 | Autorencoaching? | Verfasst am: 16.12.2010, 19:08 |
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Guten Abend miteinander,
ich bin auf ein Angebot aufmerksam geworden, das ich durchaus interessant finde: Autorencoaching. Das heißt, mir wird ein Lektor zur Verfügung gestellt, der mir hilft, mein Buch und später dann auch das Manuskript zu entwickeln. Er arbeitet es mit mir durch, weist mich auf Probleme hin – im Stil, in der Erzählperspektive, in der Handlung ... Und er macht auch Lösungsvorschläge. Kurz gesagt, ein Rundum-Service. Interessant klingt das schon. Aber andererseits habe ich ja auch keine Vergleichswerte. Was meint ihr, lohnt sich so etwas? Und wie viel, schätzt ihr, sollte es kosten dürfen?
Nachdenkliche Grüße
Danny P. |
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_________________ Biographin und Romanautorin
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TV2007 |
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 | | Verfasst am: 17.12.2010, 08:27 |
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Meine Frage wäre eher:
Was zeichnet diesen Coach aus, dass ich ihm vertrauen und seine Meinung über meine stellen kann?
Ansonsten würde ich mir so eine Betreuung auch wünschen, ehrlich.
Bin gespannt, von Deinen Erfahrungen zu hören.
Oft machen ja genau die Leute Autorencoaching, die es nicht schaffen, mit ihren Büchern genug Geld zu verdienen.
Lasse mich gerne eines Besseren belehren.
Blanca |
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_________________ «Die Kalorien-Königin», 2009/ «Die Pralinen-Prinzessin», April 2011/ «Ein kenianischer Sommer», Oktober 2011
Mein BOD-Buch:
«Allein in Afrika», 2005
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Blanca Imboden |
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 | | Verfasst am: 17.12.2010, 11:57 |
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Hallo Blanca,
nun, bei Piper bin ich natürlich noch nicht unter Vertrag. (Wie hast du das denn geschafft?) Ich stehe noch ganz am Anfang. Und ich mache bei diesem Autorencoaching auch noch nicht mit, weshalb ich dir wenig darüber berichten kann. Das Angebot stammt aber von einer Literaturagentur, weshalb ich es für durchaus seriös halte.
Danny P. |
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TV2007 |
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 | | Verfasst am: 17.12.2010, 12:40 |
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hawepe |
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 | | Verfasst am: 17.12.2010, 19:26 |
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Hallo Heinz,
ich denke, das habe ich durchaus schon gemacht - nicht zuletzt, weil dieses Thema vor wenigen Monaten Teil meiner Magisterarbeit war. Ich vermute, du willst darauf hinaus, dass Autoren oft vor unseriösen Literaturagenturen gewarnt werden, die Zusatzleistungen nur gegen Bezahlung anbieten. Was das konkrete Angebot zum Autorencoaching betrifft, so ist es aber unabhängig davon. Also, es heißt da nicht: Wir nehmen Ihr Manuskript, aber Sie könnten noch ... und Sie müssten bezahlen ... Es ist unabhängig voneinander. Sie offerieren das Autorencoaching, auch wenn ich ansonsten mit dieser Agentur nicht weiter zusammenarbeite.
Mit herzlichen Grüßen,
Danny P. |
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TV2007 |
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 | | Verfasst am: 17.12.2010, 19:40 |
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Hi TV2007,
klingt tatsächlich gut, kann mir aber nicht vorstellen, dass sowas bezahlbar ist ... so eine richtige Betreuung, die was taugt, sich also nicht bloß oberflächlich mit Deinem Text beschäftigt, ist logischerweise sehr arbeitsintensiv und damit auch teuer. So läuft's wohl meistens im Leben - Qualität hat ihren Preis. |
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Suche Verlag für mehrere Vampir-Projekte. Wenn die Konditionen stimmen, gern Diogenes. |
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chnuppesaager |
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 | | Verfasst am: 17.12.2010, 20:30 |
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Hallo Danny,
ich denke, mal abgesehen davon, das man dabei sicherlich von dem Wissen, Können und den Fähigkeiten eines Choaches profitieren kann, so stellt sich aber letztendlich doch die Frage einer Kosten-Nutzen-Rechnung. Also, was muss ich zu Anfang investieren und was springt langfristig für mich dabei hinaus. Und das wiederum kannst nur du für dich selber beantworten.
Aber wenn du dich dazu entschließen solltest, es einmal ausztesten, so gäbe es hier im Forum sicherlich eine Vielzahl von interessierten Leserinne und Lesern, was deine Erfahrungsberichte angeht.
Also dann, halte uns auf dem laufenden.  |
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Sir Adrian Fish |
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 | | Verfasst am: 17.12.2010, 20:39 |
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Äh ... Moment mal ...
Ein Autorencoach kann nur Geld von Autoren für seine Arbeit nehmen, denn ein Autorencoach ist was anderes als ein Literaturagent.
Ein Literaturagent ist von einem Manuskript überzeugt und will es an einen Verlag vermitteln. Dafür bekommt er bei Vertragsabschluss Prozente. Somit handelt ein Literaturagent auf eigenes Risiko, wenn er sich in das Manuskript stürzt und dem Autor hier oder dort Ratschläge zur Verbesserung (= bessere Verkaufbarkeit, weil für einen Agenten ist das Manuskript schlicht Handelsware) erteilt.
Ein Autorencoach hat die Funktion eines Beraters, eines Dozenten oder - wenn man will - eines Privatlehrers. Dafür zahlt der Autor, egal ob sich das Manuskript verkaufen lässt oder nicht.
Diese beiden Begriffe Literaturagent und Autorencoach sollten nicht vermischt werden.
Grüße
Siegfried |
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Siegfried
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»Wer sich vor dem Ertrinken fürchtet, tut besser, schwimmen zu lernen, als dem Wasser auszuweichen.« (Karl Waggerl) |
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 17.12.2010, 22:20 |
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Coach ist eines der Begriffe die Inflation haben. Wer mit seiner Qualifikation in der Arbeitswelt nichts anzufangen weiß, wird Coach.
Deswegen mein Rat, erkundige Dich ganz genau über welche Qualifikation den der Coach verfügt, was zeichnet ihn aus? Und dann google seinen Namen! Den ein wirklich guter Coach müsste auch selber Publiziert haben, daneben langjährige Erfahrung in großen Publikumsverlagen gemacht haben etc.etc.etc. weißt er dies alles nicht auf, dann wäre er kein Honorar wert. |
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SandraR |
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 | | Verfasst am: 17.12.2010, 23:03 |
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| SandraR hat Folgendes geschrieben: |
| Den ein wirklich guter Coach müsste auch selber Publiziert haben, daneben langjährige Erfahrung in großen Publikumsverlagen gemacht haben etc.etc.etc. weißt er dies alles nicht auf, dann wäre er kein Honorar wert. |
Also, darüber streiten sich Generationen.
Nehmen wir die Formel 1. Da gibt es Rennfahrer und es gibt die Konstrukteure der Rennwagen. Muss ein Rennfahrer ein guter Konstrukteur sein oder ein Konstrukteur ein guter Rennfahrer?
Frank Williams ist seit 40 Jahren einer der erfolgreichsten Rennwagen-Konstrukteure, hat aber nie ein Formel-1-Rennen bestritten.
Michael Schumacher ist bis heute der erfolgreichste Formel-1-Rennfahrer der Welt, hat aber noch nie einen Rennwagen konstruiert.
Es gibt Autoren, die schreiben einen Bestseller nach dem nächsten, sind aber nicht in der Lage, den Entstehungsprozess des eigenen Romans didaktisch zu vermitteln.
Umgekehrt gibt es Leute, die an den Universitäten Dramaturgie schulen, wie etwa Prof. Dr. Hans-Thies Lehmann von der Uni Frankfurt, die aber noch nie ein Theaterstück, ein Drehbuch oder einen Roman veröffentlicht haben.
Nur weil einer etwas gut kann, muss er kein guter Lehrer sein - und nur weil einer die Theorie gut vermitteln kann, muss er kein begnadeter Praktiker sein.
Wenn jemand Wissen gut vermitteln kann, dann sollte man andere (Schüler) fragen, ob die Unterstützung was gebracht hat - und nicht darauf schauen, ob der Wissensvermittler in den Bestsellerlisten steht oder Kritikerpreise einheimst.
Aber wie gesagt: Das Thema wird seit Generationen diskutiert.
Grüße
Siegfried |
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Siegfried
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