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Eigentlich verdiene ich nichts

BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 10:44
Hallo,

habe hier im Juni mein erstes Kochbuch veröffentlicht. Es hat 88 Seiten, 106 Rezepte und kostet 15,90€
Ich hätte natürlich noch 100 Rezepte in mein Buch schreiben können , doch dann wäre der Preis explodiert! Natürlich sind die Rezepte mit Fotos, denn ich würde auch kein Kochbuch ohne Fotos kaufen. 15,90€ fand ich für dieses Buch schon absolute Schmerzgrenze! Zum Glück habe ich schon einige Bücher in unseren Buchladen über Kommision verkauft, aber der Buchhändler will natürlich mitverdienen und so habe ich bis jetzt, mit meinen Buch nur Minus eingefahren! Ich bekomme pro verkauftes Buch nur 12 € reingewinn und von Bod 1,10 € Marge pro verkauftes Buch. Eigentlich ein Witz, wenn man einmal bedenkt, wieviel Liebe und Arbeit man in ein Buch steckt, bis es fertig ist!
Meine Buchhändlerin meinte zu mir, Bod verdient sich mit mir eine goldene Nase! Was meint ihr dazu und wer hat die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht?

Liebe Grüße, Andrea


Zuletzt bearbeitet von Andrea Steiger am 20.08.2010, 23:29, insgesamt 3-mal bearbeitet
 
  Andrea Steiger 
 
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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 10:56
Das Buch zu einem deutlich niedrigeren Preis herzustellen ist doch gar kein Problem. Eine Auflage in Höhe x Tsd. kostet nur wenig pro Exemplar, aber lässt es sich auch verkaufen?
Im Print on Demand ist nun einmal der Herstellungspreis hoch.
Grüße
Bernd
 
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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 11:31
Ich habe auch einige Bilder in meinem Buckblock und verdiene noch weniger als du pro Buch, weil ich den Preis einfach nicht höher setzen wollte.
Darauf hat man sich eben eingelassen indem man den Autorenvertrag unterschrieb.

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Re: Eigentlich verdient nur Bod

BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 11:37
Andrea Steiger hat Folgendes geschrieben:
Ich bekomme pro verkauftes Buch nur 12 € und von Bod 1,10 € Marge pro Buch.


Bei € 15,90 brutto VK bekommst Du € 12,00 pro Buch? Wie machst Du das denn?

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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 12:30
Würde ich auch gerne wissen. shocked eyes
 
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Re: Eigentlich verdient nur Bod

BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 12:49
Hallo Andrea,

Andrea Steiger hat Folgendes geschrieben:
Es hat 88 Seiten, 106 Rezepte und kostet 15,90€

Es ist doch bekannt, dass Digitaldruck teuer ist und wenn man dann auch noch so viele Farbseiten hat, rechnet sich das nur bei einer großen Auflage.

Zitat:
15,90€ fand ich für dieses Buch schon absolute Schmerzgrenze!

Siehe oben. Du selbst hast doch diese Art von Veröffentlichung gewählt. Hättest du z. B. toll arrangierte s/w-Fotos gemacht (siehe hier), würdest du mit 15,90 richtig gut verdienen Wink

Zitat:
Zum Glück habe ich schon einige Bücher in unseren Buchladen über Kommision verkauft, aber der Buchhändler will natürlich mitverdienen

Klar, wer will ihm das verdenken?

Zitat:
und so habe ich bis jetzt, mit meinen Buch nur Minus eingefahren!

Dein Buch ist seit dem 9. Juni 2010 auf dem Markt! Ich glaube, du solltest deine Erwartungen einmal überdenken.

Zitat:
Ich bekomme pro verkauftes Buch nur 12 €

Von wem?

Zitat:
und von Bod 1,10 € Marge pro Buch. Eigentlich ein Witz, wenn man einmal bedenkt, wieviel Liebe und Arbeit man in ein Buch steckt, bis es fertig ist!

Kaum einer von uns BoD-Autoren dürfte innerhalb von zehn Wochen all die Arbeit bezahlt bekommen haben, die er in sein Projekt gesteckt hat.

Zitat:
Meine Buchhändlerin meinte zu mir, Bod verdient sich mit mir eine goldene Nase!

Dann hat sie wohl kaum eine Ahnung vom Digitaldruck in Verbindung mit dem PoD-Verfahren.

Zitat:
Was meint ihr dazu und wer hat die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht?

Ich habe zwar keine Fotobücher veröffentlicht, aber ansonsten die gleiche Erfahrung gemacht. Es dauert halt eine Weile, bis man in die Gewinnzone kommt.
Mach' möglichst viel Werbung für dein Buch, stelle es in allen einschlägigen (Koch, ...)Foren vor, und du wirst sehen, dass sich die Verkaufszahlen nach oben bewegen thumb up

LG,
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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 13:03
Meine Kalkulation sah folgendermaßen aus:
1. Jahr -Unkosten
2. Jahr -Kosten wieder einfahren
3. Jahr -Den ersten Gewinn verbuchen

Das halte ich für ein realistisches Ziel, wenn das Buch gut läuft, also Geduld!

Da meine ersten beiden Bücher regional angesiedelt waren, werden sie kaum bei Amazon, aber in hoher Stückzahl in der hiesigen Buchhandlung verkauft.
Daran verdiene ich mehr, weil der Buchhändler nicht so viel Rabatt bekommt wie Amazon.
Allerdings hat er auch weniger Aufwand, der ja auch bezahlt werden muß.

LG Heidi
 
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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 13:08
Andrea,
Schau`dir deinen Vertrag noch einmal richtig an.
Da hast du sicher in der Aufregung die Zahlen verdreht.
zwinker
Jacqueline

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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 13:10
Ich glaube mitden 12€ meint sie das was sie vom Buchhändler bekommt, der auf Kommission verkauft. Oder?

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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 13:16
Miime hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube mitden 12€ meint sie das was sie vom Buchhändler bekommt, der auf Kommission verkauft. Oder?


Das halte ich bei € 15,90 VK für höchst unwahrscheinlich.

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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 13:18
Hallo Andrea,

kann mich dem Kommentar von Julia07 nur anschliessen und moechte noch ergaenzen.

1.10 Euro Marge pro Buch ist im Vergleich zu dem, was du von einem Verlag pro Buch bekommst, sehr viel.

Wie gut sich dein Buch verkaeuft liegt an drei Dingen

1. Deinem Buch selbst (Inhalt, Cover etc)

2. Werbung

3. Zeit

Dein Buch ist ja wirklich erst kurz auf dem Markt und niemand kennt Dich oder weiss was von Deinem Buch. Was erwartest Du dann, wenn es bei Amazon etwa 42.000 Buecher in der Kategorie Kochen und Geniessen gibt? shocked eyes

Also auf dem Teppich bleiben, Werbung machen und optimistisch bleiben. BOD kann jedenfalls nichts dafuer und ist fuer Autoren, die fuer ihr Buch keinen Verlag finden immer noch die beste Alternative auf dem Markt
Ich habe schon bei Club Bertelsmann und Ullstein verlegt und trotzdem werde ich weiterhin einige Buecher auch hier verlegen, weil ich sogar besser damit verdienen kann, als mit nem Verlag. cheezy grin

LG Enya
 
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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 13:20
Also ich meine, dass die 12€ die Druckkosten sind.
..bei der Seitenzahl und auch noch (farbigen?) Bildern...

ansonsten hätte ich diesen Vertrag auch gerne

hüpf hüpf hüpf hüpf hüpf
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Re: Eigentlich verdient nur Bod

BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 13:21
Andrea Steiger hat Folgendes geschrieben:

Meine Buchhändlerin meinte zu mir, Bod verdient sich mit mir eine goldene Nase! Was meint ihr dazu und wer hat die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht?


Die Antwort von Büchernarr bringt es auf den Punkt:

Wenn du mit deinem Buch Geld verdienen will, dann musst du auch das unternehmerische Risiko tragen und das Buch in Eigenauflage herausbringen (d. h. auf eigene Kosten 500 oder Stück produzieren lassen und dann für den Vertrieb sorgen).

Ich bin immer wieder über die hier oft vertretene Haltung irritiert: "Ich will kein Risiko eingehen, aber dickes Geld verdienen". dozey

Grüße
Siegfried
 
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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 13:33
...oder bekommst du, Andrea 12€ vom Buchhändler? Und seine Provision ist 3,90 € pro Buch?

ach nee, dann habe ich das ja falsch herum verstanden.....

Oder wie jetzt?
Sad

verwirrte Jacqueline

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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 13:45
Gehen wir davon aus, dass es sich um Classic, Paperback, Standardgröße, weißes Papier handelt.

Dann müssten von den 88 Seiten 81 Farbseiten sein (so errechnet sich die Marge von 1,10 netto, sind es 1,10 brutto, sind es noch eine oder zwei Farbseiten mehr.)

Autoren-EK

1 - 24 Ex: € 17,64 brutto
25 - 99 Ex: € 11,32 brutto
100 - 199 Ex: € 9,82 brutto
ab 200 Ex: € 8,54 Brutto

Werden die Bücher vom Handel über BoD bezogen, beträgt die Marge für keinerlei Vertriebsarbeit € 1,10.

Verkaufe ich selbst, verdiene ich bei einer Autoren-Einkaufsmenge bis 24 St. pro Buch nix (da würde ich über Amazon oder so beziehen), ab einem Einkauf von 25 Ex. € 4,58, ab 100 Ex. € 6,08, ab 200 Ex. € 7,36 ... pro Buch.

Gebe ich die Bücher in Kommission, verlangt der Buchhandel 30 - 40% - rechnen wir mal 35%, dann ist der Abgabepreis an den Handel € 10,33 brutto ... bleiben immer noch € 5,57 zwischen VK und Handels-EK übrig. Das rentiert sich aber erst, wenn man Tranchen à 100 Ex. und mehr einkauft ...

Wo kommen die ominösen € 12 her?

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