... Aber vielleicht packt's ja jemand
Hinweis für die, die den Prolog schon gelesen haben: Ihr dachtet vielleicht, Vanessa Galloway sei meine Hauptfigur. Ist sie nicht wirklich! Ihr werdet die Hauptfigur kennen lernen, wenn ihr das Kapitel lest.
Viel Spass!
Dieser Tag würde sein ganzes Leben verändern.
Doch als Jason Parker an jenem Tag aufwachte, an dem unsere Geschichte beginnt, gab es dazu noch keine Anzeichen.
Jason war einen Meter sechsundsiebzig gross und wirkte zierlich, was dazu führte, dass er oft unterschätzt wurde. Doch der Neunzehnjährige Jason war bei weitem nicht so schwach wie er wirkte. Seit einiger Zeit trainierte er Kampfsport und entwickelte, ohne dass man es ihm äusserlich ansah, eine gewaltige Kraft.
Wie jeden Tag ging Jason zur Arbeit. Seit drei Jahren arbeitete er bei einer Supermarktkette als Verkäufer. Doch als er an diesem Morgen den Laden betrat wurde er von seinem Chef, einem Bulligen Mann mit schmutzigen blonden Haaren, einem Prächtigen Schnauzbart und Pockennarben, in sein Büro gerufen. Der Mann hiess Charles O‘Riordan und protzte immer damit, wie prunkvoll er lebte und versuchte das mit teuren Anzügen, die er trug, zu zeigen.
Das Büro war schlicht eingerichtet. Auf seinem Schreibtisch war ein Bild, welches ihn selbst zeigte. Für Jason war das ein Beweis, wie eitel dieser Mann war.
„Bitte setzen Sie sich“, sagte O‘Riordan mit seiner rauen Stimme und wies auf einen Sessel vor seinem Schreibtisch.
Jason setzte sich etwas verwirrt. Was geht hier vor?, dachte Jason.
„Nun“, begann O‘Riordan während er sich setzte, „Ich muss Ihnen etwas mitteilen.“
Jason wartete, doch als sein Boss nicht fortfuhr, fragte er: „Was möchten Sie mir sagen?“
O‘Riordan zögerte etwas. Dann sagte er langsam: „Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass ich Sie entlassen muss, Jason“
Jason starrte ihn entsetzt an. Er fühlte sich plötzlich seltsam leer. In seinem Gehirn breitete sich ein Art Nebel aus, der verhinderte, dass er auch nur noch einen richtigen Gedanken fassen konnte. Nur ein Gedanke schwirrte unumlässlich durch sein Kopf: Er, Jason, hatte seine Arbeit verloren. Wie würde sich das auf sein zukünftiges Leben auswirken? Er würde keinen Job mehr finden.
Von fern hörte er, wie Mr. O‘Riordan versuchte zu erklären, warum er sich zu diesem Schritt gezwungen fühlte.
Langsam stand Jason auf und liess O‘Riordan mitten im Satz stehen. Eilig verliess er den Laden und rannte einfach drauf los. Er achtete nicht, wohin ihn seine Füsse trugen, doch ein paar mal musste er vor hupenden Autos und fluchenden Fahrradfahrer zurück weichen.
Nach ein paar Minuten merkte er, dass er im Richmond Greene Park auf einer Bank sass, das Gesicht in den Händen vergraben.
Er musste mit jemandem darüber reden, sonst würde er daran krepieren, das war ihm klar. Er nahm sein Handy hervor und ging alle Nummern durch, die in seinem Handy gespeichert waren. Als er beim Buchstaben „G“ angekommen war hielt er inne. Vanessa Galloway. Sie war seine erste grosse Liebe gewesen. Bis die beiden vor zwei Jahren in Freundschaft auseinander gingen. Doch auch danach hatten die beiden oft von einander gehört - bis vor drei Monaten der Kontakt abbrach.
Jason schaute sich um. Zurzeit waren nicht viele Menschen im Park. Etwas entfernt schritt ein grosser Mann mit einem billigen Anzug und schwarzen Haaren auf ihn zu. Als der Mann etwas näher war sah Jason, dass der Mann eisgraue Augen und zuviel Gel in den Haaren hatte.
Der Mann setze sich neben Jason auf die Bank und grüsste Jason. Dieser grüsste gezwungener Masse zurück.
„Wie geht es Ihnen, Mr. Parker?“, fragte der Mann mit seiner tiefen, autoritätsheischenden Stimme.
Jason schaute ihn verwirrt an. „Woher kennen Sie meinen Namen?“
„Das ist nicht von belangen. Ich weiss noch viel mehr über Sie. Zum Beispiel, dass Sie gerade Ihren Job verloren haben.“
„Wer sind Sie?“, fragte Jason energisch.
Der Mann klaubte eine Visitenkarte aus seiner Jackentasche und hielt sie Jason hin. „Mein Name ist Alastor Bankston. Ich bin Personalchef der ABD International Bank.“
Jason schaute ihn verwirrt an. War es wirklich das, wonach es aussah? „Personalchef… was soll das heissen? Was wollen Sie von mir?“, fragte er langsam.
„Ich biete Ihnen an, bei der Bank zu arbeiten. Sie finden unsere Zentrale in der Oxford Street. Kommen Sie um elf Uhr vorbei.“
Also doch. Nachdem sich Mr. Bankston vorgestellt hatte hatte er den Verdacht, dass dieser Mann ihm eine Stelle anbieten will. Doch warum?
Diese frage würde ihm wohl erst beantwortet werden, wenn er zu diesem Treffen in der Bank ging.
„Was wenn ich das ganze nicht will? Ich bin überhaupt nicht dafür ausgebildet, in einer Bank zu arbeiten“, sagte Jason energisch.
„Oh, glauben Sie mir, bei uns brauchen Sie keine Ausbildung. Jedenfalls nicht so wie Sie sich das jetzt vorstellen“, sagte Mr. Bankston geheimnisvoll. „Kommen Sie vorbei. In zwei Stunden.“ Bankston stand langsam auf und ging davon.
Jason betrachtete Bankstons Visitenkarte. Erst jetzt fiel ihm auf, dass sie ungewöhnlich dick war und über ein Wasserzeichen verfügte. Er fragte sich, für was das gut war. Auch das würde er wohl erst erfahren, wenn er sich bei Mr. Bankston blicken liess.
Jason schaute auf seine Uhr. Neun Uhr. Noch zwei Stunden Zeit, bis zu dem Treffen in der ABD International Bank. Was sollte er bis dahin machen? Nach Hause gehen und seinen Eltern berichten, dass O‘Riordan ihn rausgeschmissen hatte? Nein, er würde es nicht ertragen. Er würde seinen Eltern nicht in die Augen sehen können, er wollte diese Enttäuschung einfach nicht in den Augen seiner Eltern sehen.
Jason entschied sich schliesslich, die U-Bahn zu nehmen, und mit dieser in die Oxford Street zu fahren. Dort würde er noch etwas in den Läden herumstöbern.
Eine halbe Stunde später trat Jason von der U-Bahn Station ins gleissende Sonnenlicht. Er ging auf den nächsten Bücherladen zu und stöberte dort etwas im Sortiment. Doch er konnte sich für nichts begeistern, also verliess er den Laden wieder. Nach kurzem nachdenken ging Jason in ein Café und bestellte sich eine Cola.
Eine Stunde später stand Jason vor einem modernen Gebäude. Die Fenster waren schwarz und verspiegelt, so dass man nicht hinein sehen konnte. Über der Eingangstüre prangte der Schriftzug: ABD International Bank.
Mit einem mulmigen Gefühl im Magen betrat er das Gebäude. Der Innenausbau wirkte sehr altmodisch. Der Boden war bedeckt von dunklem Marmor, auf dem ein gigantischer schwerer Teppich lag. Die Wände waren mit dunklem Holz bedeckt. An den Wänden hingen sehr wertvoll aussehende Gemälde.
Ohne es zu merken war Jason gut zwanzig Mal Fotografiert und gescannt worden.
Ein Stockwerk weiter unten betrachtete ein Mann zufrieden die Bilder. Er konnte weder Waffen noch Sprengstoff auf den Bildern entdecken. Er leitete das dem Sicherheitsdienst weiter. Dieser Mann stellte keine Gefahr dar.
Jason ging zu dem Schalter. Ihm gegenüber stand eine kleine, etwas dickere Frau, die zu viel Schminke im Gesicht hatte. Ausserdem roch ihr Parfum leicht eckelerregend. Auf dem Schild, dass an ihrer Bluse prangte der Name A. Swift.
„Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“, fragte sie, mit einer Stimme, dass man dachte, sie spreche mit einem kleinen Kind.
„Tag“, sagte Jason etwas nervös, „ich habe ein Treffen mit Mr. Bankston.“
„Ah Ja.“ Ihr Tonfall änderte sich schlagartig. „Hat er ihnen eine Visitenkarte gegeben?“
Jason nickte.
„Her damit!“
Kaum hatte Jason die Karte ans Licht befördert schoss Mrs. Swifts Hand vor und riss Jason die Karte aus der Hand. Sie steckte die Karte in ein Lesegerät und wartete. Als das Gerät ein piepsen von sich gab nahm sie die Karte mit einer zufriedenen Miene aus dem Gerät und hielt sie Jason hin.
„Sie können dahinten warten. Mr. Bankston wird in wenigen Augenblicken hier sein und Sie in Empfang nehmen“, sagte sie und deutete auf eine Ecke, wo ein schwarzes Ledersofa stand. Jason ging hin und setzte sich. Auf einem Tischchen lagen diverse Banker-Magazine. Doch er interessierte sich nicht für sie. Lieber schaute er sich etwas in der Bank um. Es schien als ob die Bank viele Kunden hätte, denn die Eingangshalle war voll von Menschen.
Ohne das Jason etwas davon merkte, wurden seine Fingerabdrücke zum selben Mann gesendet, der vorhin seine Bilder studiert hatte.
„Mr. Parker!“, rief jemand und kam auf Jason zu. Dieser Jemand war gerade aus dem Aufzug gestiegen und dieser Jemand hiess Alastor Bankston.
Jason stand auf. „Mr. Bankston“, sagte er zur Begrüssung.
„Folgen Sie mir bitte.“
Jason stand auf und folgte Bankston zum Aufzug. Jason fragte sich, in welches Stockwerk sie wohl fuhren. Im Aufzug suchte er vergebens nach den Stockwerktasten.
„Wo sind denn hier die Tasten? Wie funktioniert dieser Aufzug?“, fragte Jason verwundert.
„Mit Sprachaktivierung“, antwortete Mr. Bankston. „Wir wollen in das elfte Stockwerk.“
Sofort begann der Aufzug sich nach oben zu bewegen. Die Bewegungen waren so fein, dass sie kaum zu spüren waren. Nach etwa einer Minute öffneten sich die Aufzugtüren und Jason trat auf den Gang hinaus. Hier war alles ganz anders als im Erdgeschoss. Alles war aus Glas. Die Wände, die Türen, einfach alles. Bis auf die Bürostühle und die Computer.
„Kommen Sie hier lang. Ich bringe Sie jetzt zu Mr. Abrams, dem Leiter der Bank“, sagte Mr. Bankston und führte Jason den Gang entlang. |
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_________________ Wenn du wissen willst, wie ein Mensch wirklich ist, dann liess seine Texte! |
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Philip B. |
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 | | Verfasst am: 24.04.2010, 17:53 |
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Ich hab das Kapitel durchgelesen und muss sagen, dass es dir wesentlich besser gelungen ist als der Prolog. Dein 1. Kapitel hat mich in die Geschichte hineingezogen und genau das sollte der Prolog auch ...
Ich habe noch ein paar kleine Sachen gefunden, die mich gestört haben ...
Mir ist aufgefallen, dass du (ein bisschen allzu sehr) oft "sehr" brauchst und andere verstärkende/vermindernde Adjektive. Die kannst du (sehr) ruhig streichen ...
In einem Punkt hab ich deine Hauptperson Jason nicht verstanden: Seine ganze Welt bricht zusammen, bloss weil er den Job verliert ... Ist mir zu unglaubwürdig. Wenn er jetzt einen supertollen Job hätte, für den er jahrelang geschuftet und gekrampft hat - ja, dann würde ich ihn verstehen.
Noch zu der Bank: Wie kann die Eingangshalle voller Menschen sein, wenn schon nur er zwanzig mal fotografiert und gescannt wurde? Das gäbe einen ganz schön grossen Aufwand für das Sicherheitspersonal, die alle zu fotografieren und co.
Du, den Teil mit der U-Bahn und den Läden könntest du dir sparen. Wie wäre es mit: "Zwei Stunden später stand Jason vor einem modernen Gebäude. Die ..." In der Kürze liegt die Würze ...
So, das wars auch schon ... Nicht aufgeben, es kommt gut!
Gibst du mir noch ein paar Kapitel zum weiterlesen, korrigieren und kommentieren?
Grüsschen Tamira |
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Tamira |
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 | | Verfasst am: 24.04.2010, 18:21 |
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Bist ja 'ne fleissige Leserin! Hab' ich da schon ein Fan gewonnen?
Danke für deine Kritik! Kann dir im Moment leider noch nicht wirklich mehr geben. Da ich in der Schule ein Referat halten muss, hab ich gerade nicht viel Zeit. Allerdings mache ich ein Referat zum Thema Menschenhandel, was in meinem Buch ein tragende Rolle spielt, was mir dann beim Buch auch wieder weiter helfen könnte = )
Liebe Grüsse
Philip |
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 | | Verfasst am: 05.05.2010, 15:50 |
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| Hat noch jemand Kritiken? =) |
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Philip B. |
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