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» Wie schreibe ich ein Buch mit Open Office?

Covergestaltung mit Open Office Draw

BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 14:20
Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,
da nun langsam bei meinem Werk das Thema Cover fällig wird, habe ich mir einige Gedanken gemacht.
Es ght hier nicht um das Inhaltliche, sondern um das Technische.
Also der Frage,wie mache ich es praktisch, variabel und (möglichst) schnell.

Allein aus der Tatsache, daß auf einem Cover mehrere Dinge plaziert werden müssen, schreit ja fast nach einem Zeichenprogramm. Denn es gilt doch einige Maße zu beachten.
Also war meine erste Frage. Wenn ich schon den Buchblock mit Open Office schreibe, gibt es da nicht auch ein Programm, das den Anforderungen an die Gestaltugn eines Covers genügt?

Ich meine - ja. Es ist Open Office Draw.
Hier möchte ich kurz mal meine Experimente skizzieren. Vielleicht ist es ein Weg, um zu seinem Cover zu kommen - vielleicht sogar verständlich.
Alle alten Hasen und Experten dürfen gerne dazu etwas sagen. Immerhin werde ich wohl demnächst diesen Weg gehen.

Zuerst einmal laß ich mir die Covergröße bei BOD errechnen.
Mein Taschenbuch 12cm*19cm soll 292 Seiten haben.
Hiermit ergeben sich folgende Maße.
Buch 12cm*19cm, Rücken 1,9cm, Beschnittrand überall 0,5cm.

Ok, ich öffne nun Draw und lege mir eine neue Seite in folgenden Format an. Breite: 26,90cm (0,5cm+12cm+1,9cm+12cm+0,5cm), Höhe 20,00cm (0,5cm+19cm+0,5cm)

Weiter definiere ich einen Abstand vom Seitenrand von 0,5cm auf allen Seiten.
Der Vorteil von Draw ist nun, dass ich diesen Rand auf dem Bildschirm sehen kann. Ich sehe also das Innere und kann mich danach richten.
Leider ist immer noch der Rücken, die Rückseite sowie die Vorderseite eine einzige Fläche. Daher lege ich mir sogenannte Fanglinien an. Diese stelle ich auf sichtbar aber nicht fangen. Diese Linien werden nicht mitgedruckt, helfen aber bei der Orientierung.
Ich lege senkrechte Linien an um die einzelnen Seiten zu unterscheiden (Rückseite, Rücken, Vorderseite) und dann noch eine Linie auf der jeweiligen Hälfte einer der Seiten.
Dadurch habe ich optisch schon ein gutes Ausrichtungsmuster. Dann noch eine waagrechte Linie, die das Buch halbiert. So kann man schon optisch recht gut plazieren.
Da Draw mit seinen Linealen erst nach dem eingestellten Rand anfängt zu zählen, liegen die Fanglinien bei 12cm und 12cm+1,9cm. Das sind die Linien für die drei Bereiche.
Die Mitten dieser Bereiche liegen in meinem Beispiel bei 6cm, sowie 12cm+0,9cm und 12cm+1,9cm+6cm.
Ich habe die Werte natürlich zusammengezählt, wollte aber, damit es nachvollziehbarer wird, zeigen, wie die Werte entstehen.
Hier ein Bildschirmfoto, wie das leere Cover aussieht.

Weiter im nächsten Beitrag.

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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 14:28
Nun kann man das leere Cover mit Textblöcken füllten.
Diese sind optisch schon ausrichtbar. Aber in den jeweiligen Eigenschaften kann man auch exakte Positionen eingeben.

Nur der Hinweis.
Ich habe erst einmal experimentiert, wie ich zum Cover komme. Das was ich hier zeige sind keine fertigen Überlegungen, wie mein Cover auschauen soll.

Nach dem Einstellen der Textblöcke schauts nun so aus.
Ich habe auch schon eine Grafik eingebunden, den Strichcode.

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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 14:34
Interessant wirds nun mit dem Thema PDF.
Aber da Draw zu Open Office gehört, gibt es wieder den Menüpunkt PDF-Export. Man stellt die benötigte DPI ein und exportiert das Cover in ein PDF.
Vorteil bei Draw ist, dass man alle auch in OO Text installierten Schriften verwenden kann.

Ich habe nun das Cover in ein PDF exportiert. Danach im Adobe Reader geöffnet und ein Bildschirmfoto davon gemacht.

Hinweis:
Um die Resourcen des Forums zu schonen, habe ich sehr stark komprimiert. In Wirklichkeit schauts natürlich besser aus.

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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 14:39
So, jetzt wollte ich es wissen.
Ich habe aus meiner Sammlung wahllos ein Bild geschnappt und es in Draw eingebunden. Dazu muß man die Textblöcke und den Barcode markieren, auf die vorderste Ebene legen und kann sozusagen das Bild darunter plazieren. Das Bild muß nun so groß sein, dass es auch den Beschnittrand mit ausfüllt!

Danach habe ich wieder eine PDF-Export gemacht. Auch davon ein Bildschirmfoto, wie es im Adobe-Reader ausschaut.

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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 14:46
Um die Wirkung am Buch zu testen habe ich das Cover dann ausgedruckt.

Was ich unterschlagen hatte war, dass ich oben waagrecht (am Rand des Covers) und senkrecht (am linken Rand des Covers) eine Linie mit 0,5mm plaziert habe.
Dies ist nur deshalb nötig, weil ich auf DIN A4 ausdrucke und das Cover dann richtig auf ein etwa gleich dickes Buch aus meinem Bücherschrank legen möchte.

Ich habe also das Cover ausgedruckt (schwarz-weiß, habe keinen Fardrucker) und um ein passendes Buch gelegt.
So bekommt man schon mal einen guten Eindruck von der Wirkung.

Was man nicht vergessen darf ist, dass man zu einer eventuellen Bearbeitung von Bilder natürlich immer noch ein Bildbearbeitungsprogramm benötigt.

Hier also 'das Buch'.


So. das war meiner kleiner technischer Bericht.
Gruß Uwe

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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 15:50
Hallo!

Danke für Deinen ausführlichen Bericht. Sehr hilfreich.

Zu dem Beschnittrand hab' ich noch eine Frage. Braucht man den Beschnittrand immer?

Viele Grüße
Sabine

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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 16:18
Hallo Sabine,

der Beschnittrand muß sein, BoD besteht darauf. BoD produziert wohl in etwas größerem Format, das fertige Buch wird dann zurechtgeschnitten.

Viele Grüße

Torsten

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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 16:43
Hey. Danke. Jetzt weiß ich bescheid.


Viele Grüße und einen schönen Abend.

Sabine

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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 16:51
Super!

So einen Beitrag müsste man hier im Forum irgendwo oben anpinnen oder in einer Sammlung archivieren können. Für alle zukünftigen Autoren, die wissen wollen, wie man es ruckizucki richtig machen kann.

Bisher habe ich mich nie an diese Aufgabe getraut, das Cover wirklich selber zu machen. Mit dem BoD-Programm geht es ja auch ganz gut.

Aber wenn man das Cover wirklich frei gestalten will, ist das hier der richtige Weg.

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BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 16:55
Respekt. Diese Darstellung lässt doch wirklich sehen und so etwas habe ich ja auch immer gesucht.
Habe mir auch gleich OpenOffice herunter geladen.

Aber das mit dem Rand 0,5 cm.
Macht man den Rand NUR beim Cover oder auch im Buchblock?

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Liebe Grüße

Kai-Uwe Freudenberger

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BeitragVerfasst am: 06.03.2010, 16:07
Hallo Kai-Uwe,

nur beim Cover.

Bei Buchblock wird ja auf Papier gedruckt, dass sowieso etwas größer ist, von daher gibts keine Probleme, wenn eine Seite etwas beim binden verrutscht. Das würde ja bei einem bunten Cover eventuell dazu führen, dass statt Farbe das Papier zu sehen ist. Nennt man glaube ich Blitzer.
Daher macht man das alles etwas breiter und schneidet es ab.

AUSSER:
Du hast Bilder im Buch. Da muß man etwas aufpassen. Ist aber, soweit ich mich erinnere, irgendwo (sorry für die genau Angabe) bei Bod beschrieben.
Wer also 'nur' Text im Buchblock hat - keine Probleme.
Ansonsten nochmal suchen.

Gruß Uwe

PS: Bisher hat noch niemand unserer Erfahrenen und Experten was zu dieser Lösung gesagt. Ist also immer noch die Frage, ob der Weg gangbar ist, oder versteckte Probleme eingebaut sind.

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BeitragVerfasst am: 06.03.2010, 18:22
Hallo Uwe,

danke für die wirklich gute Erklärung.

Mir ist noch die Angelegenheit mit den dpi unklar. Welche dpi-Einstellung braucht das Foto, wie klappt das mit dem darüber gelagerten Text? Muss man da etwas beachten, damit Foto und Text nicht mehrmals umgerechnet werden und zuletzt eine Meldung beim Hochladen kommt, dass die dpi nicht ausreichen. Rolling Eyes
buchselstabe hat Folgendes geschrieben:
PS: Bisher hat noch niemand unserer Erfahrenen und Experten was zu dieser Lösung gesagt. Ist also immer noch die Frage, ob der Weg gangbar ist, oder versteckte Probleme eingebaut sind.

Wie in allen Bereichen sind die Experten immer etwas angesäuert, wenn jemand einfach und nachvollziehbar erklärt, wie es richtig gemacht werden muss, ohne in diesem Fall vorher Grafik und Buchdruck zu studieren. smart

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BeitragVerfasst am: 06.03.2010, 19:56
buchselstabe hat Folgendes geschrieben:
PS: Bisher hat noch niemand unserer Erfahrenen und Experten was zu dieser Lösung gesagt. Ist also immer noch die Frage, ob der Weg gangbar ist, oder versteckte Probleme eingebaut sind.


Ich kann dazu nichts sagen, weil ich Buchumschläge und Grafikbearbeitung mit PhotoShop und CorelDraw mache und für den Notfall noch irgendwo ein QuarkXPress herumfliegen habe. Mit Open Office Draw kenne ich mich nicht die Bohne aus. cheezy grin

Deshalb: Kein Statement von mir!


Grüße
Siegfried

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BeitragVerfasst am: 06.03.2010, 19:59
Also ich bin zwar ein echter gelernter Buchdrucker, aber das war bestimmt nicht gemeint. Very Happy
Ich werde den "Buchblock" als pdf umwandeln und das "Cover" auch als pdf.
Die sogenannten Druckeinstellungen habe ich als 300 dpi eingestellt. Wenn mein Buch dann irgendwann einmal fertig sein sollte, dann werde ich sehen, ob es funktioniert. dozey

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Liebe Grüße

Kai-Uwe Freudenberger

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BeitragVerfasst am: 06.03.2010, 22:54
Hallo Uwe,

eine wirklich tolle Beschreibung thumb up Ich finde auch, dass sie es verdienen würde, oben angepinnt zu werden. Für viele Autoren, die sich die Covererstellung mit einem Bildbearbeitungsprogramm nicht zutrauen, aber auch nicht auf ein BoD-Standardcover zurückgreifen wollen, könnte deine Anleitung eine wirkliche Hilfe sein. Smile

Nur zwei Anmerkungen seien gestattet.

Zum einen gibt es abhängig von der Covergröße eine Warnung, dass die Einstellungen für die Seitenränder außerhalb des Druckbereichs liegen. Diese Warnung darf (bzw. muss) man ignorieren.

Zum anderen darf das Cover nicht als PNG oder JPG gespeichert (also auch nicht zwischengespeichert) werden, da OOo dann die Auflösung auf 96 dpi reduziert. So war es jedenfalls in OOo 2.x und ist es meines Wissens auch noch in OOo 3.x.

Beste Grüße,

Heinz.

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