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Brief an die Menschen

BeitragVerfasst am: 21.06.2009, 16:52
Titel: Brief an die Menschen
Autor: Adri Galon

Verlag: BoD
ISBN: 978-3-8370-2160-8
Seiten: 220
Preis: 14,90

Klappentext:

Dieses Buch ist eine Provokation und dennoch Unterhaltung.
Es wendet sich an all jene Menschen, die mit sich und der Welt unzufrieden sind und bisher noch nicht die Antwort auf ihre Frage, weshalb das so ist, gefunden haben.
Die Autorin schreibt von sich und ihren eigenen Erfahrungen und Überlegungen zu allen modernen Themen unserer Zeit.
Wie sie sich aus den Ketten, Fesseln und psychischen Abhängigkeiten der Welt und Umwelt befreite.
Sie bringt auf einfühlsame, aber auch sehr kritische Art ihren eigenen Weg nahe und kann dem Leser die Möglichkeit eröffnen, sich selbst und seinen eigenen Weg, sein Denken und Handeln zu bestimmen.
Unterhaltsam, erschreckend und auch lehrreich. Sie sollten es unbedingt lesen.



Inhalt:

Leseprobe
* * *


Lieber Mensch,

diese Zeilen sind für Dich.

Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, ob ich Dir schreiben soll oder nicht.
Es ist ganz gewiss nicht übertrieben, wenn ich sage, es waren Jahre.

Selbst jetzt, wo ich nun endlich hier sitze und schreibe, bin ich mir noch gar nicht so sicher, wie ich beginnen soll… und wo?!

Weißt Du, ich möchte Dir so viel sagen, denn ich habe so viel erfahren in meinem eigenen Leben.

Am Beginn des Briefes hast Du ja die Worte von Gandalf aus dem Film »Herr der Ringe« gelesen, hast Du auch nur eine Vorstellung davon, wie die mich erschüttert haben, als ich sie hörte?

Da bin ich beinah 50 Jahre meines Lebens auf der Suche nach einem Sinn und dann kommt so ein fiktiver Zauberer in einem Film daher und sagt es mir … einfach so?!

Dabei habe ich das auch schon gewusst?!

Seit der Hälfte meines Lebens tue ich nichts anderes, als das was er da sagt.
Ich fange etwas mit der Zeit an, die mir gegeben wurde.
Nein, nicht gleich von Anfang an.
Sicher habe ich auch ein Leben vor meinem jetzigen Leben gehabt.
Ich kann nicht mal sagen, dass es schlecht war, nein, es war nur ganz anders.

Du musst nun nicht befürchten, hier meine Lebensgeschichte zu lesen, um Himmels willen.
Die will ich nicht schreiben, wieso auch?
Das tun schon andere und derer gibt es auch genug.

Und doch wird es so etwas wie eine »Lebensgeschichte« denke ich mal, nur eben eine etwas andere.

Von den Erkenntnissen und Sichtweisen will ich Dir erzählen, davon, was mir im Kopf herumgeht und was mich in all den letzten 20 Jahren beschäftigt hat und heute noch beschäftigt.

* * *

Nachdem wir vom Tage unserer Geburt an konditioniert wurden, zu funktionieren im Sinne der »Gesellschaft«, ist es an uns, im Erwachsenen-Alter, also dann, wenn der Staat meint, wir wären volljährig uns zu entscheiden, wie wir leben wollen.
Aber sag mir, mein lieber Mensch.
Wie sollen wir das denn wissen?

Ein Beispiel.
Wenn Du einen kleinen Löwen im Babyalter bekommst und ihn groß ziehst, mit viel Liebe und allem, was Du meinst, was er braucht und ihn dann, im Alter, weil er zu groß geworden ist für die Wohnung in die Wildnis setzt, was wird dann passieren?
Du weißt es, nicht wahr?
Er wird verhungern, richtig, denn er hat niemals gelernt, in der Wildnis für sein eigenes Futter und seine Bedürfnisse zu jagen.
Oder aber er kehrt in menschliche Siedlungen zurück und nimmt sich dort, was er braucht, weil es ja schon immer so war oder?
Dann wird er abgeknallt werden, denn er gilt als böse und gefährlich, woher sollen eben jene Menschen denn wissen, dass er es gar nicht anders kennt?!

Und nun sag mir, wie anders sieht es bei den Menschen aus?
Gar nicht!
Als Kinder bekommen wir, was möglich ist und so wollen wir es dann auch haben.
Nur ist es nun nicht mehr so einfach, allein gestellt und zumeist ohne Arbeit oder gar schon ohne Lehrstelle.
Nein, mich wundert die Entwicklung der heutigen Zeit nicht wirklich.
Es werden keine Werte mehr vermittelt, einzig der des Geldes und der Macht.
Aber das ist nicht der Sinn des Lebens mein lieber Freund.

Ich denke, der Sinn meines Lebens ist der, dass ich glücklich bin.
Aber nicht durch materielle Güter, durch Haben.
Mein Sinn ist es zu SEIN, in mir selbst glücklich und zufrieden zu sein.
Und damit bin ich bei den klitzekleinen Kleinigkeiten, die ich auch am Anfang meines Briefes schrieb.
Diese Kleinigkeiten von Loslassen, von Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Immer wenn Menschen zu mir kommen und mich fragen, ja wie soll ich denn nur leben, dann erzähle ich von eben jenen Kleinigkeiten.
Oftmals gehen sie sehr nachdenklich, manchmal auch kopfschüttelnd, weil es ihnen einfach unerklärlich ist, wie sie das schaffen sollen.
Ich kann sie verstehen, denn irgendwann ging es mir mal ähnlich.
Und ich gebe mich selbst und all mein Wissen an jene Suchenden weiter, mit der Hoffnung im Herzen, ein ganz klein wenig in ihnen zu bewegen und sie auf ihren eigenen Weg zu führen und begleiten zu dürfen.
Das ist der Sinn meines Lebens, denn wenn einer von jenen einen Schritt in seine Richtung macht und mir dann mit leuchtenden Augen davon erzählt, dann ist es mir mehr Dank, als alles Geld der Welt mir jemals geben könnte.
Ja, ich weiß, auch Du schüttelst jetzt mit dem Kopf, die könnte doch längst reich sein, die könnte damit doch ein Haufen Knete verdienen.
Geld regiert die Welt, nicht wahr mein lieber Mensch?

Wenn Du jetzt noch so denkst, dann hast Du mich nicht verstanden.
Ich will kein Geld dafür, ich möchte, dass die Menschen leben lernen, so wie sie denken, dass es richtig ist für sie und das kann man nicht bezahlen.

Mir gingen jedes mal die Haare hoch, wenn sie denn nur etwas kürzer wären, wenn ich in diversen Zeitschriften Angebote über »Selbsterfahrung« und »Selbstfindung« lese.
Vor allem dann, wenn ich Programme anfordere und die Inhalte dann lese.
Mein Gott, es geht stets nur darum, irgendeine Philosophie zu vermitteln.
Möglichst mit dem werbeträchtigen Slogan »Wie werde ich schnell reich?« oder »Wie kann ich mich gegen andere durchsetzen, also wie werde ich selbstbewusst!«
Und dafür auch noch recht viel Geld zu nehmen, oder eben zu bezahlen.
Doch was wird da vermittelt?

Wir haben alle unser Wissen in uns selbst.
Nur wir ganz allein wissen, was wir wollen und was nicht.
Nur wir allein können beurteilen, was uns gut tut und was nicht.
Nur wir ganz allein tragen unser Wissen in uns, wir brauchen nur manchmal jemanden, der uns den Weg zu diesem Wissen zeigt.
Alles andere können wir dann ganz allein.

* * *

Das habe ich schon als Kind gelernt, egal ob ich diese Menschen kenne oder nicht.
Sie sind älter, also grüße ich sie, es ist ein Akt der Achtung, etwas, was heute beinah verloren gegangen ist, wenn nicht schon ganz.
Weißt Du was passiert, wenn ich alte Menschen grüße?
Sie grüßen oft ganz erstaunt zurück und lächeln, wo sie doch eben noch traurig, nachdenklich oder einfach mürrisch geguckt haben, als sie mir entgegen kamen.
So einfach ist es, mein lieber Mensch, anderen eine Freude zu machen.
Heute ist Achtung scheinbar nur das recht der Mächtigen, wenigstens glauben diese, mächtig zu sein, wir hatten das ja schon vorhin.
Denen muss man Achtung zollen.
Mir tun sie in der Seele leid, mehr nicht.
Sie sind die ärmsten der Armen, sie haben alles, nur fehlt es ihnen an Menschlichkeit und vor allem oft an Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung, wie denn auch?
Scheinbar haben sie alles und wie vielen ist dies ein erklärtes Ziel so zu leben?
Also ich wollte das nicht.

Doch zurück zu den Alten.
Wir haben vergessen, dass es diese Alten sind und waren, die uns das ermöglichten und das im Schweiße ihres Angesichts, was wir heute haben, als Menschen, als Generation, als Staat und Nation.
Wir laden sie in Alten- und Pflegeheimen ab und überlassen sie sich selbst.
Statt dessen bauen wir sinnlos teure Denkmäler an Zeiten, die wir besser bewältigen sollten und den jüngeren Menschen mahnend näher bringen, dabei sollten wir eben jene Alten einmal reden lassen aus der Zeit, als sie jung waren.
Wir haben vergessen zuzuhören, lieber lachen wir über die Alten.
Ja, wir lassen sie ja nicht einmal mehr zu Wort kommen.
Wir brüsten uns ob der Kriegsverbrecher, die wir gestellt und verurteilt haben, doch was tun wir für deren Opfer und es waren nicht nur Juden oder?

Seit meinen frühesten Kindertagen habe ich alten Menschen gern zugehört, sie haben so unheimlich viel zu sagen, sie wissen so viel über alles Mögliche.
Ich denke dabei nicht nur an die Kriege, die sie einst erlebten.
Nein, ich denke gerade in dieser Zeit daran, was die Heilkunde angeht, an sie.
Wir leben im 21. Jahrhundert und doch entdecken wir erst jetzt das, was schon so lange von eben jenen Alten gewusst wurde.
Wir sind mit unserer allmächtigen Pharmazie am Ende.
Und plötzlich stellt sich doch tatsächlich heraus, dass jene, die wir einst ausgelacht haben ob ihrer Primitivität Recht hatten und haben, was ja noch wesentlich gravierender ist.
Es gab vor 50 Jahren ebenso wie vor Tausenden von Jahren Möglichkeiten in der Medizin, die wir heute neidisch beäugen und beginnen zu erforschen.
Homöopathie, Akupunktur, Meditation und vieles mehr.
Ja, ich weiß, Du kennst das alles schon, doch frag mal Mama und Papa, die erzählen Dir was anderes.
Streckenweise war diese Art der Heilung so verrufen und gehasst, dass sie sogar als gesundheitsgefährdend dargestellt wurde.
Ich habe das noch erlebt und heute darf ich erleben, wie alles so nach und nach anerkannt wird.
Hast Du gewusst, dass unsere Altvorderen schon wussten, dass unsere Psyche uns auch krank macht?
Ich habe einen Arzt, mit dem ich befreundet bin.
Ein wirklich lieber Mensch, er ist nach der neuen Bezeichnung heute NEUROLOGE.
Aber bei ihm steht draußen am Schild zur Praxis »Facharzt für Nervenheilkunde und Gemütskrankheiten«.
Er weigert sich, sich Neurologe zu nennen, denn das trifft es nicht, sagt er.
Ich finde das toll, denn er ist der Meinung, dass die Seele sehr viel mehr Auswirkungen auf unseren körperlichen Zustand hat, als wir gemeinhin annehmen.
Und ich sehe das auch so und das aus eigenen leidvollen Erfahrungen.
Wenn mir heute körperlich etwas weh tut, dann gucke ich erst mal hin, ob und wenn ja, wo ich Probleme in der Seele habe.
Und wenn ich mir dessen bewusst geworden bin, sind für gewöhnlich auch die Schmerzen weg oder einfach besser geworden.
Und da komme ich wieder zu unseren Alten hin.
Wer kennt nicht diese tollen Sprüche:
Was ist Dir heute für eine Laus über die Leber gelaufen?
Mir ist was auf den Magen geschlagen?
Das geht mir aber an die Nieren.
Das drückt mir auf´s Herz oder das Herz ist mir heute so schwer.
Wer kennt nicht den Ausspruch:
Meine Beine sind heute wie Blei?
Ich bin vor Schreck zu Eis erstarrt.

* * *


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Ich bin aus Interesse hier.
Ich schreibe und bin noch auf der Suche nach einem neuen Lektorat und eventuell auch Verlag.

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Zuletzt bearbeitet von Adri am 22.06.2009, 10:34, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 22.06.2009, 09:37
Herzlichen Glückwunsch, ich drück dir ganz fest die Daumen. thumb up

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