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Habt Ihr Euer Buchcover selbst gestaltet?
selbst gestaltet
71%
 71%  [ 30 ]
durch Grafiker o. Ä. gestalten lassen
28%
 28%  [ 12 ]
Stimmen insgesamt : 42

Covergestaltung/Kosten

BeitragVerfasst am: 17.01.2009, 21:56
Hallo,

mich würde interessieren, ob Ihr Euer Buchcover selbst gestaltet habt oder ob Ihr professionelle Hilfe in Anspruch genommen habt.

Falls Letzteres zutreffen sollte, mit welchen Kosten ist zu rechnen? (Wobei ich mir schon denken kann, dass die Kosten je nach Auftragnehmer variieren, aber für ein paar Erfahrungswerte wäre ich trotzdem sehr dankbar. )
 
  Zitat 
 
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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 07:18
Als Buchreihe sind wir die ersten Jahre nicht rentabel darum können wir garnicht mehr als zwischen 60 und 80 Euro maximal bezahlen. Dafür machen wir für unsere Designerin Reklame, Sie steht nicht nur im Buch sondern ist auch auf unseren Webseiten verlinkt.
Unsere erste Designerin wollte schnell mehr unsere zweite habe ich ueber MyHammer ausgesucht und bin sehr zufrieden mit ihr.

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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 09:36
Ich habe im Prinzip meistens selbst Hand angelegt.

Bei meinem ersten Buch hatte ich noch kein Photoshop. Da bat ich eine hier ansässige Werbeagentur, meine bereits vorhandenen Daten (exakte Layoutvorgabe, eigenes Foto mit der richtigen Auflösung, etc.) zusammenzufügen, auf die richtigen Covermaße zu bringen und daraus ein pdf-File zu machen.
Der Kostenvoranschlag dafür belief sich auf schlappe 350 Euro inkl. MwSt.
Da habe ich mir Adobe PS gekauft, denn es sollten ja noch weitere Bücher folgen ...

LG,
Julia

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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 14:15
Hallo,

meine drei ersten book on demand veröffentlichten Bücher erschienen im Engelsdorfer Verlag, in dem die Covergestaltung bereits im Preis eingeschlossen ist.

Für den vierten Titel, dem bei Shaker erschienenen Autoren-Ratgeber, habe ich das Cover selbst erstellt. Allerdings habe ich meinen Entwurf in einem Forum (nicht im Autorenpool) zur Diskussion gestellt und mehrere Male überarbeitet.

Das Coverbild habe ich mit Gimp erstellt, das Cover selbst mit LaTeX.

Zu den Preisen kann ich dir daher nichts sagen, aber es hängt selbstverständlich von deinen Ansprüchen ab. Gute Graphiker sind meistens schlechte Typographen und gute Typographen schlechte Graphiker. Soll beides stimmen, wird es eben teurer.

Shaker bietet übrigens auch die individuelle Covergestaltung an. Irgendwo auf deren Homepage solltest du auch die Preise finden. Ein Titel, der so gestaltet wurde, ist "Junger Wein". Meiner Meinung nach ist er sehr gut gelungen. Wenn dich das genauer interessiert, unterhalte dich mal mit Sigmar Erics, der auch in diesem Forum aktiv ist. Seinen Forumsname könnte ich dir raussuchen.

Beste Grüße,

Heinz.

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  hawepe 
 
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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 15:12
Hallo Andrea (Zitat),

da das Cover deines Buches "Smaragdgrüne Worte" s e h r gut ist, frage ich einfach mal zurück: "Wie hast du es selbst realisiert oder erstellen lassen, welche Eigenleistung steckt drin, welche Vorgaben hast du gemacht und welche Kenntnisse bringst du mit?" Da du ja schon Erfahrungen hast, wird es dir sicher nicht schwerfallen, einen Grafiker gut zu briefen, dir Arbeitsproben zeigen, ein Angebot erstellen zu lassen (kostenlos, darauf solltest du bestehen), einen Korrekturgang zu vereinbaren und einen schlechten von einem guten Grafiker unterscheiden zu können.
Ansonsten mach es wie Julia, stelle deinen Entwurf evtl. im autorenpool zur Diskussion, technische Tipps findest du hier sicher auch.

LG, Andrea
 
  andie 
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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 15:34
allgemein würde ich immer dazu raten, die covergestaltung selbst zu übernehmen - sollte man hier nicht hinreichend ahnung und erfahrung haben.

ein buch verkauft/vermarktet sich zum großen teil auch über das cover / das corporate design / die corporate identity ... um den inhalt eines buchs zu erfahren, muss ich zunächst einen schlüsselreiz bekommen, mich über das buch informieren zu wollen - und genau dies übernimmt das cover/der flyer dazu/ die passende anzeige und website, etc.. wenn mir dies gefällt und mich neugierig macht, greife ich zu dem produkt und informiere mich...

ergo: das cover ist die visitenkarte des buchs! problem: was "mir" gefällt, muss noch lange nicht den potentiellen käufern gefallen. mein lieblingsspruch: "der köder muss dem fisch gefallen, nicht dem angler!"

aber um dies zu erreichen, bedarf es mehr, als sich photoshop & co zu kaufen und ein bild "schön" zu machen. es hat ja einen grund, warum die ausbildung zum kommunikationsdesigner 3 jahre dauert - und während dieser zeit wird einem im Übrigen KEIN PROGRAMM (wie photoshop) beigebracht, sondern man setzt sich vor allem mit gestaltungslehren und der gestaltungspsychologie auseinander (die programme lernt man in der freizeit und im späteren berufsalltag).

ein buch zu verkaufen, ist also etwas aufwändiger. und am ende erkennt der käufer sehr schnell, ob sich ein cover auf dem level des professionellen buchmarktes bewegt, oder "nur gut gemeint" ist.

in diesem sinne kann ich nur jedem raten, sich professiolle unterstützung bei der covergestaltung zu suchen . es wäre doch sehr schade, wenn man 1 jahr und länger an einem buch arbeitet, und die presse / der markt nicht darauf reagiert, weil das cover "unporfessionell" wirkt. denn eines ist klar: der erste eindruck zählt ... und das ist beim buch (leider) nicht der erste satz, sondern vor allem der buchumschlag Wink


Ach ja, zum Preis: es gibt für designleistungen seit rund 30 jahren einen tarfivertrag, der ziemlich genau regelt, was welche arbeit kostet. das ding ist agenturstandard und gibt einen guten anhaltspunkt über designkosten. das gute stück heißt: Vergütungstarifvertrag für Designleitungen (VTV), herausgegeben von der Allianz deutscher Designer AGD (www.agd.de)

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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 16:01
MW hat Folgendes geschrieben:
allgemein würde ich immer dazu raten, die covergestaltung selbst zu übernehmen - sollte man hier nicht hinreichend ahnung und erfahrung haben.

ein buch verkauft/vermarktet sich zum großen teil auch über das cover / das corporate design / die corporate identity ... um den inhalt eines buchs zu erfahren, muss ich zunächst einen schlüsselreiz bekommen, mich über das buch informieren zu wollen - und genau dies übernimmt das cover/der flyer dazu/ die passende anzeige und website, etc.. wenn mir dies gefällt und mich neugierig macht, greife ich zu dem produkt und informiere mich...

ergo: das cover ist die visitenkarte des buchs! problem: was "mir" gefällt, muss noch lange nicht den potentiellen käufern gefallen. mein lieblingsspruch: "der köder muss dem fisch gefallen, nicht dem angler!"

aber um dies zu erreichen, bedarf es mehr, als sich photoshop & co zu kaufen und ein bild "schön" zu machen. es hat ja einen grund, warum die ausbildung zum kommunikationsdesigner 3 jahre dauert - und während dieser zeit wird einem im Übrigen KEIN PROGRAMM (wie photoshop) beigebracht, sondern man setzt sich vor allem mit gestaltungslehren und der gestaltungspsychologie auseinander (die programme lernt man in der freizeit und im späteren berufsalltag).

ein buch zu verkaufen, ist also etwas aufwändiger. und am ende erkennt der käufer sehr schnell, ob sich ein cover auf dem level des professionellen buchmarktes bewegt, oder "nur gut gemeint" ist.

in diesem sinne kann ich nur jedem raten, sich professiolle unterstützung bei der covergestaltung zu suchen . es wäre doch sehr schade, wenn man 1 jahr und länger an einem buch arbeitet, und die presse / der markt nicht darauf reagiert, weil das cover "unporfessionell" wirkt. denn eines ist klar: der erste eindruck zählt ... und das ist beim buch (leider) nicht der erste satz, sondern vor allem der buchumschlag Wink


Ach ja, zum Preis: es gibt für designleistungen seit rund 30 jahren einen tarfivertrag, der ziemlich genau regelt, was welche arbeit kostet. das ding ist agenturstandard und gibt einen guten anhaltspunkt über designkosten. das gute stück heißt: Vergütungstarifvertrag für Designleitungen (VTV), herausgegeben von der Allianz deutscher Designer AGD (www.agd.de)

cheezy grin



Hallo Marco, du hast dich etwas missverständlich ausgedrückt in der ersten Zeile - ich denke eher, du meinst, dass du von der eigenen Gestaltung ABRATEN würdest, wenn keine entsprechende Vorerfahrung da ist. Sehe ich das richtig?


Zu meinen Covers:
Buch 1: Idee von mir, Diskussion mit Fotografen und Umsetzung der Idee durch ihn (Profi) (bod.comfort!)

Buch 2: TEil-Idee von mir (mit Unterstützung einiger Leute hier im Pool),
Teil-Idee vom Fotografen (der zahlreiche eigene Bilder in diesem Buch veröffentlicht), wiederum Diskussion mit Forenkollegen,(bod-classic)


Maryanne

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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 16:04
Hallo Marco,

MW hat Folgendes geschrieben:
Ach ja, zum Preis: es gibt für designleistungen seit rund 30 jahren einen tarfivertrag, der ziemlich genau regelt, was welche arbeit kostet. das ding ist agenturstandard und gibt einen guten anhaltspunkt über designkosten. das gute stück heißt: Vergütungstarifvertrag für Designleitungen (VTV), herausgegeben von der Allianz deutscher Designer AGD (www.agd.de)


Nur, wer sich informieren will, muss erst einmal 30 Euro blechen Sad

Als Anhaltspunkte aus der Praxis kann man aber Stundensätze von 50 bis 60 Euro bei kleineren Agenturen und 90 bis 100 bei großen Agenturen veranschlagen. Freischaffende Designer verlangen zum Teil deutlich weniger, aber da kenne ich keine aktuellen Marktpreise.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 16:09
Hallo Maryanne,

Haifischfrau hat Folgendes geschrieben:
Buch 2: TEil-Idee von mir (mit Unterstützung einiger Leute hier im Pool),
Teil-Idee vom Fotografen (der zahlreiche eigene Bilder in diesem Buch veröffentlicht), wiederum Diskussion mit Forenkollegen,(bod-classic)


Das ist vermutlich für die meisten Autoren hier die einzige realistische Möglichkeit, ein gutes Cover zu gestalten. Der Haken: Die Kritik muss auch wehtun dürfen, denn mit Weichspülerei entwickelt man selten gelungene Cover.

Liebe Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 16:22
@ Maryanne: da hast du natürlich recht Smile gemeint war "abraten" vom selberbasteln ...

... im übringen finde ich deine vorgehensweise auch sehr gut. idee / konzept schon einmal vorbereiten. vielleicht sogar bildideen sammeln (spart alles kosten, da zeit der agentur) und dann rat und feinschliff seitens eines profis. das dürfte eine gute "zwischenlösung" sein.

@ heinz: der marktpreis eines selbstständigen, studierten designers mit mindestens 5 jahre berufspraxis sind derzeit +76 eur (zzgl. nutzungsvergütung).

aus dem VTV:

buchtitel (Konzept, Layout, EBV/Composing, Typografie):
Geringer Aufwand: 8 Stunden
Hoher Aufwand: 11 Stunden

buchtitel (Konzept, Layout, Illustration, Typografie):
Geringer Aufwand: 8 Stunden
Hoher Aufwand: 12 Stunden (bei besonders aufwändigen Illus bis 20 Stunden)

einband, schuber, schutzumschlag:
Geringer Aufwand: 10 Stunden
Hoher Aufwand: 14 Stunden (bei besonders aufwändigen Illus bis 20 Stunden)


... das ganze dann mal 76 (ggf. zzgl. Nutzungsvergütung), dann hat man den jeweils gültigen marktpreis.


Die Entwurfs- und Entwicklungsleistungen im Bereich Grafik-/ Kommunikationsdesign beinhalten eine aufgaben- und zielgruppengerechte Darstellung der im Briefing vereinbarten Anforderungen. Besonders aufwendige Visualisierungen, die auf Anforderung des Auftraggebers für bestimmte Präsentationszwecke erstellt werden sollen oder Planunterlagen und Dateien, die speziell für die Weitergabe und als Vorlage für weitere am Entwicklungsprozess beteiligte Parteien dienen, sind gesondert nach Aufwand zu vergüten.

Teile der Gesamtvergütung: Die Entwurfsvergütung stellt den Gegenwert für die Entwurfsleistung dar. Die Nutzungsvergütung stellt den Gegenwert für die Wertschöpfung dar, die durch die wirtschaftliche Nutzung entsteht. Sie bemißt sich am vereinbarten Nutzungsumfang und ist Teil der Gesamtvergütung.

angle

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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 16:29
Goodbye!


Zuletzt bearbeitet von Andreas T. am 30.07.2009, 10:43, insgesamt einmal bearbeitet
 
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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 16:30
Hallo Marco,

Danke für deine Aufstellung.

Aber das sind nun einmal Preise, die sich ein book on demand veröffentlichender Autor in der Regel nicht leisten kann. Soviele Bücher, um das zu finanzieren, wird er in der Regel niemals verkaufen können.

Meiner Meinung nach ist der einzige wirklich realistische Weg die Diskussion mit Grafikdesignern und Buchgestaltern aus dem semiprofessionellen Bereich. Leider sind die interessanteren Foren in englischer Sprache. In den deutschsprachigen tummeln sich selten Profis.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 16:37
Hallo,
ich gestalte meine Cover selbst mit Photoimpact. Zudem nutze ich die hier im Forum verfügbaren Hilfen. In diesem Zusammenhang danke ich nocheinmal ganz herzlich Heinz (hawepe) für seine persönliche Hilfestellung.
Grüße aus dem Regenland Hessen (ich war trotzdem wählen)
Bernd
 
  büchernarr 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 16:50
An Volkshochschulen kann man für 30-50 Euro Kurse belegen, die einem den Umgang mit Photoshop erläutern. Das ist zwar nicht umsonst, aber doch deutich billiger als irgendwelche Grafiker. Für Leute, die bisher keine Erfahrung mit Grafiksoftware haben, ist so ein Kurs bestimmt eine gute Einstiegshilfe.
 
  Eisbär 
 
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BeitragVerfasst am: 18.01.2009, 18:25
Hallo,

ich finde es immer faszinierend, wie gläubig man gegenüber Software sein kann. Man muss nur das richtige Programm kaufen und dann vielleicht noch einen Kurs belegen, wie man es bedient, und schon erhält man ein ansprechendes Cover.

Ehrlich gesagt wundert es mich nicht mehr, warum so viele Bucheinbände book on demand veröffentlichender Autoren doch eher einfacher Durchschnitt sind. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

Beste Grüße,

Heinz.

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