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» Wie schreibe ich ein Buch mit Open Office?

BeitragVerfasst am: 06.03.2010, 21:56
W.Waldner hat Folgendes geschrieben:
Wie in allen Bereichen sind die Experten immer etwas angesäuert, wenn jemand einfach und nachvollziehbar erklärt, wie es richtig gemacht werden muss,


Deshalb musst du doch nicht gleich angesäuert sein cheezy grin

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 06.03.2010, 23:44
hawepe hat Folgendes geschrieben:
Zum einen gibt es abhängig von der Covergröße eine Warnung, dass die Einstellungen für die Seitenränder außerhalb des Druckbereichs liegen. Diese Warnung darf (bzw. muss) man ignorieren.

Zum anderen darf das Cover nicht als PNG oder JPG gespeichert (also auch nicht zwischengespeichert) werden, da OOo dann die Auflösung auf 96 dpi reduziert. So war es jedenfalls in OOo 2.x und ist es meines Wissens auch noch in OOo 3.x.

Danke, genau das hat bei Uwe noch gefehlt.

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BeitragVerfasst am: 07.03.2010, 00:00
Hallo Leute,
danke und noch ein Hinweis.

Logischerweise, aber nicht von mir explizit erwähnt, speichert man das Cover im Draw-eigenen Format ab. Somit bleiben alle Ebenen und Objekte erhalten und können später geändert, verschoben, verfärbt etc. werden. Da ich das Cover immer nur als PDF exportiert habe, und dann erst im Adobe-Reader gedruckt habe, habe ich diese Meldungen nicht erhalten.
Für den Export in ein PDF, man nimmt hier den Menüpunkt "als PDF exportieren" gelten die DPI und sonstigen Einstellungen, die der Verlag fordert.

Ich habe eben mal nachgeschaut.
Ein Cover, das für ein Taschenbuch 12*19 erstellt wird, paßt auf ein DIN A4 Blatt. Daher hat der Adobe Reader auch nicht gemeckert, als ich es ausgedruckt habe.
Da aber die Größenangabe in der PDF-Datei steht (siehe angehängtes Bild, links unten im Eck, mein Cover muß 26,9cm*20cm sein), dürfte BoD nicht meckern, wenn ich so eine PDF für ein Cover hochlade.

Gruß Uwe

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BeitragVerfasst am: 07.03.2010, 00:30
Hallo Uwe,

buchselstabe hat Folgendes geschrieben:
Logischerweise, aber nicht von mir explizit erwähnt, speichert man das Cover im Draw-eigenen Format ab. Somit bleiben alle Ebenen und Objekte erhalten und können später geändert, verschoben, verfärbt etc. werden.


Genau das ist aber ein Punkt, der viele Autoren vor Bildbearbeitungsprogrammen zurückschrecken lässt. Ebenen hört sich erst einmal gefährlich, weil unbekannt an. Und mit ODG, XCF oder PSD wissen die wenigsten etwas anzufangen, so dass sie dann schnell zu JPG und Co. greifen.

Zitat:
Da ich das Cover immer nur als PDF exportiert habe, und dann erst im Adobe-Reader gedruckt habe, habe ich diese Meldungen nicht erhalten.


Das ist ja das Gemeine, es gibt keine Meldung Sad Und dieses Verhalten von OOo ist nicht einmal ein Bug, sondern sogar noch ein Feature Sad Es wird ganz bewusst herunterskaliert. Erst wenn man eine entsprechende Extension installiert, kann man beim Speichern als JPG oder PNG die Auflösung wählen.

Zitat:
Ein Cover, das für ein Taschenbuch 12*19 erstellt wird, paßt auf ein DIN A4 Blatt. Daher hat der Adobe Reader auch nicht gemeckert, als ich es ausgedruckt habe.


Leider meckert er sonst auch nicht, weil er einfach auf die Papiergröße skaliert. Dieses Skalieren muss man ausdrücklich ausschalten. Bei Adobe meint man, "denn die Benutzer wissen nicht, was sie tun", so dass man für sie das Denken übernehmen muss. Dummerweise geht das für andere Danken häufig schief.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 07.03.2010, 09:36
Hallo Heinz, Hallo Leute,

@Heinz
Sicher hast du Recht mit dem was du schreibst.
Ich bin wohl zu weit drinnen, denn das automatische Verkleinern, sollte
die Papiergröße nicht passen, war bei meinem Adobe-Reader immer ausgeschaltet. Ich kenne das gar nicht anders.

Ok, dann mach ich mal folgendes.
Ich versuche noch den einen oder anderen Satz als Erklärung, dann soll es aber auch genügen.

Mein Tipp: Nie aus Open Office Draw drucken. Immer erst als PDF exportieren (mit den richtigen Einstellungen für das PDF) und immer im Adobe Reader drucken. Denn so haben wir die Arbeitsweise, die bei unserem endgültigen Cover auch haben. Nur müssen wir dann das Cover noch zu BoD hochladen.
Übrigens, ich mach das auch mit dem Buchblock so aus OO Text.
Immer erst das PDF.

Zuerst zum Testausdruck des Covers aus dem Adobe Reader.
Wenn das im Adobe Reader angezeigte Dokument ohne Verkleinerung auf ein DIN A4 Blatt paßt, immerhin kann man davon ausgehen, dass die meisten User DIN A4 im Drucker leigen haben, dann gelten die nachfolgend eingestellten Werte.
Diese Einstellungen erreicht man über das Menü "Datei-Drucken".


Druckbereich: Alles (bedeutet die komplette Dokumentenseite)
Exemplare: 1 (ok, mehr macht bei unseren Experimenten auch keinen Sinn)
Anpassen der Seitengröße: keine (DAS ist ganz wichtig!)
Für den Druck unseres Covers, das sowieso auf DIN A4 paßt, darf die Größe beim Druck nicht verändert werden.

Automatisch Drehen und zentrieren: Das lassen wir angewählt. Damit vermeiden wir, dass wir das Papier im Drucker drehen müssen, falls unser Cover sonst nicht aufs Papier paßt. Und das mit dem Zentrieren ist auch ok, bedeutet es nur, das unser Cover mittig aufs Papier gesetzt wird.
In diesem Falle muß man halt mit der Schere einmal außen herum was abschneiden.

Ausgabe in Datei: natürlich nicht angewählt, wir wollen ja drucken.

Wer jetzt noch Einstellungen im Drucker vornehmen möchte, kann oben rechts bei seinem Druckernamen auf Einstellungen klicken.

Nun können wir auf OK klicken und unseren Probedruck des Covers starten.

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BeitragVerfasst am: 07.03.2010, 10:04
So, nun noch ein paar Worte zu Open Office Draw.

OO Draw ist ein Zeichenprogramm.
Es ist nicht zur Bildbearbeitung geeignet.
Zeichenprogramme betrachten alles, was man auf sein Blatt legt als Objekte mit bestimmten Eigenschaften.
Eigenschaften können z.B. sein Länge, Breite, Hintergrundfarbe oder Durchscheinen, Umrahmung und auch Lage in mm auf dem Arbeitsblatt.
Objekte können sein Text(felder), Bilder, Grafiken, Symbole etc.

Das Arbeiten mit OO Draw können wir uns in etwa so vorstellen.
Ich nehme ein Bildnis:
Das Arbeitsblatt ist ein Tisch. Die verschiedenen Texte schreibe ich auf einzelne Papierschnipsel und verteile sie so, wie ich möchte, auf dem Blatt.
Es können durchaus auch Schnipsel etwas überlappen. Und schon habe ich Ebenen. Zuunterst ist ja der Tisch. Dann kommen übereinander die Schnipsel. Habe ich einen Text auf eine transparente Folie geschrieben gehabt, ist das natürlich ungeschickt, wenn ich einen Papierschnipsel teilweise darübelege. Der Text wird abgedeckt.
Also lege ich das Papier unter die Folie. Nun sieht man beides.
Das ist das Thema Ebenen. Ich habe das Papier eine oder mehrere Ebenen nach hinten (also nach unten) verschoben.
Mit dieser Methode habe ich die Elemente meines Covers erzeugt und angeordnet.
Was braucht man für ein Cover (in etwa)?.
Einen kleinen Textblock in dem der Autorenname steht.
Einen Textblock in dem der Buchtitel für die Vorderseite steht.
Einen Textblock für die Inhaltsangabe. Den Block schiebe ich auf die Rückseite. (Den Bereich, der die Rückseite darstellt)
Einen Textblock für die Kurzinfo zum Autor. Auch Rückseite.
Ein kleines Bildchen mit dem Scan-Code. Das schiebe ich auch auf die Rückseite.
Einen Textblock mit dem Buchrückentext.
Da Texte standardmäßig waagrecht stehen, muß ich zuerst die Eigenschaften ändern und für diesen Textblock eine Drehung um 90 Grad nach links einstellen. Nun läuft der Text von unten nach oben.
Dann schiebe ich den Block in den Breeich des Buchrückens.

Übrigens: Textblöcke erzeugt man mit dem T-Symbol (unten links).
Anwählen und Verschieben eines Objekts zuerst den Pfeil (unten links) anklicken, dann das Objekt selber (es bekommt dann einen Auswahlrahmen).
Bilder (z.B. auch der Scancode) werden über Einfügen aus Datei eingefügt.
Wichtig: Eingefügte Bilder werden nicht kopiert, sondern OO Draw merkt sich den Platz auf eurer Festlatte. Wenn ihr später eines dieser Bilder verschiebt oder löscht, ist es auch nicht mehr in OO Draw drinnen.

Wenn ihr nun alle Blöcke passend geschoben und alle Bilder eingefügt habt, die Überlappungen entsprechend eingestellt habt, dann wird das Ganze im OO Draw-Format gespeichert. Somit bleiben alle Objekte und deren Eigenschaften erhalten (für spätere Änderungen).

Dann kommt der berühmte Export in ein PDF (mit den korrekten PDF-Einstellungen für BoD) und eine Ansicht im Adobe Reader sowie ein Probeausdruck um sein Cover mal um ein ähnlich großes Buch zu legen - nur fürs Gefühl cheezy grin

So, das wars. Mehr schreibe ich nicht dazu, wollte eigentlich nur eine Methode, wie ich zu meinem Cover komme und keine Broschüre für OO Draw schreiben.

Gruß Uwe

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BeitragVerfasst am: 19.03.2010, 17:24
Ich persönlich mache meine Cover ausschließlich mit CorelDraw. Das hat mehrere Gründe. BoD will die Daten in RGB-Farben. Ich mache aber auch Werbeflyer für meine Kurse, Cover für Schulngs-DVDs usw. Und die lasse ich drucken. In der Druckerei wird aber normalerweise mit CMYK-Farben gearbeitet, weil es mit RGB zu Farbverfälschungen kommt. In Coreldraw kann ich den Farbmodus für jedes Objekt jederzeit ändern. Es lassen sich Hilfslinien einblenden und ich kann jedes Objekt auf den Zehntelmilimeter genau positionieren. Ein wichtiger Punkt ist auch die Auflösung. Bei jedem Objekt kann man sehen, ob die Auflösung 300DPI der besser ist. Man kann diese Dokumente übrigens auch gleich als PDF speichern.

Eine nicht kommerzielle Vollversion von Coreldraw kann man übrigens für € 100,-- erwerben. Wie gesagt, darf nicht kommerziell eingesetzt werden Smile.
Dafür darf man sie aber auch zwei oder sogar drei Rechnern installieren.

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BeitragVerfasst am: 19.03.2010, 18:26
Hallo Franz,
das ist alles schön und gut, was du schreibst und mag für dich passen, da du auch direkt mit Druckereien zu tun hast, die CMYK-Daten möchten.

Aber das meiste, was du aufführst kann doch OO Draw auch.
Hilfslinien, Positionierung etc.
PDF-Export, der nun mal für Bod wichtig ist, ist integriert, also
für "nur" Autoren sehe ich jetzt nicht, warum die 100 Euro oder mehr ausgeben sollten.

Zumal ein Autor eigentlich eine nicht kommerzielle Version nicht verwenden darf. Soweit ich das jetzt vestehe.
Wer mit der Verwendung einer SW Geld verdient, und das macht ein Autor, handelt doch kommerziell.

Gruß Uwe

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BeitragVerfasst am: 19.03.2010, 18:54
Hallo Uwe,

versteh das bitte nicht falsch. Ich versuche hier niemanden dazu zu bewegen unbedingt mit irgend einem bestimmten Programm zu arbeiten. Jeder sollte mit dem Werkzeug arbeiten, mit dem er am besten klar kommt. Das war ein Denkanstoß. Mehr nicht. Ich bevorzuge Programme mit hoher Flexibilität. Wie Du schon bemerkt hast, ist das für mich ziemlich wichtig. Visitenkarten, Briefpapier, Buch- und DVD-Cover, CD-Druck usw. Ich bin halt immer nur ein paar Mausklicks von einer anderen Anforderung entfernt. Vor allem mit den Farben ist das ja nicht unproblematisch.

Und ja, Autoren würden das Programm kommerziell nutzen und dürften die Homeversion dann eigentlich nicht benutzen. Da hast Du uneingeschränkt Recht.

Hast Du mit OODraw schon eine PDF-Datei erstellt und diese dann als Buchcover verwendet? Stimmen die Farben?

Gruß Franz

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BeitragVerfasst am: 19.03.2010, 19:01
Hallo Franz,
ich wollte dir auch nichts unterstellen. Sollte das so rübergekommen sein, sorry.
Ich habe OO Draw zwar für Tests verwendet, daher auch dieser Thread, aber ich bin noch nicht soweit.
Daher keinerlei Druckerfahrungen.
Sollte aber jemand Druckerfahrung in Farbe aus einer OO Anwendung haben (z.B. Farbseiten im Buch, geschrieben mit OO Text), die den OO eigenen PDF-Export verwendet hat, dann gelten diese sicherlich auch für OO Draw.
Also MELDEN!!

Die OO-Entwickler wären ja auch doof, wenn sie diese Programmteile nicht auch in den restlichen OO-Programmen verwendnen würden.

Also ich kann keine Erfahrung in Farbe aufweisen - noch nicht.

Gruß Uwe

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BeitragVerfasst am: 05.06.2010, 13:04
Franz Hansmann hat Folgendes geschrieben:

Hast Du mit OODraw schon eine PDF-Datei erstellt und diese dann als Buchcover verwendet? Stimmen die Farben?


Ich habe alle meine Cover bisher auf dem hier beschriebenen Wege erstellt - es gab nie Probleme mit den Farben. Auch ich empfinde die Vorgehensweise über die OpenOffice-Zeichenumgebung als sinnvoll für unerfahrene Personen, die schnell und einfach ihr Buchcover selbst gestalten wollen.

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BeitragVerfasst am: 17.04.2011, 17:24
Klasse Beitrag! Super hilfreich. Da werde ich doch das Cover für mein nächstes Buch selbst gestalten und nicht nur auf die vorgefertigten von BoD zurückgreifen. Vielen Dank.

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BeitragVerfasst am: 07.05.2011, 20:10
Genau das was ich gesucht habe. Ich habe vorher noch nie mit OoDraw gearbeitet und habe die Vorlage sofort umsetzen können, kinderleicht und super beschrieben. Ich habe mir nun eine exemplarische Vorlage abgespeichert, die ich immer wieder verwenden kann, super. Bevor ich den Thread hier fand war die Covererstellung für mich ein Buch mit sieben Siegeln, alles klang immer so komplex und fachlich, als dass sich ein Normalo damit zurechtfinden würde. Nochmal großes Lob an den Threadersteller, danke!!! thumb up

Und wenn mein Buchcoverentwurf nun auch gedruckt so gut aussieht wie auf dem Desktop, dann geht es doch gar nicht einfacher Very Happy

Mich würde interessieren ob im Laufe der Zeit jemand Erfahrungen mit Druck etc. vorweisen kann? Der Thread ist ja nun doch schon etwas in die Jahre gekommen...

Gruß, Nancy

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BeitragVerfasst am: 07.05.2011, 20:34
purple hat Folgendes geschrieben:

Mich würde interessieren ob im Laufe der Zeit jemand Erfahrungen mit Druck etc. vorweisen kann?

Ja, kann ich, ich habe acht Buchcover auf diesem Wege erstellt (auch vor dem Beitrag schon) und allesamt sahen gedruckt genauso gut aus, wie auf dem Bildschirm.

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BeitragVerfasst am: 07.05.2011, 20:51
Oh wow, das ging fix. Das klingt ja super, vor allem, weil es wirklich leicht ist, für mich war es der allererste Versuch an einem Cover und absolutes Neuland, das freut mich dann umso mehr, wenn es dann so gut funktionert Very Happy

Das einzige was mir noch Sorgen macht sind eingebundene Fotos, die müssen doch bestimmt eine gewisse Auflösung haben. Ich habe eins mit 72 dpi und ein A5 Format, das Foto geht über die ganze Fläche... sieht auf dem Bildschirm gut aus aber ließe sich sowas drucken? Ich hab zwar eine Illustratorin an der Hand aber mich würde das mal interessieren.

Gruß, Nancy

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