Titel: Einmal Playa Quemada und zurück – zu Fuß rund um Lanzarote
Autor: Guido Block-Künzler
Verlag: BoD
ISBN: ISBN 978384236116
Seiten: 148
Preis: 12,98
Der Autor über das Buch:
Meine Trauminsel - aber nicht meine Heimat.
Klappentext:
Nein. César Manrique, der Allroundkünstler und Sohn der Insel, hat Lanzarote nicht erfunden - und die Lanzaroteños nicht Kuba. Wahr ist jedoch, dass die Hälfte der Kubaner kanarische Wurzeln hat. Lanzarote ist die trockenste Insel der Kanaren. Wenn der Winterregen weitgehend ausfiel, litten die Menschen Hunger und hatten keine Wahl: Sie mussten in die Ferne ziehen. Wahr ist auch, dass die Insel ohne Manrique massentouristischer wäre.
Ruprecht Skasa-Weiß – ein Homo canariensis im Winter – hat die Insel so treffend beschrieben, dass dem nichts mehr hinzuzufügen ist: „Eine Insel, schwarz gehöckert, wie vom Teufel persönlich in den Atlantik gekippt. Vulkane, Krater, Lavagebirge bis an den Rand des gischtenden Meeres...“ Der Autor erkundet Lanzarote seit Anfang der 1990er mit dem Mountainbike. Nun hat er sich zu Fuß auf den Weg gemacht.
Inhalt:
Marina Rubicón
Die Fischerkate der Familie Medina Caceres
Touristen sind hier früher auf dem Weg zu den Papagayostränden achtlos an den Fischerhütten vorbeigelaufen. Auf dem Kiesstrand lagen die schweren Holzboote. Hunde kläfften. Heute lärmen hier Touristen. Hinter der Fischerhütte der Familie Medina Caceres steht ein Supermarkt. Der Kiesstrand vor der Hütte ist einem Sporthafen gewichen. Boutiquen und Restaurants säumen die Hafenanlage. Fischerboote trifft man dort nicht an.
Auf Lanzarote kennt jeder das Haus. La Casa Berrugo heißt es – benannt nach der Bucht, die unter dem Sporthafen Marina Rubicon verschwand. „Aqui habia una playa. – Once there was a beach here. – Das war ein Strand.“ haben die Caceres auf ihre Fischerhütte geschrieben. Ein nutzlos gewordenes Boot liegt davor. Eine Pinnwand informiert über ihren Widerstand. Touristen bleiben davor stehen. Einige haben Sätze wie „Bleibt standhaft!“ in eine Art Kondolenzbuch geschrieben. Die Szene hat etwas Surreales.
Die Fischer haben ihre Hütte nicht aufgegeben, obwohl sie von der Tourismusindustrie vollständig eingekreist sind. Inzwischen ist das Haus behördlich versiegelt worden. Die Provinzposse, die dazu führte, zeigt eine im Zweifel entschlossene Verwaltung – solange es nicht gegen die Reichen und Mächtigen geht. Der Familie ist vor Gericht der Besitzanspruch auf das Haus abgesprochen worden. Auch dabei hatte der ehemalige Bürgermeister von Yaiza seine Hände im Spiel. Er – dem das kleine traditionell weiß gekalkte Häuschen ein Dorn im Auge war, begutachtete vor dem Gericht in Arrecife, dass es der Familie nicht gehöre. Die aber lebt seit hundert Jahren in der Bucht. Ihre Vorfahren arbeiteten in den Salinen, die am Ende der Bucht begannen. Im Inselmagazin Lanzarote 37° berichtet der 63jährige Santiago Medina Caceres - einer von vier Brüdern, die hier geboren worden sind: "Es gab einen Gerichtsprozess, in dem festgestellt wurde, dass das Haus nicht uns gehört. Der frühere Bürgermeister von Yaiza hat einen Bericht eingereicht, wonach es uns nur von den Salinen zur Nutzung überlassen worden ist, für die mein Vater gearbeitet hat, und der Gemeinde gehört. Das war für das Gericht stichhaltiger. Denn wir haben nichts Schriftliches, dass der Betreiber der Salinen meinem Vater das Haus endgültig überlassen hat." Vor hundert Jahren sei das per Handschlag verabredet worden, sagt er. Heimatkundler bestätigen, dass solche Fürsorge des Arbeitgebers auf Lanzarote Tradition hat. Früher galt das einfache Wort, Dokumente waren nicht nötig - bis Spekulanten Ende der Neunzigerjahre das gesamte Areal bei Playa Blanca kauften. Familie Medina Caceres wollte nicht weichen und wehrt sich vor Gericht – bislang vergeblich.
„Schön oder lieber reich?“ titelte der Focus im November letzten Jahres. Die Fischerhütte ist inzwischen zu einem Symbol geworden für einen ungleichen Kampf. In ihm stehen Wachstumsfanatiker, Grundstücksspekulanten und Baulöwen auf der einen Seite. Auf der anderen versuchen Einheimische und Zugezogene wie die deutsche Manrique-Schülerin Bettina Bork zu verhindern, dass es noch schlimmer kommt. Sie wollen den natürlichen Reichtum der Insel bewahren. Schließlich ist das „ästhetische Gesamtbild“ – so der Focus – der größte touristische Trumpf der Isla mitica.
Inhalt
Lanzarote
„Jungfräulich wird sie nie wieder!“
11
Papagayo-Strände
Wo die Kanaren spanisch wurden
25
Marina Rubicón
Die Fischerkate der Familie Medina Caceres
37
Playa Blanca
Fußläufige Touristenwüste
40
Rubicón
Wo die Berge glühen
45
Timanfaya
Das Familiensilber
53
El Jable
Die Sandwüste
70
Famara
Wind, Wellen und Surfer
73
Risco de Famara
Wolkenfänger
76
Haría
Manriques letzte Zuflucht
82
Orzola
Fischer, weiße Strände und Malpais
85
Arrieta
Juan de Léon Perdomo: einmal Argentinien und zurück
90
Costa Teguise
Geplatzt: Manriques Traum vom nachhaltigen Tourismus
95
Arrecife
Inselhauptstadt hinter dem Riff
98
Puerto del Carmen
Vierzig Jahre Massentourismus
109
Puerto Calero
“Turismo de Calidad”
111
Playa Quemada
Der verbrannte Strand
115
Manrique auf Lanzarote
117
Liebe Grüße
Guido
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Einmal Aachen und zurück - mit dem Rad rund um Nordrhein-Westfalen
ISBN 9783839189337
Einmal Schlitz und zurück - mit dem Rad rund um Hessen
ISBN 9783842362239
Einmal Eivissa und zurück - zu Fuß rund um Ibiza
ISBN 9783839182000
Einmal Playa Quemada und zurück - zu Fuß rund um Lanzarote
ISBN 9783842362116 |
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_________________ Der Weg ist das Ziel.
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Guido Block-Künzler |
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| Anmeldedatum | 06.01.2011 | | Beiträge | 17 | | Wohnort | Schlitz/Hessen | |
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