 | Eure Meinung ist mir wichtig | Verfasst am: 19.01.2009, 14:19 |
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Hallo, hier ein kleiner Auszug aus meinem fast fertigen Roman.
Jede positive/negative Kritik ist mir wichtig. Ist der Stil o.k.
Ich freue mich auf eure Antwort.
... Der Flug nach London verlief ruhig. Katja hatte sich nach dem Tod ihrer Eltern geschworen, niemals ein Flugzeug zu besteigen. Jetzt saß sie verkrampft in ihrem Sitz und presste angstvoll die Lippen aufeinander. Verstohlen blickte sie zu ihrem Flugnachbarn der sich gemütlich zurückgelehnt hatte und in einem Buch las.
Allmählich löste sich die Anspannung, und sie schloss die Augen. Sie döste ein wenig vor sich hin, denn in der vergangenen Nacht hatte sie vor Aufregung kaum geschlafen. Markus kam ihr in den Sinn. Er liebte sie. Aber liebte sie ihn auch? Auf diese Frage fand sie keine Antwort. Sie hatte sich darüber keine Gedanken gemacht. Bisher sah sie in ihm einen guten Freund. Er war in den letzten Monaten immer zur Stelle gewesen, hatte sie in ihrer schlimmsten Phase begleitet. Aber was hatte das mit Liebe zu tun? Allerdings musste sie zugeben, dass ihr die Trennung heute Morgen nicht leicht gefallen war. Markus hatte es sich nicht nehmen lassen, sie zum Flughafen zu begleiten.
Sie seufzte. Ihr Sitznachbar schaute sie prüfend an und fragte fürsorglich:
„Ist mit Ihnen alles in Ordnung?“
„Danke, mir geht es gut“, antwortete Katja leise, aber nicht sehr überzeugend.
„Manchmal hilft es, wenn man sich seinen Kummer von der Seele reden kann“, sagte er. Seine Stimme klang warmherzig. „Sie können mir vertrauen, ich habe Schweigepflicht.“
Katja schaute ihm erstaunt in die Augen. Sie waren blau, wie der Himmel an einem strahlenden Sommertag.
Jetzt lachte er.
„Ich bin Arzt. Alexander Reuter“, stellte er sich höflich vor.
Katja hatte nicht die geringste Lust, sich zu unterhalten.
Aber ihr Gegenüber zog sie in seinen Bann. Er muss ein fröhlicher Mensch sein, dachte sie, als ihr seine Augenfältchen gewahr wurden. Seine Gegenwart wirkte beruhigend. Wie alt mochte er sein? Etwas um die Dreißig, wie Markus, vermutete sie.
„Ich heiße Katja Berghoff!“
„Nun Katja, wo drückt der Schuh?“, fragte er aufmunternd.
„Vielen Dank“, sagte sie freundlich aber bestimmt, „ es ist nichts.“
Was hätte sie ihm sagen sollen? Dass die grausamen Bilder des Unglücks, die sich in ihrem Kopf zusammen fügten, sie bis in ihre Träume verfolgten? Oder, dass sie sich über ihre Gefühle zu Markus nicht im Klaren war? Sie wendete ihr Gesicht zur Seite und schaute aus der kleinen Fensterluke auf die dichte Wolkendecke hinab.
LG.Rita |
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 | | Verfasst am: 19.01.2009, 14:26 |
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Hallo Rita,
du schreibst:
Zitat:
Katja hatte sich nach dem Tod ihrer Eltern geschworen, niemals ein Flugzeug zu besteigen.
Hier würde ich durchaus näher darauf eingehen, warum Katja kein Flugzeug besteigen will. War der Tod der Eltern verursacht durch einen Flugunfall? Das würde ihre Flugangst erklären. Sind die Eltern aber an Altersschwäche verstorben, sehe ich keinen Zusammmenhang.
Grüße
Bernd |
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 | | Verfasst am: 19.01.2009, 15:21 |
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Hallo Bernd,
das war nicht der Anfang des Romans. Den möchte ich nicht verraten.
Selbstverständlich sind dort die Gründe beschrieben.
Danke für die Antwort. Ich weiß, man müsste mehr offfenbaren, um
Handlungen zu erkennen. Aber dann müsste ich zu viel Preis geben.
Hier noch ein ganz kleiner Auszug, der mit dem Anfang zusammenhängt.
Zum besseren Verstehen:
... Zögernd berichtete einer der Polizisten von dem schrecklichen Unglück, das sich im Morgengrauen bei eisiger Kälte abgespielt hatte: Der Pilot sei kurz nach dem Start, wegen eines Hydraulikausfalls, zur Notlandung gezwungen gewesen. Bei diesem Versuch, wäre das Flugzeug auf der Landebahn des Flughafens von Chicago zerschellt und in Brand geraten.
Die Hälfte der Passagiere hätte nicht überlebt. Ihre Eltern seinen auf dem Weg in die Klinik verstorben!
Es dauerte einige Sekunden, bis Katja kapierte was geschehen war. Eine eiserne Faust griff nach ihrem Herzen. Ihr wurde schwarz vor Augen.
LG.Rita |
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 | | Verfasst am: 19.01.2009, 15:29 |
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Hallo Rita,
so wird alles viel klarer. Natürlich hatte ich als Grund für die Flugangst einen Flugunfall vermutet, fand aber in diesem Satz keine konkrete Aussage dazu.
Grüße
Bernd |
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 | | Verfasst am: 19.01.2009, 19:25 |
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Hallo Rita,
hier meine bescheidenen Anmerkungen in blau:
Allmählich löste sich die Anspannung, und sie schloss die Augen. Sie döste ein wenig vor sich hin, denn in der vergangenen Nacht hatte sie vor Aufregung kaum geschlafen. Markus kam ihr in den Sinn. Er liebte sie. Aber liebte sie ihn auch?
Auf diese Frage fand sie keine Antwort. Sie hatte sich darüber keine Gedanken gemacht.
Die beiden Aussagen passen nicht zueinander. Natürlich kann sie keine Antwort finden, wenn sie nicht darüber nachdenkt. Ich würde den ersten Satz einfach weglassen.
Bisher sah sie in ihm einen guten Freund. Er war in den letzten Monaten immer zur Stelle gewesen, hatte sie in ihrer schlimmsten Phase begleitet. Aber was hatte das mit Liebe zu tun? Allerdings musste sie zugeben, dass ihr die Trennung heute Morgen nicht leicht gefallen war. Markus hatte es sich nicht nehmen lassen, sie zum Flughafen zu begleiten.
Sie seufzte. Ihr Sitznachbar schaute sie prüfend an und fragte fürsorglich:
„Ist mit Ihnen alles in Ordnung?“
„Danke, mir geht es gut“, antwortete Katja leise, aber nicht sehr überzeugend.
„Manchmal hilft es, wenn man sich seinen Kummer von der Seele reden kann“, sagte er. Seine Stimme klang warmherzig. „Sie können mir vertrauen, ich habe Schweigepflicht.“
Hier kommt es mir etwas seltsam vor, dass der Sitznachbar Katja, gleich mit Vertrauen und Schweigepflicht erschlägt.
Katja schaute ihm erstaunt in die Augen. Sie waren blau, wie der Himmel an einem strahlenden Sommertag.
Jetzt lachte er.
„Ich bin Arzt. Alexander Reuter“, stellte er sich höflich vor.
Katja hatte nicht die geringste Lust, sich zu unterhalten.
Aber ihr Gegenüber zog sie in seinen Bann.
Er muss ein fröhlicher Mensch sein, dachte sie, als ihr seine Augenfältchen gewahr wurden.
... als ihr seine Augenfältchen auffielen.
Seine Gegenwart wirkte beruhigend. Wie alt mochte er sein? Etwas um die Dreißig, wie Markus, vermutete sie.
„Ich heiße Katja Berghoff!“
„Nun Katja, wo drückt der Schuh?“, fragte er aufmunternd.
„Vielen Dank“, sagte sie freundlich aber bestimmt, „ es ist nichts.“
Was hätte sie ihm sagen sollen? Dass die grausamen Bilder des Unglücks, die sich in ihrem Kopf zusammen fügten, sie bis in ihre Träume verfolgten? Oder, dass sie sich über ihre Gefühle zu Markus nicht im Klaren war? Sie wendete ihr Gesicht zur Seite und schaute aus der kleinen Fensterluke auf die dichte Wolkendecke hinab.
Anm.: Die arme Katja, kann sie sich nicht einen anderen Sitzplatz suchen? Ich krieg schon Wut auf den Kerl ...
LG Grete |
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 | | Verfasst am: 19.01.2009, 20:41 |
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Hallo Grete,
danke für deine Anregungen, werden berücksichtigt.
Aber lachen musste ich trotzdem, über diesen "aufdringlichen" Mann.
Sollte so sein, denn er wird noch gebraucht!
LG.Rita |
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 | | Verfasst am: 20.01.2009, 01:27 |
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Hallo Rita,
bei dem anderen Ausschnitt finde ich, dass das Wort "kapierte" nicht gut gewählt ist. Bei so einer dramatischen Sache wäre vielleicht "begriff" o.ä. besser als solch ein umgangssprachliches Verb.
Grüßle,
Judith |
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Judith |
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 | | Verfasst am: 20.01.2009, 11:23 |
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Judith  |
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 | | Verfasst am: 20.01.2009, 11:31 |
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Hallo Rita,
ich mache es ganz kurz: in den ersten beiden Absätzen kommt "hatte" für meinen Geschmack zu häufig vor. Vielleicht fällt es dir auch auf, wenn du drauf achtest.
Ansonsten finde ich den Ausblick auf die Geschichte vielversprechend.
LG, Andrea |
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 | | Verfasst am: 20.01.2009, 13:26 |
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Danke Andrea,
wird alles noch einmal durchgeackert.
LG.Rita |
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 | | Verfasst am: 20.01.2009, 14:10 |
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Hallo Rita,
Auch von mir ein paar Anmerkungen.
Die Sache fängt ja schon mal gut an. Nur würde ich mir eine andere Unfallursache ausdenken. Wenn die Hydraulik eines Flugzeuges ausfällt, wird es sicher eine Notlandung geben. Aber dass dabei die Maschine abstürzt, halte ich für unwahrscheinlich.
Ich würde als Ursache das nehmen, was gerade in den USA passiert ist, mehrere große Vögel fliegen in die Triebwerke und sie fallen dadurch aus.
Wenn ich im Flugzeug neben jemandem sitze, der offensichtlich ziemlich angespannt wirkt, würde ich zunächst mal an Flugangst denken und nicht an persönliche Probleme. Insofern würde ich, als Arzt, noch nicht von Schweigepflicht und so etwas reden, sondern erst mal versuchen ihr die Flugangst zu nehmen. |
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Zuletzt bearbeitet von Gerhard am 20.01.2009, 14:21, insgesamt einmal bearbeitet _________________ Herzliche Grüße
Gerhard
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Gerhard |
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 | Einfach gut! | Verfasst am: 20.01.2009, 14:20 |
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Hallo, Rita!
Um es kurz zu machen: Deine Leseprobe klingt sehr vielversprechend. Mein Fazit: das ist.. einfach gut!
Walter |
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 | | Verfasst am: 20.01.2009, 15:15 |
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Hallo Gerhard,
erstmal danke für deine Nachricht.
Allerdings, das mit dem Absturz hat sich genauso abgespielt, wie
ich es beschrieben habe. (Vor einigen Jahren in Chicago) Schau mal
bei Google unter Flugzeugabstürze, da habe ich es mir herausgefischt.
Die Notlandung war schief gegangen und das Flugzeug zerschellte.
Die Hälfte der Passagiere starb.
Die Passage mit dem Arzt, werde ich mir noch einmal durch den Kopf
gehen lassen. Ansonsten ist das Manuskript fertig. Einige Änderungen
fallen noch an.
LG.Rita |
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 | | Verfasst am: 20.01.2009, 15:17 |
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Hallo Walter,
Du schreibst:
Mein Fazit: das ist.. einfach gut!
Vielen lieben Dank! Es tut auch gut, etwas Positives zu hören.
LG.Rita |
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 | Re: Eure Meinung ist mir wichtig | Verfasst am: 20.01.2009, 15:32 |
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| Rita Hajak (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
Katja schaute ihm erstaunt in die Augen. Sie waren blau, wie der Himmel an einem strahlenden Sommertag. |
Wenn man erstaunt ist und jemand fragend ansieht, bemerkt man dann wirklich die Augenfarbe und zieht einen Vergleich? Die Beschreibung würde ich später einbauen.
| Zitat: |
| Aber ihr Gegenüber zog sie in seinen Bann. |
Ich weiß schon, dass mit dem "Gegenüber" ein Gesprächspartner gemeint ist, finde das aber für eine Flugzeug-Sitzreihe unpassend. |
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_________________ Liebe Grüße
Christel
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