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E-Journal?

BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 12:10
Amazon hat ja nun angekündigt, ab 2011 mit dem Kindle-Store auf den deutschen Markt zu gehen. Ich gehe eigentlich davon aus, dass dann auch die digital text platform nachzieht, d.h., dass es möglich ist, recht frei dort auch für den deutschen Markt zu publizieren (was andere e-Book-Anbieter nicht so anbieten).
Mir dämmert im Hinterkopf die Idee einer kleinen, alternativen Literaturzeitschrift für e-Reader, mit Beiträgen (Kurz-Geschichten, Lyrik, Essays, Reportagen, Leseproben usw. usf.).
Anbieten sollte man sowas so billig, wie es irgendwie geht (bei amazon USA geht es irgendwie nicht billiger als 1 Dollar), aber dafür könnte man andererseits viel Buchwerbung für die beteiligten AutorInnen unterbringen. Das ganze müsste abo-fähig sein, da muss man sich angucken, ob das technisch auch für so KLein-Publizisten geht. Als Erscheinungsweise könnte anfangs vielleicht einmal im Quartal genügen.
Hat jemand vielleicht Lust, das weiter, zu Ende zu spinnen?

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Re: E-Journal?

BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 12:37
FraRa hat Folgendes geschrieben:

Hat jemand vielleicht Lust, das weiter, zu Ende zu spinnen?


cheezy grin cheezy grin cheezy grin

In welche Kategorie gehört das?

a) Idee austüfteln, hochjubeln, totdiskutieren - und dann einschlafen lassen

oder

b) Idee vorstellen, Mitarbeit ankündigen - so lange die eigentliche Arbeit ein anderer macht

Hier im Forum wurden bereist so viele Vorschläge gemacht und landeten bis auf eine verschwindend geringe Zahl im Nirwana. Zum Teil wohl, weil Ideen anreißen einfacher ist, als Ideen umzusetzen, zum Teil, weil entgegen aller Behauptungen von Teilnehmern im Forum das Interesse an der Idee, wenn sie denn tatsächlich umgesetzt wird, dann doch nicht so groß ist, wie ursprünglich geheu... äh ... angekündigt. Twisted Evil

Sorry, aber die Erfahrungen bezüglich "toller Geschäfts- und Vertriebsideen" hier im Forum sprechen eine eigene Sprache.

Grüße
Siegfried

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BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 12:50
Will mal so sagen: ich denke, dass ich etwas in der Richtung auf jeden Fall tun werde. Die Frage ist eigentlich nur mit wem.
In nächster Zukunft werden sich die technischen Möglichkeiten, so etwas zu publizieren, weiter vereinfachen. Das wird natürlich auch eine ziemliche Schwemme an Publikationen zur Folge haben. Aber es kann auch Spaß machen, das eigene Schreiben stimulieren, wenn z.B. Themen gesetzt werden.
Wer das Ganze aufgrund von Erfahrungen von vornherein zum Scheitern verurteilt, möge sich hiermit von mir zutiefst verstanden fühlen.
Ich mag aber nicht immer nur aus Scheitern Scheitern ableiten.
*
Zusatz: sehe das Ganze gar nicht als Geschäftsidee, schon gar nicht als tolle, sondern als kleine literarische Lebensform.

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BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 14:18
Hallo FraRa,

schon einmal dran gedacht, von einer schlichten Page ausgehend in regelmäßigen Abständen ein Literaturmagazin herauszugeben?

Bei halbwegs genügend Lesern - für diese kostenlos - würdest Du auch genug Werbekunden finden, die ihre Bücher usw. bei Dir vorstellen würden.

Auch an Autoren würde es Dir kaum mangeln, da kenne ich mehr als einen, der "Textabwurfstellen" benötigt.

Dazu noch Interviews, Rezensionen, vielleicht das eine oder andere Making-of ...

Schau Dich doch mal um, was da gerade so abgeht.

Liebe Grüße
Marlene

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Re: E-Journal?

BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 19:00
Hallo Frank,

FraRa hat Folgendes geschrieben:
Mir dämmert im Hinterkopf die Idee einer kleinen, alternativen Literaturzeitschrift für e-Reader, mit Beiträgen (Kurz-Geschichten, Lyrik, Essays, Reportagen, Leseproben usw. usf.).


Trotz des Begriffes "klein" also ein recht ambitioniertes Projekt. Die technische Umsetzung ist da das kleinste Problem, solange die Messlatte so niedrig liegt wie derzeit noch. Die eigentliche Herausforderung stellt die inhaltliche Ausgestaltung dar.

Zitat:
Anbieten sollte man sowas so billig, wie es irgendwie geht (bei amazon USA geht es irgendwie nicht billiger als 1 Dollar), aber dafür könnte man andererseits viel Buchwerbung für die beteiligten AutorInnen unterbringen.


Ich denke, man sollte so realistisch und ehrlich sein, erst einmal von einem Zuschussgeschäft zu sprechen. Schon allein der Medienwechsel dürfte die Werbung verpuffen lassen, denn die Zahl der BoD-Autoren mit einem Ebook-Angebot ist gering.

Zitat:
Als Erscheinungsweise könnte anfangs vielleicht einmal im Quartal genügen.


Sehr anspruchsvoll. Wenn ich sehe, wie ich zu kämpfen habe, um monatlich wenigstens einen Blogbeitrag online zu stellen, dürfte das nur mit mehr als ein oder zwei Mitstreitern zu realisieren sein.

Beste Grüße

Heinz

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BeitragVerfasst am: 10.11.2010, 10:49
Guten Morgen,

ich weiß ja nicht, wie viel Zeit da reingesteckt werden kann. Kurzgeschichten (fertig lektoriert) oder Leseproben von Büchern, Interviews mit Autoren oder eventuell Verlegern werden heute ohnehin per Email gemacht.

Wie es bei einem E-Book ausschaut, kann ich nicht sagen. Aber ich kenne mehrere die mit Webseiten aus dem Baukasten arbeiten und dabei vorzeigbare Ergebnisse produzieren. Deshalb auch mein Vorschlag mit dem online-magazin.

Werbung gar kein Problem, da wird einfach auf die Page des Autors oder Verlegers verlinkt.

Liebe Grüße
Marlene

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BeitragVerfasst am: 10.11.2010, 12:02
Hallo Marlene,

MarleneGeselle hat Folgendes geschrieben:
ich weiß ja nicht, wie viel Zeit da reingesteckt werden kann. Kurzgeschichten (fertig lektoriert) oder Leseproben von Büchern, Interviews mit Autoren oder eventuell Verlegern werden heute ohnehin per Email gemacht.


Das hängt von den Ansprüchen ab. Wenn ein paar Labersätze wie auf wasmitbuechern reicht, geht es schnell. Und ein paar Schnipsel aus veröffentlichten Texten nachzudrucken, erfordert natürlich auch wenig Aufwand.

Aber warum sollte man als Leser dafür Geld bezahlen? Das bekommt man doch kostenlos genauso im Internet.

Zitat:
Deshalb auch mein Vorschlag mit dem online-magazin.


Klar kann man eine weitere Website zu Literaturthemen aufbauen, aber was sollte das bringen außer Arbeit?

Zitat:
Werbung gar kein Problem, da wird einfach auf die Page des Autors oder Verlegers verlinkt.


Ob das dem Leser etwas nutzt, hängt allerdings davon ab, mit welchem Lesegerät er das Journal liest. Internetbrowser sind auf Lesegeräten keineswegs selbstverständlich.

Beste Grüße

Heinz

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BeitragVerfasst am: 10.11.2010, 14:26
Hallo Heinz,

ich meine selbstverständlich ein online-magazin an Stelle eines E-Book-Magazins. Very Happy

Für den Leser hätte das den Vorteil, dass er keinen Reader braucht. Das Thema taucht hier ja regelmäßig auf.

Ein online-magazin könnte für den Leser kostenfrei sein, wer darin Werbung machen möchte, der muss bezahlen.

Arbeitsteilig ist bei einem solchen Magazin eine Menge zu machen, ohne dass der Einzelne übermäßig mit Arbeit eingedeckt wird.

Auf Genre spezialisierte Magazine (Fantasy, SciFi, Krimis usw.) finden da schnell ihre Fans.

Liebe Grüße
Marlene

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BeitragVerfasst am: 10.11.2010, 14:51
Hallo Marlene,

MarleneGeselle hat Folgendes geschrieben:
ich meine selbstverständlich ein online-magazin an Stelle eines E-Book-Magazins. Very Happy


Nun geht es in diesem Thread allerdings um ein mögliches E-Journal und wie man ein solches Projekt realisieren könnte. Das man auch ein völlig anderes Projekt machen könnte, ist klar, aber sollte vielleicht besser in einem extra Thread diskutiert werden.

Zitat:
Auf Genre spezialisierte Magazine (Fantasy, SciFi, Krimis usw.) finden da schnell ihre Fans.


Unter einer "alternativen Literaturzeitschrift" verstehe ich allerdings etwas anderes als ein weiteres Fan-Magazin.

Beste Grüße

Heinz

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BeitragVerfasst am: 10.11.2010, 15:30
Vielleicht meine ich nicht exakt "Zeitschrift", sondern eigentlich nur ein Periodikum, einfach eine regelmäßige ordentliche Packung Lesestoff unter einem dann hoffentlich eingeführten Titel : vor allem Kurzgeschichten, Gedichte. Aber es könnten auch feste Kolumnen sein. Zu den Erzählungen, Gedichten usw. kann immer eine Kurz-Vita mit Linkverweis zu Büchern und Homepages drunterstehen. Ich könnte mir vorstellen, jeweils Rubriken "auszuschreiben" wie "Krimi", "Alltag" , "Reise" oder "Fantasy", aber auch "Experiment" oder "über Literatur". Voran natürlich das spezielle Thema der Ausgabe, das kann alles Mögliche und Unmögliche sein: Kindheit, Sammeln, Nacht, Augen, Neid.... aber immer literarische Texte.
Natürlich ist ein gewisser redaktioneller Aufwand da, aber den würde ich schon leisten. Schließlich geht es nicht um eine Printausgabe, sondern darum, digital eingesandte Texte formatiert zu einer Abfolge mit Rubriktiteln zusammenzustellen zu einem Lese-Produkt.
Das Schwierigste wird auch nicht die Menge sein, sondern die Qualität.
Da mir ja vom Ansatz her gefällt, wie unkompliziert man bei amazon(USA/UK) e-Books publizieren kann, will ich gern noch so lange warten, bis amazon diese Möglichkeiten (digital text platform) auch für den deutschen Store bereitstellt, wenn dieser, wie zu lesen, 2011 öffnet. Sowieso würde es für das e-Journal eine eigene Homepage geben, auf der natürlich auch Links zum epub-pdf usw. Download stünden, die zu beam-ebooks oder Lulu führen könnten.
DAS WICHTIGSTE aber wäre die Möglichkeit eines Abonnements.
Da muss ich mich erst einmal schlau machen, ob das über die digital text platform von amazon zB. geht, auch bei beam (wo ich gerade ein wunderbares e-Book anbiete, das auf keinem Gabentisch fehlen darf usw.) könnte ich mal anfragen.
Sollte es zu Erlösen kommen, würden diese abzüglich der minimalen Homepagekosten (3,40 Euro pro Jahr) schlicht an alle verteilt, das rechnet eine simple Excel-Tabelle. Die Autoren würden transparent über alle Gesamt-Einnahmen und ihren Anteil informiert. Allerdings wird garantiert niemand reich damit. Ich fände wirklich nur den Ansatz überlegenswert, ob ein Leser vielleicht doch lieber 20 unbekannte Autoren im sehr preiswerten Bündel ausprobiert als einen unbekannten Autor zum gleichen Preis.
Außerdem entsteht auch eine Autorenzusammenarbeit, wenn mehrere zB. zum gleichen Thema Kurzgeschichten schreiben.
Ich denke, ich werde bis Anfang des Folgejahres mich konzeptionell und technisch noch vertiefen. Das Entscheidende, wie gesagt, ist die Möglichkeit des Abos und dass man letztlich auch alle Ereader-Modelle erreichen kann.
Wenn ich konzeptionell weiter bin, zB. auch Titel-Ideen habe, melde ich mich wieder. Vorschläge und Hilfsangebote können mir auch gern direkt gemailt werden.

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BeitragVerfasst am: 11.11.2010, 12:20
Guten Morgen Heinz,

also ein Fan-Magazin ist schon etwas anderes als ein Genre-Magazin. Very Happy Da werden feine Unterschiede gemacht. Fan-Fiction kommt da wegen der Schwierigkeiten mit dem Urheberrecht praktisch gar nicht mehr vor. Viele suchen gerade nach Titeln, die eben nicht von den Großen kommen, sondern das Kleine und Feine. Regionales (wenn hier speziell wohl eher nicht) spielt auch eine große Rolle.

Liebe Grüße
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BeitragVerfasst am: 13.11.2010, 00:50
Immerhin rausgekriegt, dass amazon in den USA in einer Beta-Version ermöglicht, Periodika zu publizieren. Das werde ich mir schon mal genau anschauen. Jedoch ist es noch nicht möglich, das hierzulande anzubieten, gleichwohl ist es geplant.
Näheres unter

https://kindlepublishing.amazon.com/gp/vendor/kindlepubs/common/get-content?id=200492750#Q2

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