 | Brauche dringend Hilfe bei der Überarbeitung | Verfasst am: 19.05.2010, 23:35 |
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Hallo erst mal an alle, die meinen Text lesen wollen. Ich habe vor einer Weile schon mal das erste Kapitel meines Buches (an dem ich gerade arbeite) hochgeladen. Ich habe es komplett überarbeitet. Die letzte Version war sozusagen nur die Rohfassung. Es wäre nett, wenn ihr mir Verbesserungsvorschläge schicken könntet. Jede Art der Kritik ist erwünscht.
Hier ein Teil meines ersten Kapitels. Viel Spaß beim lesen^^
Falko lief die Handelsstraße von Kolonia entlang. Das Elend, welches das ganze Land heimsuchte war hier deutlich zu sehen. Die Häuser auf beiden Seiten der Straße waren heruntergekommen. Auf den Dächern fehlten Ziegel. Die Farben waren verblasst und der Putz blätterte von den Wänden. Viele Bretter bedeck-ten Öffnungen in den Häusern. Hinter vernagelten Fenstern sah man zerbrochene Scheiben.
Aus der gepflasterten Straße fehlten viele Steine. Überall waren Löcher. Nur wenige Geschäfte waren geöffnet. Die meisten Gebäude standen offensichtlich leer und wurden dem Zerfall überlassen.
Einst galt Kolonia als eine der schönsten, atemberaubendsten und prunkvollsten, von Menschenhand geschaffenen Städte. Die Prachtbauten, das Amphitheater und die Tempelanlagen, waren Meisterwerke der Architekturkunst.
Auf der Handelsstraße, durch die einst Massen gezo-gen waren, um ihre Einkäufe zu erledigen, sah man kaum eine Menschenseele.
Die meisten, die man sah, saßen klagend am Straßenrand und hielten bettelnd die Hände in die Höhe. Sie hatte das Elend am härtesten getroffen. Die Men-schen, die vorübergingen sahen aus, als hätten sie selbst kaum genug zum Leben.
Er trug schlichte Kleidung. Nichts besseres, als die meisten hier. Eine warme Hose, abgewetzte, braune Wildlederstiefel, ein verdrecktes Hemd, dem man seine langen Reisen ansah, es war an vielen Stellen von ihm geflickt worden, und einen dunklen Umhang. Sein dunkles Haar war lang und hing ihm in die Augen. Er musste es unbedingt wieder kürzen. Seine Gesichtszüge waren schön, aber sie trugen Zeichen seines Lebens. Man sah ihm an, dass er viel Zeit an gefährlichen Orten verbracht hatte. Sein Blick war bestimmt und aufmerksam. Unruhig wanderte er in alle Richtungen und behielt die Umgebung im Auge.
Um seine Hüfte hing ein Gürtel mit einfacher Eisenschnalle. An ihm baumelte, zu seiner linken, ein Schwert. Es war sein wertvollster Besitz. Der Griff war edel aus Gold und Silber gefertigt. Verspielt wickelte sich die unterschiedlichen Edelmetalle ineinander und webten so wunderschöne Formen. Sah man genau hin, so konnte man kleine Blüten erkennen, die so filigran waren, dass man sie mit bloßem Auge kaum erkennen konnte.
Von goldenen Blättern umrankt prangte auf der Klinge das Wappen seiner Familie. Ein roter Drache, der von Flammen umgeben war. Man konnte es nur sehen, wenn sich das Schwert außerhalb der Scheide befand. Andere Wertgegenstände besaß er nicht. Geld hatte er keins.
Er war ein guter Kämpfer und hatte Jahrelang trainiert, um seine Kampftechnik zu verbessern. Das Schwert besaß er seit seiner Geburt. Es war einzigartig. Nie zuvor und nie danach, war eine vergleichbare Waffe gefertigt worden. Die Klinge hatten die besten Schmiede der östlichen Völker in ihren Werkstätten hergestellt. Die höchsten Zauberer, die den Turm der Alchemisten in der Zitadelle der Magier bewohnten, hatten es mit Bannen und mächtigen Zaubern belegt, die dafür sorgten, dass die Klinge nie stumpf wurde und fast unzerstörbar war. Seine künstlerische Form hatten ihm die Elmera verliehen. Im Umgang mit Edelmetallen konnte ihnen kein anderes Volk das Wasser reichen.
Sie sahen ein wenig aus wie Menschen, nur waren sie einfach perfekt. Ihre Haut war hell und besaß ei-nen eigenen Glanz. Ihre Gesichter hatten weiche, wunderschöne Züge. Da ihre Lebensspanne nahezu zehnmal so lang war, wie die eines Menschen, lagen ihre Fähigkeiten weit über den normalen Maßstäben. Sie waren schnell und geschickt und stark.
Durch ihr langes Leben hatten sie die Zeit in dem was sie taten eine Perfektion zu erlangen, die für Menschen unerreichbar und einfach unvorstellbar war.
Nur bei der Fertigung seines Schwertes hatten diese verschiedenen Völker und Gruppen zusammengear-beitet. Nur dieses eine Mal. Es war ihr Geburtstagsgeschenk gewesen. Ein Zeichen ihrer Freundschaft und des Respekts, den sie seinem Vater gegenüber empfunden hatten.
Der Zauber, den die Magier um das Schwert gelegt hatten, lag gleichzeitig auch auf ihm. Es entwickelte sich mit ihm und seinen Fähigkeiten weiter. Es lernte hinzu, als wäre es lebendig. Was es in gewisser Hinsicht durch die Verbindung mit ihm, wohl auch war.
Seit der Machtübernahme vor zehn Jahren, hatte man diese Völker und Gruppen kaum noch gesehen. Sein Vater, Ergos Harasch, war der Regent dieses Landes gewesen. Unter seiner Herrschaft war es allen gut gegangen. Die Bevölkerung lebte in Wohlstand und es herrschte Frieden. Der Handel mit anderen Ländern und Völkern blühte auf. Selbst die Zauberer und einige magischen Völker handelten mit dem Reich Tanimura.
Viele von ihnen, und vor allem ihre Heerscher, waren mit seinem Vater befreundet gewesen. Es bestanden Friedensabkommen und Handelsverträge.
Seit Lord Karis und einige Minister die Macht an sich gerissen hatten, ging es mit dem Land bergab. Lord Karis war ein Tyrann und unterdrückte das Volk.
Nach dem barbarischen Mord, der an seiner Familie begangen worden war, hatten die magischen Völker den Handel mit dem Reich eingestellt und sich von den Menschen zurückgezogen.
Falko hatte den Machtumsturz damals nur überlebt, weil einige der Palastwachen, die seiner Familie treu ergeben waren, ihn gerettet hatten. Sie waren gegen die Angreifer vorgegangen, so gut sie konnten. Aber es waren zu viele Gegner gewesen. Es war ihnen nicht gelungen, den Rest seiner Familie zu retten. Dafür war der Angriff zu überraschend über sie hereingebrochen. Es hatte keine Vorwarnung oder Anzeichen gegeben, die auf die feindlichen Absichten von Lord Karis hätten schließen lassen. Für seinen Vater und seine Cousinen war jede Hilfe zu spät gekommen. Sie waren getötet worden.
Einer der Palastwächter, der gleichzeitig sein Leibwächter und einziger Freund gewesen war, hatte ihn aus der Stadt gebracht. Anschließend hatte er versucht den anderen Wachen zu helfen.
Falko hatte vor zehn Jahren, als er gerade erst neun Jahre alt war, alles verloren was ihm wichtig war. Es war nicht der Verlust, des Palastes oder sein Platz auf dem Thron, dem er nachtrauerte, sondern der Verlust seiner Familie.
Seit seiner Flucht übte er den Umgang mit dem Schwert. In die Städte ging er nur, wenn es unbedingt sein musste. Während seinen kurzen Aufenthalten in den Ortschaften lebte er von dem Geld, das er bei Aushilfsarbeiten verdiente. Die Gefahr entdeckt zu werden war seiner Meinung nach zu groß, daher blieb er nie lange in den Städten. Es war zwar nun schon über zehn Jahre her, dass er untergetaucht war, aber er fürchtete noch immer, dass man ihn erkannte. In seinem eigenen Heimatland war er ein Fremder und Außenseiter. Er hatte lernen müssen allein zu überleben und für sich selbst zu sorgen. In den Wintern hatte er gefroren. In Höhlen, alten Scheunen oder in Erdlöchern hatte er Schutz vor der Kälte gefunden. Meist hatte er bei eisigen Temperaturen, an einem kleinen Feuer, unter freiem Himmel geschlafen.
Durch sein Exil wusste er, was es hieß nichts zu besitzen. Was es hieß Hunger zu leiden und zu frieren. Es herrschte Krieg. Nahrung hatten vor allem die Adligen und Soldaten. Hungern musste die normale Bevölkerung. Die Steuereintreiber nahmen den Bauern fast ihre gesamte Ernte und ließen ihnen kaum genug um davon zu leben. Bei den meisten würde es nicht einmal reichen, um nächstes Jahr wieder zu sähen.
In der Wildnis, wo er die meiste Zeit verbrachte, sorgte er für sich selbst. Es gab nicht viele Gesprächs-partner in den Wäldern, außer vielleicht dem ein oder anderen Baumgeist. Diese konnten jedoch ziemlich launisch sein. Er musste immer aufpassen, wenn er sich ihnen näherte. Daher verbrachte er die meiste Zeit allein.
Es gab einen Grund, warum er dieses harte und entbehrungsreiche Leben führte. Er tat dies alles, um eines Tages sein Ziel zu erreichen. Alles was er wollte, wofür er das alles über sich ergehen ließ, war Rache. Für das Verbrechen an seiner Familie, sollten Lord Karis und die Minister mit dem Leben bezahlen. Außerdem wollte er Antworten. Warum? Warum hatte seine Familie sterben müssen?
Sein Blick richtete sich auf den Himmel. Schwere Wolken hingen über der Stadt und warfen ihre Schatten auf sie. Es war kalt. Bald würden die ersten Flo-cken vom Himmel fallen und alles weiß färben. Um sich vor der Kälte zu schützen, zog er seinen Umhang fester um sich. Sein Atem hinterließ kleine Dunstwolken in der Luft, die sich langsam auflösten.
Aus einer Gasse vor ihm bog eine Kutsche um die Ecke und fuhr genau in seine Richtung. Ein Trupp Soldaten eskortierte sie zu beiden Seiten. Da er nicht mehr schnell genug zur Seite gehen konnte, musste die Kutsche anhalten.
Ich hoffe euch hat die Geschichte soweit gefallen und es waren nicht zu viele Fehler drinne. Vielen Dank jedenfalls fürs lesen.
Stefan |
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_________________ Ich hoffe euch gefällt meine Geschichte und würde mich sehr darübe freuen, von euch ein Feedback zu bekommen.
Danke |
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stefan schäfer |
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 | Rückmeldung | Verfasst am: 20.05.2010, 01:40 |
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Hi Stefan,
ich habe bis zum Schluss nicht herausbekommen, war der Gute in der Stadt herumläuft. Dass er Rache will, ist schon klar, aber warum jetzt?
Während seinen kurzen Aufenthalten in den Ortschaften => sollte besser heißen: "Während seiner kurzen Aufenthalte in den Ortschaften..."
Es liest sich für mich gut und flüssig.
LG
KW |
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_________________ Ich wünsche entspannte Zeiten. |
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kleine woelfin |
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 | | Verfasst am: 20.05.2010, 23:09 |
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Hallo Kleine Wölfin,
Danke erst mal für die Antwort^^
Jetzt wo du das ansprichst, muss ich dir wohl zustimmen. Es kommt am Anfang wirklich nicht so gut raus, warum er gerade jetzt Rache will. Das werde ich also noch ändern, damit das deutlich zu erkennen ist.
Der Verbesserungsvorschlag ist auch gut. Hast du noch mehr Vorschläge, oder andere Stellen, bei denen es sprachlich noch etwas undeutlich oder schlecht formuliert ist, entdeckt?
LG
Stefan |
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Danke |
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stefan schäfer |
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 | | Verfasst am: 20.05.2010, 23:37 |
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Hallo Stefan!
Ich eine ehrliche Kritik von mir erwünscht? Falls ja, werde ich in den nächsten Tagen ein paar Anmerkungen machen.
Viele Grüße Bello |
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Bello |
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 | | Verfasst am: 21.05.2010, 00:41 |
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Hallo Bello,
natürlich ist eine ehrliche Kritik erwünscht. Ich will mir keinen Honig um den Mund schmieren lassen, sondern hören, wie jemand, der meine Geschichte ließt darüber denkt. Dabei geht es mir sowohl um sprachliche Mängel, die beim lesen stören können, wie um Unklarheiten und Fehler.
Wenn du also antwortest (und ich hoffe du tust es (jede Kritik ist hilfreich)) dann tu es bitte ehrlich.
Das Buch habe ich bereits fertig (zumindest in seiner Rohfassung9. Der Textauszug ist natürlich schon überarbeitet.
Das ich ihn hier hochgeladen habe zeigt denke ich, dass ich selbst der Meinung bin, dass er noch nicht perfekt ist. Ich hoffe ihn durch die Beiträge in diesem Tread perfektionieren zu können und die Verbesserungsvorschläge beim Rest meiner Geschichte anwenden zu können (400 Seiten mit über 90.000 Wörtern).
Daher kommt nur ehrliche Kritik in Frage^^
LG
Stefan |
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_________________ Ich hoffe euch gefällt meine Geschichte und würde mich sehr darübe freuen, von euch ein Feedback zu bekommen.
Danke |
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stefan schäfer |
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 | | Verfasst am: 21.05.2010, 13:25 |
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Das sind für meinen Geschmack zu viele Informationen in wenigen Absätzen: das Äußere des jungen Mannes, sein Schicksal, das aktuelle Aussehen der Stadt, wie es zum Verfall der Stadt kam und die Geschichte des Schwertes, die man vielleicht als Prolog vor das erste Kapitel setzen könnte.
Auch kommt die Erzählperspektive nicht so ganz raus. Sind das alles Falkos Gedanken? Das würde zu der Aussage passen, dass er sich unbedingt mal wieder die Haare schneiden müsste (meiner Meinung nach hat er ganz andere Probleme), aber würde er, der als neunjähriger Junge die Stadt verlassen hat, wissen, dass sie einmal „ein Meisterwerk der Architekturkunst“ war?
Auch wenn es schwerfällt, man hat sich ja etwas dabei gedacht und mühsam die Worte zu Papier gebracht, streichen, und zwar die Doppelbeschreibungen und für die Handlung bzw. Beschreibung unnötigen Passagen. Ich meine z.B.:
Aus der gepflasterten Straße fehlten viele Steine. Überall waren Löcher.
Viele Bretter bedeckten Öffnungen in den Häusern. Hinter vernagelten Fenstern ... („viele“ ist auch sehr nichtssagend)
schönsten, atemberaubendsten und prunkvollsten („schönsten“ ist überflüssig)
Auf der Handelsstraße sah man kaum eine Menschenseele. Die meisten, die man sah ...
Es war sein wertvollster Besitz. Andere Wertgegenstände besaß er nicht.
Nur bei der Fertigung seines Schwertes hatten diese verschiedenen Völker und Gruppen zusammengearbeitet. Nur dieses eine Mal.
Da ihre Lebensspanne nahezu zehnmal so lang war, wie die eines Menschen, lagen ihre Fähigkeiten weit über den normalen Maßstäben. Sie waren schnell und geschickt und stark. Durch ihr langes Leben hatten sie die Zeit in dem was sie taten eine Perfektion zu erlangen, die für Menschen unerreichbar und einfach unvorstellbar war.
Die Bevölkerung lebte in Wohlstand und es herrschte Frieden. Der Handel mit anderen Ländern und Völkern blühte auf. … Es bestanden Friedensabkommen und Handelsverträge.
Falko hatte vor zehn Jahren … Es war zwar nun schon über zehn Jahre her …
Es war kalt. … Um sich vor der Kälte zu schützen ...
Unstimmig erscheinen mir Passagen wie:
Sein Blick war bestimmt und aufmerksam. Unruhig wanderte er in alle Richtungen …
Wenn der Blick bestimmt ist, wandert er nicht unruhig. Kann ein Blick überhaupt bestimmt sein?
Sah man genau hin, so konnte man kleine Blüten erkennen, die so filigran waren, dass man sie mit bloßem Auge kaum erkennen konnte.
Wenn man aber genau hinsieht, dann sieht man auch das, was man kaum erkennen kann.
Das Schwert besaß er seit seiner Geburt. … Es war ihr Geburtstagsgeschenk gewesen.
Das Geschenk zur Geburt
Die höchsten Zauberer ... hatten es mit Bannen und mächtigen Zaubern belegt, die dafür sorgten, dass die Klinge nie stumpf wurde und fast unzerstörbar war.
Höchste Zauberer, Bann, mächtiger Zauber … und dann ist es nur FAST unzerstörbar?
Es war ihnen nicht gelungen, den Rest seiner Familie zu retten. … Für seinen Vater und seine Cousinen (hießen die damals nicht Basen? Ich weiß es nicht.) war jede Hilfe zu spät gekommen. Sie waren getötet worden.
Das heißt also, dass Mutter, eventuelle Geschwister, Onkel und Tante noch leben. Was ist aus denen geworden? Warum war er nicht bei denen?
Einer der Palastwächter, der gleichzeitig sein Leibwächter und einziger Freund gewesen war, hatte ihn aus der Stadt gebracht. Anschließend hatte er versucht, den anderen Wachen zu helfen.
Er lässt den kleinen Jungen, den Thronfolger, alleine und versucht den Palast zu retten? Dann hat er aber seine Pflicht/Aufgabe als Leibwächter und als Freund falsch verstanden.
In den Wintern hatte er gefroren. In Höhlen, alten Scheunen oder in Erdlöchern hatte er Schutz vor der Kälte gefunden. Meist hatte er bei eisigen Temperaturen ... unter freiem Himmel geschlafen.
Warum hat er meist im Freien geschlafen, in den Höhlen oder Scheunen war es doch eindeutig besser. Irgendwie ist die Reihenfolge falsch. Oder man schreibt vor den Höhlen-Satz: Von Zeit zu Zeit hatte er ...
Aus einer Gasse vor ihm bog eine Kutsche um die Ecke und fuhr genau in seine Richtung (auf ihn zu). Ein Trupp Soldaten eskortierte sie zu beiden Seiten. Da er nicht mehr schnell genug zur Seite gehen konnte, musste die Kutsche anhalten.
Ehe eine Kutsche zum Stillstand kommt, hat ein Mensch aber die zwei Schritte zur Seite getan.
Durch sein Exil wusste er, was es hieß, nichts zu besitzen. Was es hieß, Hunger zu leiden und zu frieren. Es herrschte Krieg. Nahrung hatten vor allem die Adligen und Soldaten. Hungern musste die normale Bevölkerung. Die Steuereintreiber nahmen den Bauern fast ihre gesamte Ernte und ließen ihnen kaum genug um davon zu leben. Bei den meisten würde es nicht einmal reichen, um nächstes Jahr wieder zu sähen.
Kann man bei dieser Beschreibung wirklich sagen: Es herrschte Krieg?
Es gab einen Grund, warum er dieses harte und entbehrungsreiche Leben führte. Er tat dies alles, um eines Tages sein Ziel zu erreichen. Alles was er wollte, wofür er das alles über sich ergehen ließ, war Rache. ... Außerdem wollte er Antworten. Warum? Warum hatte seine Familie sterben müssen?
Der Anfang ist logisch. Er hat EIN Ziel: Mordgedanken bzw. Rachegelüste. Der Schluss ist bereits ein weiterer Grund, aber kein wirklicher. Warum eine Machtübernahme erfolgt, müsste er in den zehn Jahren doch verstanden haben.
Ich denke, ich höre jetzt mal auf, sonst bleibt gar nichts mehr übrig.
(Ich bin kein Lektor, das ist meine ganz persönliche Meinung zum Text.) |
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_________________ Liebe Grüße
Christel |
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Bärentante |
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| Anmeldedatum | 30.05.2007 | | Beiträge | 1266 | | Wohnort | bei Frankfurt/M. | |
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 | | Verfasst am: 21.05.2010, 23:49 |
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Hallo stefan!
Meine Kritik knüpft unmittelbar an diejenige von Bärentante an. Sie hat bereits auf einige Punkte hingewiesen, auf die teilweise nochmals eingehen möchte.
Kritische Vorbemerkung:
Ich vermute, es handelt sich bei dem Text um einen Stadtführer. Was will ich damit sagen? Ganz einfach. Der Text ergeht sich in Beschreibungen, aber er erzählt nicht. Vor allem der erste Teil leidet darunter, dass zu viele Adjektive und Adverbien verwendet werden. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass viele Autoren bei ihren ersten Schreibversuchen auf Präzision (exakte Beschreibungen) großen Wert legen. Meiner Meinung nach kommt in der hohen Präzision die eigene Unsicherheit bezüglich des eigenen Stils zum Ausdruck. Das ist am Anfang völlig normal, weil eben die Erfahrung fehlt. Zum Glück lässt sich dieser Mangel ganz beseitigen. Es gilt zu streichen. Beim Streichen kann durchaus großzügig verfahren werden. Unnötige Details, die den Text nur überfrachten, sollten sofort gelöscht werden. Adjektive sind durch Verben zu ersetzen. Dadurch wird der Text lebendiger. Außerdem habe ich den Eindruck, dass der Autor an einigen Stellen Angst vor eigenen Zivilcourage hat. Das macht sich bei Formulierungen wie >nur wenige<, >die meisten<, >kaum<. Mit diesen Formulierungen werden klare Aussagen immer wieder relativiert. Ich würde sehr sparsam mit ihnen umgehen.
Auch wenn es Bärentante schon angesprochen hat. Der Leser weiß zu Beginn des Textes nicht warum Falko die Stadt besucht. Ist der auf der Flucht? Ist er auf der Suche? Führt ihn eine Reise in die Stadt? Wenn der grund genannt würde, könnte schon jetzt Spannung aufgebaut werden. Ich habe zwar viele Details über die Stadt erfahren (Stadtführer), aber den Grund, warum Falko in der Stadt ist, kenne ich nicht (--> Erzählung).
Zu einzelnen Passagen:
| Zitat: |
| Das Elend, welches das ganze Land heimsuchte war hier deutlich zu sehen. |
Fehlt nach dem Wort >heimsuchte< nicht ein Komma?
| Zitat: |
| Die Häuser auf beiden Seiten der Straße waren heruntergekommen. Auf den Dächern fehlten Ziegel. Die Farben waren verblasst und der Putz blätterte von den Wänden. Viele Bretter bedeck-ten Öffnungen in den Häusern. Hinter vernagelten Fenstern sah man zerbrochene Scheiben. |
Dies ist ein Beispiel für eine Beschreibung. Es werden viele (unnötige) Informationen gegeben. Das Indefinitpronomen >man< wirkt sehr blass und unpersönlich. Wer ist schon >man<? Das Wort >man< ist zu meiden.
| Zitat: |
| Aus der gepflasterten Straße fehlten viele Steine. Überall waren Löcher. Nur wenige Geschäfte waren geöffnet. Die meisten Gebäude standen offensichtlich leer und wurden dem Zerfall überlassen. |
Beschreibung! Woran erkennt man eigentlich, das Gebäude offensichtlich leer stehen?
| Zitat: |
| Einst galt Kolonia als eine der schönsten, atemberaubendsten und prunkvollsten, von Menschenhand geschaffenen Städte. |
Ich habe schon gesagt, das den Autor gelegentlich etwas der Mut verlässt. warum ist Kolonia nur eine der schönsten Städte? Als Leser hätte ich nach der Beschreibung des morbiden Charmes der Stadt erwartet, das es die schönste Stadt war.
| Zitat: |
| Die Prachtbauten, das Amphitheater und die Tempelanlagen, waren Meisterwerke der Architekturkunst. |
Beschreibung!
| Zitat: |
| Auf der Handelsstraße, durch die einst Massen gezo-gen waren, um ihre Einkäufe zu erledigen, sah man kaum eine Menschenseele. |
Beschreibung! Eine unnötige Kompilation von Wörtern. Wie wäre es mit: Die einst belebte Straße war menschenleer.
| Zitat: |
| Die meisten, die man sah, saßen klagend am Straßenrand und hielten bettelnd die Hände in die Höhe. Sie hatte das Elend am härtesten getroffen. Die Men-schen, die vorübergingen sahen aus, als hätten sie selbst kaum genug zum Leben. |
Wozu wird mir diese Information gegeben? Außerdem weiß ich nur, was die >meisten< machen. Was machen denn die anderen? Die Antwort dürfte genauso überflüssig sein wie der Hinweis, was die meisten machen.
| Zitat: |
| Er trug schlichte Kleidung. Nichts besseres, als die meisten hier. |
Das Wort >meist< kommt sehr oft vor. Muss ich denn unbedingt wissen, was die meisten tun oder nicht tun?
| Zitat: |
| Eine warme Hose, abgewetzte, braune Wildlederstiefel, ein verdrecktes Hemd, dem man seine langen Reisen ansah, es war an vielen Stellen von ihm geflickt worden, und einen dunklen Umhang. |
Sehr viele Informationen in einem Satz, der schon allein wegen der vielen Adjektive schwer zu lesen ist.
| Zitat: |
| Sein dunkles Haar war lang und hing ihm in die Augen. Er musste es unbedingt wieder kürzen. |
Ob er seine Haare kürzen muss oder nicht, ist mir egal. Ich vermute, viele Leser sehen das genauso.
| Zitat: |
| Seine Gesichtszüge waren schön, aber sie trugen Zeichen seines Lebens. |
Ein interessanter Satz. Was muss ich mir unter schönen Gesichtszügen vorstellen? Was mich sehr verwirrt ist, dass sie irgendwie doch nicht schön sind, weil sie Zeichen seines Lebens trugen. Ich hoffe, auf seiner Stirn steht kein Fragezeichen. Die Konjunktion >aber< hätte einer Erklärung bedurft.
| Zitat: |
| Man sah ihm an, dass er viel Zeit an gefährlichen Orten verbracht hatte. |
Woran erkenne ich, dass er an gefährlichen Orten war?
| Zitat: |
| Sein Blick war bestimmt und aufmerksam. Unruhig wanderte er in alle Richtungen und behielt die Umgebung im Auge. |
Hat Bärentante bereits kommentiert. Sehe ich genauso wie sie.
| Zitat: |
| Der Griff war edel aus Gold und Silber gefertigt. |
Adjektive und Adverbien ziehen sich durch den Text wie ein roter Faden.
| Zitat: |
| Verspielt wickelte sich die unterschiedlichen Edelmetalle ineinander und webten so wunderschöne Formen. |
Ich glaube dem Autor gern, dass er weiß, dass Gold und Silber Edelmetalle sind. Auf mich wirkt das gelegentlich lehrerhaft. Ich betone an dieser Stelle aber ausdrücklich, dass das nur mein Eindruck ist. Schwieriger ist für mich zu verstehen, wie unterschiedliche Edelmetalle sich in einander wickeln können und so wunderschöne Form weben. Außerdem müsste das Prädikat im Plural stehen >wickelten<.
| Zitat: |
| Sah man genau hin, so konnte man kleine Blüten erkennen, die so filigran waren, dass man sie mit bloßem Auge kaum erkennen konnte. |
>Man< oh >man<! Den Satz lasse ich mir nächstens von meinem Optiker erklären. Also wenn ich das recht verstehe, kann ich beim genauen Hinsehen etwas sehen, das so filigran ist, dass ich es kaum erkennen kann. Der Satz zeigt mir einmal mehr, dass ich ein einfacher Mensch bin.
| Zitat: |
| Von goldenen Blättern umrankt prangte auf der Klinge das Wappen seiner Familie. |
Ein Satz, wie er von Hedwig Courths-Mahler stammen könnte. Bitte das Komma nach Unramkt nicht vergessen.
| Zitat: |
| Man konnte es nur sehen, wenn sich das Schwert außerhalb der Scheide befand. |
Man!
Mit Schwert dürfte die Klinge gemeint sein.
| Zitat: |
| Er war ein guter Kämpfer und hatte Jahrelang trainiert |
Jahrelang bitte klein schreiben.
| Zitat: |
| Seine künstlerische Form |
Solche Sätze lese ich im Museumsführer (-->Beschreibung).
| Zitat: |
| Im Umgang mit Edelmetallen konnte ihnen kein anderes Volk das Wasser reichen. |
Das Wasser reichen. Stilbruch. Nach dem Pathos zuvor sollte diese Formulierung nicht verwendet werden.
| Zitat: |
| Sie sahen ein wenig aus wie Menschen, nur waren sie einfach perfekt. |
Den Satz verstehe ich nicht. Außerdem habe ich den Eindruck, das wir jetzt ganz abgedriftet sind.
| Zitat: |
| Da ihre Lebensspanne nahezu zehnmal so lang war, wie die eines Menschen, lagen ihre Fähigkeiten weit über den normalen Maßstäben. |
Nahezu. Warum eigentlich nicht schlicht und einfach >zehnmal so lang<?
Also ich kenne weder Menschen, die über den normalen Maßstäben liegen noch Menschen, die unter den normalen Maßstäben liegen.
| Zitat: |
| Durch ihr langes Leben hatten sie die Zeit in dem was sie taten eine Perfektion zu erlangen, die für Menschen unerreichbar und einfach unvorstellbar war. |
Hier bedarf es einer Satzanalyse. Also was können die nun und was können die nicht? Vielleicht erübrigt sich die Frage, weil dieser Teil des Textes gestrichen wird, um zum eigentlichen Thema zurückzukommen. Unser Held befindet sich hoffentlich noch in der Stadt.
| Zitat: |
| Nur bei der Fertigung seines Schwertes hatten diese verschiedenen Völker und Gruppen zusammengear-beitet. |
So oder so ähnlich steht das in diversen Fachbüchern.
| Zitat: |
| Nur dieses eine Mal. Es war ihr Geburtstagsgeschenk gewesen. Ein Zeichen ihrer Freundschaft und des Respekts, den sie seinem Vater gegenüber empfunden hatten. |
Ich habe irgendwie den Eindruck, dass wir etwas abschweifen. Unser Held scheint sich zurzeit auszuruhen.
| Zitat: |
| Der Zauber, den die Magier um das Schwert gelegt hatten, lag gleichzeitig auch auf ihm. |
Das Wort >gleichzeitig< ist erklärungsbedürftig. Welcher Zauber liegt auf unserm Helden?
| Zitat: |
| Es entwickelte sich mit ihm und seinen Fähigkeiten weiter. |
Darunter kann man sich alles und nichts vorstellen.
| Zitat: |
| Es lernte hinzu, als wäre es lebendig. |
Das ist alles sehr kryptisch. Lernt es Vokabeln, Gedichte oder was?
| Zitat: |
| Was es in gewisser Hinsicht durch die Verbindung mit ihm, wohl auch war. |
So ist das mit den gewissen Hinsichten. Beim Streichen des Komma bitte gleich den ganzen Satz streichen.
| Zitat: |
| Seit der Machtübernahme vor zehn Jahren, hatte man diese Völker und Gruppen kaum noch gesehen. |
Das Wort >kaum< entwickelt sich zu einem Lieblingswort. Ich frage mich, ob ich da was verpasst habe. Was für eine Machtübernahme. Völker und Gruppen hat man nicht gesehen. Eine seltsame Kombination: Völker und Gruppen.
| Zitat: |
| Sein Vater, Ergos Harasch, war der Regent dieses Landes gewesen. |
Dieses Land. Welches Land?
| Zitat: |
| Unter seiner Herrschaft war es allen gut gegangen. Die Bevölkerung lebte in Wohlstand und es herrschte Frieden. |
Unnötige Wiederholungen
| Zitat: |
| Der Handel mit anderen Ländern und Völkern blühte auf. |
Länder und Völker. Dito. Der Text müsste nach Pleonasmen durchgegangen werden.
| Zitat: |
| Viele von ihnen, und vor allem ihre Heerscher, waren mit seinem Vater befreundet gewesen. Es bestanden Friedensabkommen und Handelsverträge. |
So steht´s im Geschichsbuch, aber nicht im Roman.
Viele [...] und vor allem [...] kein schöber Satz.
Heerscher -->Herrscher
| Zitat: |
| Seit Lord Karis und einige Minister die Macht an sich gerissen hatten, ging es mit dem Land bergab. Lord Karis war ein Tyrann und unterdrückte das Volk. |
Das wird hoffentlich kein Geschichtsbuch. Was macht übrigens Falko?
| Zitat: |
| Nach dem barbarischen Mord, der an seiner Familie begangen worden war, hatten die magischen Völker den Handel mit dem Reich eingestellt und sich von den Menschen zurückgezogen. |
Nach dem barbarischen Mord, der an seiner Familie begangen worden war ... Die üblichen Klischees dürfen eben nie fehlen.
| Zitat: |
| Falko hatte den Machtumsturz damals nur überlebt, weil einige der Palastwachen, die seiner Familie treu ergeben waren, ihn gerettet hatten. Sie waren gegen die Angreifer vorgegangen, so gut sie konnten. Aber es waren zu viele Gegner gewesen. Es war ihnen nicht gelungen, den Rest seiner Familie zu retten. Dafür war der Angriff zu überraschend über sie hereingebrochen. Es hatte keine Vorwarnung oder Anzeichen gegeben, die auf die feindlichen Absichten von Lord Karis hätten schließen lassen. Für seinen Vater und seine Cousinen war jede Hilfe zu spät gekommen. Sie waren getötet worden. |
Beim letzten Satz musste ich etwas schmunzeln. Nach all den detaillierten Ausführungen kommt der Satz >Sie waren getötet worden< ziemlich schlicht, obwohl wirklich tragisch, daher.
| Zitat: |
| Einer der Palastwächter, der gleichzeitig sein Leibwächter und einziger Freund gewesen war, hatte ihn aus der Stadt gebracht. Anschließend hatte er versucht den anderen Wachen zu helfen. |
Die Rückblende wächst sich langsam zu einem Monstrum aus. Gerne wäre ich mit unserem Helden wieder in der Stadt.
| Zitat: |
| Falko hatte vor zehn Jahren, als er gerade erst neun Jahre alt war, alles verloren was ihm wichtig war. Es war nicht der Verlust, des Palastes oder sein Platz auf dem Thron, dem er nachtrauerte, sondern der Verlust seiner Familie. |
Unseren Protagonisten zu einer edlen Person aufzubauen, wirkt etwas platt und einfallslos.
| Zitat: |
| In die Städte ging er nur, wenn es unbedingt sein musste. Während seinen kurzen Aufenthalten in den Ortschaften lebte er von dem Geld, das er bei Aushilfsarbeiten verdiente. |
Schwerer Stilbruch. Sind wir jetzt auf der Baustelle und unser Held ist in Wirklichkeit ein Bauarbeiter oder Gelegenheitsjobber?
| Zitat: |
| Es war zwar nun schon über zehn Jahre her, dass er untergetaucht war, aber er fürchtete noch immer, dass man ihn erkannte. |
Nein, er er ist ein Kleinkrimineller.
| Zitat: |
| In seinem eigenen Heimatland |
Respekt. Eigenes Heimatland!
| Zitat: |
| Er hatte lernen müssen allein zu überleben und für sich selbst zu sorgen. In den Wintern hatte er gefroren. In Höhlen, alten Scheunen oder in Erdlöchern hatte er Schutz vor der Kälte gefunden. |
Dem Leser wird einiges abverlangt. Unser Held mutiert zum Höhlenmenschen. Im besten Fall ich er ein Junkie, der in der Gosse lebt.
| Zitat: |
| Meist hatte er bei eisigen Temperaturen, an einem kleinen Feuer, unter freiem Himmel geschlafen. |
Der geneigte Leser sieht in Falko einen Tramp.
| Zitat: |
| Durch sein Exil wusste er, was es hieß nichts zu besitzen. |
Wir lernen: Falko ist auch ein Asyllant!
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| Nahrung hatten vor allem die Adligen und Soldaten. |
Dass die Soldaten im Krieg gut versorgt sind, halte ich für ein Gerücht.
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| Die Steuereintreiber nahmen den Bauern fast ihre gesamte Ernte und ließen ihnen kaum genug um davon zu leben. |
Mal wieder ein >fast < und ein >kaum<.
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| Bei den meisten würde es nicht einmal reichen, um nächstes Jahr wieder zu sähen. |
Dass die Bauern Probleme beim >Sähen< haben, leuchtet mir ein. Vielleicht versuchen sie auch nur zu säen.
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| In der Wildnis, wo er die meiste Zeit verbrachte, sorgte er für sich selbst. |
Falco ist auch ein Wilder. Der Satz hat etwas Rührendes an sich.
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| Es gab nicht viele Gesprächs-partner in den Wäldern, außer vielleicht dem ein oder anderen Baumgeist. |
Ja, so ist es in den Wäldern.
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| Diese konnten jedoch ziemlich launisch sein. Er musste immer aufpassen, wenn er sich ihnen näherte. Daher verbrachte er die meiste Zeit allein. |
Sind eben echte Diven, daher für den Leser gut nachvollziehbar, dasschons Falko die meiste Zeit allein sein möchte.
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| Es gab einen Grund, warum er dieses harte und entbehrungsreiche Leben führte. Er tat dies alles, um eines Tages sein Ziel zu erreichen. |
Welcher Leser erkennt sich hier nicht selbst?
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| Alles was er wollte, wofür er das alles über sich ergehen ließ, war Rache. |
Dass Falko Rache sucht, hätte viel früher dem Leser mitgeteilt werden müssen.
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| Sein Blick richtete sich auf den Himmel. Schwere Wolken hingen über der Stadt und warfen ihre Schatten auf sie. Es war kalt. Bald würden die ersten Flo-cken vom Himmel fallen und alles weiß färben. |
Hedwig-Courths-Mahler.
Ich sehe alles in allem noch ganz erheblichen Nacharbeitungsbedarf. Es sind erhebliche Anstrengungen zu unternehmen, um aus der Beschreibung eine Geschichte/Erzählung zu machen. Als erstes sind Dopplungen und unnötige Details aus dem Text zu entfernen. Dem Leser ist zu Beginn der Geschichte ein Hinweis zu geben, welchen Konflikt der Held ausfechten muss.
Sofern die Kritik zu persönlich ausgefallen sein sollte, war dies nicht meine Absicht. Die Kritik mag schmerzen, sie verursacht aber weniger Nebenwirkungen als die Kritik, die Leser bei einer Veröffentlichung des Buchs äußern würden. Es handelt sich um gut gemeinte Kritik - um nicht weniger, aber auch nicht um mehr.
Viele Grüße Bello |
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Bello |
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 | | Verfasst am: 22.05.2010, 01:24 |
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Hallo Bello,
danke das du ehrlich warst. Ich nehme es dir nicht übel und sehe es auch nicht als persönliche Kritik an mir. Aus meiner Sicht ist es konstruktive Kritik. Wie gesagt, will ich nicht gelobt werden, sondern meine Geschichte verbessern.
Viele deiner Ratschläge werde ich beachten, wenn ich das Kapitel überarbeite, aber einige Formulierungen (die mir selbst irgendwie am Herzen liegen, werde ich beibehalten).
Wenn du nichts dagegenhast, sende ich dir das erste Kapitel mal zu, wenn ich die Verbesserungen vorgenommen habe. Dann kannst du mir sagen, ob es besser geworden ist.
Sie mir die Fehler etwas nach, die noch drinne sind. Ich schreibe noch nicht lange an solchen Geschichten.
LG
Stefan |
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stefan schäfer |
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 | | Verfasst am: 22.05.2010, 09:05 |
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Hallo stefan!
Ich habe nichts dagegen, wenn du mir das erste Kapitel in der überarbeiteten Version zusendest.
Ich kenne das Problem mit den liebgewonnenen Formulierungen sehr gut. Ich habe an manchen Sätzen stundenlang gefeilt. Bei der Komplettrevision des Textes sind sie dann doch der Streichung zum Opfer gefallen.
Irgendwann kommt der Punkt, wo ganze Absätze gestrichen werden - auch diejenigen mit den Sätzen, an denen so viel Herzblut hängt. Also nur Mut und den Text rigoros ausmisten. Lieber 100 gute Seiten als 400 Seiten Langeweile. Der Leser wird´s dir danken.
Viele Grüße Bello |
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Bello |
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