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» Eine Geschichte aus "Willkommen im Märchenwald"

Backcover-Text bitte um Kritik

BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 11:02
Hallo zusammen
Ich wollte anfragen, ob ihr bitte kurz einen Blick auf den folgenden kleinen Text werfen könntet, der als Backcover-Text vorgesehen ist.

– Macht es neugierig auf mehr?
– Ist es verständlich geschrieben?
– Ist es zu holperig geschrieben?
… usw.

Herzlichen Dank für jede Meinung.


Vier packende Geschichten in einem Buch! 
200 Seiten spannende Unterhaltung.


TODESSPIELE
Alain Duval und April Marvin, durchleben ein alptraumhaftes Schlüsselereignis mit dem geheimnisvollen Luc Beaumont, der die beiden zwei Wochen lang für sein Todesspiel missbraucht. Alain und April erkennen erst spät, dass sie wie Schachfiguren benutzt werden, in einem Spiel, dessen Regeln Luc Beaumont bestimmt. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint, manchmal sind es gerade klar erscheinende Fakten, die die Wahrheit komplett vernebeln.


DER FLUSS DER TRÄUME
Nacht für Nacht träumt Alain Duval von jenem Haus am Fluss, von dem er nicht weiß wo es sich befindet und wer die Besitzer sind. Vorsichtig, Zimmer für Zimmer, beginnt er im Traum das Haus zu erforschen, wo er schließlich auf andere Menschen trifft, die genau wie er, dem Traum gefolgt sind. Was steckt hinter diesem Traum? Was sind Träume, sind es nur Nebenprodukte, eine Art mentaler Abfall unseres den Tag hindurch überbelasteten Gehirns? Sinnhaftigkeit und Zusammenhänge zwischen sich völlig fremden Menschen, lassen Alain schließlich ahnen, dass nichts ohne Grund geschieht und dass eine Aufgabe auf ihn wartet, die er zu erfüllen hat.


IRGENDWO DA DRAUSSEN
Ihre gemein­same Reise durchs schottische Hochland führt Alain Duval und April Marvin auf die kleine, abgeschiedene Insel Chervyl-Islands, weit draußen im Nordatlantik. Ein düsteres Geheimnis, das auch Aprils Familie betrifft, erwartet die beiden. Nach und nach gelingt es ihnen den Ereignissen auf die Spur zu kommen – und Sie helfen den Inselbewohnern, vergangenes Unrecht wieder ins Lot zu bringen, denn die kleine Insel soll das bleiben, was sie seit Jahrmillionen war, ein unverfälschtes Naturparadies am Ende der Welt.


DAS HAUS IN RINGWOOD
Es sollte nur eine Hausbesichtigung im beschaulichen Städtchen Ringwood werden. Doch Alain Duval und April Marvin geraten ohne eigenes Zutun in eine Parallelwelt, in der die Gesetzmäßigkeiten von Zeit und Ort außer Kraft gesetzt sind. Alain und April werden gezwungen dreieinhalb Monate bei einem keltischen Urvolk, weitab von jeglicher Zivilisation zu überwintern, bis es ihnen unter großen Schwierigkeiten und 
Strapazen wieder gelingt in ihre richtige (ist es wirklich die richtige?) Welt zurückzukehren.
 
  Duval 
 
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 11:15
Hallo Duval,

passt der ganze Text überhaupt auf eine Buchrückseite? Sieht irgendwie viel aus...

Naja, ich fang dann einfach mal an...

Allgemein
Du bist ein Fan von Kommata, oder? Wink
Du benutzt zu viele. Durch die ganzen kleinen Nebensätzchen sind die Texte sehr schwer zu lesen. Lieber kurze und prägnante Sätze, die Details lieber in eigene Sätze packen.

Zu Nr. 3
Zitat:
vergangenes Unrecht wieder ins Lot zu bringen,

Die Formulierung finde ich nicht stimmig. Entweder "vergangenes Unrecht wieder ungeschehen zu machen" oder "die Vergangenheit wieder ins Lot zu bringen".

Zu Nr. 4
Zitat:
bis es ihnen unter großen Schwierigkeiten und 
Strapazen wieder gelingt in ihre richtige (ist es wirklich die richtige?) Welt zurückzukehren.

Den Teil in der Klammer würde ich weglassen - oder anders in den Text einbauen. Sieht seltsam aus...

Ich bin zwar kein Fan von solchen Büchern, würde aber einen zweiten Blick drauf werfen. Hört sich interessant an.

Viel Glück,

Gruß Maya cheezy grin
 
  Maya 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 11:27
Interessante, neugierig machende Texte, aber für einen Klappentext viel zu umfangreich! Und manches auch umständlich formuliert wie:

Zitat:
Was sind Träume, sind es nur Nebenprodukte, eine Art mentaler Abfall unseres den Tag hindurch überbelasteten Gehirns?


Manches ist auch ein wenig banal:
Zitat:
und dass eine Aufgabe auf ihn wartet, die er zu erfüllen hat.

Was sonst? Ist es nicht in jeder Geschichte so, dass "der Held" eine Aufgabe erfüllen muss?

Zitat:
vergangenes Unrecht


Das muss wohl "begangenes" Unrecht heißen. Unrecht kann nicht vergehen, denn es ist geschehen. Es kann höchstens vergessen werden.

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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 11:50
Hey Leute, herzlichen Dank für die Anregungen und Zerpflückungen bisher. So kann man auch etwas lernen daraus.
Leider bin ich in der Tat etwas Nebensatzlastig, da muss ich wirklich noch einiges ändern daran.

Es ist der kleine Versuch ein Abenteuerbuch, wie es sie früher von Wörishöffer (kennt die überhaupt noch jemand) oder Jules Verne gab zu schreiben.
Auch das Cover ist bewusst eher im altertümlichen Stil gehalten.


Bitte weiter mit Anregungen, danke.


Und zur Frage, ob der ganze Text vom Platz her auf ein Backcover passt: Ja es passt, weil ich aus Kostengründen momentan zu einem (leider hässlichen) A5-Format tendieren muss.
 
  Duval 
 
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Re: Backcover-Text bitte um Kritik

BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 11:53
Verständlich geschrieben ist es zwar, aber es sind zu viele Erklärungen/Auflösungen dabei. Der Ausgang der Geschichten ist ja meist schon vorweggenommen. Also: Streichen, streichen, streichen und geheimnisvoll bleiben.

Zitat:
Ihre gemein­same Reise durchs schottische Hochland führt Alain Duval und April Marvin auf die kleine, abgeschiedene Insel Chervyl-Islands, weit draußen im Nordatlantik. Ein düsteres Geheimnis, das auch Aprils Familie betrifft, erwartet die beiden. Nach und nach gelingt es ihnen den Ereignissen auf die Spur zu kommen – und Sie helfen den Inselbewohnern, vergangenes Unrecht wieder ins Lot zu bringen, denn die kleine Insel soll das bleiben, was sie seit Jahrmillionen war, ein unverfälschtes Naturparadies am Ende der Welt.


Vielleicht etwa so: Eine Reise durchs schottische Hochland führt Alain und April auf die abgeschiedene Insel Chervyl. Ein düsteres Geheimnis erwartet die beiden.

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Liebe Grüße
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 12:11
Um mit wenigen Sätzen auf dem Klappentext Spannung zu erzeugen, könnte man auch mit Fragen arbeiten.
Wenn man ein ("gemeines") Ausgangsszenario darstellt, und dazu die entscheidene Frage stellt, deren Antwort jedoch nur über die Lektüre der Geschichte zu bekommen ist, kann das u.U. sehr viel Interesse wecken.

Kann man so machen, muss man aber nicht. Mich persönlich sprechen diese Art der knifflig gestellten Fragen sehr an.

Gruß
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 16:34
@Duval:

Also beim ersten finde ich den Begriff "Schlüsselereignis" sehr unglücklich. Klingt nach Psychologie, jdenfalls viel zu abstrakt. Nach dem Lesen des Textes war ich ratlos: es enthält nicht den kleinsten Hinweis, wo die Handlung spielt und worum es eigentlich geht.

Beim vierten würde ich nicht "richtige Welt" verwenden (denn Gegensatz wäre falsche Welt). Vielleicht "eigene"?

Sigrid

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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 09:37
Hallo Duval!

Etliches ist hier schon zurecht "kritisiert" worden.

Aus meiner Sicht ist der Text viel zu lang. Es ist
ein Irrtum zu glauben, dass eine derart ausführliche
"Inhaltsangabe" zum Buchkauf reizt. Ein Covertext
muss den Leser neugierig auf den Buchinhalt machen
und sollte diesen nicht detailliert "erklären".

Ich würde versuchen, den Inhalt der vier Geschichten
in einen kurzen Text zusammenzufassen und dabei
"bewährte Schlagworte" verwenden. Vielleicht findest
Du einen "Vorausleser", der das kann und für Dich
macht?!

Oder schau Dir viele andere Covertexte von viel
gekauften Büchern an - dann findest Du, ohne Dich
zu einem Plagiat verleiten zu lassen, entsprechende
Anregungen.

Gruß aus der Steiermark!
 
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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 10:18
Ich habe mal ein wenig gekürzt:

TODESSPIELE
Nichts ist wie es auf den ersten Blick erscheint - in dem Spiel, dessen Regeln Alain und April nicht kennen und in dem sie die Figuren sind.

DER FLUSS DER TRÄUME
Nacht für Nacht träumt Alain Duval von einem Haus am Fluss - was hat es mit ihm zu tun?

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Eine gemein­same Reise durchs schottische Hochland führt Alain und April auf die kleine, abgeschiedene Insel Chervyl-Islands, weit draußen im Nordatlantik. Ein düsteres Geheimnis erwartet die beiden auf dem Naturparadies am Ende der Welt.

DAS HAUS IN RINGWOOD
Es sollte nur eine Hausbesichtigung im beschaulichen Städtchen Ringwood werden. Doch Alain und April geraten in eine Parallelwelt, in der alle Gesetzmäßigkeiten von Zeit und Ort außer Kraft gesetzt sind.

Zusammenfassend lässt sich stattdessen ja auch sagen:
In unterschiedlichen Situationen geraten Alain und April immer wieder in eine von ihnen nicht zu kontrollierende Lage.

Da sich für mich es so darstellt, dass die beiden Protagonisten egal was sie machen, egal wo sie sind, immer in einer Traum- oder Parallelwelt eintauchen.
Ein wenig das Gesetz der Serie (schon fast ein wenig zu sehr herbeigeholt)
oder soll es den psychischen Abgrund darstellen?

Gruß Birgit

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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 11:13
Zitat:
Nichts ist wie es auf den ersten Blick erscheint


Ich würde empfehlen:
Nichts ist wie es auf den ersten Blick scheint,
weil sich dies eindeutiger auf die Anmutung der Ereignisse bezieht und weniger auf ihr Auftreten-

Beispiel:
Er erscheint in Anzug und Krawatte
oder
das Buch erscheint im nächsten Monat
aber
er scheint traurig zu sein
oder
es scheint Regen zu geben

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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 12:34
Hallo Birgit,

schon viel besser! Der erste Bindestrich ist etwas verwirrend, außerdem hat Gerd natürlich Recht.

Grüßle,
Judith

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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 13:38
Hallo zusammen
Ich bin extrem dankbar für die vielen genialen Verbesserungsvorschläge. Jetzt zeigt es sich erst, wie umständlich und unnötig langatmig mein Entwurf des Covertextes war.
Mit euren Ideen lässt sich nun wirklich etwas daraus machen.
Schließlich ist ja ein Backcover die Visitenkarte eines Buches, also fast das wichtigste überhaupt.

Ich muss also: Kürzer werden/nicht zuviel verraten/mit Schlagwörtern arbeiten/mit Fragen arbeiten/

Eure Tipps sind Gold wert, jetzt mit diesem Wissen traue ich mir echt zu, das ganze wirklich verkaufsfördernd zu formulieren. DANKE!

Noch ein Hinweis: Obwohl die vier Geschichten eigentlich in sich abgeschlossen sind, so sind sie dennoch miteinander verknüpft, denn in jeder Geschichte werden beiläufig gewisse Bezüge zur vorhergehenden Geschichte gezogen. Man kennt also von Geschichte zu Geschichte die Helden immer wie besser. Man weiß von ihren Eigenarten und Vorlieben immer wie mehr. Dies schafft Vertrautheit, die sich von Story zu Story steigert.

In der Tat wirkt es auf Außenstehende vielleicht etwas befremdend, dass die beiden Helden immer wieder in diese seltsamen Erlebnisse hineingezogen werden. Es ist aber gewollt, den die Auslöser dieser Ereignisse sind Alain und April selber. Sie geraten nicht zufällig in diese Situationen.
In einer Geschichte gehe ich darauf näher ein, in dem ich die Theorie aufstelle, dass paranormale Vorkommnisse oft von psychisch überreizten Frauen (April) ausgelöst werden.

Hach, es gibt noch so viel zu tun, mein Schädel brummt, und ich bin voller neuer Ideen, dank euch...
 
  Duval 
 
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