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Ein Jahr in Bayern

BeitragVerfasst am: 20.07.2009, 17:04
Titel: Ein Jahr in Bayern
Autor: Larissa Hill

Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3-8391-0486-6
Seiten: 104
Preis: 7,90

Der Autor über das Buch:

Nachdem ich schon immer aus meinem -teilweise nicht sehr einfachen Leben- das beste gemacht habe, tat ich dies auch vor langer Zeit, als ich zum ersten mal single war. Blind dates in ganz Bayern und viele, neue Erfahrungen kamen hinzu. Als ich dies einer Freundin erzählte, diese immer wieder schallend lachen musste, kam von ihr der Tipp, doch mit Bücher schreiben zu beginnen. So ist mein Erstlingswerk entstanden. Das Buch liest sich salopp - frech - lustig.

Klappentext:

Die siebenundzwanzigjährige Heike ist nach ihrer ersten, langen Partnerschaft als Single völlig unerfahren. Nur schleppend findet sie sich zurecht in der Welt der lockeren Beziehungen, der potenzgeschädigten Wochenend-Papas und den Blind Dates. Erst nach und nach hat sie Spaß dabei und lernt für ihr Leben so einiges dazu......



Inhalt:

Es war bereits Mittwoch, als ich den ersehnten Anruf von Stefan erhielt. Das Date war ja bereits vom vergangenen Samstag. Ich wollte nicht anrufen, dachte mir – nicht so aufdringlich sein - das mögen die Männer nicht.

„Wie geht’s?“
„Gut. Und Dir?“
„Ja doch, auch.“

„Wann sehen wir uns wieder?“ fragte ich.

„Du kannst gerne am Wochenende wieder kommen. Meine kids sind da. Ist aber o.k. Für Dich auch?“

„Ja, klar“, sagte ich schnell.

Na dann – war ich jetzt auf einmal Wochenende-Ersatz-Mami? Ging ganz schön schnell. Aber war schon irgendwie lustig, dachte ich. Gut gelaunt traf ich mich am nächsten Tag mit Martha und erzählte ihr in den schillerndsten Farben von meinem neuen Typen. Sie fand das sehr gewagt und mutig und zu schnell und zu unvorsichtig. Sie fand alles mögliche, was nicht passte. Das, was ich allerdings fragen wollte – ab wann haben denn die Männer Potenzprobleme – darüber wusste sie nichts. Ihr Freund hatte anscheinend keine. Er war auch zehn Jahre jünger als sie. Natürlich hatte ich keinen PC mit Internet-Anschluss. Das hatte zu dieser Zeit sowieso fast keiner. Somit konnte ich auch nicht bei google.de Potenzprobleme eingeben. Und fragen kann man ja so was auch niemanden. Schon gar keinen Mann. Vielleicht hatte Stefan gar keine Probleme und es war einmalig. Klar, so wird es sein. Er war ja erst siebenunddreißig Jahre.

Am Wochenende war ich logischerweise wieder total konfus. Ich ging am morgen noch radeln, damit ich irgendwie abgelenkt war. Gegen Samstag Mittag packte ich meine Sachen und fuhr, mittlerweile überhaupt nicht mehr nervös wegen dem Fahren, nach München. Auf dem Weg dachte ich mir andauernd: Wie blöd muss man denn sein, wenn man sich so anstellt, dass man sich gar nicht weiter zu fahren traut? Wo habe ich denn gelebt die letzten siebenundzwanzig Jahre? Warum habe ich das nicht schon Jahre früher so gemacht? Aber besser spät als nie. Bis jetzt hatte ich auf alle Fälle nur profitiert von meinem neuen Aufriss. Und irgendwie war es ja auch einfach, der erste, mit dem ich telefoniert hatte, mit dem hat es schon gefunkt. Bei mir schon. Bei ihm auch? Da war irgendwas, was nicht so passte, in meinem Bauchgefühl. Mal sehen.

Ja, alles super, ich kam freudestrahlend an. Fühlte mich gleich wohl mit seinen beiden Söhnen. War ziemlich easy, so fand ich. Völlig unkompliziert. Hätte ich nicht gedacht. Der „Große“ hatte ein Fußballspiel in Poing. Ich konnte mitfahren dorthin. Und der „Kleine“ ging zu einem Freund. Auch o.k. Wir fuhren los mit einem schwarzen Mercedes SLK. Verdiente man mit Wein handeln soviel Geld? Die Sache hatte mehr als einen Haken. Ich dachte nicht weiter darüber nach. Fühlte mich einfach wohl. Wollte nichts Negatives sehen. Auch nichts hinterfragen. Es war warm für April. Wir saßen mit T-Shirt in der Sonne, knutschten ununterbrochen. Vom Fußballspiel sah ich gar nichts. Nach dem Spiel wollte der „Große“ noch mit seinen Kumpels weggehen, so dass wir nun allein waren. Stefan entführte mich in ein schickes Restaurant. Mit Kerzen, Musik, alles was dazugehört. Er bezahlte die – wirklich dicke - Rechnung und wir spazierten langsam zu ihm nach Hause. Mir ging es so gut wie lange nicht mehr. Als wir zu Hause waren, trank er Wodka-Sprite. Kannte ich gar nicht. Aber es schmeckte ganz gut, mehr nach Sprite wie nach Wodka. Er trank mindestens fünf Stück und meinte:

„Der Alkohol ist nicht so meins.“

Noch ein Haken?
 
  Larissa 
 
Anmeldedatum 19.07.2009
Beiträge 4
Wohnort Altenstadt
 
 
   
   
Ein Jahr in Bayern
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