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Andere Genres mit einbringen?

BeitragVerfasst am: 15.06.2009, 02:00
Hey Leute ^^

Ne Freundin hat mir eben von ihrem Buch erzählt und meinte, dass es mehrere Teile haben wird. Jeder Teil verwendet natürlich dieselben Charaktere, die alle eine groooße Handlung zu erfüllen haben.
In den einzelnen Büchern gibts dann eine kleinere Handlung, die in sich abgeschlossen ist. Soweit so gut.

Dann hat die mir aber erzählt, dass sie in jedem Buch ein anderes Handlungsmuster verwenden will. Die hat mir leider keine konkreten Beispiele geschickt, nur verraten, dass die Protagonisten in Buch 1 zum Beispiel ein Rätsel lösen, etwa so wie die Leute vom CSI. Fingerabdrücke, Haare, DNA, Aussagen aufnehmen etc.

Im zweiten Buch sollen dieselben Charaktere dann ein Abenteuer meistern, bei dem sie nach irgendeiner Waffe suchen, das CSi-Rätsel sei also einmalig für ein Buch shocked eyes im nächsten Buch sei dann nen Teil mit Rache oder so. Erinnert mich sehr an Siegfrieds "Handlungsmuster", die wir hier in der Schreibwerkstadt finden können.

Meine Frage ist, kann man sowas machen? Von Buch zu Buch im Erzählstiel herumspringen?
Oder prellt man den Leser damit immer wieder, weil er zum Beispiel Buch 2 in der Erwartung kauft, wieder eine spannende Kriminalermittlung in Händen zuhalten und aufeinmal reisen die Leute sinnlos durchs Land?

Klingt irgendwie verwirrend find ich blink
Etwa so in der Art hat die mir das auch erklärt Rolling Eyes

Ich würde ja sagen, man sollte sich auf eine Sache festlegen, aber ich bin mal gespannt, was hier so für Antworten kommen ^^
Eines muss ich ihr ja lassen, sie hätte immer was neues, abwechslungsreiches. Die Idee hat an sich was, aber ich würde es wohl trotzdem nicht machen.
 
  MasterChief 
 
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BeitragVerfasst am: 15.06.2009, 02:15
Hallo Mastechief,

ja, warum denn nicht, alles schon da gewesen. Mir fällt spontan Diana Gabaldon und die Highland-Saga ein: der erste Teil war eindeutig ein Liebesroman mit Zeitreise, dann kam der Erfolg und die Autorin wollte eben auch als Autorin wahrgenommen werden. Also sind die weitere Bände nicht nur länger, viel viel lääänger geworden, sondern auch eine Auseinandersetzung mit der amerikanische Geschichte geworden, obwohl der erste Teil in Schottland angesiedelt war ...

Leser hat sie immer noch, aber ob es immer noch die, die am Anfang da waren, ist fraglich. Klar, sie hat viele enttäuscht, scheint ihr aber egal zu sein.

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LG,

Lisa
 
  Lisa_Sonnenblume 
 
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BeitragVerfasst am: 15.06.2009, 03:12
Das mag ja sein, aber ich denke es is schwer genug, einen großen Leserkreis zu finden, da sollte man nicht mit einem Rundumschlag alle wieder wegboxen. Ich stelle mir das so vor.

Die Leser finden Buch 1 toll und kaufen Buch 2, stellten dann enttäuscht fest, dass es nicht dem entspricht, was sie sich vorgestellt haben.

Anders dagegen die Leser von Buch 2, die werden neugierig und wollen Buch 1 haben. Stellen ebenfalls fest, dass es was anderes ist.

So, wer von denen kauft jetzt Buch 3? Keiner, oder? dozey

Also so denk ich mir das einfach mal Very Happy
 
  MasterChief 
 
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BeitragVerfasst am: 15.06.2009, 05:06
Ich halte ein solches "Genre-Hopping" auch für ein gefährliches Vabanque-Spiel, mit dem man seine Leserschaft schneller loswerden kann, als einem lieb ist. Man sollte bei einem Genre oder zumindest aneinander angrenzenden Genres, die sich gut miteinander kombinieren lassen, bleiben, um sich einen festen Leserstamm aufzubauen.

Ich selbst schreibe Fantasy, Horror und Science-Fiction. Alle drei Genres, die im amerikanischen Sprachraum gerne unter 'speculative fiction' zusammengefasst werden, lassen sich gut miteinander kombinieren, da die Übergänge oft fließend sind und die Genres in vielen Fällen auch dieselbe Leserschaft teilen.

Innerhalb des selbstgesteckten Genrerahmens sollte man innerhalb eines Romans oder einer Romanserie nur hin und her springen, wenn die Handlung dies unbedingt notwendig macht, nicht um krampfhaft 'Abwechslung' in die Handlung bringen zu wollen.

Ein Beispiel, wo ein solcher Genrewechsel innerhalb eines Buchs nicht nur sinnvoll, sondern sogar unverzichtbar war, ist "Der Thron der Libelle" von Wolfgang Hohlbein, das sich im Verlauf der Handlung von einem klassischen Fantasy-Roman zu einer faszinierenden Science-Fiction-Handlung entwickelt.

Zitat:
Anders dagegen die Leser von Buch 2, die werden neugierig und wollen Buch 1 haben.

Schon das kommt leider selten vor: Kaum jemand kauft Band zwei einer offensichtlich als solches zu erkennenden Serie, wenn er Band 1 noch nicht hat. Niemand steigt gerne mitten in eine komplexe Handlung ein, egal wie interessant sich der Klappentext liest.

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  Richard Norden 
 
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BeitragVerfasst am: 15.06.2009, 11:13
Ich denke, dass Genrehopping ein zweischneidiges Schwert sein kann.
Die fantastischen Genre hüpfen ja des Öfteren hin und her und gegen eine seichte Genre-Änderung kann auch der Leser kaum Einwände haben.
Wenn die einzelnen Bände aufeinander aufbauen lässt sich bestimmt eine genreüberspannende Story aufbauen, die eine interessierte Leserschaft findet.
Anders wäre es vermutlich wenn Band eins ein Krimi und Band zwei eine SF-Story wäre, wechseln von CSI-Style zu Indiana-Jones-Style könnte fuinktionieren, wenn sich die Charaktere selbst nicht um 180 Grad drehen. Leser nehmen vielleicht einen Genrewechsel hin, wenn aber Charaktere aus unerklärlichen, an den Haaren herbeigezogenen Gründen (oder einfach so), anders reagieren als in den Vorgängerbänden, verliert man schnell seine Leserschaft.

@Masterchief:
Zitat:
Oder prellt man den Leser damit immer wieder, weil er zum Beispiel Buch 2 in der Erwartung kauft, wieder eine spannende Kriminalermittlung in Händen zuhalten und aufeinmal reisen die Leute sinnlos durchs Land?

Wenn Leute sinnlos durch die Gegend reisen prellt man auf jeden Falldoe Leser, egal welche Erwartungen diese haben. smart

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