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Wie findet ihr den [noch nicht überarbeiteten] Prolog?
Sehr Gut
13%
 13%  [ 2 ]
Gut, nach der Überarbeitung, sicherlich noch besser!
13%
 13%  [ 2 ]
Befriedigend
6%
 6%  [ 1 ]
Schlecht
66%
 66%  [ 10 ]
Gut geschrieben, jedoch nicht mein Geschmack
0%
 0%  [ 0 ]
Stimmen insgesamt : 15

Brauche Hilfe, für mein Projekt

BeitragVerfasst am: 30.08.2009, 23:53
Ich bräuchte dirngend Hilfe von euch.
Es wäre sehr hilfreich, wenn ihr den Prolog meines
Projektes durchlesen könntet.
Warum es so dringend ist?
Ich habe der Mutter meiner Freundin erzählt, dass ich dabei bin ein Buch zu schreiben. Sie ist Autorin.
Meinem Klassenvorstand, die die Lektorin von Thomas Breziner (falls ihr den kennt, wovon ich ausgehe) kennt und sie würde mich ihr vorstellen.
Desweiteren habe ich noch eine Autorin angeschrieben in einem Forum ob sie mir, bei Fragen, zur Seite stehen kann.

Nur mein Problem ist nun, da soviele Leute, auf unerklärlicherweise, an mein Potential glauben, habe ich Angst diese zu entäuschen.

Ich habe mich an die Tipps die ich bekommen habe gehalten.
Das Buch nach meinem eigenen Kopfkino zu schreiben, meine Ideen fließen zu lassen, Korrekturen sind nebensache, die könne man später immer noch machen, man solle sich in seinen Ideen verlieren und einfach schreiben.

Viele haben schon den bereits verfassten Teil, meines Projektes, gelesen und fanden die, noch nicht vollständig korregierte, Version toll.

Trotzdem würde ich gern wissen, was ihr davon haltet und zeige euch erstmals meinen Prolog. Ich habe einfach Angst, all diese Leute zu entäuschen, auch wenn sie bisher meine Arbeit gut finden.

Wie gesagt habe ich mein Projekt bisher noch nicht vollständig korrigiert das mache ich immer in gewissen Abständen, die bislang noch nicht erreicht wurden.

Über eure Hilfe würde ich mich sehr freuen.


Der Prolog

Ein Junge, Zwei Mädchen.
Das Ziel ständig vor Augen.
Der Mondschein, ihr ständiger Begleiter.
Der Geruch nach dem Unbekannten…
Die Magie die sie umgibt…
Ein Feind der dein Herz berührt…
Eine Stimme die sagt NEIN…
Eine Stimme die sagt JA…
Ein Ziel, daß es Wert ist, erreicht zu werden?
Denn die Weißheit….hat niemand mit dem Löffel gefressen!

Prolog

Man wußte nicht ob der Mond der Strömung des Flusses folgte oder ob der Fluss dem Strahlen des Mondes folgte. Das Mondlicht zog sich wie Blumenranken durch das Dunkelblau des Wassers. Glühwürmchen versuchen mit dem Licht des Mondes um die Wette zu leuchte, versagten, jedoch kläglich. Als diese sich geschlagen gaben schien es als tänzelten sie kurz vor der Wasseroberfläche, nur um mit ihren feinen Beinen das Mondlicht, auch wenn nur für einen kurzen Augenblick, zu ertasten.
Der Fluss entsprang aus einem Felsen, Wasserperlen tropften vom Rande des Felsen auf das Gras, es sah aus als würden kleine Kristalltropfen sich auf das satte Grün des Grases breit machen.
Libellen flogen wie magisch angezogen um den kleinen Fluss herum. Eine von ihnen versuchte einen, Kristall ähnlichen, Wassertropfen aufzufangen. Etwas verwundert von der Kraft des Wassertropfes flog die Libelle so hoch wie ihre Flügel sie trugen, man könnte meinen sie wollte dem Tropfen zeigen wie überlegen sie ihm war.
Zu hören war, nichts, Stille, die sich scheinbar über die ganze Welt ausbreitete. Sogar die Grashüpfer schienen in dieser Nacht inne zu halten.
Ein Bild das sich jeden Abend an diesem kleinen Fluss abspielte. Doch plötzlich brach die Strömung, kombiniert mit dem Mondlicht ab. An einem Felsen, der sich in den Himmel empor hob, endete der magische Fluss des Mondes.
Auf ihm saß sie, das Mädchen, deren Haut so weiß wie Schnee war. Untypisch für ihr Volk hatte sie lange Aschblonde Haare, diese waren so lang das es einige Zeit dauerte um ihre volle Länge mit den Augen einzufangen. Sie erstreckten sich bis zu ihrer Hüfte.
Ihre Augenbrauen waren eigenartiger weise etwas dunkler als ihre Haarfarbe, jedoch glich sich das durch die Helligkeit ihrer Wimpern wieder aus. So unscheinbar ihre Wimpern auch waren, ihre Augen wären sowieso viel zu atemberaubend gewesen um überhaupt auf so etwas Nebensächliches wie Wimpern zu achten.
Würde man das satte Grün des Grases mit ihren Augen vergleichen wüßte man sofort wer den Kampf um die schönere Farbe gewonnen hatte, dieses Mädchen, dieses Mädchen das auf diesem Felsen saß, dem Felsen der das Ende des Flusses war.
Ihre Statur war wie für Mädchen typisch klein und zierlich, ihre Beine und ihr Oberkörper waren gleich lang, jedoch waren ihre Arme etwas länger. Ihre Füße hatten dieselben Adjektive wie ihre Statur verdient, klein und zierlich, sie glichen Elfenfüßen. Nicht nur ihre Statur und ihre Füße hatten etwas elfenhaftes, nein, auch ihre Ohren waren, wenn man sie etwas genauer betrachtete etwas spitz nach oben geformt.
Zum Betrachten ihrer Ohren hatte man oft die Gelegenheit, da sie ständig durch ihr sehr dünnes Haar hervor schienen. Ein paar Haarsträhnen die beinah genauso lang schienen wie ihre anderen Haare fielen ihr ins Gesicht, diese stricht sie sich permanent aus dem Gesicht.
Die kürzeste dieser lästigen Haarsträhnen reichte bis zu ihrer Nasenspitze, welche von einem kleinen Ring geschmückt wurde, wie es für die weiblichen Bewohner ihres Volkes üblich war.
Die längste Haarsträhne wucherte bereits bis zum Ende ihrer Unterlippe.
Diese waren, jedoch nicht so unscheinbar und setzte wie ihre Augenfarbe einen klaren Akzent, sie sind durch ein, kräftiges aber nicht zu übertriebenes, Rot geschmückt.
Links über der Oberlippe hatte sie einen kleinen Schönheitsfleck und einen weiteren unter ihrem Rechten Auge. Es gab, jedoch auch etwas was ihr, scheinbar, markeloses Auftreten ruinierte, eine Narbe die, knapp über der linken Augenbraue begann und sich durch ihr Linkes Auge erstreckte und kurz danach ein Ende fand.
Außer dieser anscheinend schon alten Verletzung, hatte das Mädchen frische Wunden, Kratzer und Schürfwunden an den Armen, Beinen und im Gesicht.
Sie trug eine kurze Braune Hose, welche bis zur Hälfte ihrer Oberschenkel reichte. Als Gürtel benutze sie ihr Haarband, welches sie oft auch als solches benutze. Es war alt und Grün. Die Enden waren ausgefranst und das einst, anscheinend, strahlende Grün war bereits zu einem zartgrün ausgeblichen.
Des Weiteren trug sie ein weites Shirt, welches sie in ihre Hose gestopft hatte. Es war ein schlichtes Shirt, hatte keine Besonderheiten, es war schlicht und weiß. Die Schuhe des Mädchens, wenn man diese so nennen konnte, waren zusammengeflickt aus alten festeren Stoffstücken und hatten bereits einige Löcher.
Eines der Löcher war an ihrer Großen Zehe, welches anscheinend bald groß genug war, um die Zehe freiliegen zu lassen.
Erst ein Auge das sich mit Wasser füllte, dann das zweite. Das Mädchen sah den Fluss nur mehr verschwommen.
Es war, als würde sie durch einen Schleier blicken, der ihr den Blick auf das Leben versuchte zu verbergen.
Ein Augenaufschlag und die Augen leerten sich, klarer wurde der Blick.
Eine Träne, die die kristallähnlichen Wassertropfen, bei weitem überragte, sie strahlte so atemberaubend als würde sie all das Strahlen des Mondes in sich absorbiert haben.
Sie erreichte die Wasseroberfläche.
Sie strahlte. Das Licht erfüllte den gesamten Fluss. Fantastisch.
Ein Junge der das Mädchen umarmt…
>>Dein Ziel hat du nicht erreicht…<<, flüsterte der Junge dem Mädchen ins Ohr.
Sie grinste.


Danke für das Lesen des Prologes.
Ich weis er ist noch fehlerhaft aber ich brauche bevor einfach eure Kritiken um den Mut zu fassen mein Werk, welches bereits sehr weit fortgeschritten ist, fortzusetzen.
 
  demonsetsfire 
 
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BeitragVerfasst am: 31.08.2009, 09:32
meine meinung zum prolog siehe pn

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  Ruth 
 
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BeitragVerfasst am: 31.08.2009, 11:19
Da ich jetzt schon öfter auf den Fehlerhaften Text angesprochen wurde.
Ich weiß das der Text sehr fehlerhaft ist.
Mein Projekt ist auch zurzeit auf meinem Laptop und ich habe meinen Prolog jetzt lediglich für das Forum aus dem Kopf abgetippt und mein Anliegen war es auch nur zu erfahren wie ihr den Inhalt und die Idee findet. Natürlich kann man aus dem Prolog nicht den Inhalt des Buches herauslesen, es wäre aber zu viel Zeit mein komplettes Werk hier reinzuschreiben, da ich meinen Laptop im Moment nicht beihand habe, weil ich bei meinen Eltern bin, meine Mutter ist krank.
Daher wollte ich nochmal bitten mir nur eure Meinung zum Inhalt bekannt zu geben, die Fehler erkenne ich selber wenn ich den, in 1o Minuten herabgeschrieben, Text durchlese.

Danke nochmals. angle
 
  demonsetsfire 
 
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Re: Brauche Hilfe, für mein Projekt

BeitragVerfasst am: 31.08.2009, 11:39
Schade, dass man nicht erfährt, was Ruth vom Text hält.

Hallo Demonsetsfire, (Hast Du auch einen Namen?)

soooo viele Fehler sind nicht im Text, nur mit den Kommas gehst Du sehr großzügig um und es gibt ständige (und unnötige) Wortwiederholungen. Dafür brauchst Du aber vorerst noch keinen Lektor, die findest Du selbst, indem Du den Text ausdruckst, Dich in eine stille Ecke setzt und ihn wieder und wieder liest. Dann den korrigierten Text weglegen und nach ein paar Tagen wieder lesen.

Einige Ungereimtheiten gibt es:
Einmal sind die Haare hüftlang, dann reichen die Strähnen mal gerade bis zum Kinn.
Es herrscht Stille. Wenn ein Fluss aus einem Felsen entspringt, fließt (Du sprichst ja von Strömung), kann das nicht lautlos sein.
Ich bin mir nicht sicher, ob Libellen und Grashüpfer nachts tätig sind. Hast Du das recherchiert?
Die Narbe geht DURCH das Auge?

Zitat:
Ein Feind der dein Herz berührt…

Der Prolog ist neutral gehalten. Da weiß man nicht, wen Du ansprichst. Ein Feind, der das Herz berührt - fände ich logischer.

Zitat:
Denn die Weißheit….hat niemand mit dem Löffel gefressen!

Das ist eine (wahrscheinlich uralte) Redensart (es schreibt sich: Weisheit) und hat deshalb meines Erachtens nichts in einem Fantasy-Text zu suchen.

Zitat:
Ihre Augenbrauen waren eigenartiger weise etwas dunkler als ihre Haarfarbe,

Sie hat spitze Ohren, einen Ring in der Nase, wieso soll es da eigenartig sein, wenn die Augenbrauen dunkler als die Haare sind. Du beschreibst doch ein Fantasy-Wesen, da ist alles erlaubt.

Zitat:
Ihre Statur war wie für Mädchen typisch klein und zierlich, ihre Beine und ihr Oberkörper waren gleich lang, jedoch waren ihre Arme etwas länger.

Unbedingt überarbeiten!

Zitat:
Außer dieser anscheinend schon alten Verletzung, hatte das Mädchen frische Wunden, Kratzer und Schürfwunden an den Armen, Beinen und im Gesicht.
Sie trug eine kurze Braune Hose, welche bis zur Hälfte ihrer Oberschenkel reichte.
Wunden, Schürfwunden, ein Ausdruck davon genügt.
Das ist meiner Meinung nach der Wendepunkt des Textes. Endlich ist der Leser bei der Action angekommen, nun wird es spannend, geht voran. Und im nächsten Satz geht es mit der Beschreibung weiter. Das ist irgendwann ermüdend.

Zitat:
Des Weiteren trug sie ein weites Shirt, welches sie in ihre Hose gestopft hatte. Es war ein schlichtes Shirt, hatte keine Besonderheiten, es war schlicht und weiß.

Das ist zu ausführlich, kürzen! Wenn das Shirt schlicht ist, hat es nun mal keine Besonderheiten.

Zitat:
Ein Junge der das Mädchen umarmt…

Das Mädchen wird über mehrere Absätze beschrieben, der Junge ist ganz plötzlich da?


Nicht falsch verstehen, das sind Denkansätze, keine Beschimpfungen oder Belehrungen (wenn es vielleicht auch so rüberkommen mag). Ich finde den Text stellenweise sehr schön, die Bilder mit dem Wasser, den Glühwürmchen, usw. Aber der Text ist noch lange nicht fertig und noch nicht reif für einen Lektor. DU musst daran arbeiten.

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Liebe Grüße
Christel

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BeitragVerfasst am: 31.08.2009, 11:51
Danke für deine tolle Kritik.
Sie ist wirklich sehr hilfreich.
Wie schon gesagt ist das nicht der eigentliche Prolog, der richtige ist auf meinem Laptop.
Dieser hier wurde lediglich zur Bewertung des Inhaltes aus dem Kopf abgetippt.
Natürlich wäre es wahrscheinlich besser wenn ich wieder zu Hause bin den richtigen Prolog hier reinzustellen, da ich nach dem durchlesen jetzt doch schon gemerkt habe das durch das schnelle schreiben einige Fehler und Ungereimtheiten auftauchen.

Jedoch hast du auch einige Phrasen des Textes kritisiert die auch so im richtigen Prolog vorkommen, daher danke ich die für die Kritiken.

Ich würde mich noch über weitere Kritiken und Äußerungen zum Inhalt freuen.
Sobald ich zu Hause bin und an meinem Laptop werde ich nochmals den richtigen Prolog posten
Bis dahin würde ich mich trotzdem über weitere Meinungen freuen.
 
  demonsetsfire 
 
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BeitragVerfasst am: 31.08.2009, 12:28
demonsetsfire hat Folgendes geschrieben:
Daher wollte ich nochmal bitten mir nur eure Meinung zum Inhalt bekannt zu geben, die Fehler erkenne ich selber wenn ich den, in 1o Minuten herabgeschrieben, Text durchlese.


Ich habe mir deinen Prolog drei Mal durchgelesen und weiß noch immer nicht, wozu du Meinungen einholen willst.

Der Text ist, wie du ganz richtig sagst, gespickt mit Fehlern. Selbst wenn er in 10 Minuten einfach dahingeschrieben ist, enthält er meiner Meinung nach viel zu viele Fehler. Ein Autor, der so einen Text aus dem Kopf schreibt, sollte zumindest ein ausreichendes Grundwissen an Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung haben, damit die richtigen Formen automatisch in den Text einfließen - auch ohne Korrekturlesung. Abgesehen davon zeugt die Aussage "in 10 Minuten herabgeschrieben" und dann dem Publikum hingeworfen, welche Wertschätzung der Autor dem Leser gegenüber aufbringt (aber das ist jetzt ein anderes Thema). Warum also nicht den Text einen einzigen Tag später zur Diskussion stellen, dann aber nach einer entsprechenden Korrektur? Nicht möglich, weil es Arbeit macht?

Wenn nun also die vorhandenen Fehler vom Leser auszublenden sind, was bleibt dann noch? Der Text ist weitestgehend erzählend-beschreibend, enthält also nur sehr wenig Handlung. Beschrieben wird ein Fluss in einer hellen Mondnacht, wo sich allerlei Getier herumtreibt und ein Mädchen mit aschblonden Haaren.

Bereits das erste Wort des Textes bringt mir Gänsehaut: "Man". "Man" ist so ziemlich das unglücklichste Wort, das ein Schriftsteller benutzen kann, um eine Szenerie zu beschreiben. Wer ist "man"? Ist es der Leser, der Autor, die Erzählstimme des Textes, ein Erzähler im Text, die allgemeine Haltung von später im Text handelnden Personen? "Man" ist alles und nichts. "Man" ist der Ausdruck, nur keine persönliche Stellung zum Beschriebenen einnehmen. Das "Man" erscheint später noch des öfteren.

Eine ganze Reihe von Ausdrücken passen einfach nicht. Ende des ersten Absatzes, die Aktionen der Glühwürmchen: "Als diese sich geschlagen gaben schien es als tänzelten sie kurz vor der Wasseroberfläche, nur um mit ihren feinen Beinen das Mondlicht, auch wenn nur für einen kurzen Augenblick, zu ertasten."

Es schien, als tänzelten sie kurz vor der Wasseroberfläche?

Zum einen passt hier das Wort "vor" nicht. Wie tänzelt man vor einer Wasseroberfläche? "Vor" deutet auf etwas Vertikales hin (vor einer Wand, vor einem Baum, vor einem Wasserfall), Wasser hingegen fließt zumeist horizontal, von daher müssten die Glühwürmchen "über" der Wasseroberfläche ("ober" sagt das ja bereits) tanzen. Und wieso tanzen die Glühwürmchen scheinbar ("schien es als tänzelten sie vor der Wasseroberfläche")? Tun sie es oder tun sie es nicht? Vermutlich soll sich das "schien" auf die Aktion ihrer Beine beziehen, denn hier macht "schien" im Sinne von "scheinbar" durchaus Sinn. Da frage ich mich: Ist das jetzt ein Schwachpunkt des Textes oder eine Folge des in 10 Minuten heruntergeschriebenen Textes?

Manch anderer Satz trieb mich ebenfalls zum Staunen, Sätze wie "Doch plötzlich brach die Strömung kombiniert mit dem Mondlicht ab". Bleibt der Fluss stehen? Ist es jetzt finster, weil der Mond kein Licht mehr reflektiert? Was will der Autor mir mit dem Satz, so wie er da steht, eigentlich sagen?

Ein weiteres Beispiel: "Ihre Augenbrauen waren eigenartiger weise etwas dunkler als ihre Hautfarbe". Zuvor wurde mir das Mädchen als ein Wesen mit schneeweißer Haut vorgestellt. Da dürfte es höchstproblematisch sein, Augenbrauen zu finden, die heller sind als die Hautfarbe. Und weshalb dieses "eigenartigerweise"? Bei Menschen mit schneeweißer Hautfarbe dürfte es üblich sein, dass Augenbrauen dunkler sind als die Haut.

Die Beschreibung des Mädchens hat mich als Leser in ziemliche Verzweiflung gestürzt, weil es - immer noch meiner Meinung nach - einfach furchtbar schlecht geschrieben ist: "Ihre Füße hatten dieselben Adjektive wie ihre Statur verdient" - da schüttelt es mich. Oder: "Zum Betrachten ihrer Ohren hatte man oft die Gelegenheit [...]" - da ist wieder dieses "man". Wer ist "man"? Warum wird das nicht konkret gemacht?

Das Mädchen trägt einen Schönheitsfleck links über der Oberlippe. Okay, so etwas wie Schönbheitsflecken gab es wirklich mal. Aber die wurden nur in einer bestimmten Epoche benutzt und waren aufgeklebt oder aufgemalt, weil "die Dame von Welt" damit einen Hauch Verruchtheit darstellen wollte. Wie passt das zu diesem Mädchen?

Die Beschreibung der Narbe brachte mich hingegen zum Lachen. Eine Narbe, die sich "durch ihr linkes Auge" erstreckte? Ist das Mädchen auf einem Auge blind? Nichts anderes würde eine Narbe in einem Auge bedeuten.

Am Ende verliert der Autor auch noch die Kontrolle über die Erzählersprache. War vorher alles recht lyrisch geprägt, bricht die Erzählstimme zum Ende hin und wird sehr profan. Ein feengleiches Wesen, das ein Haarband als Gürtel benutzt, trägt nun mal kein "Shirt". So etwas benutzen Teenies der realen Gegenwart. Aber Feen? Auch der letzte Satz ist ein Stilbruch. Das Mädchen darf niemals grinsen, allenfalls zart lächeln.

Mein Urteil: Der Text ist grundsätzlich missraten, nicht nur wegen der vielen Fehler. Der Autor rettet sich in den auktorialen Erzähler, ohne ihn wirklich zu beherrschen. Satzinhalte und Wortwahl wirken mitunter arg ramponiert, mitunter daneben gegriffen. Hätte nicht der Wunsch nach Beurteilung über dem Text gestanden, wäre ich spätestens nach dem fünften Absatz, wo die Strömung und das Mondlicht abbrechen, ausgestiegen.

Da muss noch sehr, sehr viel Arbeit reingesteckt werden.

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Grüße
Siegfried

Nachtrag zur Buchempfehlung:
Das Buch ist bei Zweitausendeins leider nicht mehr erhältlich. Amazon listet es als "gebraucht" über Fremdanbieter auf - für abnorme Preise. Also suchen bei Ebay oder im Buch-Antiquariat.


Zuletzt bearbeitet von Siegfried am 31.08.2009, 15:46, insgesamt einmal bearbeitet

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Re: Brauche Hilfe, für mein Projekt

BeitragVerfasst am: 31.08.2009, 12:48
Hallo Demonsetsfire,
ich finde deinen Prolog nicht schlecht, du musst halt noch daran arbeiten.
Mein Feedback:
1.) Ich verstehe natürlich, dass es primär um den Inhalt geht und man das "formelle" (Rechtschreibung etc..) theoretisch auch nachher korrigieren kann.
Allerdings wirkt es professioneller, wenn ein veröffentlichter Text einigermassen frei von Fehlern ist.
(Der Kinderbuchautor, den du ansprichst, heisst Brezina, nicht Breziner...)

2.) Ausführliche Beschreibungen der handelnden Personen sind in der Literatur durchaus üblich, z.B. bei Jules Verne.
Du übertreibst allerdings manchmal ein bisschen.

3.) du würdest sympathischer rüberkommen, wenn du uns etwas über dich verraten würdest. Vorname, woher kommst du?....

Bärentante hat Folgendes geschrieben:
Ein Feind der dein Herz berührt…
Der Prolog ist neutral gehalten. Da weiß man nicht, wen Du ansprichst. Ein Feind, der das Herz berührt - fände ich logischer.

Da gibt es wohl unterschiedliche Stilrichtungen.
In dem Land, aus dem ich komme, ist es durchaus üblich, wie folgt zu formulieren:
"Da kannst du machen, was du willst, es funktioniert nicht!"
Gemeint ist:
"Man kann machen was man will....."

Gruss
Nitram


Zuletzt bearbeitet von Nitram am 31.08.2009, 13:46, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 31.08.2009, 13:38
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BeitragVerfasst am: 31.08.2009, 14:25
Hi Bärentante,

ich habe mich zu diesem Text nicht öffentlich geäußert, weil mir letztens noch jemand unterstellt hat, ich würde mich auf die Fehler in den Texten anderer Autoren stürzen und sie ebenfalls öffentlich breittreten. Deshalb habe ich meine Meinung dazu in einer PN mitgeteilt.

Aber ich sehe ja an den Beiträgen, dass ich mit meiner Meinung dazu nicht alleine bin ...

Liebe Grüße blink

Und ich finde, es sagt vom ersten Eindruck schon viel über jemanden aus, der solch einen Text hier einstellt ... Wink

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BeitragVerfasst am: 31.08.2009, 15:50
Ruth hat Folgendes geschrieben:
ich habe mich zu diesem Text nicht öffentlich geäußert, weil mir letztens noch jemand unterstellt hat, ich würde mich auf die Fehler in den Texten anderer Autoren stürzen und sie ebenfalls öffentlich breittreten.


Diese Unterstellungen sind leider typisch für das Forum geworden. Statt die Chance zum Lernen und zum sich Verbessern zu nutzen, wird lieber drauf geschlagen. Und dann wundert man sich, dass On-Demand-Bücher so einen schlechten Ruf im Buchhandel haben.

Etwas nicht zu können, ist keine Schande. Es nicht lernen zu wollen - nun ja ...

Grüße
Siegfried

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