 | Eine Frage zum Style des geschriebenen Wortes | Verfasst am: 15.12.2008, 04:19 |
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... drängt sich mir auf. Endlich kann ich sie direkt anderen Leuten stellen, die garantiert ihren eigenen Style haben.
Es geht darum das immer wieder unter den wenigen Leuten die ich in Fleisch und Blut kenne und die gerne Bücher lesen, scheinbar großer Wert auf Grammatik gelegt wird.
*hüstel* Wäre schlimm wenn nicht... ^^
ABER
ich bin mir sicher ziemlich mies zu sein, was das angeht. Ich geb es offen zu, es hat mich nie groß interessiert. Vielleicht schon erkennbar an meiner Kommasetzung und anderen Dingen.
Smilies und in Sternchen geschriebenes kommt in meinem Style selbst natürlich nicht vor. ;]
Ich weis um die Spannung, die Geschichtsbücher selber bei mir erzeugt haben und die Atmosphäre. Eine Atmosphäre die sicher hin und wieder getrügt worden wäre, wenn ich am Ende eines Textes ein ": ) " entdeckt hätte.
Wenn man das alles weglässt und berücksichtigt, wie weit muss der Autor sich der restlichen Welt dann fügen, was seinen Style betrifft?
Ich stehe zu meiner Ansicht das jeder Autor seinen eigenen Style haben sollen dürfte (sonst ist es nicht wirklich sein Werk) und man ihn dem nicht nehmen sollte.
- Man muss verstehen was gemeint ist. - Es muss Interesse wecken/- begeistern können.
Meinetwegen kann es dann sogar in einer Grammatik geschrieben sein, die sich jeden Deutschlehrer im Grabe umdrehen lässt und in Alpträumen heimsucht.
Der Style, verbunden mit der Grammatik.
Muss die Grammatik trotzdem Astrein sein, wenn man das einem Verlag so vorsetzen würde? Hab ja verschiedenes gehört, aber niemals wirklich glaubwürdige Leute fragen können, wie ich sie hier im Forum erwarte. ;-3
Wenn nicht hier, wo sonst?
Danke für die geopferte Zeit :-> |
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_________________ Rofl, er hat lol gesagt! |
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Björn M |
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 | | Verfasst am: 15.12.2008, 20:12 |
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So viele Aufrufe - aber keine Antwort?
Weis niemand Rat? Hmmm, hab mich auch sehr ausschweifend formuliert. : /
Dann kürzer und direkter ^^
denkt ihr es ist gut in einer Geschichte oft die Zeitform zu wechseln?
So wie
" Er ging zum Marktplatz und erblickte einen merkwürdigen Handschuh, der seinen Blick magisch anzog."
" Er springt den Händer an und kauft ihn."
Ist das verwirrend? ;D Ich denke es ist der Style des Schreibers... ^^ |
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_________________ Rofl, er hat lol gesagt! |
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Björn M |
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 | | Verfasst am: 15.12.2008, 20:48 |
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Moin Björn!
Frage dich zuerst, was du willst.
Willst du einfach schreiben und dein "Ding" machen - deinen Style?
Dann mach wie du denkst.
Willst du schreiben und sollen andere deine Texte lesen, ggf. Spaß dran haben, willst du deine Texte verkaufen, ggf. Geld damit verdienen?
Dann musst/solltest du dich dem "Kunden" auch ... anbiedern (ist etwas hart ausgedrückt - ist aber so).
Ich weiß nicht, welches Genre du bedienst, aber mal angenommen, du schreibst Belletristik, dann will der Leser unterhalten werden. Wenn du es ihm schon in punkto Grammatik schwer machst, wird er evtl. das Buch genervt zur Seite legen.
Du musst deinen eigenen Ansruch ja nicht vermindern, aber wenn du kommerziell schreibst, dann mache es dem Leser so einfach wie möglich(!).
Falsche, verquere Grammatik kommt in den besten Familien vor .
Aber versteck dich nicht hinter einem "Style". Grammatik kann man lernen. Einen Style kannst du immer noch haben und behalten. Lerne. Lerne dazu.
Das ist nie verkehrt.
(Und was Verlage angeht, die sind ähnlich wie Leser. Wenn du von ihnen soviel Toleranz erwartest, dass sie deinen "Nicht-Grammatik-Style" akzeptieren, dann bist du wohl auf dem Holzweg. Sie erwarten schon ein gewisses Maß an Perfektion. Auch wenn diese nicht erreichbar ist.)
Eigener Style ist okay - wäre schlimm, wenn es ihn nicht geben würde. Benutze ihn aber nicht als Ausrede für "keinen Bock auf die Auseinandersetzung mit Grammatik".
(Verstehst schon, oder )
Ich halte es auch für wichtiger, dass jemand eine Geschichte erzählen kann, dass er eine zündende Idee hat, dass er mit Worten umgehen kann, dass er auch mal was Neues macht.
Hey, Grammatik kann man lernen. Das ist nun echt das geringste Problem. Außerdem sollte dir klar sein, dass eine gewisse Kenntnis der Theorie einer Sprache dir durchaus erlaubt, virtuoser, bzw. gefühlvoller damit umzugehen.
Eigne dir beides an: Theorie und Praxis.
Edit:
Zeitformen:
Warum willst du sie wechseln? Wozu? Mal davon abgesehen, dass, wenn du eine Story in der Vergangenheit schriebst, sie nicht plötzlich Gegenwart werden kann und dann wieder Vergangenheit. Das ist kein Style. Das ist falsch. (Es sei denn, der Hauptprot. hat eine Zeitmaschine )
Sicherlich gibt es Ausnahmen innerhalb einer Erzählung in der Vergangenheit. Z.B. wenn du als Autor/Erzähler allgemeingültige Aussagen triffst.
Z.B.
Er sprang ihn mit dem Messer an und erdolchte ihn. (Vergangenheit)
Blut hat halt die Angewohnheit, zu spritzen. (Gegenwart) So bleib es nicht aus, dass er sich ziemlich eindreckte. (Vergangenheit)
Gruß
Hakket |
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Zuletzt bearbeitet von M-F Hakket am 15.12.2008, 20:58, insgesamt einmal bearbeitet _________________ www.tordenfjord-verlag.de |
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M-F Hakket |
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 | | Verfasst am: 15.12.2008, 20:53 |
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Hallo Björn!
Ich kann nur für mich sprechen. Wenn ich etwas lesen möchte, wirklich möchte, dann muss ich es verstehen. Verständnisschwierigkeiten kommen aber oft daher, dass z.B. Kommafehler oder Grammatikleichen das Lesen nur unnötig erschweren. Wenn ich jeden Satz zwei mal lesen muss, damit ich ihn verstehe, und dass nur, weil so viele Fehler drin sind, dann versichere ich Dir, dass ich über die erste Seite und den Klappentext nicht hinaus komme.
Der Autor muss sich schon die Arbeit machen, seinen Text so verständlich und logisch zu gestalten, dass der Leser (also Dein Kunde) Lust hat, Dein Buch kaufen zu wollen. Wenn ich ein Buch finde, dass vor Unverständlichkeit nur so wimmelt, hat der Autor (oder der Lektor) seinen Job nicht richtig gemacht - und ich muss davon ausgehen, dass auch der Inhalt wischi- waschi ist.
Für mich ist die Form, die Grammatik, die Zeichensetzung sehr wichtig. Ich will nicht sagen, dass ich darin perfekt bin - Gott bewahre. Aber ich bemühe mich, es richtig zu tun.
Nicht mehr und nicht weniger erwarte ich auch von anderen Autoren.
LG, Conny |
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Conny |
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 | | Verfasst am: 15.12.2008, 21:39 |
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| Style? Wir haben früher immer Stil gesagt. Ich bin auch über jeden eigenen Kommafehler noch immer todunglücklich. Wenn man seine Sprache nicht liebt, liebt sie garantiert nicht zurück. Daran glaube ich. |
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FraRa |
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 | | Verfasst am: 15.12.2008, 21:41 |
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Hmhm ^^ danke für eure Worte.
Ähnlich hab ich es mir schon gedacht, es soll den Leuten ja auch Spaß machen das Buch zu lesen. Ist eine Fantasygeschichte. Das absolute Grauen im deutschen Autorengeschäft, hab gehört nirgends gibt es heftigere Ansprüche.
Hinter meinem Style will ich mich natürlich nicht verstecken. ^^
Benutze ja schon so einige Tricks. Ich schreib den Text und lese ihn einen Tag, bzw. ein paar Stunden später noch mal, wenn ich die einzelnen Sätze schon vergessen habe und es "als Leser" zum ersten mal zu Gesicht bekomme.
Klappentext... das ist das was immer hinten auf dem Buch drauf steht, oder?
War vor zwei Wochen in der Stadt in einem Geschäft und hab mir mal die Bücher angesehen.
Die Klappentexte waren zwar Astrein geschrieben, aber las sich alles so sehr nach Klischee, dass es mich derb abgeschreckt hat.
Nunja, danke für die Hilfe. =)
Schönen Abend noch
Björn |
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Björn M |
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 | | Verfasst am: 15.12.2008, 21:52 |
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| Björn M hat Folgendes geschrieben: |
Klappentext... das ist das was immer hinten auf dem Buch drauf steht, oder?
War vor zwei Wochen in der Stadt in einem Geschäft und hab mir mal die Bücher angesehen.
Die Klappentexte waren zwar Astrein geschrieben, aber las sich alles so sehr nach Klischee, dass es mich derb abgeschreckt hat.
Nunja, danke für die Hilfe. =)
Schönen Abend noch
Björn |
Ich verstehe zwar nicht, was Du mit Klischeehaft meinst, aber um einen Klappentext wirst Du nicht drum herum kommen. Er ist quasi der kurze Einblick des Lesers in Dein Buch. Nicht wenige potenzielle Leser entscheiden nach Lesen des Klappentextes, ob sie ein Buch kaufen oder nicht.
LG, Conny |
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Conny |
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 | | Verfasst am: 15.12.2008, 22:01 |
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Guten Abend Björn,
eigentlich ist alles gesagt. Aber was mich sofort angesprungen hat, war das Wort "Style".
Ich weiß nicht so genau, was du darunter verstehst. Wenn es dir dabei aber um einen eignen Stil geht, kannst du natürlich, im Rahmen der Grammatik und der Rechtschreibung, sehr kreativ werden. Das macht ja den Reiz des Schreibens aus. Formulieren, mit Worten spielen, neue Formulierungen oder Worte finden. Eine Geschichte so erzählen, dass deine Leser sich noch daran erinnern, wenn sie dein Buch weggelegt haben.
Ich sehe das nicht als anbiedern. Ich möchte unterhalten, amüsieren oder zum Denken anregen, aber nicht nerven. Aber natürlich bin ich auch nicht perfekt. Ich lerne mit jedem Text.
Grüße, Gabi |
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Hunger auf Leben - Ein Mädchen kämpft gegen den Krebs
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 | Re: Eine Frage zum Style des geschriebenen Wortes | Verfasst am: 16.12.2008, 02:00 |
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| Björn M hat Folgendes geschrieben: |
Endlich kann ich sie direkt anderen Leuten stellen, die garantiert ihren eigenen Style haben.
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Ich mag solche stylishen Themen. Sind echt krass. Wirkt total gepimpt. Sozusagen "Pimping my language". Ist aber trotzdem echt cool. Als wäre es direkt vom Styler Myler.
Ich selbst kann da nicht mithalten. Ich weiß nämlich nicht. ob ich überhaupt so was habe. Style, meine ich. Ich habe mal was über Stil gelernt. Das ist aber nicht dasselbe wie Style. Mir geht es da wie FraRa. Sorry.
Vielleicht sagst du uns erst einmal, warum du Style hast und nicht Stil.
LG
Siegfried |
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 16.12.2008, 02:04 |
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| Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
Zeitformen:
Warum willst du sie wechseln? Wozu? Mal davon abgesehen, dass, wenn du eine Story in der Vergangenheit schriebst, sie nicht plötzlich Gegenwart werden kann und dann wieder Vergangenheit. Das ist kein Style. Das ist falsch. |
Irgendwer hat hier im Forum irgendwo und irgendwann geschrieben, dass viele aus angeblich künstlerischen Gründen gegen Regeln verstoßen, dabei aber eigentlich nicht in der Lage seien, diese Regeln zu beachten und dieses Fehlen an Kenntnissen dann mit dem Argument der künstlerischen Freiheit zu kaschieren versuchen.
Wer Regeln brechen will, sollte sie vorher beherrschen.
LG
Siegfried |
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 16.12.2008, 11:24 |
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| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Wer Regeln brechen will, sollte sie vorher beherrschen.
LG
Siegfried |
Das unterschreibe ich sofort!
LG, Conny |
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 | | Verfasst am: 16.12.2008, 12:08 |
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Ich vermute nur, dass es heute leider zu wenig Angebote an junge Schreibende gibt, ihr Talent und damit auch ihre sprachliche Sicherheit zu entwickeln.
Noch immer bin ich dankbar, dass ich wenigstens als Kind und Jugendlicher bei einer "richtigen" Schrifstellerin in den Schreibzirkel gehen konnte. Heute kann man zwar kinderleicht ein Buch herstellen, aber ich erkenne
keine echte Talentförderung. Kostet ja alles nur. Wen wundert es dann, dass am Ende selbst das Wort "Stil" ungeläufig ist?
Schade um viele Talente. |
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FraRa |
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 | | Verfasst am: 16.12.2008, 13:02 |
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style = Stil, Ausführung, Modell, entwerfen, gestalten.
Stil und Ausführung sind in der Sprache (noch) an Regeln gebunden.
Alles andere erfordert (zusätzliche) Kreativität, deren Anerkennung
jedoch angesichts der vorherrschenden Lehre von Poetik schwer fallen dürfte.
Andererseits, hätte nie irgendjemand eine oder mehrere Regeln gebrochen - wir würden wahrscheinlich noch die Schreibverfahren (auch stilistisch) der "guten alten Zeit" verwenden.
Die "Konkrete Poesie" hat versucht, poetische Regeln zu brechen,
ihr Erfolg bei Lesern hält sich - bisher jedenfalls - in sehr engen Grenzen.
Literatur hat es sichtlich schwerer als jede andere Kunstform, sich hinsichtlich radikaler Veränderungen zu behaupten. Doch jeder diesbezüglicher Versuch sollte nicht von vornherein verurteilt werden. |
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hwg |
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 | | Verfasst am: 16.12.2008, 17:51 |
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| hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
style = Stil, Ausführung, Modell, entwerfen, gestalten.
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Siehst du, da haben (zumindest) wir zwei ein unterschiedliches Verständnis von "Style"
"Style" ist nur im wortwörtlich übersetzten Sinne mit dem deutschen Wort "Stil" gleichzusetzen. "Style" ist ein sehr stark von der Jugendkultur geprägter Begriff, der eine äußere Form beschreibt, mit der sich jemand als einzigartig darzustellen versucht. Am offensichtlichsten ist dies bei Computern und Handys, die "gepimpt" werden (früher nannte man das "aufgemotzt").
"Style" ist aber auch ein individuelles Erkennungsmerkmal, eine Lebenseinstellung, eine Abgrenzung gegen Einflüsse von außen - und hat auf dieser Ebene mit dem althergebrachten "Stil" recht wenig zu tun.
| hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
Stil und Ausführung sind in der Sprache (noch) an Regeln gebunden.
Alles andere erfordert (zusätzliche) Kreativität, deren Anerkennung
jedoch angesichts der vorherrschenden Lehre von Poetik schwer fallen dürfte.
[...]
Literatur hat es sichtlich schwerer als jede andere Kunstform, sich hinsichtlich radikaler Veränderungen zu behaupten. Doch jeder diesbezüglicher Versuch sollte nicht von vornherein verurteilt werden. |
Im vorliegenden Fall geht es nicht um Poesie, sondern um erzählende, handlungsorientierte Literatur (um Fantasy, so weit ich das mitbekommen habe). Und der "Style", also die Individualisierung des Textes, bezog sich auf mangelnde Grammatikkenntnisse.
Wir können natürlich falsche Grammatik zur Kunst erheben. Dann aber sollte sich niemand mehr über PISA-Ergebnisse und Probleme im Schreiben und Lesen in der Mittelstufe der deutschen Schulen aufregen.
NB: Heute in einer Postfiliale auf einem Plakat oberhalb der Geldautomaten gesehen:
Die Postbank: Pünktlich - Persönlich - Günstich
Günstich??? Da fällt einem doch nichts mehr zu ein - außer: Echt stylish!
LG
Siegfried
PS: Ich wollte diesen Beitrag eigentlich so anfangen:
Sieest duh, dah habn (tsuminndest) wier tswai ain unterschietliches Färstänntnis fonn "Steihl"
aber künstlerisch-stylish zu schreiben, das ist echt schwer!  |
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 16.12.2008, 18:14 |
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Siegfried schrieb folgendes:
| Zitat: |
| Wir können natürlich falsche Grammatik zur Kunst erheben. Dann aber sollte sich niemand mehr über PISA-Ergebnisse und Probleme im Schreiben und Lesen in der Mittelstufe der deutschen Schulen aufregen. |
Natürlich kann man falsche Grammatik zur Kunst erheben.Siehe W.A.Z. sehr lange war dort immer eine Glosse mit Namen Kumpel Anton.Deutsch aus dem tiefsten Ruhrgebiet.Herrlich.Wenn eine Geschichte in einem gewissen Milieu spielt,dann muss es doch erlaubt sein die Grammatikalischen Verrenkungen da einzubauen. Anders ist es ums verrecken doch nicht real. OK wenn jemand den Duden neu schreiben will,der soll natürlich nicht mit falscher Grammatik ankommen. |
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cosmopolit |
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