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Das Pseudonym oder Sind wir nicht alle ein bisschen schizo?

BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 10:16
Liebe Gemeinde,

für eines meiner Bücher (eventuell eine Reihe) erwäge ich ernsthaft, mich hinter einem anderen Namen zu verstecken.
Der Grund dafür ist ein ganz praktischer:
Das das Buch aus der Ich-Perspektive einer Frau geschrieben ist, erscheint es mir stimmiger, auf dem Titel eine Autorin zu nennen.
Der Name dient also nur zur Abrundung der Geschichte, nicht zum Schutz meiner nicht existierenden Privatsphäre.
Die Kernfrage, auf die ich dabei immer wieder stoße, ist:
Wie weit kann/soll/darf/muss man gehen, um seinem Alter Ego Leben einzuhauchen.

So werde ich zum Beispiel auf eine (erlogene) Autorenvita in der Titelei verzichten und mir auch ersparen, Phantasieportraits zu veröffentlichen. In Pressemitteilungen würde ich ebenfalls das Pseudonym als solches benennen.
Aber kann ich auch soweit gehen, das Pseudonym ganz offen als Fake zu behandeln (Website etc.), oder würden sich dadurch Leser verkohlt fühlen und mit Ablehnung reagieren?

Wie würde es euch gehen? Was denkt ihr allgemein darüber?

Sonnige Grüße
Ulli
 
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BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 10:27
Alles ist machbar. Das Verwirren mit einem Namen kann man sogar als Werbezwecke benutzen.

Ich hab mich immer gewundert, warum bei den James Rollins-Romanen ("Sub Terra", "Das Blut des Teufels", "Mission Arctic", "Dreieck des Drachen", etc) im Impressum Jim Czajkowski steht.

Und in der normalen Vita des selben Buches wird er auch als James Rollins genannt.

Ist zwar tatsächlich irgendwie Verarsch..., aber wenn Ullstein das macht ... cheezy grin

Gruß
Hakket

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Das Pseudonym...

BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 10:29
Grüß dich Ulli,

ich würde in jedem Fall meinen "hausgebackenen" Namen, als Autorennamen benutzen. Ein Pseudonym, so meine ich, beraubt uns unserer Identität. Auch wenn ein Buch in der "Ich-Form" geschrieben ist spricht nichts dagegen, dass alle Welt weiß, der Verfasser bist DU.
In meinem Falle gibt es nur eine winzige Abweichung: Mein Nachname ist "Förster", der Autorenname Foerster. Das gefällt mir besser, mit dem "oe".
Ist nur meine Meinung, mal schaun, was die anderen darüber denken. smart

Sonntagsgruß von Gitte Very Happy

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Re: Das Pseudonym oder Sind wir nicht alle ein bisschen schi

BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 10:32
Hypewriter hat Folgendes geschrieben:

Wie würde es euch gehen? Was denkt ihr allgemein darüber?



ganz klar: Pseudonym Wink
 
  malschaun 
 
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Pseudonym...

BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 10:37
Hi,

"ganz klar-Pseudonym!"

Wie begründest du das? dozey

LG Gitte

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BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 10:38
Hi,

alleine zum Schutz der Privatsphäre und einer gewissen persönlichen Intimität kann ein Pseudonym nicht schaden. Sucht euch ein schönes aus. thumb up
Beim Erstellen von Webpages kann es schwierig werden, da der Real Name ja dort im Impressum auftaucht. Hier hilft eine Fanpage über Dritte, die das Pseudonym bewirbt.

VG
Lofi
 
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Re: Pseudonym...

BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 10:40
Gitte hat Folgendes geschrieben:
Hi,

"ganz klar-Pseudonym!"

Wie begründest du das? dozey

LG Gitte


1. ein Pseudonym kann erheblich "verlockender" klingen als ein üblicher Name
2. geheimnisvoll
3. spannender

4. Hauptgrund:
unabhängig vom Inhalt - Ich stelle meinen echten Namen ungern in den Vordergrund; hat was aufdringliches, arrogantes (MEINE Meinung!!)
 
  malschaun 
 
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BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 10:45
Danke für die schnellen und so zahlreichen Antworten. Smile

Um's nochmal klar zu sagen:

Ich will mich meiner Identität berauben.
Ich habe keine Angst um meine Privatsphäre.
Wink

Ich halte (z.B.) Liebesszenen aus der Ich-Perspektive einer Frau ganz einfach für "glaubwürdiger", wenn sie (scheinbar) von einer Frau ge-/beschrieben wurden.

Und falls das noch nicht klar wurde: Ich bin keine Frau cheezy grin


Edit:
Die Frage ist also nicht: Pseudonym oder kein Pseudonym,
sondern: Soll ich eine weibliche Scheinidentität aufbauen, um niemanden zu vergrätzen oder wird der Leser es mir verzeihen, wenn er schnell merkt, dass ich eine Transe bin?


Zuletzt bearbeitet von Hypewriter am 14.06.2009, 10:57, insgesamt 3-mal bearbeitet
 
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BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 10:53
Hypewriter hat Folgendes geschrieben:

Und falls das noch nicht klar wurde: Ich bin keine Frau cheezy grin


achso shocked eyes

Du wechselst also auch das Geschlecht dann beim Pseudonym.
Das finde ich nicht ok; ein Skandal shocked eyes

( cheezy grin )
 
  malschaun 
 
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BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 11:00
malschaun hat Folgendes geschrieben:

ein Skandal shocked eyes



Genau das hatte ich befürchtet! cheezy grin Wink
 
  Hypewriter 
 
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Pseudonym

BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 11:05
Hi Ulli,

pardon, hatte da wohl etwas was falsch verstanden. Wenn dein Buch gestaltet ist, wie von dir beschrieben, bietet sich ein Pseudonym an und ist auch passender.

Protest gegen die Aussage: Der "hausgemachte" Autorenname wäre aufdringlich und überheblich!

So sehe ich das nicht. Es gibt sehr gute und bekannte Schriftsteller, die kein Pseudonym benutzen. Wozu auch?

Gruß Gitte

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BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 11:12
Also ehrlich gesagt habe ich mir noch nie über Pseudonyme Gedanken gemacht- bin wohl von der friss und schluck Fraktion cheezy grin Soll heißen, was ich sehe glaube ich auch- wenn mir einer erzählt er heißt Joggybear würde mir nicht einfallen er könnte lügen- naja ein wenig blöde. Aber zu meinen Büchern- ich bin nie darauf gekommen ein Pseudonym zu benutzten und somit meine Mühen zu kaschieren. Ich denke doch 98,5 % aller Leute hier schreiben auch um etwas zu erschaffen- und zwar nicht nur zu erschaffen und alleine darum zu wissen, sondern dieses Wissen mit der Welt zu teilen. Klar es würde besser zu deinem Buch passen wenn du dich als "Mädel ausgibst"- aber wiegt das deine Mühe auf, dann kaum dafür benannt zu werden- wenn du damit kein Problem hast, mach was du willst- nur zu thumb up
Nun habe ich mich bis dato nicht gefragt ob man mir, falls ich meinen Roman veröffentliche, in dem in Ich form eine Obdachlose von ihren Erlebnissen berichtet- ob ich nun diese Obdachlose wäre. shocked eyes Andererseits, falls ich jemals meinen Roman veröffentlich der sich um Nazis dreht, habe ich mir schon überlegt ob mich irgendwelche kleingeistigen Hobbypsychologen dann selber als Nazi betiteln würden- nur weil ich fiktiv darüber schreibe- es kann ein sehr zweischneidiges Schwert sein.
Es stimmt, viele Leute können Fiktion und die mal stärkeren, mal schwächeren eigenen Einflüsse und erlebnisse die in eine Figur fliesen nicht auseinanderhalten und das kann unter Umständen Probleme machen. Aber ich denke wir müssen mit dem Unverständnis unserer Leser IMMER rechnen- irgendeiner kriegt es immer in den falschen Hals. cheezy grin - kein Grund die Lorbeeren (von denen es auch immer ein, zwei gibt) an ein Pseudonym abzugeben. Es dürfte sich mit dem Ärger bis auf blöde Kommentare doch auch in Grenzen halten (außer man macht so etwas lebensmüdes wie etwas "böses" über Mohammed zu schreiben dozey )- na toll dann dürfen sich zukünftige Autoren auch noch mit irren Islamisten herumärgern cheezy grin
 
  Kris. K. 
 
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BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 11:22
Für mich war die Entscheidung für ein Pseudonym klar.
Schließlich bin ich ein paar "Denkmälern" in meinem Land ein bißchen auf die Zehen gestiegen und das kommt vielleicht nicht so besonders gut an... cheezy grin
LG
Nitram

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Video: http://www.youtube.com/user/RobertBrettschneider
 
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BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 11:28
Wenn du Lust hast, dann acker das doch mal durch:
http://www.autorenpool.info/pseudonyme-t1788,highlight,pseudonyme.html

cheezy grin

Gruß
Hakket

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Pseudonym...

BeitragVerfasst am: 14.06.2009, 11:39
Kris, thumb up
Richtig! Warum sollte ich nicht namentlich zu dem stehen, was ich erschaffen habe?

LG Gitte

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