 | | Verfasst am: 25.02.2010, 10:37 |
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prima Posting. Ich denke auch, dass Bologna mit der Einnahme von pharmazeutischen Produkten nichts zu tun hat. Seelische Stabilität unterwirft sich nicht so schnell Fremdeinflüssen. Das Selbstwertgefühl und die damit verbundene Gelassenheit beziehen in erster Linie ihre Nahrung aus der Muttererde. Sagt diese Dir, Du bist so, wie Du bist, klasse, und brauchst Dich nicht für den Zeitgeist fieberhaft verbiegen, kann Dich so schnell nichts aus der Ruhe bringen. Aber wer spricht dem Menschen heute noch das Vertrauen zu: wo immer Du stehst und wie auch immer Du es machst, wird es Dir in Deinem Sinne schon gelingen. Denn Du bist aus Dir selbst heraus einmalig und klasse.
Das kann doch nur die vorbehaltlose Liebe. Diese ist durch Zusatzstoffe von außen nicht zu ersetzen. Aber vielleicht müßte sie wieder neu eingeübt werden. Jedes 2. Grundschulkind ist wenigstens vorübergehend in psychologischer Behandlung. Wahrscheinlich, weil den Eltern eine Schulung fehlt. Und der Gesellschaft ein Hausmann nichts wert ist. |
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Gerhard Schulz |
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 | | Verfasst am: 25.02.2010, 11:37 |
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| Haifischfrau hat Folgendes geschrieben: |
Nachdem Dennis hier klargestellt hat, dass er sich eine Kritik in konstrukiverer Form gewünscht hätte, würde ich es begrüßen, wenn das Einhacken ein Ende fände.
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Dem möchte ich mich anschließen.
Hallo Dennis,
schön, daß du wieder da bist, zunächst einmal: Herzlich Willkommen im Forum!
Ich muß zugeben: Bologna-Prozeß sagte mir zunächst nicht viel, deshalb mußte ich nachschlagen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bologna-Prozess
Das liest sich ja alles schön, und man könnte meinen, das Studium wäre dadurch einfacher geworden. Scheint ja aber nicht der Fall zu sein, sonst würden die Studierenden nicht zu Neuroenhancern greifen. Oder ist es einfach eine Modeerscheinung: Pillen statt Lernen? Macht es jeder, weil es der Mitstudent auch macht? Oder weil die Substanzen dank Internet einfacher verfügbar sind? Oder warum dann?
Viele Grüße
Torsten |
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Torsten Buchheit |
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 | | Verfasst am: 25.02.2010, 12:11 |
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Hallo Torsten,
| Torsten Buchheit hat Folgendes geschrieben: |
| Das liest sich ja alles schön, und man könnte meinen, das Studium wäre dadurch einfacher geworden. Scheint ja aber nicht der Fall zu sein, sonst würden die Studierenden nicht zu Neuroenhancern greifen. Oder ist es einfach eine Modeerscheinung: Pillen statt Lernen? |
Sicherlich gibt es auch das, aber die meisten stehen tatsächlich vor dem Problem, wie sie die Jahre durchstehen sollen.
Profitiert haben vom Bologna-Prozess eigentlich nur jene Studenten, die am liebsten stur auswendig lernen. Selber Nachdenken kostet Zeit, die das Studium nicht mehr lässt.
Ich weiss von einer Studentin, dass sie im zweiten Semester Biologie auf 54 Wochenstunden alleine durch Pflichtveranstaltungen kam. In den Semesterferien erledigt sie ihre Hausarbeiten, besucht Vertiefungsseminare und geht Geld verdienen. Okay, sie könnte ihr Studium natürlich auch "runterreißen", aber mit einer mittelprächtigen Zensur bräuchte sie sich später gar nicht erst irgendwo zu bewerben.
Übrigens lese ich häufiger mal studentische Seminar- und Hausarbeiten. Mit den meisten wäre ich in den 70er Jahren bei meinen Dozenten rausgeflogen. Aber klar, wenn heute drei Jahre zur Verfügung stehen, wo früher vier und fünf Jahre das Minimum waren, verführt das natürlich zu Arbeiten, die man nur noch als peinlich bezeichnen kann.
Beste Grüße,
Heinz. |
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 | | Verfasst am: 25.02.2010, 12:20 |
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| hawepe hat Folgendes geschrieben: |
Übrigens lese ich häufiger mal studentische Seminar- und Hausarbeiten. Mit den meisten wäre ich in den 70er Jahren bei meinen Dozenten rausgeflogen. Aber klar, wenn heute drei Jahre zur Verfügung stehen, wo früher vier und fünf Jahre das Minimum waren, verführt das natürlich zu Arbeiten, die man nur noch als peinlich bezeichnen kann.
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Oder zu Pillen, die man nur noch als verboten bezeichnen kann. |
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Torsten Buchheit |
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 | | Verfasst am: 25.02.2010, 12:23 |
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| Bologna ist halt nicht made in Germany. Hauptsache am Ende kommt Zufriedenheit bei raus. |
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 | | Verfasst am: 25.02.2010, 12:25 |
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| Torsten Buchheit hat Folgendes geschrieben: |
Oder zu Pillen, die man nur noch als verboten bezeichnen kann. |
Die letztendlich zur Psychose und in die Schwerbehinderung führen können  |
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 | | Verfasst am: 25.02.2010, 14:37 |
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| Haifischfrau hat Folgendes geschrieben: |
Hallo Dennis, der Umgangston in psychosozialen Profikreisen ist halt ein anderer als in der "Welt da draußen". Es gibt ja immer unterschiedliche Formen der Kommunikation - hier haben die Leute halt kein Blatt vor den Mund genommen und vielleicht etwas heftig reagiert.
Haifischfrau |
Hallo Haifischfrau,
vielen Dank für ihre konstruktive Kritik!
Manche Personen in diesem Forum nutzen die Anonymität des Internets dazu ihr wahres ich auszuleben und verstellen sich im echten Leben!
| Haifischfrau hat Folgendes geschrieben: |
Ich denke auch, dass es ein Unterschied ist, ob jemand ein Buch als ein Buch oder ein Werk als Masterarbeit schreibt. Das mag einigen hier nicht so bewusst sein. Dein Thema halte ich für wichtig - nur ist es m.E. nicht neu und auch nicht mit Bologna verbunden, sondern die Problematik greift schon bei Grundschulkindern, jedenfalls im Ansatz.
Haifischfrau |
Das Werk als Masterarbeit habe ich in 3 Monaten bei voller Vorlesungszeit und gleichzeitiger Nebentätigkeit (120 Std./Monat), um das Leben zu finanzieren, geschrieben.
Die Masterthesis an sich, verfolgt das Ziel eine wissenschaftliche Forschungsfrage innerhalb eines vorgegeben Zeitrahmens zu bearbeiten und zu beantworten. Dies beinhaltet neben der theoretischen Literaturforschung auch die praktische Feldforschung mittels einer Umfrage (21 Fragen / 81 Unterfragen) die sehr aufwendig ist.
Von der Hypothesenbildung (21 Hypothesen) zum Forschungskonzept inklusive Voruntersuchungen und hingehend zur Erstellung eines Fragebogens und Ansprechen von möglichen Teilnehmern vergeht Zeit.
Dies geschieht alles damit die Objektivität, Validität und Reliabilität des Forschungsvorhabens mit seinen Fragestellungen wissenschaftlich gesichert ist.
Das Thema ist wie Sie angesprochen haben nicht neu, nur wird die gesamte Zeit im Deutschsprachigen Raum ohne feste Zahlen diskutiert.
Das heißt, es gab bis zu dieser Thesis keine Daten und Zahlen von Bologna-Prozess Betroffenen zum Nutzungsverhalten von Neuro-Enhancement Präparaten.
Mit dieser 25 Min. Umfrage konnte ich 2793 Personen (2598 Studenten/195 Schüler) erfolgreich befragen und anschließend die Daten mittels SPSS (Statistisches Berechnungsprogramm) berechnen.
Diesen interessanten Ablauf und alle Ergebnisse können
die Leser im Buch erfahren.
| Haifischfrau hat Folgendes geschrieben: |
Dein Thema halte ich für wichtig - nur ist es m.E. nicht neu und auch nicht mit Bologna verbunden, sondern die Problematik greift schon bei Grundschulkindern, jedenfalls im Ansatz
Haifischfrau |
Die Fragestellung der Thesis war " Braindoping - Eine Folge des Bologna-Prozesses?" und stellte dies somit in Frage. Ob die Grundproblematik im Grundschulalter liegt stand nicht im Zusammenhang mit dem Thema und kann ich daher nicht beantworten.
| Haifischfrau hat Folgendes geschrieben: |
Was ich dir nicht ersparen möchte, ist mein folgender Kommentar: dass heutzutage eine Masterarbeit mit derartigen Rechtschreibfehlern mit einer guten Note bewertet wird, ist leider ein Armutszeugnis für die deutsche (Hochschul-)kultur. Bei meinen Studenten wäre so etwas nicht einmal als
Semesterarbeit akzeptiert worden.
Haifischfrau |
Man hat mir bei der 45 minütigen mündlichen Verteidigung (benotet mit 1,5) der Thesis nahe gelegt, das aufgrund meiner sprachlichen Mittel und etwaigeren Fehlern (Arbeit wurde von einer Studentin der Universität Mannheim Korrektur gelesen) man mir hierfür eine schlechtere Note gibt und das war für diese Arbeit eine 2,0!
Gegenfrage: War es früher nicht so, dass viele sich beschwerten das der Inhalt der Diplomarbeit nicht zählt und sich die Profs nur auf das Formale festlegen?
Bitte lassen Sie sich nicht durch den Klappentext, der auf die Schnelle von mir verfasst wurde, beeindrucken.
Ich hoffe ich konnte etwas für Aufklärung sorgen!
Für weitere Fragen stehe ich gerne bereit!
Freundliche Grüße,
Dennis Tamke |
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Dennis Tamke |
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 | | Verfasst am: 25.02.2010, 14:54 |
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| Gerhard Schulz hat Folgendes geschrieben: |
Ich denke auch, dass Bologna mit der Einnahme von pharmazeutischen Produkten nichts zu tun hat.
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Lieber Gerhard,
hier ein Auschnitt aus dem Buch (Seite 82)
Einfluss des Bologna-Prozesses auf den Substanzkonsum
Hypothesenprüfung:
In Hypothese 7 wurde postuliert, dass das Konsumverhalten in Abhängigkeit zum erwarteten Bildungsabschluss und dem im Zusammenhang mit dem Bologna-Prozess ent-standene Stress steht.
Dieser Zusammenhang ließ sich signifikant bestätigen.
Entsprechend der differenziert formulierten Hypothesen hat sich bezüglich des Gesamtwertes gezeigt, dass der Neuro-Enhancement Substanzkonsum bei nach Bologna-Richtlinien Studierenden (Bachelor/Master) höher ist als bei nicht nach Bologna-Richtlinien Studierenden. Eine weitere Determinante des Substanzkonsums ist der durch den Bologna-Prozess entstehende Stress.
Der wichtigsten Frage um den Titel der Thesis gerecht zu werden galt der Erörterung der Frage inwieweit der Neuro-Enhancement Substanzkonsum mit der Einführung und Entwicklung des Bologna-Prozesses zu tun hat.
Der Anteil an nach Bologna Richtlinien Studierenden Teilnehmern betrug 1271 Bache-lor (45,5 %, männlich= 642 TN = 22,99 %; weiblich= 629 TN = 22,52 %) und 391 (14,0 %, männlich= 226 TN = 8,09 %; weiblich= 165 TN = 5,91 %) Master Studenten. Somit nahmen 1662 (59,5 %) Studenten, die direkt vom Bologna-Prozess betroffen sind, an der Umfrage teil. Hiervon gaben 131 (4,7 % der Gesamtstichprobe) nach Bologna Richtlinien Studierende Teilnehmer (7,9 % der Bologna-Gruppe) Neuro-Enhancement Substanzen zu konsumieren. Somit sind 58,5 % der Neuro-Enhancement Nutzer Bachelor oder Masterstudenten und vom Bologna-System direkt betroffen.
Der Faktor Stress bzw. Stressempfinden (-,102**) und Betroffenheit
(-,499**), durch den Bologna-Prozess korreliert mit dem Habitus Bologna-Studierender im Bachelor oder Mastersystem (siehe Tabelle 7).
Detailierte Daten zum Bologna Prozess, befinden sich differenziert ab Seite 72 im Buch.
Freundliche Grüße,
Dennis Tamke |
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Dennis Tamke |
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 | | Verfasst am: 25.02.2010, 15:26 |
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| Torsten Buchheit hat Folgendes geschrieben: |
Oder ist es einfach eine Modeerscheinung: Pillen statt Lernen? Macht es jeder, weil es der Mitstudent auch macht? Oder weil die Substanzen dank Internet einfacher verfügbar sind? Oder warum dann?
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Hallo Torsten,
vielen Dank für deine nette Nachricht, darüber habe ich mich sehr gefreut!
Die im Buch beschriebenen Möglichkeiten, mit pharmakologischen Hilfen eine kognitive Verbesserung herbeizuführen, sowie die steigende Nachfrage nach solchen Mitteln, weisen darauf hin, dass viele Studierende in ihren jeweiligen Fächern einer Überforderung ausgesetzt sind. Diese jungen Menschen sind nicht in etwa krank – im Gegenteil, oft finden sich unter ihnen sogar die Leistungseliten der Universitäten und Hochschulen.
Der aktuelle pharmakologische Forschungsstand scheint nicht ausreichend zu sein, um Leistungssteigernde Zusagen für eine Anzahl von Medikamenten machen zu können. Nur wenige Studien befassen sich explizit mit der Fragestellung der kognitiven Leistungssteigerung von Medikamenten. Über Langzeitwirkung und Folgeschäden gibt es sogar überhaupt keine Studien. Ein auf den ersten Blick überraschendes Ergebnis, ist der Mangel an Beweisen für eine positive Wirkung von Methylphenidat (Ritalin®), da dieses Präparat in der Literatur und Bürgermeinung als Neuro-Enhancement Pharmaka Präparat Nummer eins gehandelt wird. Einzig das für Narkolepsie eingesetzte Modafinil zeigte in verschiedenen Testverfahren positive Wirkungen auf die Kognition und Vigilanz, was es aber die Kreativität einschränkt und das Mittel somit nur bei langanhaltenden monotonen Arbeiten interessant macht. Das zu der Gruppe der Antidementiva zählende Pharmakon Donepezil zeigte bei jüngeren Probanden sogar eine Verschlechterung des Arbeitsgedächtnisses. Eine generelle Enhancende Wirkung kann aber für andere Substanzen unter Bezug auf den gesichteten Forschungsstand nicht ausgeschlossen werden. Eine Tablette aber, die uns klüger, merkfähiger und somit effizienter macht, wird es auf die Schnelle nicht geben. Eventuell aber Arzneimittel, die in gewissen Situationen die spezifischen Fähigkeiten des Gehirns unterstützen.
Insgesamt 131 (4,7 % der Gesamtstichprobe) nach Bologna Richtlinien Studierende Teilnehmer (7,9 % der Bologna-Gruppe) bekannten sich zum Konsum von Neuro-Enhancement Substanzen. 755 (27 % Gesamtstichprobe; 45,4 % Bologna-Stichprobe) Studierende empfinden den Bologna-Prozess als Stressor des Studiums. Desweiteren zeigt sich zwischen der Einnahme von Substanzen der Neuro-Enhancement Liste und dem legalen Drogenkonsum ein nicht signifikanter Zusammenhang. Wer legale Drogen zu sich nimmt, neigt somit nicht automatisch zum Neuro-Enhancement Konsum.
| Torsten Buchheit hat Folgendes geschrieben: |
Macht es jeder, weil es der Mitstudent auch macht?
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Darauf bin ich in Frage 14 (Unterfrage 4) eingegangen:
313 (11,2%) Teilnehmer stimmten der Frage "...weil es andere auch tun" zu!
Ich hoffe ich konnte etwas Einblick in mein Buch gewähren und stehe bei weiteren Fragen zum Thema gerne bereit.
Vielen Dank nochmals an Dich für deine nette Mail!
Viele Grüße,
Dennis |
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Dennis Tamke |
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 | | Verfasst am: 25.02.2010, 15:48 |
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Hallo Dennis,
mein Respekt für die Leistung, die Arbeit in so kurzer Zeit "zusätzlich" auf die Beine gestellt zu haben.
Ich denke nicht, dass man früher bei Diplomarbeiten zu viel Wert aufs Äußere gelegt hat - die mir bekannten Arbeiten, und dass sind sehr viele - wurden nach wissenschaftlichen Kriterien beurteilt, genau so wie heute.
Das will ich aber hier gar nicht zu Diskussion stellen. Wir haben hier ellenlange Threads zum Thema Orthographie, Grammatik, Stil usw. in BÜCHERN geführt. Im Prinzip sind wir zu dem Schluss gekommen, dass entsprechend fehlerhafte Bücher uns als bod-Autoren eher schaden. Und dass, wer sich Autor nennt, doch in der Lage sein sollte, (nahezu) fehlerfrei zu schreiben bzw. eine Lektor / Korrektor einzuschalten.
Dadurch wird sich, so nehme ich an, hier eine gewisse Empfindlichkeit beit gemacht haben, von der ich mich nicht ausschließe.
Insgesamt fände ich es gut, wenn du dein Buch (sofern das noch möglich ist) hinsichtlich Rechtschreibung noch einmal überarbeiten würdest.
Ich stimmte auch nicht der Unterstellung zu, dass psychische Stabilität immerwährend und unerschütterlich ist, wie hier jemand gepostet hat. Das erscheint mir weltfremd. Vielmehr vertrete ich die Auffassung, dass Druck das Lernen und vor allem die Kreativität behindert.
Gruß
Haifischfrau |
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Haifischfrau |
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 | | Verfasst am: 25.02.2010, 16:32 |
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| Dennis Tamke hat Folgendes geschrieben: |
| Der aktuelle pharmakologische Forschungsstand scheint nicht ausreichend zu sein, um Leistungssteigernde Zusagen für eine Anzahl von Medikamenten machen zu können. Nur wenige Studien befassen sich explizit mit der Fragestellung der kognitiven Leistungssteigerung von Medikamenten. Über Langzeitwirkung und Folgeschäden gibt es sogar überhaupt keine Studien. |
Das ist nicht so verwunderlich. Die Entwicklung und Zulassung eines Medikaments kostet - gelinde gesagt - einen schönen Haufen Geld. Eine Pharmafirma investiert aber (meist) nur, wenn sie sich einen Gewinn verspricht. Entwickelt werden Mittel gegen Krankheiten. Ein Mittel gegen Krankheit darf von den Nebenwirkungen her nicht schlimmer sein als die Krankheit selbst. Ein Mittel gegen schwere Krankheiten darf mehr Nebenwirkungen haben als ein Mittel gegen Schnupfen. Wenn jetzt Mittel für Gesunde (Lifestyle-Arzneimittel) entwickelt würden, dürften die theoretisch keine krankmachenden Nebenwirkungen haben, um im Markt zu bestehen. Das ist bei Mitteln, die den Gehirnstoffwechsel beeinflussen, schwer vorstellbar. Daher werden die Pharmafirmen tunlichst die Finger davon lassen: schlechte Gewinnchancen, hohe Nebenwirkungsrisiken.
Ich vermute, es wird von den Betroffenen konsumiert, was der Mitstudent auch futtert. Notfalls wird sich in Foren darüber ausgetauscht. Eventuell probiert der eine oder andere auch mal was von der Apotheke der eigenen Oma. Wirknachweise dürften ziemlich egal sein, das Gerücht um die Wirksamkeit wird wohl ausreichen. Wahrscheinlich ähnlich wie in der Dopingszene, wo die Risiken einfach ignoriert werden. |
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Torsten Buchheit |
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 | | Verfasst am: 25.02.2010, 16:37 |
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You've got the power.
Mit Dope verändert die potenzielle Intelligenz nur sich, und nicht ihre Welt.
Nimmt also eine Opferhaltung ein. Damit tut sie sich und ihrer Gestaltungskraft
keinen Gefallen. Und handelt hinsichtlich ebenso Betroffener und Nachfolgender sozial unverantwortlich. |
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Gerhard Schulz |
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Forum für Books-on-Demand-Autoren » Buchvorstellung: Sach- und Fachliteratur
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