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Hier klicken, um Mitglied zu werden  Hier klicken, um Mitglied zu werden » 24.03.2010 Lesung am Kamin
» Lesung auf der Reha-Messe Berlin

BeitragVerfasst am: 15.01.2010, 23:33
Hallo Markus,
vielen Dank für Deinen Bericht. Deine Tipps sind sehr wertvoll. Meine erste Lesung steht am 29.01. an.
Eine Art "Generalprobe" mit 4 bekannten Zuhörern hatte ich letzte Woche. Erst da habe ich wirklich gesehen, was ich weglassen bzw. noch hinzufügen sollte. Ich war ebenfalls erstaunt, dass ich bei den ersten Sätzen sehr aufgeregt war und schwer lesen konnte, obwohl ich es ebenfalls gewohnt bin, vor Menschen zu reden.
Ist wahrscheinlich normal, wenn es sich um eine völlig neue Erfahrung handelt... Very Happy

VIelen Dank nochmal.

Gruß, Michaela
 
  Buffy 
 
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BeitragVerfasst am: 27.03.2010, 15:51
Hallo Markus,

schön, dass alles soweit gut geklappt und dir Spaß gemacht hat.

Michaela, wie war es bei dir?

Für alle Interessierten, hier ein Auszug aus den Tipps zu Lesungen, die ich z.T. ganz hilfreich und lustig zusammengefasst fand (wobei man sich hier auf eine Lesung / Buchvorstellung mit mehreren Autoren bezieht).
Gruß von Barbara

Also, ich beziehe mich auf die Quelle:
http://alfacultura.com/alfa-de/autoreninfo

"Lampenfieber können Sie zu Hause lassen! So viele Lampen haben wir nicht.
Unser Publikum ist wohlwollend, geduldig, aufgeschlossen, aufmerksam, respektvoll und sehr ruhig.
Lässt sich aber – so man will – leicht aktivieren und mit einbeziehen.
Leider ist es auch zu großen Teilen schwerhörig. Wir haben zwar ein Mikrofon, das jedoch auch schon mal den Geist aufgegeben hat. Daher: bitte LAUT sprechen!

Sollte Sie der Kloß im Hals, das Zittern in Knien und/oder Händen doch befallen:
Stellen Sie sich vor, Sie stehen (oder sitzen) vor einer Schulklasse aus dem vorigen Jahrhundert. Das heißt, einer Schulklasse, mit Ordnung und Respekt.
So sind die Alfatierchen auch.

Bei Buchvorstellungen:

* Sprechen Sie mit Ihrem Publikum. Je freier desto besser.
* Machen Sie sich KEIN Manuskript, dem Sie nach Strich und Faden folgen.
* Schauen Sie so oft wie möglich ins Publikum
* Und machen Sie sich möglichst nur Stichpunkte.
* Bioleks bewährte Karteikarten zum Beispiel.

Beim Vorlesen von Textstellen oder Kurzgeschichten gilt:
So kurzweilig wie möglich.
Nicht unbedingt muss jeder Satz vorgelesen werden, nur weil er da steht.
Was Sie als besonders gelungene, weitschweifige Beschreibung empfinden, langweilt den Hörer mitunter unglaublich.
Sollten Sie das Glück haben, Lacher zu ernten, bauen Sie darauf.
Nutzen Sie die gelockerte Atmosphäre, sei es nur zum tief Durchatmen, zum Mitlachen, oder für eine spontane Idee, die Ihnen gerade kommt.
Trauen Sie sich, spontan zu sein.

Bedenken Sie:
Da sitzen fast nur Menschen, die Sie bewundern, die insgeheim denken:
Toll, dass die oder der sich das zutraut. Nicht: Na, das hätte ich aber besser gemacht.

Bauen Sie Ihren Vortrag so auf, dass Sie Lust auf mehr hinterlassen.
Wenn Sie eine minutiöse Inhaltsangabe eines Buches geben, ist das zwar sehr fleißig, dient aber nicht Ihrem Ziel, das da sein sollte:
Ich will das Buch so spannend darstellen, dass die Leute es lesen wollen und nicht mit dem schon legendären Ausspruch reagieren:
„Dieses Buch brauchen wir nun auch nicht mehr zu lesen!“

Und: Weniger ist mehr!
Hinterlassen Sie ein „Oh, is es schon zu Ende? Wie schade!“ Gefühl.
Kein: „Na Gott sei Dank ist das endlich vorüber!“"

_________________
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  skipteuse 
 
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BeitragVerfasst am: 27.03.2010, 16:07
skipteuse hat Folgendes geschrieben:
Hallo Markus,

schön, dass alles soweit gut geklappt und dir Spaß gemacht hat.

Michaela, wie war es bei dir?

Für alle Interessierten, hier ein Auszug aus den Tipps zu Lesungen, die ich z.T. ganz hilfreich und lustig zusammengefasst fand (wobei man sich hier auf eine Lesung / Buchvorstellung mit mehreren Autoren bezieht).
Gruß von Barbara

Also, ich beziehe mich auf die Quelle:
http://alfacultura.com/alfa-de/autoreninfo

"Lampenfieber können Sie zu Hause lassen! So viele Lampen haben wir nicht.
Unser Publikum ist wohlwollend, geduldig, aufgeschlossen, aufmerksam, respektvoll und sehr ruhig.
Lässt sich aber – so man will – leicht aktivieren und mit einbeziehen.
Leider ist es auch zu großen Teilen schwerhörig. Wir haben zwar ein Mikrofon, das jedoch auch schon mal den Geist aufgegeben hat. Daher: bitte LAUT sprechen!

Sollte Sie der Kloß im Hals, das Zittern in Knien und/oder Händen doch befallen:
Stellen Sie sich vor, Sie stehen (oder sitzen) vor einer Schulklasse aus dem vorigen Jahrhundert. Das heißt, einer Schulklasse, mit Ordnung und Respekt.
So sind die Alfatierchen auch.

Bei Buchvorstellungen:

* Sprechen Sie mit Ihrem Publikum. Je freier desto besser.
* Machen Sie sich KEIN Manuskript, dem Sie nach Strich und Faden folgen.
* Schauen Sie so oft wie möglich ins Publikum
* Und machen Sie sich möglichst nur Stichpunkte.
* Bioleks bewährte Karteikarten zum Beispiel.

Beim Vorlesen von Textstellen oder Kurzgeschichten gilt:
So kurzweilig wie möglich.
Nicht unbedingt muss jeder Satz vorgelesen werden, nur weil er da steht.
Was Sie als besonders gelungene, weitschweifige Beschreibung empfinden, langweilt den Hörer mitunter unglaublich.
Sollten Sie das Glück haben, Lacher zu ernten, bauen Sie darauf.
Nutzen Sie die gelockerte Atmosphäre, sei es nur zum tief Durchatmen, zum Mitlachen, oder für eine spontane Idee, die Ihnen gerade kommt.
Trauen Sie sich, spontan zu sein.

Bedenken Sie:
Da sitzen fast nur Menschen, die Sie bewundern, die insgeheim denken:
Toll, dass die oder der sich das zutraut. Nicht: Na, das hätte ich aber besser gemacht.

Bauen Sie Ihren Vortrag so auf, dass Sie Lust auf mehr hinterlassen.
Wenn Sie eine minutiöse Inhaltsangabe eines Buches geben, ist das zwar sehr fleißig, dient aber nicht Ihrem Ziel, das da sein sollte:
Ich will das Buch so spannend darstellen, dass die Leute es lesen wollen und nicht mit dem schon legendären Ausspruch reagieren:
„Dieses Buch brauchen wir nun auch nicht mehr zu lesen!“

Und: Weniger ist mehr!
Hinterlassen Sie ein „Oh, is es schon zu Ende? Wie schade!“ Gefühl.
Kein: „Na Gott sei Dank ist das endlich vorüber!“"


Tolle Tipps, danke Barbara thumb up

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LG,

Lisa
 
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