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» Erste BOD-Produktion ein Flop; Mängel im Druck

Gefloppt

BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 12:02
Ab wann spricht man eigentlich von einem Flop? Etwa, wenn der Verkauf des Romans die Kosten von PR und Marketing nicht deckt? Um welchen Zeitraum geht es eigentlich, wenn man feststellen möchte, ob das Buch nicht erfolgreich war? Wenn es zum Beispiel in zwei Jahren sogar geringe Gewinne einbringt, ist es dann kein Flop?

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BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 12:12
Das kommt immer darauf an, wie Deine Erwartungshaltung ist. Wenn Du z.B. 5.000 Exemplare Absatz planst, aber es werden nur 3.000, wäre es für Dich ein Flop ... für andere wiederum boah-ey, toll. Smile

Grundsätzlich ist der break-even-point der beste Maßstab. Das bedeutet, sobald Du Deine direkt zurechenbaren Kosten (außer der reinen Arbeitszeit) – also Recherchekosten, BoD-Kosten, Werbemaßnahmen – durch den Gewinn (Marge) decken kannst, ist es zumindest schon mal kein Verlustgeschäft.

Im klassischen Konsumgütermarketing sprach man früher von einem Flop, wenn man nach drei Jahren Investition aller Gewinne in Werbe- und Marketingmaßnahmen keinen signifikanten Platz im Verbraucherverhalten (Bekanntheit, Absatz) gefunden hatte. Dann wurde die Marke »gemolken« (Abverkauf ohne Werbeunterstützung). Wie das heute ist, weiß ich allerdings nicht.

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BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 14:30
mtg hat Folgendes geschrieben:
Das kommt immer darauf an, wie Deine Erwartungshaltung ist. Wenn Du z.B. 5.000 Exemplare Absatz planst, aber es werden nur 3.000, wäre es für Dich ein Flop ... für andere wiederum boah-ey, toll. Smile


Das Wort boah-ey, toll wäre für mich noch etwas untertrieben *grins*
Ich würde eher übereifrig in der Wohnung herumspringen. Und mein Mann müsste sich hilflos mit ansehen, wie man mich mit einer schicken Jacke, die man hinten zuschnürt, in ein eigenes kleines Zimmer verfrachtet, in dem ich dann stundenlang leicht schielend vor mich hingrinsen würde vor Freude. Aber davon bin ich noch 2993 Büchern entfernt.
 
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BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 15:01
Einverstanden mit Matthias der " break-even-point" muss innert Jahresfrist erreicht werden dann ist es kein Flop!
Anschließend kann die Kuh 4 Jahre gemolken werden, wobei man nie nie den Fehler machen sollte die Arbeitsstunden um zurechnen, das wäre immer Erschütternd bei Büchern.

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BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 15:45
SandraR hat Folgendes geschrieben:
Einverstanden mit Matthias der " break-even-point" muss innert Jahresfrist erreicht werden dann ist es kein Flop!


Gegenfrage: Wer ist denn in der Lage, den Break Even Point zu berechnen? cheezy grin

Grüße
Siegfried
 
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BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 16:12
Jeder der im Matheunterricht keinen Fensterplatz inne hatte cheezy grin Man nehme sämtliche direkte Kosten und stelle mal die Honorare monatlich dieser Zahl gegenüber (addieren der Honorare nicht vergessen) und man sieht auch noch ob die Werbeaktion x auch was gebracht hat!

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BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 16:55
Mein Buch wird sich erst deutlich nach meinem Tode wie blöde verkaufen. Insofern bleibe ich zu Lebzeiten gelassen.

Nebenbei ist der momentane Seitenstand von Band 2 bei 210 angelangt. Manischer Schreibschub. Hübsch sowas, wenn man sich finanziell nicht in einer Gewinnphase bewegen muß.

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BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 17:09
SandraR hat Folgendes geschrieben:
Jeder der im Matheunterricht keinen Fensterplatz inne hatte cheezy grin Man nehme sämtliche direkte Kosten und stelle mal die Honorare monatlich dieser Zahl gegenüber (addieren der Honorare nicht vergessen) und man sieht auch noch ob die Werbeaktion x auch was gebracht hat!


Mist! cheezy grin

Und ich hatte noch so eine doofe Formel im Kopf ...

px + f = vx

und dann nach x auflösen ... oder so ... cheezy grin

Grüße
Siegfried
 
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BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 17:13
Siegfried hat Folgendes geschrieben:
SandraR hat Folgendes geschrieben:
Jeder der im Matheunterricht keinen Fensterplatz inne hatte cheezy grin Man nehme sämtliche direkte Kosten und stelle mal die Honorare monatlich dieser Zahl gegenüber (addieren der Honorare nicht vergessen) und man sieht auch noch ob die Werbeaktion x auch was gebracht hat!


Mist! cheezy grin

Und ich hatte noch so eine doofe Formel im Kopf ...

px + f = vx

und dann nach x auflösen ... oder so ... cheezy grin

Grüße
Siegfried


Was ist denn jetzt los? Ein sturer Westfale mit Humor?
Grüßchen
 
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BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 17:30
Ein Flop impliziert für mich immer einen Vergleich mit anderen, wobei die Kriterien genau zu definieren wären ...

Gruß, Barbara

PS. Ich nutze lieber Euphemismen und spreche von "meinem individuellen Erfolg" Very Happy

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Re: Gefloppt

BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 18:50
Carelly hat Folgendes geschrieben:
Ab wann spricht man eigentlich von einem Flop? Etwa, wenn der Verkauf des Romans die Kosten von PR und Marketing nicht deckt? Um welchen Zeitraum geht es eigentlich, wenn man feststellen möchte, ob das Buch nicht erfolgreich war? Wenn es zum Beispiel in zwei Jahren sogar geringe Gewinne einbringt, ist es dann kein Flop?


Flop, der; -s, -s (engl.) Misserfolg; auch kurz für Fosburyflop
Bei Misserfolgen muss man sich selbst eigene Grenzen stecken. Deutschland z.B. kann sich nicht mehr den WM Titel holen, hat aber heute die Chance sich den 3. Platz zu verdienen.
Aber wer spricht heute bitteschön noch von dem 3. Platz???
Wenn du versuchen möchtest mit deinem Buch an Erfolgen wie Harry Potter anzuknüpfen und dies nicht schaffst, weil die Verkaufszahlen nur in den 6 stelligen Bereichen hängen bleiben, kann schon das ein Flop sein.
Es hat also alles mit deinen Erwartungen zu tun. Manche sind schon mit einer 3 in Sport zufrieden, andere ärgern sich über eine gute 2.

Deutschland ist auf jeden Fall raus. Jetzt heißt es kräftig Daumen drücken, und zwar für Holland!!!

http://www.blick.ch/news/ausland/-wenn-holland-weltmeister-wird-150623

LG DOM
 
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Flop oder Top?

BeitragVerfasst am: 10.07.2010, 23:27
Speziell bei Lyrikbänden können schon 60 verkaufte Exemplare top sein - bei Sachbüchern dürften es schon einige Exemplare mehr sein, um nicht von einem Flop sprechen zu müssen.

Gerade bei Romanen werden allerdings oft unrealistische Maßstäbe angelegt. Wer kann sich schon mit einem Stephen King oder einer J.K. Rowling vergleichen - auch wenn letztere vor ihrem gigantischen Bucherfolg von mehreren Großverlagen abgelehnt wurde und seinerzeit wohl Sozialhilfe bezog.

300 Stück für einen Roman bei BOD, das ist schon Top, wie ich meine.

Beste Grüße

MHA

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BeitragVerfasst am: 11.07.2010, 00:09
Zitat:
Flop, der; -s, -s (engl.) Misserfolg; auch kurz für Fosburyflop


DOM, wenn Du das schon bringst, dann solltest Du das auch erklären. Der »Fosburyflop« ist im Gegensatz zum »Flop« ein durchaus erfolgreiches Modell gewesen (oder ist er das sogar immer noch?)

Wie ich schon an aderer Stelle sagte: Viel Wissen ist toll ...

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Break-even-point = Gewinnschwelle

BeitragVerfasst am: 11.07.2010, 00:13
Siegfried schrieb:
Zitat:

Und ich hatte noch so eine doofe Formel im Kopf ...

px + f = vx


Die Formel ist leider nicht korrekt wiedergegeben.

Korrekt muss sie lauten:

px = vx + f

Dabei steht p für den Verkaufspreis eines einzelnen Exemplars.
v steht für die variablen Kosten eines einzelnen Exemplars.
f steht für die Fixkosten.
x steht für die Anzahl der verkauften Exemplare.

Wenn man dann nach x auflöst erhält man die Anzahl der Exemplare,
die notwendig sind, um alle Kosten zu decken.

Jedes darüber hinaus verkaufte Exemplar bedeutet also einen realen Gewinn.


Beste Grüße

MHA

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BeitragVerfasst am: 11.07.2010, 00:15
Sorry Matthias,

das war einfach nur der erste Satz meines Dudens und in der Regel lese ich nicht alle Eure Kommentare.

LG DOM
 
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