 | Buchpreisumfrage | Verfasst am: 23.11.2010, 12:11 |
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hallo zusammen,
ich habe eine Frage an euch allgemein.
Es wird bei meinen Büchern meist beanstandet, das sie zu teuer sind.
Jetzt habe ich in einem Testlauf versucht herauszufinden, wieviel diverse Herausgaben als PB Ausgabe kosten würden.
Ergebnis: Bis auf zwei würden alle auch als PB zwischen 18 und 20 Euro kosten.
Wer von euch würde sich grundsätzlich ein Buch zu diesem Preis kaufen?
Ich stelle diese Frage unabhängig vom Autor und unabhängig von Inhalt und Thema.
Bitte nur sachliche Antworten, mit denen man etwas anfangen kann.
Gruß Claudia |
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 | | Verfasst am: 23.11.2010, 12:16 |
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Wenn ich ein Buch wirklich haben will, zahle ich auch hohe Preise.
Wenn es z.B. Afrika zum Thema hat oder mich das Thema sonst brennend interessiert.
Aber nur so mitnehmen, als Unterhaltungslektüre, würde ich kein Buch, das so viel kostet. |
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_________________ «Die Kalorien-Königin», 2009/ «Die Pralinen-Prinzessin», April 2011/ «Ein kenianischer Sommer», Oktober 2011
Mein BOD-Buch:
«Allein in Afrika», 2005
www.blancaimboden.ch |
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Blanca Imboden |
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 | Re: Buchpreisumfrage | Verfasst am: 23.11.2010, 12:19 |
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| xx2010 hat Folgendes geschrieben: |
hallo zusammen,
ich habe eine Frage an euch allgemein.
Es wird bei meinen Büchern meist beanstandet, das sie zu teuer sind.
Jetzt habe ich in einem Testlauf versucht herauszufinden, wieviel diverse Herausgaben als PB Ausgabe kosten würden.
Ergebnis: Bis auf zwei würden alle auch als PB zwischen 18 und 20 Euro kosten.
Wer von euch würde sich grundsätzlich ein Buch zu diesem Preis kaufen?
Ich stelle diese Frage unabhängig vom Autor und unabhängig von Inhalt und Thema.
Bitte nur sachliche Antworten, mit denen man etwas anfangen kann.
Gruß Claudia |
Unabhängig vom Autor und nochmehr vom Thema würde ich kein Buch in dieser Preisklasse kaufen.
Ich habe aber schon deutlich teurere (bis zu 200€) Bücher gekauft, weil mich das Thema interessiert hat.
Bernd |
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 | | Verfasst am: 23.11.2010, 12:42 |
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| Hab ich geschrieben Buch und verkauft für 20 Mark, hat gefunden großes Interesse. Hab ich erhöht die Preis auf 30 Mark war Interesse weg. |
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 | Re: Buchpreisumfrage | Verfasst am: 23.11.2010, 12:57 |
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| xx2010 hat Folgendes geschrieben: |
Es wird bei meinen Büchern meist beanstandet, das sie zu teuer sind.
Jetzt habe ich in einem Testlauf versucht herauszufinden, wieviel diverse Herausgaben als PB Ausgabe kosten würden.
Ergebnis: Bis auf zwei würden alle auch als PB zwischen 18 und 20 Euro kosten.
Wer von euch würde sich grundsätzlich ein Buch zu diesem Preis kaufen?
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Wenn diese Bücher bisher als HC erschienen sind, dann sind sie ja noch teurer. Also würdest du bei einem Umstieg auf PB auf jeden Fall preiswerter anbieten als derzeit.
Das dürfte dann die Schwelle für manche senken, deine Bücher zu kaufen. Wo diese Schwelle liegt, ist individuell bei jedem unterschiedlich.
Von daher ist die Frage, wer von uns zu diesem Preis ein Buch kaufen würde, zu allgemein gestellt. Es ist abhängig vom jeweiligen persönlichen Interesse, den finanziellen Möglichkeiten des potentiellen Käufers etc.
Ich habe z.B. meinen Debütroman so günstig wie möglich kalkuliert, weil ich a) gerne möglichst viele Leser finden will und b) davon ausgehe, dass ich damit realistisch betrachtet sowieso nicht bemerkenswerte Gewinne erzielen kann, selbst wenn die Marge höher wäre. Vielmehr bin ich an den Reaktionen interessiert, um mein "Können" oder "Nicht-Können" als Autor für die Zukunft besser beurteilen zu können. Bei Folgewerken werde ich dann vielleicht auch etwas mehr auf die Gewinnmarge achten.
Sollte ich aber je HC anbieten, dann nur parallel zu PB und nicht stattdessen. |
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_________________ Viele Grüße von Adriatic
Adria-Express, ein unterhaltsamer, amüsanter und manchmal nachdenklicher Roman über die Träume und Realitäten des Lebens.
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Adriatic |
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 | | Verfasst am: 23.11.2010, 13:16 |
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| Blanca Imboden hat Folgendes geschrieben: |
Wenn ich ein Buch wirklich haben will, zahle ich auch hohe Preise.
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Ist bei mir genau so. Die angeblichen magischen Grenzen von 8, 10 oder 12 Euro kann ich nicht nachvollziehen. Für ein Taschenbuch, das ich unbedingt haben will, zahle ich auch 15 Euro. Für ein Hardcover habe ich auch, ohne mit der Wimper zu zucken, 26 Euro bezahlt. Und ich muss eigentlich jeden Cent zweimal umdrehen! Wenn es das Buch wert ist, ist auch ein höherer Preis angemessen. Auf mich wirkt ein ZU niedriger Preis eher abschreckend. Ein angemessener Preis ist nicht der möglichst niedrige Preis. |
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Lennet |
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 | | Verfasst am: 23.11.2010, 13:59 |
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| Lennet hat Folgendes geschrieben: |
| Blanca Imboden hat Folgendes geschrieben: |
Wenn ich ein Buch wirklich haben will, zahle ich auch hohe Preise.
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Ist bei mir genau so. Die angeblichen magischen Grenzen von 8, 10 oder 12 Euro kann ich nicht nachvollziehen. Für ein Taschenbuch, das ich unbedingt haben will, zahle ich auch 15 Euro. Für ein Hardcover habe ich auch, ohne mit der Wimper zu zucken, 26 Euro bezahlt. Und ich muss eigentlich jeden Cent zweimal umdrehen! Wenn es das Buch wert ist, ist auch ein höherer Preis angemessen. Auf mich wirkt ein ZU niedriger Preis eher abschreckend. Ein angemessener Preis ist nicht der niedrigst mögliche Preis. |
Ja das würde ich auch sagen.
Ich muss aber auch das Gefühl haben, das Preis und Leistung stimmen muss.
Das ist selbst bei gossen Verlagen nicht immer der Fall.
Ich habe auch schon für ein Buch über Elefanten 70 € ausgegeben.
Es war aber auch den Preis wert und es war ein Buch, was es so nicht mehr zu erwerben gab und auch nicht wieder aufgelegt werden sollte.
Die Preisfrage liegt aber auch im Auge des Betrachters.
Bei Unterhaltung warte ich gern auf die PB.
Gerade in der heutigen Zeit, wo viele Menschen nicht mehr das Geld haben sich ein Buch zu kaufen sollte man meiner Meinung auch immer bedenken, dass es für alle rechnen sollte.
Ich möchte damit auf keinen Fall für Geiz ist geil werben das ist überhaupt nicht meine Einstellung.
Der Kauf eines Buches sollte aber nicht am Preis scheitern.
z.B. HC 30, 00€ und dann umstellen auf PB auch 30, 00€ kann ich nicht nachvollziehen.
Ich würde mal sagen Gutes muss nicht teuer sein unter der Berücksichtigung das alles seinen Preis hat.
Ingolf |
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ingolf |
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 | | Verfasst am: 23.11.2010, 15:21 |
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| Ein Freund sagt immer. Eine Sache verkauft sich über den Preis. Auch der letzte Schund wird gekauft, Hauptsache billig. |
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 | | Verfasst am: 23.11.2010, 15:26 |
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Hallo
Das Problem ist ja, dass man den Preis - zumindest bei BoD - nicht selber bestimmen kann. Mein erstes Buch hat 160 Seiten und kostet 9,90. Finde ich angemessen und kann man mal so spontan mitnehmen.
Mein zweites Buch, das gerade erschienen ist, hat 304 Seiten und ich musste 17,90 veranschlagen, wurde so vorgegeben, das ist das untere Limit. Ich hätte es lieber etwas preiswerter gemacht.
Nun bin ich gespannt, wie die Leser reagieren. |
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Missus |
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 | | Verfasst am: 23.11.2010, 15:27 |
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Ich denke mal, man muss schon unterscheiden, ob es sich z.B. um ein Sachbuch handelt, was einen anspricht und in seiner Form und Thematik einzigartig ist oder um einen Unterhaltungsroman, der in Konkurrenz zu ähnlichen Werken steht und den man gewöhnlich nur fürs einmalige Lesen nutzt.
Ein Bildband, Atlas, Ratgeber oder was auch immer, geht sicherlich höherpreisiger leichter weg als ein Roman. |
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Adriatic |
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 | | Verfasst am: 23.11.2010, 16:17 |
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| Billiger ist immer besser. Die zweistelligen Preise in Euro sind umgerechnet in DM eh schon hart an der Grenze. |
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 | Danke die Erste!! | Verfasst am: 23.11.2010, 16:28 |
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Zuerst einmal ganz lieben Dank für Eure Mühe mir so viele und auch aufschlussreiche Antworten zu geben.
Bestimmt ist das ein Thema das ihr auch ohne mich weiterdiskutieren könnt.
Falls jemand direkt an mich noch eine Antwort hat, bitte immer "@" dazugeben, damit ich mich beim Suchen leichter tue.
Nochmals: vielen Dank!!
Claudia |
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 | | Verfasst am: 24.11.2010, 11:10 |
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Hallo Claudia,
selber habe ich darauf geachtet, meine Bücher so preisgünstig wie möglich zu verkaufen. Mit ca. 260 Seiten und 15,90 Euro bin ich da am Limit. Selbst bei Regionalliteratur, wo man eigentlich nicht viel Konkurrenz hat, zahlen die Kunden nicht mehr. Einfach zu teuer. Da wird im Ernstfall lieber ein billigeres Buch vom großen Tisch genommen. Das hat längst nicht immer was mit Geiz zu tun, auch wenn sich ca. die Hälfte dazu bekennt. Vom wirtschaftlichen Aufschwung ist noch nicht viel in den Taschen der Endverbraucher angekommen.
Liebe Grüße
Marlene |
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MarleneGeselle |
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 | | Verfasst am: 24.11.2010, 12:10 |
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Das Problem sind die 40% die der Handel verlangt, und das nur fürs Ausliefern.
Ich baue daher zu 100% auf Selbstvermarktung. |
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 | | Verfasst am: 24.11.2010, 12:22 |
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Das Problem "zu teuer/zu günstig" gibt es eigentlich nicht - meiner Meinung nach.
Entscheidend ist doch nur die Frage, ob man kostendeckend bzw. gewinnbringend verkaufen will.
Kostendeckend heißt bei BoD, man muss 160 Euro in fünf Jahren einspielen (39 Euro für BoD-Classic und 60 Monate zu je 2 Euro für die Datenhaltung). BoD selbst legt über seinen Preisrechner eine Untergrenze fest, damit die hausinternen Vorgaben erfüllt werden (kostendeckend plus gewinnbringend). Rein theoretisch kann man also das Buch zu genau dem Preis auf den Markt bringen, den BoD selbst haben will - und damit macht man dann in fünf Jahren 160 Euro Verlust, egal wie viele Bücher man verkauft.
Die Frage ist also nicht: "Welchen Preis soll das Buch haben?", sondern "Wie viele Exemplare will ich verkaufen?"
Ein Buch, für das BoD 15 Euro haben will, kann man für 175 Euro in den Handel bringen. Wenn sich dieses Buch in den genannten fünf Jahren nur einmal verkauft, hat man alle Kosten eingespielt. Jedes weitere verkaufte Buch bringt enorme Gewinne! (Dies zu den Aussagen: Wenn mich ein Buch wirklich interessiert, zahle ich auch den hohen Preis dafür! ).
Der Preis eines Buches rmuss sich nach der Einschätzung des Marktes richten (meiner Meinung nach). Es muss ein Gleichgewicht gefunden werden zwischen Preis und Verkaufsmenge. Dünnes Buch und hoher Preis dürfte eine Vielzahl möglicher Käufer abschrecken. Dicke Schwarte und niedriger Preis vermutlich ebenso - weil das Buch dann einfach billig und ramschhaft wirkt.
Dass ein Buch die notwendige inhaltliche wie äußere Qualität haben muss, brauchen wir hier nicht zu diskutieren. Schlechtes Seitenlayout, grottige Rechtschreibung - da kann das Buch so teuer oder so günstig sein, wie es will. Wer solch schleche Arbeit abliefert, der verhöhnt in meinen Augen den Leser. Offenbar ist Autoren solcher Bücher der Leser völlig gleichgülitg - Hauptsache, man bekommt seine Kohle ohne entsprechende Gegenleistung!
Was ist nun ein guter Preis? Da hilft nur die Marktanalyse. Welche Bücher im On-Demand-Bereich gibt es, die ein ähnliches Thema behandeln und in etwa die gleiche Ausstattung bieten? Welche davon verkaufen sich gut und welche nicht - und warum? Welche Verkaufszahlen für das eigene Buch sind realistisch? Damit kann man sich ungefähr selbst einschätzen.
Und auch wenn es einige nicht glauben wollen: Der "Trick" mit den Eckpreisen (9,90 Euro statt 10,00 Euro) funktioniert tatsächlich. Im Marketing gibt es den Begriff der "Preispsychologie". Da wirken Begriffe wie "Preisbarrieren" und "gebrochene Preise", ja selbst "Ziffernfolgen" haben Auswirkungen auf die Kaufentscheidung (siehe u. a. "Vahlens Großes Marketing Lexikon").
Grüße
Siegfried |
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Siegfried
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»Wer sich vor dem Ertrinken fürchtet, tut besser, schwimmen zu lernen, als dem Wasser auszuweichen.« (Karl Waggerl) |
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