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eBookpreise! Was bleibt vom Ladenpreis

BeitragVerfasst am: 21.01.2012, 15:52
Weil hier einige Anhänger für praktisch Kostenlospreise sind, hier mal etwas 1 mal 1 was vom Preis für ein eBook abgeht.

a) eBooks werden noch nicht als Bücher anerkannt, damit ist die Umsatzsteuer nicht 7 Prozent sondern 19 Prozent Märchensteuer (Amazon die die eBooks nicht ganz legal via Luxembourg verkaufen mal ausgenommen)

b) Der Großverteiler (beim Format epub als Beispiel libreka) 35 Prozent und Amazon nimmt für sich 30 Prozent!

c) Downloadgebühren, diese richten sich nach dem Volumen der Datei zwischen ein paar Cent bis zu 80 Cent. Dies ist nur eine Frage des Volumens. Was dann übrig bleibt, bekommt der Verlag überwiesen oder der Autor!

Also nochmals: Preis
./. Umsatzsteuer
./. Downloadvolumen
./. Gebühr an den Verteiler

Total was übrig bleibt geht weiter! Nun könnt ihr euch selber denken was man da von einem eBook für 2.49 oder gar 0.99 bekommen würde! Wer seine Texte kostenlos verteilen will, soll dies tun, aber dann kann er gleich zu Tauschbörsen gehen, bei denen es kostenlose eBooks gibt.
Im Regelfall hat ein Autor kosten, die muss er erst einspielen.

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BeitragVerfasst am: 21.01.2012, 18:23
Im Juli werde ich wahrscheinlich "Orácoli" als E-Book weiterverwerten. Dann läuft der Vertrag mit BoD aus. Über den Preis muss ich erst noch nachdenken. Ein Buch direkt für den E-Book Markt zu schreiben? Mal sehen wie das so läuft, mit Orácoli.
Wink

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BeitragVerfasst am: 21.01.2012, 18:24
Klingt einleuchtend.
Für mich persönlich läge der Sinn eines ebooks darin, dass aufgrund geringerer Herstellungskosten mehr für den Autor bleibt, der am längsten von allen für das Buch gearbeitet hat. Dass Leser möglichst gratis an ein Buch kommen, war nicht meine Intention.

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BeitragVerfasst am: 21.01.2012, 18:28
Isautor deine nicht und meine nicht. Es gibt hier aber einige Sozialromantiker und einige die Ihre Schreibe für so gut bewerten, dass sie sie lieber verschenken als verkaufen wollen. Rolling Eyes

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BeitragVerfasst am: 21.01.2012, 18:47
Ich sag mal so: Mit Büchern scheint es ähnlich zu sein wie mit Filmen. Wer zum Film will, tut fast alles dafür und wer veröffentlichen will, tut auch einiges und zahlt auch gern noch drauf. Davon leben ja diverse DKZV.
Inzwischen sind viele Filmproduktionen geradezu pikiert, wenn man Geld verlangt oder nicht bereit ist, für 1000 Euro Brutto einen Monat mit 18-Stunden-Tagen zu arbeiten (ich zitiere:"Was? Du willst Geld?Sei doch froh, dass du dabei bist!")
Da alle das mitmachen und tausende kostenlose Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, fallen die Gehälter und man kann keine Ansprüche mehr anmelden. Ich bin deshalb aus Berlin weggezogen, weil es dort eine Armada von Kostenlosarbeitern gab.
Rechne ich den Stundenlohn eines Autors um, sieht das in den meisten Fällen noch mieser aus. Und ich finde, dass jeder, der sein in monatelanger Arbeit erstelltes Buch, seine Idee, seine Lebenszeit für Centbeträge anbietet, der frevelt und zieht die anderen mit runter. Irgendwann ist ein komponiertes Lied, ein Film, ein Buch nichts mehr wert. Alles kann man kostenlos tauschen und downloaden.

Und dazu trägt jeder selbst auch ein Stück bei.

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Isautor

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