 | Das Ding, das sich Herz nannte | Verfasst am: 26.10.2010, 22:10 |
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Titel: Das Ding, das sich Herz nannte
Autor: Rabea Becker
Verlag: Culex-Litmedia
ISBN: ISBN 978-3-9811768-5-8
Preis: 13,90 Euro
www.rabea-becker.de
Der Autor über das Buch:
Ich glaube, ich schreibe seit meinem 13. Lebensjahr, also seit mittlerweile 10 Jahren. Meine Texte stellten für mich immer einen Weg dar, um Ereignisse und Gefühlswelten auszudrücken. Jedes meiner Gedichte wird in "Das Ding, das sich Herz nannte" durch künstlerische Photographien ergänzt, die von der wundervollen und sehr talentierten Fotografin Christine Biegler (www.meolou.de) stammen.
"Ich bin auch nichts weiter als eine Marionette meines Herzens. "
Klappentext:
»Das Ding, das sich Herz nannte« von Rabea Becker lässt uns aufhorchen. Dieses scheinbar unpassende Wort ›Ding‹ mit dem urlyrischen Wort ›Herz‹ zusammengebracht deutet an, dass es thematisch in diesem Debüt um erfahrende Entfremdung geht. Wenn Freiheit bedeutet, eine Wahl zu treffen, so kann man dennoch sein Herz nicht wählen. Es ist in der Sprache der Lyrik das Zentrum unseres Lebens – Glück, Liebe, Leid und Einsamkeit. Die Gedichte der jungen Lyrikerin zeichnen poetische Bilder der Entfremdung vom eigenen Herzen. Die sanfte Spannkraft der Worte erinnert an das lyrische Werk von Else Laske Schüler. Die Gedankenspiele finden ihren visualisierten Ausdruck durch die künstlerisch gestalteten Bilder der Fotografin Christine Biegler. Texte und Fotos gehen eine einzigartige, lyrische Symbiose ein - Worte und Bilder, die Betroffenheit wecken und uns für lange Augenblicke unserem zumeist frag- und besinnungslosen Alltagstrott entziehen.
Inhalt:
Leseproben
Inventur
In meinem trüben Spiegelglas
verleben und versterben
tausend Nichtigkeiten.
Im tiefsten Eck
vertrocknet ein Scherbenhaufen,
der sich einst ’Herz’ nannte – nebendran ein Kehrblech.
Vor dem Fenster bodenwärts
bergen Lachen von Erbrochenen
verfälschtes Glück.
Meine gefäustete linke Hand
verharrt schon lang
auf einem splittrigen Holzbrett.
Der feste Griff zu meiner Rechten
verdeckt die vom Tränenstaub
gefeuchtete Türklinke.
Durch den Zugang hindurch,
füllen seichte Klänge meinen Atem
mit Leben.
Ein zerströmender Herzschlag
verleitet mich zum höchsten Besitz,
dessen Sklave ich zugleich auch bin.
Das Lebenselixier meiner Liebe.
Glänzende Glätte
Der Wind steht still.
Ein Sturm bricht los,
weit weg von hier.
Bedarf viele Nächte,
um ihm entgegenzugehn.
Wo ist der Schatten
meines Selbst,
im trostlosen Schein
der trügerischen Stärke
Warn es nicht seine
strahlenden Schluchten,
die mich stets am Leben hielten
Ruhte ich denn nicht genug
auf seinem
lang ersehnten Felsvorsprung
Was nützt es
auf endlosem Eis
das Gehen zu lernen? |
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Rabea Becker |
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| Anmeldedatum | 26.10.2010 | | Beiträge | 2 | |
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 | Besagte Menschen | Verfasst am: 06.11.2010, 16:02 |
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Besagte Menschen ...
…habe stets versucht euch zu erreichen,
doch fand die triefend’ Spuren
im Boden zerfallend.
Konnt auch im Laufschritt
diesem Staubkorn nicht folgen.
Verlorene Menschheit,
diese Welt missfällt mir.
Mit ihren elenden Fratzen
verschleierte sie auch mein Augenlicht.
Verbliebene Gesichter,
konnt die Erinnerung nicht vergessen.
Hab mich führen lassen
und das Glück geschworen.
Hab euch gelebt,
zu oft geliebt.
ich weiß,
dass ich alleine steh. |
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Rabea Becker |
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| Anmeldedatum | 26.10.2010 | | Beiträge | 2 | |
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