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Geburt eines Unschuldigen Kindes

BeitragVerfasst am: 09.03.2009, 14:35
Geburt eines Unschuldigen Kindes

Unschuldig kommt ein Kind zur Welt,
auch wenn´s den Eltern nicht gefällt.
So war es auch in diesem Fall,
den Eltern wurd´das Kind zur Qual.
Geschlagen hatte man es oft,
meistens grundlos, unverhofft.
Seine Schmerzen, seine Schreie,
hörte man oft bis ins freie.
Die Nachbarschaft hat´s mitbekommen,
doch niemand hat was unternommen.
Und keinen hat es interessiert,
was auch mit diesem Kind passiert.
In ein Heim wird´s abgeschoben,
ist dort auch nicht gut aufgehoben.
Und was einst so schüchtern, zart,
wurd´nach und nach wie Stahl so hart.
Das Herz wurde wie Stein so schwer,
auch Tränen hat es keine mehr.
Unbarmherzig, haßerfüllt,
erbarmungslos und grausam wild.
Die Seele hat man ihm genommen,
darum ist es so weit gekommen.
Der Haß wird seine Religion,
was ist ein Menschenleben schon.
Kennt nicht Güte und nicht Treue,
begeht Verbrechen ohne Reue.
Was man ihm einst hat getan,
das tut er jetzt anderen an.

Und die Moral von der Geschicht,
mißhandelt eure Kinder nicht.
 
  Gruenauge64 
 
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BeitragVerfasst am: 14.03.2009, 10:57
Wenn vielleicht jemand etwas zu diesem Gedicht sagen könnte...............
Ich habe es evtl. etwas zu kritisch geschrieben, hatte gestern schon ein kleines Problem deswegen.

Ich habe es auch an anderen Stellen im Internet veröffentlicht.

Unglücklicherweise schrieb ich es etwa zeitgleich mit dem Vorfall in Winnenden.
 
  Gruenauge64 
 
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BeitragVerfasst am: 14.03.2009, 13:35
Hallo Gruenauge,
ich denke nicht, dass du zu kritisch, zu direkt geschrieben hast. Also, auch wenn dein Beitrag* zeitgleich mit einem aktuellen Ereignis erscheint, ändert dies nichts, aber auch absolut gar nichts, an seinem* (deinem) Wahrheitsgehalt.
Die Gesellschaft hat es halt nur nicht so gern, wenn ihr der Spiegel vorgehalten wird. Man könnte sich sonst vielleicht gar selbst in ihm erkennen.
Es ist unbequem, weil angesichtig von Wahrheiten die Gefahr besteht, dass man sich damit, und schlimmer noch mit sich selbst auseinandersetzen müsste.
Da ist es halt leichter die Augen zu schließen und der Wahrheit den Rücken zuzukehren.
Mühsam erstellte Kartenhäuser fallen sonst in sich zusammen. Weltbilder schwanken.
Aber was würde sein, wenn wir uns, unsere Entscheidungen, Ansichten, auch die der anderen, nicht in Frage stellen würden (das gilt natürlich für beide "Seiten")?
Vielen fehlt heute jedoch (wie damals) einfach der Mut zur Wahrheit, der Mut zur Einsicht und der Mut zu Änderungen, auch wenn die Gründe bekannt sind. Und sie sind bekannt.
Die Welt rückt heute jedoch immer näher zusammen. Vor ein paar Jahrzehnten war dies noch nicht der Fall; es gab schlicht noch nicht die Möglichkeiten der Kommunikation, wie wir sie heute meist ungehindert nutzen können.
So manche frühere vorgegaukelte Wahrheit wird heute so als Lüge entlarvt.
Die Welt ist kalt geworden; sorgen wir dafür, dass sie wieder ein wenig wärmer wird. Und dies geht nur, wenn wir die Dinge beim Namen nennen.

By the way: falls du glaubst, unter der Gürtellinie getroffen worden zu sein (du deutetest das hier und in deinem Vorstellungsthread an), würde ich mich an deiner Stelle direkt an Heiner wenden. Natürlich schlagen die Emotionen manchmal hohe Wellen. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir jemand anderen verletzen dürfen.
Gruß von
Klaus
 
  Klaus D. Klimke 
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BeitragVerfasst am: 14.03.2009, 20:28
Hallo Gruenauge64,

mach dir da mal keinen Kopf. Smile
Schließlich hast du das Gedicht reingestellt bevor das alles passiert ist.
Leider nur ein dummer Zufall. :/

Aber natürlich passt es dazu und du sagst in deinem Gedicht wie es eben wirklich ist.
Nicht so wie in den Nachrichten, von wegen gewalttätige Spiele wären schuld. So ein Quatsch.
Das sagen dir auch nur weil sie sonst keine anderen Grund kennen.

Dabei ist es doch logisch. Sollten mal schauen was zu Hause los ist.
Denn da liegt meistens der Grund.

Mach weiter so und viele Grüße.

Aichi Smile

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BeitragVerfasst am: 14.03.2009, 20:46
also mich haben deine zeilen sehr betroffen gemacht und wirklich berührt. aber nicht, weil ich es schlimm finde, dass du das hier geschrieben hast, denn das tu ich nicht, sondern weil so verdammt viel wahrheit rüber kommt...
ich denke, dass es leider wirklich oft so abläuft - bestimmt auch oft mal anders, aber ich denke, du hast viel wahrheitsgehalt rübergebracht.

es gibt einfach menschen, die sehen nur weiß oder schwarz und sind nicht fähig, in graustufen zu sehen - lass dich davon nicht anfeinden. deine worte waren gut, meiner meinung nach. und dass man in diesem (oder anderen) foren irgendwann auf unmut stösst, ist sowieso nicht zu vermeiden :o)

deine silvia

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BeitragVerfasst am: 14.03.2009, 21:41
Hallo,
Das Gedicht hat bestimmt seine Berechtigung, es spiegelt doch nur einen Teil der Gesellschaft wieder.

Ein Gedicht darf auch die unangenehmen Dinge ansprechen.

Ich finde es gut geschrieben.

Gruß Richard

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BeitragVerfasst am: 14.03.2009, 22:30
Richymuc hat Folgendes geschrieben:
Hallo,
Das Gedicht hat bestimmt seine Berechtigung, es spiegelt doch nur einen Teil der Gesellschaft wieder.

Ein Gedicht darf auch die unangenehmen Dinge ansprechen.

Ich finde es gut geschrieben.

Gruß Richard


Da muss ich dir Recht geben Richymuc.
Es ist nicht immer alles nur schön und toll.
Wäre ja sonst auch irgendwie langweilig Wink

Gruß

Aich

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BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 01:27
Ich bin froh das ihr es so wie ich seht, dann kann ich das was mir vorgeworfen wurde als einzelne Meinung ansehen.
Dann werde ich wie gehabt weiter so machen und alles so schreiben wie ich es sehe und empfinde.
Ihr habt mir eueren Beiträgen geholfen und mich in meinem weiteren tun bestärkt.

Ein großes und ehrliches Danke an euch alle

LG Frank
 
  Gruenauge64 
 
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BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 01:56
Hallo Frank,

ich würde ein paar Kleinigkeiten ändern, um den Rhythmus zu halten. Mein Vorschlag:

Unschuldig kommt ein Kind zur Welt,
auch wenn´s den Eltern nicht gefällt.
So war es auch in diesem Fall:
den Eltern wurd´das Kind zur Qual.
Geschlagen hatte man es oft,
doch meistens grundlos, unverhofft.
Und seine Schmerzen, seine Schreie,
die hörte man oft bis ins Freie.
Die Nachbarschaft hat´s mitbekommen,
doch niemand hat was unternommen.
Und keinen hat es interessiert,
was auch mit diesem Kind passiert.
Weg, in ein Heim wird´s abgeschoben,
ist dort auch nicht gut aufgehoben.
Und was einst [so] schüchtern war und zart,
wurd´nach und nach wie Stahl so hart.
Das Herz wurde wie Stein so schwer,
auch Tränen hat es keine mehr.
Wurd' unbarmherzig, hasserfüllt,
erbarmungslos und grausam wild.
Die Seele hat man ihm genommen,
darum ist es so weit gekommen.
Der Hass wird seine Religion -
was ist ein Menschenleben schon?!
Kennt nicht die Güte und nicht Treue,
begeht Verbrechen ohne Reue.
Das, was man ihm einst hat getan,
das tut er jetzt den anderen an.
Unschuldig kommt ein Kind zur Welt.
Führt ihm die Hand, damit's nicht fällt!



Warst du selbst im Heim? Und hast so schlechte Erfahrungen gemacht? Ich habe einige Jahre als Erzieherin im Heim gearbeitet, vorwiegend mit Jungs, die waren bei uns aber garantiert besser aufgehoben als zu Hause. Aber es gibt sehr große Unterschiede, sogar innerhalb von Einrichtungen. Ich war in einem super Team und wir haben unsere Arbeit sehr ernst genommen. Leider sind aber trotz unserer Einsatzbereitschaft, unzähliger Gespräche und Versuche, ein familienähnliches Umfeld zu schaffen, die meisten nachher im Knast gelandet. Doch wenn Jugendliche erst mit 14 ins Heim kommen und mit 18 schon wieder entlassen werden müssen, weil das Jugendamt nicht länger zahlt, frage ich mich, wie man da alles wieder in Ordnung bringen soll, was die Eltern 14 Jahre lang verbockt haben. Twisted Evil

Grüßle,
Judith

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BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 09:02
Das Gedicht behandelt ein zeitloses Thema - und schon deshalb wäre es unsinnig, darin einen direkten Zusammenhang mit den tragischen Vorfällen an der deutschen Schule sehen zu wollen.

In letzter Zeit hat es ja krasse Fälle von Kindesmisshandlung durch Eltern gegeben - die Meldungen darüber beherrschten nach wie vor alle Medien.

Die im Gedicht gezogene Schlussfolgerung ist jedoch (statistisch) nicht belegt. Ein Großteil der "Heimkinder" entwickelt sich zu durchaus stabilen Mitgliedern der Gesellschaft, weil diese Minderjährigen imstande sind, traumatische Erlebnisse in der frühen Kindheit zu verarbeiten und seelische Narben als das zu begreifen, was sie sind - Reste einer unglücklichen Vergangenheit.

Außerdem denke ich, dass gerade anscheinend gut behütete Kinder aus wohlsituierten Familien ebenso viel Zuneigung "von Außen" benötigen, wie Kinder aus sozial unterprivilegierten Schichten. Doch die "satten Bürger" rundum wollen mit dieser "proletenhaften Klientel" offenbar gar nichts zu tun haben.
 
  hwg 
 
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