 | Die Bergriesensage | Verfasst am: 04.01.2010, 15:46 |
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Stell hier mal den Teil einer meiner Geschichten rein.
Die Bergriesen
Es war einmal vor langer Zeit, da waren noch alle Berge dieser Welt von Menschen unbezwungen. Keine Skipisten und Sessellifte verschandelten die Natur. Niemand kannte die Wesen, die sich in diesen unerreichbaren Höhen befanden. Doch Sagen über Geschöpfe, deren Köpfe so groß wie Felsbrocken waren, verbreiteten sich durchs Land. Ein Schäfer wollte ein solches Monster gesehen haben und seine Redseligkeit trug die Kunde bis zum König. Sofort brachen Bergtrupps, die sich diesem Gebirge gewachsen sahen, auf, um ihrem Herrscher Gewissheit zu verschaffen. Doch sie hatten kaum ein Drittel des Felsens erreicht, da stürzte auch schon einer der Männer in die Tiefen des Todes. Mit Angst erfüllt, machte der Rest kehrt.
Weitere Gruppen versuchten, es besser zu machen. Einige kamen tatsächlich bis in Wolkenhöhe, fielen jedoch der dünnen Luft zum Opfer. Nach diesem Unglück fand sich kein tapferer Held mehr, der sich in die Berge wagte. So wurde die Geschichte des Hirten nicht bewiesen und er wurde bis ans Ende seiner Tage für nicht ganz bei Sinnen gehalten.
Ein Jahrhundert später erzählte man sich noch immer die Sage des Schäfers. Inzwischen berichteten auch noch mehr Leute von Kreaturen, die auf dem Berg umherstreichen sollten. Es waren vor allem Bergleute, die ein lautes Stampfen über sich gehört hatten.
Der König, der in dieser Zeit regierte, hieß Edas II und er konnte es einfach nicht mehr ertragen, dass sich wegen dieses Märchens Furcht vor riesigen, alles zerstörenden Monstern unter seinem Volk ausbreitete. Niemand hatte sich bisher mehr in die unerreichbaren Höhen des Rados getraut. Es musste einer seiner Verwandten sein, dem er vertrauen konnte. Denn wenn er einen seiner Männer damit beauftragte, würde dieser entweder umkommen, oder so verwirrt zurückkehren, dass man ihm keinen Glauben mehr schenken konnte. Er selbst war zu alt, um den Berg Rados zu erklimmen. Sein Sohn Xero war jedoch in seinem besten Mannesalter und ein guter Kämpfer. Er konnte es schaffen, diesem Spuk endlich ein Ende zu machen. Er war mutig, kräftig und er hatte ihn gut erzogen. Er würde ihm bei seiner Rückkunft die Wahrheit sagen. Edas selbst glaubte nicht an dieses Märchen und deswegen wollte er nur beweisen, dass es dort oben keine solche Wesen gab. Xero war gerade bei seiner täglichen Schwertkampfübung mit seinem Lehrmeister Slador, einer der besten Männer des Königs, als er zu seinem Vater gerufen wurde.
<Xero, mein liebster Sohn. Wie du ja sicherlich schon vernommen hast, möchte ich endlich dieser Geschichte von den Bergmonstern ein Ende setzen. Doch dazu benötigte ich den stärksten meiner Krieger und selbst Slador könnte ich bei seiner Rückkehr vielleicht nicht glauben. Deswegen sollst du die Gruppe anführen, die auf den Rados zieht, um sich dort einmal umzuschauen. Der Aufstieg wird sehr gefährlich, dessen musst du dir bewusst sein. Aber wenn du mit der erlösenden Kunde zurückkehrst, wird man dich noch mehr lieben, als man es jetzt schon tut. Wohlauf, mein Sohn, tu was getan werden muss. Ich werde dir meine besten Kämpfer mitschicken.>
<Jawohl, mein Vater.>
Xero brach gleich am nächsten Morgen mit Slador und seinen Gefolgsleuten auf. Es war zwar kein großes Heer, das sich da von der Burg Richtung Rados aufmachte, doch die größte Räuberschar konnte der unbändigen Kraft dieser Männer nicht das Wasser reichen.
Der Sitz des Königs lag inmitten des Geshuan-Sees, auf einer Insel. Deswegen mussten die tapferen Helden erst eine lange Brücke überqueren, bevor sie in die Nähe des Waldes kamen, der sich rings um den Rados befand. Es war ein wahrhaft düsterer Fleck im Reich. Tausende, stachlige Nadelbäume säumten den kleinen Trampelpfad, den sie entlangritten. Xero sah, kurz nachdem sie hineingeritten waren, keinen seiner Hintermänner mehr. Sie ließen ein Lied anklingen, um sich gegenseitig noch wahrzunehmen:
<Wir sind des Königs treuste Truppe,
kämpfen tapfer und sind stets bereit,
finden den Feind auf jeder kleinen Kuppe,
und schlagen ihn, das ist unser Eid.
Wir sind des Königs...>
Der Gesang hallte durch den ganzen Wald. Schließlich erreichten sie den Aufstieg zu dem Gebirge. Schlagartig erhellte sich das Gebiet, als sie die letzten Tannen hinter sich ließen. Es war, als durchbrächen sie eine natürliche Grenze. Die Bäume waren rarer angesät und es wehte schon dort ein kalter Nordwind. Xero hatte den Berg noch nie aus dieser Nähe gesehen.
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traumzeit |
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 | Stell hier mal den Teil einer meiner Geschichten rein. | Verfasst am: 04.01.2010, 17:54 |
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Die Bergriesen
| Zitat: |
Es war einmal vor langer Zeit, da waren noch alle Berge dieser Welt von Menschen unbezwungen. Keine Skipisten und Sessellifte verschandelten die Natur. Niemand kannte die Wesen, die sich in diesen unerreichbaren Höhen befanden. Doch Sagen über Geschöpfe, deren Köpfe so groß wie Felsbrocken waren, verbreiteten sich durchs Land. |
Hi, eine Geschichte, aus der sich wirklich mehr machen ließe. Den zweiten Satz (Skipisten usw.) würde ich streichen. Wenn man eine Sage erzählen will, schreibt man im Präteritum.
Das gilt auch für die Textpassage: Köpfe waren so groß wie Felsbrocken.
Da man selbst nicht dabei war, es also nicht wissen kann, gilt auch hier die Möglichkeitsform.
Im Übrigen ist der Erzählstil - so mein Empfinden - zu schnell.
Schreibe, dass du mit deinem besten Schulkameraden, Heinrich, durch die Wälder streiftest, dann zum Bergmassiv gingest. Deine beste Freundin, Rosamunde, konntest du bei diesen Unternehmungen nicht gebrauchen.
Je jöher wir kamen, desto dünner wurde die Luft. Meine Nase lief andauernd. Ich wischte mir mit dem Jackenärmel darüber (usw.) .
Hoffentlich, war das nicht zu viel der Kritik
Gruß guenther |
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guenther klein |
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