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» Das ging schnell

BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 17:15
Hi,

nicht zu vergessen, dass dieses Forum u.a. auch für Amateure eingerichtet worden ist, die sich bemühen, ein best möglichstes Ergebnis nach ihren persönlichen Möglichkeiten, finanziell und personell, zu erreichen. Das passende Kleingeld für die Professionalität fehlt oft. Dass dabei nicht immer das herauskommt, was manchen Ansprüchen genügen würde, ist klar; und doch haben die Verfasser der Bücher Spass an ihrer Arbeit und für sie persönlich steht der Verkauf von schreibtechnischer Qualität nicht unbedingt im Vordergrund. Das sollte man akzeptieren.
Das Dilemma, dass dabei vieles auf dem Büchermarkt erscheint, was kaum jemanden interessiert oder was viele für "schlimm" halten, ist ohne Zweifel vorhanden. Aber es birgt auch Chancen, nämlich zu erfahren, was alles so an literarischen Möglichkeiten in den Menschen schlummert. Ein Experiment mit ungewissem Ausgang sozusagen. Die Qualität wird sich eh durchsetzen, warum also nicht auch den ungedüngten Pflanzen die Möglichkeit geben, zu leben, auch wenn sie früh sterben werden.

VG
Lofi
 
  LOFI 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 18:31
Einspruch, roma!
Ein wirklich genialer Text muss nicht von einem Profi überarbeitet werden. An Franz Kafkas Texten ist von niemandem eine Silbe verändert worden, und es ist gut so.

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  FraRa 
 
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BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 18:41
Meine Meinung ist dazu eigentlich total einfach.

Umso mehr Hilfe man sich nimmt umso besser wird irgendetwas. Nun muss man nur abwägen, wieviel Ressourcen man opfern will (ob nun Geld oder Zeit, weil man es 20 mal selbst lesen muss oder Freunde bequatschen und auf Feedback Wochen und Monate warten oder mehrere Lekoren parallel durchschauen lassen um nur das beste einzuarbeiten.)

Eine ganz einfache Geschichte eigentlich.

Ich würde meine Geschichten nur zu gerne lektorieren lassen, allesamt, mehrmals und ungemein lernen, kann es mir aber einfach nicht leisten.
 
  noteingang 
 
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BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 19:13
Also, was mein Kollege Lorenz vorhin geschrieben hat, kann ich - mit gewissen Einschränkungen - unterschreiben. Und zwar aus einer nicht gerade unwichtigen Erfahrung (von einem, der mitunter lektoriert):

Drei Lektoren - drei unterschiedliche Ansichten über ein und das selbe Werk. Was der eine oder andere am angewandten Stil bemängelt, findet der nächste wiederum spracherneuernd... Laughing Außerdem wechseln manche Lektoren oftmals ihre Verlage, vielleicht auch deshalb, weil sie so manchen "Missgriff" zu verantworten haben?

Ob kein Text von Kafka jemals in einer Buchausgabe - wenn auch nur geringfügig - abgeändert worden ist, könnte nur beurteilt werden, wenn man jede Ausgabe penibel studiert hat. Soviel ich weiß, gibt es zwischen den Urschriften (in Faksimiles vorliegend) und mancher TB-Ausgabe doch
einige Unterschiede. Die werden doch wohl Herausgeber bzw. Lektoren vorgenommen haben.

Wer vorhat, sich mit seiner Autorenarbeit der Öffentlichkeit zu stellen, benötigt vor allem Mut und Selbstvertrauen. Eine gewisse "handwerkliche" Fähigkeit setze ich schon voraus. Diese erwarte ich auch von jenen Leuten, die jene Aufgaben für mich übernehmen, wozu ich selber nicht fähig bin, beispielsweise alles, was mit "Technik" zusammenhängt... Laughing

Etliches kann man aber ziemlich mühelos durch ständiges "Learning by doing" erreichen - das wiederum erfordert aber manchmal eine gewisse Ausdauer... Also, liebe (künftige) Autoren, die sich veröffentlicht sehen wollen: Nur Mut, weniger Selbstzweifel - schlussendlich entscheidet der Leser, was "ankommt" - und nicht (immer) ein Lektor!
 
  hwg 
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ich....

BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 19:28
....sprach nicht von einem genialen Text!!!! (benötigt kein Lektorat, warum auch?)

ich sprach von der genialen Idee und Geschichte!!!!
ciao
 
  roma 
 
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BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 19:28
Hallo,

es ist doch ganz, ganz einfach.
Die erste Frage die sich stellt, ist doch was will ich mit meinem buch erreichen?
Ist es ein Hobby weil ich gern schreibe?
Wen dem so ist brauche ich nicht hunderte von Euros für ein Lektorat ausgeben, ein Germanistik Student oder ein Deutsch Lehrer tut es auch.
Auch fähige Bekannte kann man einspannen.
Nur selber wird man seine Fehler nie finden.

Oder soll mich das Buch ernähren?
Wenn ja, wird sicher mehr verlangt und das ist teuer.
Ohne Profis für Text, Cover wird man nicht auskommen.

Es stellt sich die Frage, ob diese Kosten je wieder eingespielt werden.
Warum nicht ein "Probebuch" das in die Richtung geht, man merkt an den Verkaufszahlen was wirklich gespielt wird, sind diese positiv kann man noch immer den Profiweg gehen.

Mal ganz dumm nachgefragt, der Käufer der sich bei Amazon dein Buch bestellt, hat ja dein Buch dann eh schon gekauft. Er kauft also die Katze im Sack und muss mit dem Inhalt zufrieden sein.

Was will ich als Schreiberling?
Ein nettes Buch das ein paar Euros abwirft, oder die Profilösung bei der ich nach Jahren evtl. in die Gewinnzone rücke?

Wer mit den 39 Euro bei BOD schon jammert, wird sich sicher keinen Lektor leisten (können) muss aber deshalb nicht heißen, das am Ende kein gutes Buch rauskommt.

Oder seht es einfach betriebswirtschaftlich, wie mein alter Prof. immer sagte: Mit dem kleinst möglichen Einsatz, den größten Gewinn erwirtschaften.

Gruß Richard

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Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
http://www.youtube.com/watch?v=7Q7qvA7-12g
 
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BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 19:40
Ja, Richard, Du packst die Sache am richtigen Schwanz an! Laughing
Es muss und kann ja auch nicht jeder Autor mit seinem Werk "unsterblich" werden (außerdem, welcher Autor hat das früher vor seinem Ableben tatsächlich gewusst?).
Zuerst kommt das Buch, dann der geneigte Leser - und vielleicht auch der erhoffte Zaster! Und nicht jeder (künftige) Käufer eines Buches ist auf "hohe Kunst" aus, sondern will lockere Lektüre zum Feierabend. Auch Derartiges will geschrieben sein! thumb up
 
  hwg 
Moderator 
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BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 19:47
hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben:

Und nicht jeder (künftige) Käufer eines Buches ist auf "hohe Kunst" aus, sondern will lockere Lektüre zum Feierabend. Auch Derartiges will geschrieben sein! thumb up


Genau dafür bin ich zuständig cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 19:59
Lektor ja oder nein?

Ich kann nur jeder zukünftigen Autor die Beiträge zu "Erfahrungsberichte" mal durchzulesen,

Hier aus dem Forum:
http://www.autorenpool.info/entwicklung-von-verkaufszahlen-t2024.html

Bei den Verkaufszahlen kommt der zukünftige Autor schnell zurück auf den Teppich.

Noch einfachere Frage:
Wie sieht der Kosten/ Nutzen Effekt aus?
Was kostet es, was bringt es?
Das ist die ganz einfache Antwort zu Profi- Lektor/ Cover/ Text usw.

Man darf nicht bei jedem Hobby nach dem Preis fragen, es muss Spaß machen. Wer würde sonst kleine Plastikhäuser stundenlang zusammen bauen und dann auf die Modelleisenbahn Platte stellen?
Oder ein Segelboot für 50.000 Euro kaufen und 6x im Jahr über einen See schippern.
Manche lassen sich den Automotor verchromen ...

Alles sehr seltsam gell, macht aber nix. Hauptsache es macht Spaß!

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....

BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 20:44
...Lieber Richymuc…

Völlig richtig!!! Viele Menschen geben ihr Geld für so manch Sachen aus! Warum dann beim Lektorat sparen??? (Ich spreche jetzt nur von denjenigen, die es sich leisten können!)
 
  roma 
 
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BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 22:42
Lieber hwg, nun könnte man einwenden, dass es die sogenannte historisch-kritische Kafka-Ausgabe
(http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/kafka2/),
in der wirklich nicht eine einzige (!) Silbe der Handschriften geändert wurde, nur zur Untersuchung der Quellen gibt.
Aber es gibt Leute, zu denen ich mich zähle, die sich nicht vorstellen können, wie irgend jemand etwas an diesen Texten verbessern kann, der nicht Kafka selbst wäre. So schwer es uns allen auch fällt, dies anzuerkennen: es gibt Genies.

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Re: .....

BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 22:54
Speedy hat Folgendes geschrieben:
Was ein professionelles Lektorat betrifft, so muss man sich das erstmal leisten können. Also bleibt es beim Korrigieren der Texte durch Freunde und Bekannte. Dabei ist es natürlich auch hilfreich, wenn diese nicht nur den Text nach Fehlern in Rechtschreibung und Grammatik durchsuchen, sondern auch inhaltliche Fehler opder Ungereimtheiten ansprechen.


Also, wenn das alles ist, was ein Lektor leistet, dann bekommt der von mir keinen einzigen Cent. Ich erwarte von einem Lektor deutlich mehr als nur Rechtschreibung, Grammatik und logische Fehler ...

LG
Siegfried
 
  Siegfried 
 
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Re: .....

BeitragVerfasst am: 09.02.2009, 23:03
roma hat Folgendes geschrieben:

Und ich denke an Geld! Wer tut das nicht?

Ich.

Außerdem gibt es gute Lektoren nicht gerade wie Sand am Meer. Zumindest habe ich den Eindruck, dass es in diesem Bereich in den letzten Jahren immer schlechter wird. Auch Bücher großer, bekannter Verlag weisen inzwischen haarsträubende Fehler auf, sowohl im Bereich der Rechtschreibung, als auch inhaltlicher Art.

Über ein paar Tippfehler in einem BoD-Buch kann man hingegen m.A. nach hinwegsehen. Und den Rest sollte man schon selbst drauf haben. Warum schreibt man denn sonst?
 
  Poet 
 
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BeitragVerfasst am: 10.02.2009, 08:05
Liebe Leute ich habe 6 Menschen verbraucht bis ich endlich einen faehigen Korrektor gefunden habe! Korrektor, von Lektor wollen wir hier lieber schweigen und der neue Duden machts einem auch nicht leichter.....wohlverstanden alles professionelle Korrektoren. Nur mitlerweile wird ja alte Schreibung froehlich mit neuer Kommastellung vermischt und aehnliches mehr....Es liegt also nicht nur am Geld sondern auch an den fehlenden Profis.

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BeitragVerfasst am: 10.02.2009, 09:29
Rolling Eyes OK.
Es ist mir ein klein wenig peinlich, das zuzugeben, aber ich kann mir auch keinen professionellen Lektor leisten. Und ich habe auch sicher nicht Siegfrieds technisches Können. Daher werden meine Werke auch niemals wirklich literarischen Ruhm erlangen (mangels Marketing werde ich sowieso kaum etwas verkaufen, also was soll's).

Trotzdem stelle ich mich frech hier auf und behaupte unbescheiden: ich habe schon schlechtere Bücher im Buchhandel gekauft. Mit professionellem Lektorat, mit Korrektorat, professionell gestaltet und vermarktet - und mit uninspirierter, geklonter und nach Schema F aneinandergereihter Handlung. Langweilig.

Ich will meine wenigen Leser unterhalten, nicht mehr und nicht weniger. Sie sollen beim Lesen nicht gedanklich über handwerkliche Fehler stolpern und so gefesselt sein, dass sie mein Buch nicht mehr aus der Hand legen mögen. Wenn ich das erreiche, wenn sie zufrieden sind, dann bin ich auch zufrieden.

Das macht Arbeit, aber das ist Hobby.
Das andere will ich nicht verachten, aber das ist Arbeit (im Sinne von Broterwerb).

Liebe Grüße,
Valerie

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LG, Valerie

http://zoe-lionheart.net | Die Zoe-Lionheart-Saga auf http://stores.lulu.com/ValerieJLong: eine Frau findet ihre Herkunft und ihre Bestimmung auf dem harten Weg.
 
  Valerie J. Long 
 
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