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30% auf meine Bücher - keine Buchpreisbindung bei Amazon?!

BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 19:05
Ein herzliches Hallo an alle hier im Autorenpool!

Mir ist aufgefallen, dass Amazon meine bei BoD aufgelegen Bücher
als Neuware mit erheblichem Preisnachlass anbietet:

http://www.amazon.de/gp/offer-listing/3837047032/ref=dp_olp_new?ie=UTF8&qid=1263482067&sr=8-1&condition=new

http://www.amazon.de/gp/offer-listing/3837035387/ref=dp_olp_new?ie=UTF8&condition=new

Mir ist nicht klar, wie es möglich ist, wie mein ausschließlich über BoD veröffentlichtes Buch neu schon ab 8,35 € angeboten werden kann, wenn der von mir festgesetzte Preis bei 13,95 € liegt. Ich müsste bei BoD ca. 100 Bücher bestellen, um diesen Preis zu bekommen!

Kann mir einer von Euch erklären, wie das möglich ist?

Ist das nicht ein Verstoß gegen die Buchpreisbindung in Deutschland?

Erhalte ich für diese Bücher trotzdem mein volles Honorar von BoD?

Kann ich dagegen irgend etwas unternehmen?

Ich hoffe, dass ich hier im Forum Antworten auf meine Fragen finde,
schon jetzt vielen dank für Eure Beiträge.
 
  Ina L. Paulsen 
 
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Re: 30% auf meine Bücher - keine Buchpreisbindung bei Amazon

BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 19:20
Ina L. Paulsen hat Folgendes geschrieben:
Kann mir einer von Euch erklären, wie das möglich ist?


Ja - schau dir mal genau die Informationen zu den Anbietern durch. Beim Verkäufer "AA_Booksus" steht unter Anmerkungen:

"Neu-Buch. Direkt aus Amerika."

Bei "Superbookdeals_Spezial" ist zu lesen:

"Anmerkungen: Versand erfolgt aus den USA."

Ausland = nix Buchpreisbindung! book

Da kann man schon mal rechnen, ob es nicht sinnvoll ist, eine größere Position für den Eigenvertrieb aus den USA zu ordern - weil billiger als der Direktbezug vom Verlag! cheezy grin

Grüße
Siegfried

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  Siegfried 
 
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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 19:23
und wie lange muss man dann auf sein/e Buch/Bücher warten?
 
  Manu 
 
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Re: 30% auf meine Bücher - keine Buchpreisbindung bei Amazon

BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 19:31
Hallo Siegfried,
danke für Deine schnelle Antwort - ich bin beeindruckt Very Happy

Siegfried hat Folgendes geschrieben:
Ina L. Paulsen hat Folgendes geschrieben:
Kann mir einer von Euch erklären, wie das möglich ist?


Ja - schau dir mal genau die Informationen zu den Anbietern durch.

d


Ich habe bemerkt, dass es sich bei diesen Angeboten immer um "Reimporte" handelt.

Siegfried hat Folgendes geschrieben:



"Anmerkungen: Versand erfolgt aus den USA."

Ausland = nix Buchpreisbindung!



Bist Du Dir da ganz sicher, dass für Reimporte k e i n e Buchpreisbindung gilt? Würde mich wundern, weil das ja die Buchpreisbindung unterlaufen würde.

Und selbst wenn, verstehe ich noch immer nicht, wo die die Bücher einkaufen. Liefert BoD in USA unsere Bücher billiger?

Gruß
Ina
 
  Ina L. Paulsen 
 
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Re: 30% auf meine Bücher - keine Buchpreisbindung bei Amazon

BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 20:57
Ina L. Paulsen hat Folgendes geschrieben:
H
Siegfried hat Folgendes geschrieben:

"Anmerkungen: Versand erfolgt aus den USA."

Ausland = nix Buchpreisbindung!



Bist Du Dir da ganz sicher, dass für Reimporte k e i n e Buchpreisbindung gilt? Würde mich wundern, weil das ja die Buchpreisbindung unterlaufen würde.


Wikipedia sagt zur Buchpreisbindung:

Wikipedia hat Folgendes geschrieben:
Importtitel, also z. B. aus Großbritannien oder den USA (beides Länder ohne Buchpreisbindung) eingeführte Werke, unterliegen dagegen auch in Deutschland keiner Preisbindung.


Ich gehe mal davon aus, dass die Bücher aus den USA illegale Drucke sind. Man müsste mal ein Exemplar aus den USA und eines aus Deutschland miteinander vergleichen (Papier, Umschlag, Druckbild). Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bücher aus Deutschland in die USA und dann zurück nach Deutschland geliefert werden.

Grüße
Siegfried

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Re: 30% auf meine Bücher - keine Buchpreisbindung bei Amazon

BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 21:53
Siegfried hat Folgendes geschrieben:

Ich gehe mal davon aus, dass die Bücher aus den USA illegale Drucke sind. Man müsste mal ein Exemplar aus den USA und eines aus Deutschland miteinander vergleichen (Papier, Umschlag, Druckbild). Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bücher aus Deutschland in die USA und dann zurück nach Deutschland geliefert werden.

Grüße
Siegfried


Hallo in die Runde,

ich denke nicht, daß es illegale Drucke sind, denn es wäre viel zu teuer, ein Buch zu kaufen, einzuscannen und dann neu zu drucken. Ich denke viel mehr, daß es sich hier um die original BoD-Bücher handelt, mit einem kleinen Haken: sie sind noch nicht gedruckt. Wenn ich alle Angebote meines Buches von allen Händlern zusammenzähle: soviel Bücher habe ich überhaupt noch nicht verkauft! Die können mein Buch gar nicht auf Lager haben. Vermutlich sind die Bücher dort im elektronischen Verzeichnis lieferbarer Bücher gelistet, wenn in den USA einer auf "Kaufen" klickt, rattert bei BoD die Buchdruckmaschine los, in Frischhaltefolie verschweißt und schwupps: in den USA-Postcontainer fällt das Buch. Kurze Zeit später ist es in USA. Und im Bedarfsfalle gleich wieder in Deutschland, um die Buchpreisbindung auszuhebeln. Einmal Atlantik und zurück: das ist die Globalisierung. Macht 4 Euro Versandkosten, bitteschön.

Viele Grüße

Torsten

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Re: 30% auf meine Bücher - keine Buchpreisbindung bei Amazon

BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 22:49
Hallo Ina,

Ina L. Paulsen hat Folgendes geschrieben:
Ich habe bemerkt, dass es sich bei diesen Angeboten immer um "Reimporte" handelt.


Genau, es sind Reimporte und diese unterliegen der Buchpreisbindung. Anders ist es bei echten Importen.

Amazon löscht übrigens erfahrungsgemäß gegen die Buchpreisbindung verstoßende Angebote sehr schnell, wenn man ihnen die Verstöße meldet.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 23:37
gelöscht...


Zuletzt bearbeitet von AmberStuart am 23.01.2010, 02:35, insgesamt einmal bearbeitet

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Re: 30% auf meine Bücher - keine Buchpreisbindung bei Amazon

BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 01:35
Torsten Buchheit hat Folgendes geschrieben:
ich denke nicht, daß es illegale Drucke sind, denn es wäre viel zu teuer, ein Buch zu kaufen, einzuscannen und dann neu zu drucken. Ich denke viel mehr, daß es sich hier um die original BoD-Bücher handelt, mit einem kleinen Haken: sie sind noch nicht gedruckt.


Da geht dann aber die Kalkulation vorne und hinten nicht auf. cheezy grin

Es handelt sich hier um ein Taschenbuch von 272 Seiten. Laut BoD-Rechner kostet das Buch
- bei Einzelabnahme 17,68 € netto
- bei 25 bis 99 Stück 11,42 € netto
- bei 100 bis 199 Stück 9,25 € netto
- ab 200 Stück 7,89 € netto

Der deutsche Ladenpreis liegt bei 13,95 € brutto.

Wenn man das Buch als Autor nicht direkt vom Hersteller bezieht (z. B. 25 Stück zu 11,42 €), sondern vom amerikanischen Anbieter, bekomme ich es für 7,74 € (bzw. 7,75 €) zzgl. 3 € Versandkosten. Macht also 10,74 € (bzw. 10,75 €). Damit liege ich schon mal 0,68 € unter dem Verlagspreis.

Da ich aber beim US-Versender als Kunde auftrete, bekomme ich vom Verlag wegen verkaufter Stückzahlen auch noch die Tantieme für jedes verkaufte Exemplar (die ja bei Kauf direkt vom Verlag wegfällt). Die Tantieme rechnet sich aber wohl von den 13,95 € (vergünstigte Käufe ins Ausland sind meines Wissens vertraglich nicht vorgesehen). Also wird die Tantieme abgezogen (hier liegt die Tantieme laut BoD-Rechner bei 0,10 €).

Rechne ich 4 Euro allein für den Versand ab Verlag in die USA, müsste das Buch für ...

VK-Preis 7,74 €
abzgl. 0,10 € Tantieme
abzgl. 4 € Versand in die USA
= 3,64 €

in die USA geliefert werden. Und davon will der Händler in den USA auch noch seine Prozente haben. Das Buch müsste also dem US-Händler für deutlich unter 3 Euro angeboten werden.

Das kann - meiner Meinung nach - nicht funktionieren!

Als Autor wäre ich schön blöd, das Buch für den Eigenvertrieb beim Verlag zu ordern, wenn ich es erstens günstiger von einem Buchhändler bekomme und zweitens dadurch auch noch meine Tantiemen nach oben treibe. Wäre also der Bezug des Buches aus den USA tatsächlich über den Verlag gesteuert, dann würde der sich ja ins eigene Fleisch schneiden.

Ich bleibe bei der Vermutung einer Raubkopie.

Grüße
Siegfried

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BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 11:55
Hallo Siegfried,

wacker gerechnet. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, hast du recht. Ich glaube aber, daß BoD keine Versandkosten für den Versand in die USA berechnet (sicher irgend ein Großvertrag mit einem Großhändler) und das Buch billiger abgibt, als es uns Autoren hier im Riesenpaket angeboten wird.

Dazu noch einige Gedanken:

Die Kritiken für die USA-Versandhäuser bei Amazon sind meistenteils recht gut, fast alle 5 Sterne (Ausnahme: selten Lieferzeitprobleme). Eine qualitativ schlechte Raubkopie würde aber wohl kaum mit 5 Sternen bewertet werden, oder sind wir schon so leidensfähig geworden? Rolling Eyes

Die Herstellung einer einzigen Raubkopie würde Hunderte von Euro kosten. Erst ab einer Auflage von einigen Hunderten Exemplaren wird der normale Buchdruck gegenüber der On-Demand-Produktion billiger. Warum sollte sich ein amerikanisches Unternehmen Hunderte Exemplare eines deutschen Buches drucken und ins Lager legen? shocked eyes

Und natürlich nicht nur eines einzigen deutschen Buches. Der Versender, bei dem ich geschaut habe, hat 995.210 Artikel in seinem Amazon-Shop (darunter auch mein Buch). Diese Riesenmenge kann doch niemals vorrätig gehalten werden, oder? cool

Außerdem ist es nicht nur ein Versandhaus, sondern es sind gleich mehrere, die in der gleichen Preiskategorie liegen. Arbeiten die bei den Raubkopien zusammen, oder hat jeder seine eigene Fotokopierabteilung? Wink

Tja, viele Gedanken schießen mir hier durch den Kopf, aber: Grau ist alle Theorie. Es müßte sich halt mal wer aus dem Forum opfern und sein Buch bei einem USA-Versender bestellen, vielleicht am besten jemand, der sowieso einige amerikanische Bücher bestellen will.

Viele Grüße

Torsten

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BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 12:33
in USA gedruckt, siehe auch diesen Bericht

http://beawagner.wordpress.com/2009/08/24/ein-jahr-und-viereinhalb-bucher-mit-bod-%E2%80%93-eine-zwischenbilanz-teil-5/


Zuletzt bearbeitet von holz am 15.01.2010, 13:19, insgesamt einmal bearbeitet
 
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BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 13:11
Dass BoD hier druckt, in die USA ausliefert und von dort wieder nach Good Old Germany zurückgeschickt, halte ich für ziemlich ausgeschlossen. Das rechnet sich nicht. Und eine Raubkopie herzustellen ... bei einem Buch, das sich vielleicht nur 100 Mal verkauft ... dafür ist der Aufwand zu groß.

Aber wie wäre folgendes Szenario: BoD hat einen Ableger in den USA, eine Tochterfirma oder so. Ein US-Händler bestellt das Buch bei der Tochterfirma von BoD in den USA. Diese kann auf den deutschen BoD Server zugreifen, holt sich also die PDF über den großen Teich und druckt in den USA aus. Dort wird nun auch vertütet, an den US-Besteller geschickt und der schickt das Paket RuckZuck nach Germany. Das war's! Buchpreisbindung ist dann nicht mehr, da ja auch in den USA gedruckt. So etwas nennt man, glaube ich, Globalisierung. cheezy grin

Hey, BoDler, könnt ihr uns mal aufklären???? cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 13:21
Auch in den USA gibt es Print-On-Demand-Dienstleister, sei es CreateSpace oder Lulu, und es gibt damit Drucker, die aus PDF-Dateien Bücher machen. Offen ist nur, mit wem BoD verbandelt ist.

Dass die Bücher billiger angeboten werden, ist allerdings neu. Ich kenne bisher nur die Mondpreisvariante - statt 9.90 € kostete mein Buch dann 17.08 € "gebraucht".

Ich habe gerade mal nachgesehen - tatsächlich! Jetzt sind einige meiner Titel günstig bei Amazon.de gelistet, so wie bisher schon in UK.
Das finde ich ja cool! cool

[edit]Damit bekomme ich zumindest zwei Titel bei Amazon günstiger als bei Lulu. Vielleicht bald auch die übrigen?

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BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 13:31
Hallo Gerhard,

das könnte die Erklärung sein. Bücher reisen für teures Geld um die Welt, Daten umsonst. BoD hat ja im befreundeten Ausland schon Tochterunternehmen, Links dazu sind oben rechts in der Ecke neben dem Suchfeld. Allerdings nicht in Amerika.

Eine andere Erklärung dazu: Kooperation mit amerikanischen Print-on-Demand-Firmen. Ich zum Beispiel habe mein Buch vor wenigen Wochen für den internationalen Vertrieb freigegeben, vielleicht umfaßt dieser Vertrieb auch die Produktion vor Ort. Die amerikanischen Billigangebote sind mir erst seit wenigen Tagen aufgefallen, vorher waren die nicht da.

Die Produktion vor Ort könnte die Erklärung für das abweichende Buchformat im Link von Holz (Beitrag steht etwas weiter oben) sein. Wenn dann die Maschinen nicht 100% kompatibel sind, sind Abweichungen möglich, zum Beispiel im Papierformat. Wobei ich schon immer bei amerikanischen Paperbacks (ich habe ein oder zwei Dutzend im Regal stehen) irgendwie das Gefühl von Billigproduktion hatte, schlechte Paperqualität, schlechtes Druckbild, diese Bücher hätte man in Deutschland nie in einer solch schlechten Qualität auf den Markt gebracht. Vielleicht sieht man diesen Punkt in den USA lockerer als bei uns. Na ja, solange das Autorenhonorar fließt...

Viele Grüße

Torsten

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BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 13:36
Ich bin beeindruckt. Allein die verschiedenen Theorien zu dieser mysteriösen Sache und die (hoffentliche) Aufklärung des Falles gäben den Stoff für einen spannenden Kriminalroman.

Was mich nur wundert ist folgendes, falls es sich hierbei wirklich um Gesetzesverstösse handeln würde, so müssten doch, meines Erachtens, öffentliche Stellen oder Organe tätig werden, weil es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um Machenschaften im ganz großem Umfang.

Auf des Rätsels Lösung bin ich sehr gespannt.
Eric
 
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