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aus einem RPG eine Geschichte schreiben

BeitragVerfasst am: 19.02.2010, 23:30
Hallo^^

Ich habe mein buch kurz zur Seite gelegt und möchte gerne aus einem Role-Play-Game eine Geschichte machen. Ich habe den Anfang schon, aber ich frage mich wie ich die Personen überspringen soll.
Denn es is etwas komisch wenn xy nach unten in die Cafeteria geht.
xx dann aufwacht.
Wisst ihr was ich meine?
Das hin und her mit den Charaktarn/Personen, das gibt auch keinen so guten roten Faden, aber wie soll ich die Reihenfolge gliedern?
Ich hatte bisher nur in der Ich-Version geschrieben und jetzt muss ich etwa 10 Personen gleichzeitig beschreiben^^

Hoffe auf Hilfe^^

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Mit Lieben Grüßen Ngoci
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Re: aus einem RPG eine Geschichte schreiben

BeitragVerfasst am: 20.02.2010, 13:24
Hi!

Ngoci hat Folgendes geschrieben:
Hallo^^

Ich habe mein buch kurz zur Seite gelegt und möchte gerne aus einem Role-Play-Game eine Geschichte machen. Ich habe den Anfang schon, aber ich frage mich wie ich die Personen überspringen soll.


Warum willst du Personen in deiner Geschichte überspringen? Wenn diese Personen in deiner Geschichte keine Bedeutung haben, dann lass sie einfach weg.

Ngoci hat Folgendes geschrieben:

Denn es is etwas komisch wenn xy nach unten in die Cafeteria geht.
xx dann aufwacht.
Wisst ihr was ich meine?


Ehrlich gesagt: Nein.

Wenn eine Person nach unten in die Cafeteria geht und eine andere wacht dann auf, dann ist das ein Perspektivwechsel (andere Person, anderer Ort, andere Zeit, andere Sicht auf die Dinge). Muss in der Geschichte nur räumlich (neues Kapitel oder neuer Absatz mit Leerzeilen davor) gekennzeichnet werden.

Ngoci hat Folgendes geschrieben:

Das hin und her mit den Charaktarn/Personen, das gibt auch keinen so guten roten Faden, aber wie soll ich die Reihenfolge gliedern?


Was für eine Reihenfolge? Der Auftritt der Personen ergibt sich aus der Handlung. Ein Hin und Her bei den Personen kann sehr wohl einen sehr guten roten Faden geben - ist alles eine Frage der Konstruktion.

Ngoci hat Folgendes geschrieben:

Ich hatte bisher nur in der Ich-Version geschrieben und jetzt muss ich etwa 10 Personen gleichzeitig beschreiben^^

Hoffe auf Hilfe^^


Gegenfrage: Was waren deine letzten fünf Bücher, die du gelesen hast, um herauszufinden, wie der jeweilige Autor sein Buch geschrieben hat?

Die beste Hilfe bleibt nun mal: Lesen! Und zwar eine ganze Menge an Büchern. Aber eben nicht Lesen, weil die Geschichte einfach nur spannend ist, sondern analytisches Lesen:

- Wie beginnt der Autor das Kapitel?
- Wie führt der Autor die Figuren ein?
- Welche Figur ist die Perspektivfigur?
- Wodurch legt der Autor die Erzählperspektive fest?
- Wie erzeugt der Autor in einem Kapitel Konflikte und Spannung?
- Wie begegnen sich Figuren im Kapitel (Nutzung der fünf Sinne; Dialogstruktur)?
- Wie beendet der Autor das Kapitel?

Schreiben lernt man nicht durch Tipps anderer, sondern vor allem durch Lesen. Durch Herausfinden, wie ein Autor eine Szene aufgebaut hat und warum sie funktioniert - oder nicht funktioniert.

Also: Lesen, lesen, lesen! Und dann immer herausarbeiten, warum man den einen Text gut/spannend/nachdenkenswert findet und den anderen schlecht/langweilig/uninteressant.

Oder eben auch, wie ein erfolgreicher Autor ein halbes Dutzend Personen in seiner Geschichte unter Kontrolle hält.

Grüße
Siegfried

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Hartmut Dühr - Ergebung ohne Widerstand
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BeitragVerfasst am: 20.02.2010, 14:02
Ja genau mit dem Perspektivwechsel! Das meinte ich die ganze Zeit^^
Ich habe bereits nur Bücher in der Ich-Version gelesen. Oder nur von einer Perspektive. Von daher kann ich es etwas schlecht^^
Aber ich möchte ja keinem Autor nachmachen oder so. Ich möchte gerne einen eigenen Schreib-Stil haben Confused

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BeitragVerfasst am: 20.02.2010, 16:06
Ngoci hat Folgendes geschrieben:

Ich habe bereits nur Bücher in der Ich-Version gelesen. Oder nur von einer Perspektive. Von daher kann ich es etwas schlecht^^


Das halte ich für eine sehr gewagte Aussage! cheezy grin

Nenn mir mal ein Buch, das nur mit einer einzigen Perspektive auskommt. Das ist extrem selten.

Ich weiß nicht, ob du das Buch hast, aber wenn ja, dann schau dir mal die ersten Seiten von "Harry Potter und der Stein der Weisen" an.

Das Buch beginnt mit einer akutorialen Erzählperspektive:

Mr. und Mrs. Dursley im Ligusterweg Nummer 4 waren stolz darauf, ganz und gar normal zu sein, sehr stolz sogar. Niemand wäre auf die Idee gekommen, sie könnten sich in eine merkwürdig und geheimnisvoll Geschichte verstricken, denn mit solchem Unsinn wollten sie nichts zu tun haben.
[...]
Als Mr. und Mrs. Dursley an dem trüben und grauen Dienstag, an dem unsere Geschichte beginnt, die Augen aufschlugen, war an dem wolkenverhangenem Himmel draußen kein Vorzeichen der merkwürdigen und geheimnisvollen Dinge zu erkennen, die bald überall im Land geschehen sollten.
(Seiten 5/6)

Hier erzählt nicht eine der handelnden Figuren, sondern die Erzählstimme des Buches (nicht zu verwechseln mit der Autorin!): "... an dem unsere Geschichte beginnt ..." und "... keine Vorzeichen der merkwürdigen und geheimnisvollen Dinge zu erkennen, die bald überall im Land geschehen sollten ..." - beides sind Aussagen, die die Figuren des Romans nie treffen könnten.

Wenig später (Seiten 8 und 9) wechselt die Erzählperspektive in eine der handelnden Figuren hinein - in Mr. Dursley:

Hastig überquerte er die Straße, stürmte hoch ins Büro, fauchte seine Sekretärin an, er wolle nicht gestört werden, griff nach dem Telefon und hatte schon fast die Nummer von daheim gewählt, als er es sich anders überlegte. Er legte den Hörer auf die Gabel und strich sich über den Schnurrbart. Nein, dachte er, ich bin dumm. Potter war kein besonders ungewöhnlicher Name. Sicher gab es eine Menge Leute, die Potter hießen und einen Sohn namens Harry hatten. Nun, da er darüber nachdachte, war er sich nicht einmal mehr sicher, ob sein Neffe wirklich Harry hieß.

Diese Erzählweise ist personal. Wir erleben die Szene aus der Sicht von Mr. Dursley. Bei einer auktorialen Erzählperspektive hätte es eine gedankliche Reaktion von der Sekretärin geben können oder eine Kommentierung von Mr. Dursleys Verhalten durch die Erzählstimme.

Das sind Grundlagen des Schreibens. Wer unsicher ist mit den Vor- und Nachteilen der Erzählperspekive, der stochert mit der Stange im Nebel herum. Natürlich kann man ohne jede Ahnung von der Erzählperspektive ganze Romane schreiben (Rowling hat das beim ersten Harry Potter auch gemacht, deshalb gilt der erste Band als schreibtechnisch dürftig. Die späteren Bände sind deutlich besser).

Ngoci hat Folgendes geschrieben:

Aber ich möchte ja keinem Autor nachmachen oder so. Ich möchte gerne einen eigenen Schreib-Stil haben Confused


Über diese Antwort kann ich nur den Kopf schütteln (um nicht zu sagen: Sie macht mich irgendwie wütend). Weil du dir damit einen Freibrief ausstellst, dich nicht damit befassen zu wollen, wie andere Autoren ihre Bücher schreiben, weil das ja irgendwie deinen eigene Schreib-Stil verändern könnte.

Was ist an der Kenntnis über den Aufbau von Szenen, Dialogen, Erzählperspektiven usw. so schlimm, dass du das als "Nachmachen" bezeichnest?

Was dein eigener Stil ist, kann ich dir nicht sagen. Da kann ich dir auch nicht helfen. Das musst du ganz alleine herausfinden.

Und nochmals: Sein Schreiben verbessert man vor allem durch Lesen. Durch analytisches Lesen. Durch kritisches Lesen. Und dann durch Umsetzen der erworbenen Erkenntnisse in den eigenen Geschichten.

Grüße
Siegfried

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BeitragVerfasst am: 20.02.2010, 17:16
Ahh Harry Potter *kreisch*
Bin fast fertig mit dem Buch xD
Dieses Buch war am Anfang schon etwas kompliziert da es in so vielen Perspektiven geschrieben war. Aber nach und nach wirds immer besser =D

Nein ich meine nicht das nicht.
Viele sagen ich soll den guten Autoren "Nachmachen" unters "Nachmachen" verstehe ich abschreiben und kopieren. Laughing
Ich lese die Bücher um zuschauen wie sie die Gefühle der Personen beschreiben und deren Orte und Aussehen.

"Learning by doing" ^^

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BeitragVerfasst am: 20.02.2010, 17:54
Schau mal Ngici, was ich bei Xing gefunden habe:

https://www.xing.com/net/pri1c7cedx/treffpunkt/wenn-kinder-schreiben-59947/edition-kleiner-fuchs-reihe-fur-schreibende-kinder-und-jugendliche-28189253/28189253/#28189253

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BeitragVerfasst am: 20.02.2010, 17:58
Ngoci hat Folgendes geschrieben:
Dieses Buch war am Anfang schon etwas kompliziert da es in so vielen Perspektiven geschrieben war. Aber nach und nach wirds immer besser


Was verstehst du unter Perspektiven?

Grüße
Siegfried

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BeitragVerfasst am: 20.02.2010, 22:50
Das es aus der Sicht einer Person beschrieben wird und bei Harry wird es am Anfang etwas häufig übersprungen^^ von einer Person dann zum anderen.

@Manu: Was ist das genau? cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 00:37
Ngoci hat Folgendes geschrieben:
Das es aus der Sicht einer Person beschrieben wird


Dann sollte das hier ...

Ngoci hat Folgendes geschrieben:

Denn es is etwas komisch wenn xy nach unten in die Cafeteria geht.
xx dann aufwacht.


... doch eigentlich kein Problem sein. Oder?

Grüße
Siegfried

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