 | Ein Verlagslektor verbiegt meine Geschichte | Verfasst am: 05.07.2011, 15:50 |
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Die Überschrift ist provokant, wird aber immer wieder hier im Forum als Argument genutzt, warum man eine Verlagsveröffentlichung meidet wie die Pest: Verlage verbiegen mittels Lektorat die ursprüngliche Geschichte des Autors
Was macht ein Lektor wirklich? Ich habe von einem Lektor eine Erläuterung bekommen, was in einem Lektorat wirklich geschieht bzw. worauf ein Lektor bei der Bewertung eines Textes achtet. Das habe ich der Einfachheit halber mal etwas eingedampft.
Mich würde interessieren, welche der genannten Punkte für euch so unerträglich sind, dass ihr eure Texte nie einem Verlagslektorat übergeben würde - eben weil die da eure Text verbiegen ...
Hat der Text bereits einen Titel?
Welchem Genre kann der Text zugeordnet werden?
An welche Zielgruppe richtet sich der Text?
Allgemeines
- Wurde ein interessantes Thema gewählt?
- Hat das Thema Relevanz?
- Ist das Thema getroffen?
- Wurde es originell umgesetzt?
- Gibt es zu viele Rückblenden?
- Zu viele Nebenhandlungen?
- Zu viele Figuren im Text?
- Wurden die Namen der Figuren und das Setting der Handlung gut gewählt?
Überschrift
- treffend?
- Interesse weckend?
- nicht zu viel vorwegnehmend?
Eröffnung
- Zieht sie den Leser in die Geschichte hinein (guter Hook)?
Konflikt
- Gibt es einen Protagonisten und einen Antagonisten?
- Sind beide glaubwürdig und etwa gleich stark?
- Oder gibt es einen emotionalen Konflikt im Inneren der Hauptfigur?
Ende
- Wie wurde der Konflikt gelöst?
- Auflösung oder offenes Ende?
- Befriedigend?
- Schlüssig?
- Überraschend?
- Zum Weiterdenken anregend?
Plot (Handlungsablauf)
- glaubwürdig?
- plausibel?
- innere Logik?
- keine Lücken oder Brüche?
Aufbau
- Gibt es einen Spannungsbogen?
- Treiben die einzelnen Textabschnitte die Geschichte voran?
- Klare Struktur / Gliederung vorhanden?
Nebenhandlungen
- Sind sie der Geschichte dienlich?
- Wurden sie sinnvoll eingefügt?
Tempo
- fesselnd?
- angemessen?
- keine Längen oder Durchhänger?
- zielgerichtet auf den Schluss zusteuernd?
Verständlichkeit
- klarer Satzbau?
- ausführlich und genau genug?
- keine ungenauen Formulierungen?
Setting (Umfeld der Handlung)
- Werden geschilderte Umgebung und erzählte Zeit lebendig?
Charakterisierung
- Sind die Charaktere dreidimensional, plastisch, gebrochen oder flach und klischeehaft?
- Kann man sich die Figuren vorstellen?
- Wirken sie lebendig?
- Glaubhaft?
- Sind ihre Motive nachvollziehbar?
- Sind sie auf irgendeine Art faszinierend?
- Beschränkung auf für die Handlung wichtige Merkmale?
- Oder wird über eine Figur zu viel erzählt und die Fantasie des Lesers eingeschränkt?
Dialoge
- interessant?
- lebensnah?
- sinnvoll platziert (an entscheidenden Stellen)?
- nicht zu lang?
- Hat jede Figur ihre individuelle Sprechweise?
- Passt der Sprachduktus zur jeweiligen Figur?
Perspektive
- wird die gewählte Perspektive durchgehalten?
- welche Perspektive ist gewählt: Kameraperspektive; auktorialer oder eingeschränkt auktorialer Erzähler; personale Perspektive aus der Sicht einer Figur?
- passt die Perspektive zur Szene?
Zeigen und Erzählen
- Werden Sachverhalte gezeigt und nicht behauptet?
- Werden Adjektive, Adverbien und Partizipien sparsam eingesetzt?
- Entstehen Bilder vor dem inneren Auge des Lesers?
- Werden alle Sinne angesprochen?
Entwicklung
- Befindet sich der Protagonist am Ende des Textes räumlich, geistig oder emotional woanders?
Aussage
- Hat der Autor etwas zu sagen?
- Welche Prämisse liegt zugrunde?
- Weist der Text über die eigentliche Handlung hinaus?
- Hat der Text eine Metaebene, über die sich nachzudenken lohnt?
Textformat
- übersichtliche Gliederung, z.B. an Wendepunkten neue Abschnitte, in Dialogen bei jedem Sprecherwechsel eine neue Zeile?
Schreibstil
- flüssig, gut lesbar, verständlich?
- abwechslungsreicher Satzbau?
- treffende Wortwahl?
- keine Wortwiederholungen?
- keine Klischees?
- keine unnötigen Füllwörter?
- entsprechen sich Inhalt und Sprache?
- sinnvoller Einsatz von Stilmitteln?
- originelle Bilder / Metaphern?
- Schaffung von Atmosphäre?
- ggf.: Kreativer Umgang mit Sprache gelungen?
Sprache
- Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung fehlerfrei?
Wie gesagt: Das sind die Kernaufgaben eines Lektorats. Eines guten Lektorats.
Die Frage ist auch hier: Bin ich als (BoD-)Autor beratungsresistent oder kann ich mit Änderungsvorschlägen umgehen?  |
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_________________ Grüße
Siegfried
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 05.07.2011, 16:41 |
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schön zusammengefasst, danke siegfried ...
ich persönlich denke, ich würde meinen text ganz schön "verbiegen" lassen, wenn ich die aspekte und (notwendigkeit der) konkreten änderungsvorschläge nachvollziehen könnte. denn durch kompetenten professionellen rat würde er ja nur gewinnen - und der (potentielle) leser mit ihm ...
dennoch: ich denke, es ist und bleibt einzelfallabhängig, oder wie katja lange-müller mal im interview sinngemäß sagte: ja, so machen wir es, sage ich zu meinem lektor - und dann ändere ich es doch heimlich wieder ...
ps. den leitspruch der 42er autoren mag ich auch! |
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skipteuse |
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 | | Verfasst am: 05.07.2011, 16:48 |
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Hallo Siegfried,
mit Lektoren mittlerer und großer Verlage habe ich gute Erfahrungen gemacht und pflichte Dir bei.
Schlechte Erfahrungen musste ich allerdings mit Literaturagenten machen, die ohne Rücksicht auf meine Intentionen markgerecht aufbereitete Mainstream-Plots erwarteten und auch massive "Verbiegungswünsche" (eher schon Verbiegungsbefehle) äußerten. Die Markt-Anpassungsschraube wird also eher schon in diesem Vorfeld heftig gedreht ...
Das gilt, wie bei jeder Berufsgruppe, sicher nicht für alle, nur ich habe eben solche Erfahrungen gemacht / machen müssen.
Als ich sagte, dass man mich mit dem "Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste" auszeichnen würde, war der keineswegs ironisch gemeinte Kommentar des sog. Literaturagenten: "Das ist schlecht fürs Geschäft. Literaturpreise schrecken die Leser ab." |
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Seshmosis |
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 | | Verfasst am: 05.07.2011, 16:55 |
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Mein Editor-In-Chief gibt gern Hinweise, welche Arten von Geschichten sich gut verkaufen und wird nicht müde zu erklären, dass sich E-Books jenseits von 60'000 Worten schlecht verkaufen.
Meine dickeren Werke nimmt er trotzdem.
@Siegfried: Einige der genannten Kriterien dürften Eingangsvoraussetzungen sein, um überhaupt tiefer ins Lektorat einzusteigen. Eine ganz und gar schlecht erzählte Geschichte ohne Spannungsbogen, mit springender Erzählperspektive, nur tell und kein show, wird kaum so weit kommen.
"Der Editor ist kein Story Doctor" - das Gerüst muss stimmen, dann machen Autor und Lektor gemeinsam den Feinschliff. |
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_________________ LG, Valerie
http://zoe-lionheart.net | Lies mich: Alle Titel, Lioness' Heart, Lioness' Combat. |
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Valerie J. Long |
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 | | Verfasst am: 05.07.2011, 17:27 |
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| Valerie J. Long hat Folgendes geschrieben: |
| Einige der genannten Kriterien dürften Eingangsvoraussetzungen sein, um überhaupt tiefer ins Lektorat einzusteigen. |
Das hätte ich jetzt auch vermutet. Wahrscheinlich hätten die wenigsten Einsender von unverlangten Manuskripten Probleme damit, die eigene Geschichte vom Lektor "verbiegen" zu lassen.
Nur kommen sie gar nicht so weit. Skript eingeschickt, Standard-Ablehnung erhalten, Ende. |
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Perchta |
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 | | Verfasst am: 05.07.2011, 17:44 |
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| Valerie J. Long hat Folgendes geschrieben: |
| @Siegfried: Einige der genannten Kriterien dürften Eingangsvoraussetzungen sein, um überhaupt tiefer ins Lektorat einzusteigen. |
Dann sage ich es mal anders herum ...
Wer die aufgeführten Punkte bei seinem Werk sträflich vernachlässigt, der wird von einem Verlag nicht viel mehr bekommen als ... die brüchtigte Standardabsage ...  |
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_________________ Grüße
Siegfried
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 05.07.2011, 18:01 |
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| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Wer die aufgeführten Punkte bei seinem Werk sträflich vernachlässigt, der wird von einem Verlag nicht viel mehr bekommen als ... die brüchtigte Standardabsage ...  |
Jaja. Da sind wir uns einig. Und dann geht man zu BoD. Das, unter anderem, genau davon lebt. |
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Perchta |
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 | | Verfasst am: 06.07.2011, 17:08 |
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hawepe |
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 | Re: Ein Verlagslektor verbiegt meine Geschichte | Verfasst am: 06.07.2011, 17:34 |
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| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Mich würde interessieren, welche der genannten Punkte für euch so unerträglich sind, dass ihr eure Texte nie einem Verlagslektorat übergeben würde - eben weil die da eure Text verbiegen ... |
Wenn jemand einmal wöchentlich begeistert in seiner Buchhandlung steht und es gar nicht erwarten kann, die neuesten Bestseller der führenden Verlage zu lesen, dann sollte die betreffende Person als Buchautor auch genau so schreiben, wie es die Verlage erwarten.
Was machen aber alle diejenigen, die die Produkte unseres Literaturbetriebs alsolut bescheuert finden? Die also die neuesten Bestseller gelegentlich in die Hände nehmen und sich jedesmal fragen, was der Quatsch eigentlich soll.
Wenn die ein eigenes Buch schreiben, weil sie den Lesern wirklich etwas mitzuteilen haben oder zumindest das Bedürfnis empfinden, brauchen sie es einem Verlag gar nicht erst anzubieten. Dafür gibt es heute zum Glück BoD.
Und selbstverständlich fehlt diesen Autoren meist die Zeit und das Geld und die Erfahrung, um ihre Werke im Sinne der "Qualitätsstandards" von Verlagshäusern "perfekt" zu machen. Na und?
Dabei will ich jetzt nicht ausschließen, dass es wirklich viele Autoren gibt, nicht nur die Bestsellerautoren unserer Verlage, die das Schreiben besser bleiben lassen sollten. |
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_________________ Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre
Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat
Der preußische Regierungsagent Karl Marx |
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W.Waldner |
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 | Re: Ein Verlagslektor verbiegt meine Geschichte | Verfasst am: 06.07.2011, 18:11 |
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| W.Waldner hat Folgendes geschrieben: |
Wenn jemand einmal wöchentlich begeistert in seiner Buchhandlung steht und es gar nicht erwarten kann, die neuesten Bestseller der führenden Verlage zu lesen, dann sollte die betreffende Person als Buchautor auch genau so schreiben, wie es die Verlage erwarten.
Was machen aber alle diejenigen, die die Produkte unseres Literaturbetriebs alsolut bescheuert finden? Die also die neuesten Bestseller gelegentlich in die Hände nehmen und sich jedesmal fragen, was der Quatsch eigentlich soll.
Wenn die ein eigenes Buch schreiben, weil sie den Lesern wirklich etwas mitzuteilen haben oder zumindest das Bedürfnis empfinden, brauchen sie es einem Verlag gar nicht erst anzubieten. Dafür gibt es heute zum Glück BoD. |
An diesem Gedanken interessant ist die Aussage, dass es Leute gibt, die die Produkte des Literaturbetriebes (bekannt als "Bestseller" oder "Mainstream") ablehnen, gleichzeitig aber diese Autoren ihren Lesern etwas zu sagen haben. Welchen Lesern? Und vor allem: Wie vielen Lesern? Möglichst vielen ... oder?
Damit wäre dann das Nischen-Busch plötzlich "Bestseller" oder zumindest "Mainstream".
Bestseller und Mainstream sind "bäh!" Deshalb geht man zu BoD, zum DKZV oder zum Kleinstverlag. Trotzdem will man aber möglichst viele Bücher verkaufen. Oder zumindest von möglichst vielen Menschen gelesen werden. Oder doch nicht?
Bestimmte Bücher waren einmal echte Nischen-Produkte. Tolkiens "Herr der Ringe" war so ein Fall. 15 Jahre lang dämmerten die Bücher vor sich hin (1955 veröffentlicht). Erst gegen Ende der 1960er wurden die Bücher Kult - und sind bis heute über 150 Millionen Mal verkauft worden. Ist "Herr der Ringe" also von einem guten Buch (Nischenprodukt) zu einem schlechten Buch (Bestseller) mutiert?
Andere Bücher sind auch Bestseller - und deshalb "bescheuert"? "Der kleine Prinz" von St. Exupery ist bis heute ein Millionen-Seller, ebenso "Der Fänger im Roggen" von J. D. Salinger. "Der Alchemist" von Paulo Coelho, "Die Möwe Jonathan" von Richard Bach, "Wer die Nachtigall stört" von Harper Lee, "Vom Winde verweht" von Margaret Mitchell, "Der Pate" von Mario Puzo, "Das Parfüm" von Patrick Süskind - sie alle liegen im zweistelligen Miliionenbereich. Alles Bestseller - alle "bescheuert"?
Sie alle funktionieren nach dem gleichen Schema: Eine Handlung um einen Konflikt, auftretende Schwierigkeiten, Weiterentwicklung hin zu einem Kuminationspunkt. Dazu eine dem Thema angemessene Sprache (Margaret Mitchell formuliert anders als etwa Exupery).
Natürlich steht es jedem frei, einen völlig anderen Weg einzuschlagen. Man kann seitenweise ohne Punkt und Komma schreiben (wie etwa James Joyce in Teilen seines "Ulysses") oder dem doppelten Genitiv frönen (wie Peter Weiss in "Der Schatten des Körpers des Kutschers"). Aber wundern, dass man kaum gelesen wird, darf man sich dann nicht.
Die hier vorgestellte Liste soll zwei Zwecke erfüllen:
a) Die Angst vor dem Verlagslektorat nehmen ...
... und (was ich für wichtiger halte) ...
b) ein Prüfliste für sein eigenes Werk an der Hand zu haben - um abschätzen zu können, wie markttauglich das eigene Buch ist
Ob ein Bestseller dabei heraus kommt (und ob man einen Bestseller schreiben will), ist eine andere Sache. Zumindest sollte man den Anspruch haben, gelesen zu werden. Ansonsten wäre das ziemlich "bescheuert".  |
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_________________ Grüße
Siegfried
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 06.07.2011, 18:20 |
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| Zitat: |
b) ein Prüfliste für sein eigenes Werk an der Hand zu haben - um abschätzen zu können, wie markttauglich das eigene Buch ist
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Deine Liste habe ich mir in Word gespeichert und werde sie vor meiner nächsten Veröffentlichung durchgehen, mir also selbst diese Fragen stellen und auch den Leuten denen ich mein Buch zum Korrigieren gebe. Finde die sehr Hilfreich ! |
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_________________ http://moe-teratos.de |
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Moe Teratos |
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 | Re: Ein Verlagslektor verbiegt meine Geschichte | Verfasst am: 15.07.2011, 07:03 |
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| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Zumindest sollte man den Anspruch haben, gelesen zu werden. Ansonsten wäre das ziemlich "bescheuert".  |
Wieso eigentlich?
Die Liste als solche ist gut und wertvoll für die, die ernsthaft schreiben wollen. Aber die, wenn sie tatsächlich Bestseller schreiben wollen, werden um einen Publikumsverlag am Ende sowieso nicht herum kommen. Und wenn sie gut sind und sich an die Liste halten, haben sie sicher auch die Chance.
Was spricht denn nun dagegen, BoD als das zu nutzen, was es meines Erachtens ist: eine kostengünstige Möglichkeit, einen Text, der nur für mich und ein paar Freunde bestimmt ist, drucken und binden zu lassen?
Ob BoD die Chance hat, sich auf dieser Basis zu einer wirklichen Konkurrenz für das gängige Verlagswesen zu entwickeln, ist eine andere Frage. |
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_________________ Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen". |
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Perchta |
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 | | Verfasst am: 15.07.2011, 07:35 |
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| Perchta hat Folgendes geschrieben: |
| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Wer die aufgeführten Punkte bei seinem Werk sträflich vernachlässigt, der wird von einem Verlag nicht viel mehr bekommen als ... die brüchtigte Standardabsage ...  |
Jaja. Da sind wir uns einig. Und dann geht man zu BoD. Das, unter anderem, genau davon lebt. |
Man geht nicht nur deshalb zu BoD ... Meine Güte, komm' doch mal endlich von Deinem hohen Ross herunter! Man kann auch bei BoD qualitativ gute Bücher »verlagsdienstleisten« lassen. Es ist halt nur eine Frage des Autors und seiner Einstellung zum Werk.
Und - auch das dürfte klar sein: Sich an Siegfrieds (sehr ausführliche) Liste zu halten, generiert automatisch natürlich keinen Beststeller-Autor - und erst recht keinen Verlagsvertrag.
Und auch das ist Quatsch:
| Perchta hat Folgendes geschrieben: |
| Was spricht denn nun dagegen, BoD als das zu nutzen, was es meines Erachtens ist: eine kostengünstige Möglichkeit, einen Text, der nur für mich und ein paar Freunde bestimmt ist, drucken und binden zu lassen? |
Entweder haben eingie Leute verdammt viele Freunde (noch mehr als bei Facebook), da sie im vierstelligen Bereich verkaufen und Preise gewinnen - oder aber Du solltst wirklich mal endlich von dieser bornierten Position (um das hohe Ross nicht noch einmal bemühen zu müssen) herunterkommen. Wenn ein xyz (beispielhafte Namen dem User bekannt) bei BoD Mist produzieren lässt, heißt das noch lange nicht, dass ein Seshmosis, eine Skipteuse oder aber auch ein mtg Mist produziert.
Was befähigt Dich eigentlich dazu, Pauschalurteile abzugeben? Ich bekomme grüne Pickel, wenn ich hier im Forum immer denselben Quatsch lesen muss. Siegfried stellt ja wenigstens wertfrei Kriterien auf (danke übrigens! ) Aber was Du hier betreibst, grenzt langsam schon an Verleumdung ... |
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_________________ LG - matthias
http://www.endlich-mal-was-positives.de
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http://astore.amazon.de/gerschwitz-21
http://www.welt-aids-tag.de/kampagne/ueber/matthias.php |
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mtg |
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 | | Verfasst am: 15.07.2011, 07:51 |
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SandraR |
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 | | Verfasst am: 15.07.2011, 08:49 |
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| Seshmosis hat Folgendes geschrieben: |
| Als ich sagte, dass man mich mit dem "Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste" auszeichnen würde, war der keineswegs ironisch gemeinte Kommentar des sog. Literaturagenten: "Das ist schlecht fürs Geschäft. Literaturpreise schrecken die Leser ab." |
Ja, ist in sich stimmig. Ich meine, der unterhaltungssüchtige Leser assoziiert mit Literaturpreisen schwere Kost - und da hat er natürlich null Bock drauf. |
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_________________ Trinkt ein Vampir Bier? Die Antwort findest Du in meinem Vampir-Lexikon.
Suche Verlag für mehrere Vampir-Projekte. Wenn die Konditionen stimmen, gern Diogenes. |
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chnuppesaager |
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Forum für Books-on-Demand-Autoren » Schreibwerkstatt
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