Forum für Books-on-Demand-Autoren -> Jungautoren (bis 18 Jahre) » Geschichten » Der Dunst des Todes
Hier klicken, um Mitglied zu werden  Hier klicken, um Mitglied zu werden » Zerbrochen
» Die Erkenntnis

Der Dunst des Todes

BeitragVerfasst am: 22.04.2011, 21:39
Marie-Luise war in der Falle. Sie konnte sich nicht mehr befreien.
Dunkle Schatten wanden sich an den Wänden und lieferten eine grauenvolle Darbietung eines Mordes. Die Schatten an den Wänden wurden grösser, türmten sich vor ihr auf und wollten sie zur Erniedrigung zwingen.
Ein Schrei war zu hören, doch er schwand und verstummte leise. Das Echo hallte an den Wänden wider, prallte wie tausend Kanonenkugeln gegen die Wände und verklang langsam. Marie- Luise hielt sich die Augen zu, wollte es nicht sehen. Tränen perlten ihr über die Wangen, tropften glänzend feucht auf den Boden und hinterliessen ein See aus Hass und Trauer.
Schmutz verklebte ihr Haar, das ihr strähnig ins Gesicht fiel. Sie presste ihr Mund zu einem schmalen Strich, Blut sickerte aus der Wunde über ihren Lippen und tropfte auf den Boden.
Sie konnte sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, das sie starb. Wie ihre Seele die Erde verliess und ihr lebloser Körper auf dem Boden liegen würde. Würde sie schmerzen haben? Würde sie wissen, das sie starb?
Das Mädchen schloss ihre die Augen, wollte nichts mehr sehen, nichts mehr fühlen. Die Reue, das ihre Mutter, sie gewarnt hatte, liess sie erzittern. Nein. Ihre Mutter wollte das nicht, Marie-Luise
"Wo ist die Kleine?", fragte eine kehlige Stimme.
Stimmen erfüllte den Raum. Marie- Luise krümmte sich in der Ecke, die Kälte der Betonwand sie hindurch und liess sie zu einem Frösteln zwingen.
Taschenlampen suchten das Mädchen, fanden sie zusammenkauernd in einer Ecke,ihre Arme waren schlotternd um ihre Beine geschlungen. Man konnte ihre Angst förmlich riechen.
"Da ist sie!", sagte eine der Stimmen und zeigte mit dem schwachen Lichtstrahl der Taschenlampe zu ihr hin.
"Nehmt sie mit!" Zwei starke Hände packten sie an den Armen. Sie wollte sich wehren, doch die Hände waren stärker. Ihre Schreie ertönten heiser und kehlig aus ihrem Hals und ein schütteres Lachen unterbrach ihre Hilfeschreie. Marie-Luise rang nach Atem, sie merkte, wie ihre Arme schwerer und schwerer wurden. Ihre schwachen Faustschläge wollten auf die Person prügeln, doch die Person die sie auf den Schultern trug, wand sich kein bisschen unter den Schlägen. Marie-Luise war machtlos. Sie liess sich davon tragen und liess ihren Mut zurück.
"Leg sie auf den Tisch da!", befahl die Stimme wieder. Die Person gehorchte und hievte Marie- Luise auf den Tisch.
Ihre Sicht war undeutlich, vor ihr standen drei Männer, dessen Gesichtern mit Narben geprägt war. Fahles Licht sollte den Raum mit genügend Licht versorgen. Die Schatten der Personen an den Wänden
Marie- Luise verharrte, bewegte sich nicht von der Stelle, ihre Augen verfolgten jede Bewegung der drei Männer. " Sei ja vorsichtig und komme um Punkt neun Uhr nach Hause." Die Worte ihrer Mutter hatte sie vor Augen, ihre Mutter mit dem traurigen Blick und den Sorgenfalten auf der Stirn. " Mach dir keine Sorgen!", versicherte Marie Luise ihrer Mutter und strich ihr über die Wange.
Sie sollte sich keine Sorgen machen. Sie sollte sich keine Sorgen machen! " Gib ihr die Spritze!", sagte die Stimme wieder. Es war der Mann, mit dem Bart, mit den schwarzen Augen. Seine Augen verrieten ihr Abschaum, Schmerz. Einer der zwei anderen Männer bewegte sich auf Marie zu, in seiner linken Hand, die Spritze. Eine lange spitze Nadel, die wie Glas in der Sonne glänzte, kam langsam auf sie zu. Was passiert hier nur, dachte Marie-Luise verzweifelt. Was konnte sie machen? Davon rennen? Ein leichtes Ziehen im Oberarm, liess sie schläfrig wirken. Ein Glucksen entrann aus ihrem Munde, bevor sie eingeschlafen war. Ein kleiner Speichelfaden hing ihr im Mundwinkel, tropfte auf den kalten Tisch. Ihr Herzschlag wurde langsamer, es schien, als würde sie in einen tausendjährigen Schlaf fallen.
"Macht sie zur Operation bereit!"
Die Männer nickten dem bärtigen Mann zu und streiften sich Gummihandschuhe über ihre wulstigen Hände. Sie entkleideten sich ihre Designeranzüge und zogen sich die Operationskittel über.


Zuletzt bearbeitet von zimtstern224 am 21.07.2011, 20:20, insgesamt 5-mal bearbeitet

_________________
"Je tiefer der Glaube ist, um so mehr schärft er die Vernunft. Wenn der Glaube blind wird, stirbt er.", Mahatma Gandhi
 
  zimtstern224 
 
Anmeldedatum 21.04.2011
Beiträge 43
Wohnort Schweiz, auch dort, wo es ein Blatt Papier und Stifte gibt
 
 
   
   

Re: Der Dunst des Todes

BeitragVerfasst am: 22.04.2011, 23:35
zimtstern224 hat Folgendes geschrieben:

Das ist ein kleine Auszug meiner neuen Geschichte! Ich hoffe, sie gefällt euch! Bitte Kritik!!


Sorry, aber nochmal falle ich nicht darauf herein. So leid es mir für dich tut.

_________________
Grüße
Siegfried

***
Kostenlos: foro - Infos für Book-on-Demand-Autoren
www.digibuchservice.de im Download-Bereich
***
»Wer sich vor dem Ertrinken fürchtet, tut besser, schwimmen zu lernen, als dem Wasser auszuweichen.« (Karl Waggerl)
 
  Siegfried 
 
Anmeldedatum 09.07.2008
Beiträge 3838
Wohnort Hannover
 
 
   
   
Der Dunst des Todes
  Forum für Books-on-Demand-Autoren » Geschichten -> Jungautoren (bis 18 Jahre)
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde  
Seite 1 von 1  

  
  


Powered by phpBB, advisormap.de, SEO by SEO-united.de
Literaturtipps Literaturseiten Banner & Buttons Impressum & Rechtliches