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Bibliophobe Stimmung

BeitragVerfasst am: 22.05.2010, 09:35
Hallo!

Ein Beitrag von FAZ.NET zur Digitalisierung des Buches.

http://www.faz.net/s/Rub5C2BFD49230B472BA96E0B2CF9FAB88C/Doc~ED291A0584E6B488290CD88AC8F54A46D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Die Diskussion um den Wert und Nutzen von Büchern in der digitalisierten Welt hält an.

Es grüßt Bello
 
  Bello 
 
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BeitragVerfasst am: 22.05.2010, 12:31
Es fällt mir schwer, den Beitrag zu kommentieren.

Das elektronische Buch wird das gedruckte auf absehbarer Zeit nicht ersetzen, beide haben ihre Daseinsberechtigung. Wer sich gegen das eBook stellt, dem kann ich nur sagen: Die Hunde bellen, und die Karawane zieht weiter.

Zitat:
"wie man das Buch gegen die elektronischen Medien als „Königsweg der bürgerlichen Individuation (Habermas) verteidigen könne."

Solche Aussagen sind überholte Maschinenstürmerei. Das Buch GEGEN die elektronischen Medien - mein Gott, wir haben 2010 und nicht die 1950er Jahre! Als ob ein ebook kein Buch wäre ...

Es werden sich nur einige Verlage und Autoren damit abfinden müssen, dass man kein Alleinstellungsmerkmal mehr hat und die Gewinne schmaler werden - zugunsten übrigens der "Volksschriftstellerei", wenn ich BoD, ebooks aus dem Internet usw. mal so bezeichnen darf.

Es hat etwas Lächerliches und Kindisches an sich, wenn die von der Werbung lebenden, meinungsbildenden, aber nicht demokratischen Medien auf Google einprügeln.
 
  Ikarus 
 
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BeitragVerfasst am: 22.05.2010, 12:49
Interessant! Danke, diesen Artikel hab ich gern gelesen ...

By the way: In diesem Sinne: Mein nächstes Buch (Lyrikfotoband) kommt voraussichtlich als Gesamtpaket - als gedrucktes Buch, inkl. Hörbuch und E-Book - heraus Smile

Gruß, Barbara

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Re: Bibliophobe Stimmung

BeitragVerfasst am: 23.05.2010, 17:29
Bello hat Folgendes geschrieben:
Ein Beitrag von FAZ.NET zur Digitalisierung des Buches.

http://www.faz.net/s/Rub5C2BFD49230B472BA96E0B2CF9FAB88C/Doc~ED291A0584E6B488290CD88AC8F54A46D~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Sagenhaft, wieviel manche Menschen zu labern wissen. Aber das Thema ist "in" und so muss man tagtäglich irgendetwas dazu schreiben.

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  hawepe 
 
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BeitragVerfasst am: 24.05.2010, 08:00
Sagenhaft wie wenig Menschen ihre Kommentare hinterfragen! Zitat aus dem Artikel "Ungelöst bleibt das Problem der „Überforschung“ in den Geisteswissenschaften; ungelöst bleibt auch, dass der „Digitalfetischismus“ nicht den Klimawandel berücksichtige, wie der Verleger Dietrich Olms (Hildesheim) anmerkte. Jeder Mausklick schade der Weltenergiebilanz. " Zitatende

und nur dumm, den wie viele Bäume werden durch Mausklick gerettet? Was nutzt eine Weltenergiebilanz ohne Bäume.

Das eine ganze Branche versucht Stimmung gegen digitale Medien zu machen, liegt einfach am Profit. Interessant das Profit nur im Zusammenhang mit google erwähnt wird cheezy grin.

Jeder technische Schritt hat immer zu Untergangpropheten geführt. Als der Bleidruck ging wurde das Ende der Zeitungen ausgerufen. Als die CD kam das Ende des Venyls. Millionen von Arbeitslosen wurden prophezeit, in Wirklichkeit haben sich nur Berufsbilder geändert. Es gibt ihn noch den Bleisatz wenn auch nur für edle Drucke und Venyl ist auch nicht ausgestorben.
Es gibt auch noch Waffenschmiede nur ist es längst vom Handwerk zur Kunst mutiert. Man kann natürlich Entwicklungen verteufeln, nur würden wir dann noch immer mit dem Pferd zum Supermarkt reiten. Natürlich gibt es Entwicklungen die Befremden, so finde ich Hörbücher ein Medium für Kleinkinder. Aber eben, "ich finde es", dem Kunden scheint es aber zu gefallen. Na dann eben bitte bekommt der Kunde halt auch ein Hörbuch.

Richtig für mich ist nur die Bemerkung mit den kurzen Artikeln. Tatsächlich lesen junge Menschen lieber Focusstyl 3 Absätze und nicht fünf Seiten Artikel. Dies führt aber nur dazu, dass sich die schreibende Zunft überlegen muss zu welcher Altersklasse ihre Zielgruppe gehört.

Alle Medien haben ihre Berechtigung und können ohne Probleme nebeneinander existieren, letztlich ist es der Leser der entscheidet was er braucht und wie er es braucht.

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BeitragVerfasst am: 24.05.2010, 12:55
Hallo Sandra,

SandraR hat Folgendes geschrieben:
Zitat aus dem Artikel "Ungelöst bleibt das Problem der „Überforschung“ in den Geisteswissenschaften; ungelöst bleibt auch, dass der „Digitalfetischismus“ nicht den Klimawandel berücksichtige, wie der Verleger Dietrich Olms (Hildesheim) anmerkte. Jeder Mausklick schade der Weltenergiebilanz. " Zitatende


Du musst aber bestimmt zugeben, dass sich das sehr gelehrt und vor allem kritisch anhört Twisted Evil

Zitat:
Alle Medien haben ihre Berechtigung und können ohne Probleme nebeneinander existieren, letztlich ist es der Leser der entscheidet was er braucht und wie er es braucht.


Nur lockt diese Aussage niemanden hinter dem Ofen vor, weil sie nicht polarisiert. Die Massenmedien leben genauso wenig wie die Politik von der Differenzierung, weil zum Differenzen Wissen und Denken erforderlich sind.

Beste Grüße,

Heinz.

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  hawepe 
 
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BeitragVerfasst am: 24.05.2010, 16:36
hawepe hat Folgendes geschrieben:
von der Differenzierung, weil zum Differenzen Wissen und Denken erforderlich sind.


Schön formuliert, genau da setzt bei mir auch das Fragezeichen an cheezy grin wer ausser uns hat diesen Bericht überhaupt gelesen?

Für mich sind dies immer so Artikeln unter "gibts, lesen aber nur die die es auch angeht". Der Artikel ist einfach nicht sonderlich klug. Man muss Heute je nach Sparte in der man Schreibt nun mal im Multitasking arbeiten, dann klappt es auch eher mit den Verkaufszahlen. Soziale Netze wie Fazebook oder Twitter erleichtern das Leben und vereinfachen die PR.

Ich finde zum Beispiel Judiths Idee gut, zur Not einfach alles abdecken. Bei Kinderliteratur macht es Sinn, am Besten noch eins drauf legen und ein Spiel zum Buch anbieten, online oder auf Karton (meine ich jetzt ganz seriös)Smile).

Gerade Internet bietet die Möglichkeit seine Zielgruppen einfach zu finden. Von Hundebuch über Liebesroman für alles gibt es Foren. Ganz ohne Arbeit funktioniert es natürlich nicht, seine Kontakte muss man nun mal trotzdem pflegen aber verglichen mit den 80er Jahren ist Marketing heute die reinste Sahne.

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Büchergilde Gutenberg

BeitragVerfasst am: 07.08.2010, 09:41
Die Büchergilde Gutenberg, z.B., wirbt noch mit dem guten alten Buchhandwerk.

Auf den Einkaufstüten steht dort zu lesen:

Zitat:

Ein schönes Buch

erfreut gleich dreimal:

beim Anschauen,

beim Anfassen und

beim Lesen ...


Beste Grüße

MHA

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BeitragVerfasst am: 07.08.2010, 10:24
Jedenfalls hab ich keine Lust, abends im Bett mit einem Laptop auf dem Bauch zu lesen. Crying or Very sad

_________________
viele Grüße

Manu
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TODES-WIND, Samtpfote auf Mörderjagd
ISBN 978-3-83915-307-9
Krimis mit Fell und Schnauze
ISBN 978-3-8423-7050-0

http://www.katzenkrimi.com
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BeitragVerfasst am: 07.08.2010, 10:41
Manu hat Folgendes geschrieben:
Jedenfalls hab ich keine Lust, abends im Bett mit einem Laptop auf dem Bauch zu lesen. Crying or Very sad


Da gibt es doch ganz kleine Leichtgewichte und auf Wunsch auch in zartrosa, wär das nix?

Schönen streitfreien Samstag für Alle
Bernd
 
  büchernarr 
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BeitragVerfasst am: 07.08.2010, 11:24
Es geht nicht um einen Laptop, sondern um Ebook Reader (ohne Hintergrund-Beleuchtung für das Bett nicht geeignet), PDA und Smartphone. Ein PDA ist mir aus mehreren Gründen sympathischer:

- Er ist leichter als ein Buch.
- Umblättern ist geräuschlos.
- Er ist kleiner.
- Ich kann Lesezeichen usw. setzen.

Letztendlich muss es jeder für sich entscheiden. Die Entscheidung für das Ebook ist ja keine Entscheidung gegen das gedruckte Buch.

Michael
 
  Ikarus 
 
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