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» Wie lange dauert es bis mein Buch im Handel eingestellt wird

BeitragVerfasst am: 20.11.2011, 17:21
Hallo Perchta,

Perchta hat Folgendes geschrieben:
Man findet die Geschichte im Verlag gut und möchte sie unbedingt haben - aber damit sie wirklich ins Programm und in diese oder jene Reihe paßt, gehört noch irgendwas hinein, das das Zielpublikum aufgrund der bisherigen Bände erwartet.

Das ist sicher nicht schön für die Betroffenen. Aber es wird wohl auch nicht der Normalfall sein.


Das ist es auch nicht, schon alleine, weil kein Lektor die Zeit hat für die damit einhergehende Betreuung. Je umfangreicher die Änderungswünsche sind, desto aufwendiger wird es für den Lektor.

Übrigens sollte man sich auch als Autor dann Gedanken machen, ob man bei der Auswahl der Verlage mit der erforderlichen Sorgfalt vorgegangen ist. Jeder Verlag hat sein Profil. Passt ein Manuskript da nicht hinein, wird es abgelehnt - oder in seltenen Fällen passend gemacht.

Beste Grüße

Heinz

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BeitragVerfasst am: 20.11.2011, 17:28
hawepe hat Folgendes geschrieben:
Übrigens sollte man sich auch als Autor dann Gedanken machen, ob man bei der Auswahl der Verlage mit der erforderlichen Sorgfalt vorgegangen ist. Jeder Verlag hat sein Profil. Passt ein Manuskript da nicht hinein, wird es abgelehnt - oder in seltenen Fällen passend gemacht.


Das ist ein sehr wichtiges Argument, nur leider klappt das nicht immer so einfach. Im Fall meiner Freundinnen war es so, dass sie bereits schon mit diesen Verlagen gearbeitet hatten und es damals ganz glatt lief. Aber ich denke (hoffe), dass das nur Ausnahmen sind.

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Annette.

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BeitragVerfasst am: 20.11.2011, 17:29
Hallo Annette,

AnnetteH hat Folgendes geschrieben:
Mit einer Kollegin von mir, die sehr wissenschaftlich fundierte Bücher schreibt, habe ich immer mal wieder Diskussionen, weil ich ihre Bücher stilistisch zwar recht ansprechend, aber doch schon viel zu populärwissenschaftlich finde. Vor einiger Zeit kam sie und erzählte mir, dass der Verlag, der Interesse an ihrem neuen Buch hatte, ihr sehr hohe Auflagen machen wollte, in welchem Stil sie ihr Buch aufzuziehen habe, weil das ja sonst nicht ansprechend genug wäre. Damit war sämtlicher wissenschaftlicher Anspruch weg, das Buch wurde eines von vielen anderen und die Richtigkeit des Inhalts wegen fehlender Genauigkeit war fragwürdig.


Man kann es sich natürlich leicht machen und die Verantwortung alleine dem Verlag zuschieben, bloß glücklich wird man mit dieser Einstellung selten.

Ein Verlag, der auf populärwissenschaftliche Bücher spezialisiert ist, würde seine Leser mit einem wissenschaftlichen Buch nur verärgern. Wenn ich ein Computerbuch von Markt und Technik kaufe, weiß ich, dass es gut geschrieben ist und sich an Anfänger richtet. Müsste ich erst einmal fünf andere Bücher lesen, um es zu verstehen, wäre ich sauer. Bei O'Reilly wäre ich sauer, wenn es nur an der Oberfläche kratzt.

Entweder schreibe ich als Autor zur Selbstbefriedigung. Dann bin ich allerdings tatsächlich meistens bei BoD am besten aufgehoben, oder ich schreibe für eine bestimmte Zielgruppe und suche mir den dafür passenden Verlag.

Beste Grüße

Heinz

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BeitragVerfasst am: 20.11.2011, 17:35
Hallo Annette,

AnnetteH hat Folgendes geschrieben:
Im Fall meiner Freundinnen war es so, dass sie bereits schon mit diesen Verlagen gearbeitet hatten und es damals ganz glatt lief.


Nun weiß ich nicht, was es für Manuskripte waren. Aber Verlage ändern sich auch. Ein Programm, das von den Lesern gestern noch begeistert abgenommen wurde, kann morgen schon der Schnee von vorgestern sein.

Auch das ist übrigens einer der Vorteile von guten Literaturagenten. Der Autor kann immer nur schauen, was bereits veröffentlicht wurde, Literaturagenten sind dagegen vielfach recht gut über zukünftige Entwicklungen informiert.

Beste Grüße

Heinz

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BeitragVerfasst am: 20.11.2011, 19:59
Ein Autor, der vom Schreiben leben will, wird nicht darum herumkommen, sich nach (möglichst grossen) Zielgruppen zu richten. Er wird schon gleich von selbst versuchen, das zu schreiben, was gerade trendy ist. Diese Autoren haben sicher kein Problem damit, Empfehlungen von Lektoren anzunehmen, wenn diese den Verkauf fördern könnten.

Zum eigentlichen Thema zurückkommend, auch ich ziehe meinen Hut vor denen, die alles in Eigenarbeit so gewissenhaft betreiben, dass das Endprodukt qualitativ keinem Buch von einem der grossen Verlage mit ihren vielen Mitteln nachsteht.

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BeitragVerfasst am: 24.12.2011, 08:11
mtg hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube kaum, dass es zu den vorrangigen Aufgaben eines Lektors gehört, das Werk eines Autors inhaltlich zu verändern. Die Horroszenarien, die hier immer wieder dargestellt werden, entstammen meiner Auffassung überwiegend nach der eigenen Vorstellungskraft und nur in den seltensten Fällen realen Erlebnissen. Wie viele on-demand-Autoren standen denn schon einmal so weit an der Schwelle zu einem Verlagsvertrag, dass hier darüber allgemeingültige Aussagen getroffen werden könnten? Ein Lektor hat darauf zu achten, das der Plot schlüssig ist und die Handlungsstränge zusammenpassen - und evtl. in Zusammenarbeit mit dem Autor ergänzt werden, um sie schlüssig zu machen oder zusammenzufügen. Alles, was darüber hinausgeht, ist im Höchstfalle eine Empfehlung.

Wenn ein Verlag ein Manuskript annimmt, muss es ja schon so gut sein, dass es den Verlag interessiert. Da wäre es doch hanebüchen, wenn ein vom Verlag beauftragter Lektor daraus ein völlig anderes Buch machen würde.

Wenn ein Verlag ein Skript annimmt bedeutet dies in erster Linie eine ungeheure Summe an Zuzahlung. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung Smile Und dies ist zum Beispiel MEIN Grund wieso ich mich schlussendlich dafür entschieden habe das Ganze selbst in die Hand zu nehmen. Natürlich bedarf es eines nicht unerheblichen Zeitaufwandes ehe alles "in Sack und Tüten" Smile ist, aber das Projekt ist es wert. Ich selbst habe, für mich zu Beginn, unvorstellbare Möglichkeiten der Nutzung meines Computers entdeckt. Und mit jedem Cover, dass entsteht, mit jedem Text an dem man gefühlte Millionen Stunden zur Kontrolle zubringt verbessert man sein Wissen und seinen Blick auf das Vorhaben der "Schreiberei", das einem doch eigentlich super leicht von der Hand gehen müsste weil das Talent dazu im Blute schwimmt Smile Wir sind gut, weil wir es wagen thumb up :

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BeitragVerfasst am: 24.12.2011, 09:19
Liebe Ramona, vielleicht mal nach DKZV (Druckkostenzuschussverlage) googeln. Dann wirst Du schnell feststellen, dass es eben NICHT Standard ist, bei Verlagen zuzahlen zu müssen. Wenn Du natürlich nur Verlage angeschrieben hast, die Autoren suchen und dies auch überall publizieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du an einen DKZV geraten wirst, nahezu 100 %.

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BeitragVerfasst am: 24.12.2011, 09:56
Nicolas Fayé hat Folgendes geschrieben:
Liebe Ramona, vielleicht mal nach DKZV (Druckkostenzuschussverlage) googeln. Dann wirst Du schnell feststellen, dass es eben NICHT Standard ist, bei Verlagen zuzahlen zu müssen. Wenn Du natürlich nur Verlage angeschrieben hast, die Autoren suchen und dies auch überall publizieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du an einen DKZV geraten wirst, nahezu 100 %.


Du sagst es schon richtig Smile "DruckkostenZUSCHUSSverlag" Nach meinem Ermessen und Info einholen, keine Option für mich.

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BeitragVerfasst am: 24.12.2011, 10:28
Ramona Jährling hat Folgendes geschrieben:
Nicolas Fayé hat Folgendes geschrieben:
Liebe Ramona, vielleicht mal nach DKZV (Druckkostenzuschussverlage) googeln. Dann wirst Du schnell feststellen, dass es eben NICHT Standard ist, bei Verlagen zuzahlen zu müssen. Wenn Du natürlich nur Verlage angeschrieben hast, die Autoren suchen und dies auch überall publizieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du an einen DKZV geraten wirst, nahezu 100 %.


Du sagst es schon richtig Smile "DruckkostenZUSCHUSSverlag" Nach meinem Ermessen und Info einholen, keine Option für mich.


Die sind aber nun mal nicht als "normale" Verlage anzusehen. In Deinem Post hast du sehr verallgemeinert, das de Eindruck entstehen konnte, die meisten Verlage wären DKZV.
Ich zitiere:
"Wenn ein Verlag ein Skript annimmt bedeutet dies in erster Linie eine ungeheure Summe an Zuzahlung."

Und ein Publikumsverlag bedeutet eben NICHT in erster Linie eine Zuzahlung. Das gibt es nur bei diesen DKZV

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BeitragVerfasst am: 24.12.2011, 11:28
Nicolas Fayé hat Folgendes geschrieben:
Ramona Jährling hat Folgendes geschrieben:
Nicolas Fayé hat Folgendes geschrieben:
Liebe Ramona, vielleicht mal nach DKZV (Druckkostenzuschussverlage) googeln. Dann wirst Du schnell feststellen, dass es eben NICHT Standard ist, bei Verlagen zuzahlen zu müssen. Wenn Du natürlich nur Verlage angeschrieben hast, die Autoren suchen und dies auch überall publizieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du an einen DKZV geraten wirst, nahezu 100 %.


Du sagst es schon richtig Smile "DruckkostenZUSCHUSSverlag" Nach meinem Ermessen und Info einholen, keine Option für mich.


Die sind aber nun mal nicht als "normale" Verlage anzusehen. In Deinem Post hast du sehr verallgemeinert, das de Eindruck entstehen konnte, die meisten Verlage wären DKZV.
Ich zitiere:
"Wenn ein Verlag ein Skript annimmt bedeutet dies in erster Linie eine ungeheure Summe an Zuzahlung."

Und ein Publikumsverlag bedeutet eben NICHT in erster Linie eine Zuzahlung. Das gibt es nur bei diesen DKZV


Sie sind nicht als normale Verlage anzusehen. Dennoch empfiehlst du mir, danach zu googlen Confused Very Happy Nein, nein. Du hast schon Recht. Ich habe mich da sehr verallgemeinernd ausgedrückt.

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