 | | Verfasst am: 31.07.2011, 20:50 |
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Richard Bercanay |
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 | | Verfasst am: 31.07.2011, 22:19 |
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Moe Teratos |
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 | Re: ... | Verfasst am: 31.07.2011, 22:53 |
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| MichaelHA hat Folgendes geschrieben: |
Bin ich etwa, wie Du, angestellte Lehrkraft für richtiges Deutsch?
Beste Grüße
MichaelHA |
Ich bin nicht angestellt - ich arbeite freiberuflich.
Und das, was ich hier mache, ist freiwillig, kostenlos und ein Angebot an jeden, der es nutzen will. Inklusive Miesmacher und Schlechte-Laune-Verbreiter.
@Adriatic:
Kommasetzung hatten wir hier schon mal ...
@Richard Bercanay:
Die alte Rechtschreibung kannte "Auto fahren" und "radfahren" bzw. "ich fahre Auto" und "ich fahre rad". Für die unterschiedlichen Schreibweisen eine Begründung zu finden, ist extrem schwer.  |
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_________________ Grüße
Siegfried
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»Wer sich vor dem Ertrinken fürchtet, tut besser, schwimmen zu lernen, als dem Wasser auszuweichen.« (Karl Waggerl) |
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 31.07.2011, 23:10 |
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| Danke Siegfried, super Beitrag. Woher bekommt man die kompletten Schulungsunterlagen für die Berufsumschüler? Da stehen doch bestimmt noch mehr so brauchbare Dinge drin. |
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Sportwetten ohne Risiko |
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Petra Wolff |
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 | | Verfasst am: 31.07.2011, 23:13 |
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@ Siegfried
Da hilft dann wohl nur noch das Gewohnheitsrecht.
Aber die neue Rechtschreibung hat auch ihre Skurrilitäten. Wieso soll man nun plötzlich st trennen müssen, darf dafür aber nicht mehr ck trennen. Alle haben den Spruch »Trenne nie st - denn es tut ihm weh!« an der Schule gerlent. Und welchen intelligenten Reim gibt's nun bei ck?
Übrigens hatte ich mal, als das Rechtschreibchaos mal wieder in die Sommerpause schwappte, vor ein paar Jahren gelesen, daß selbst ministerielle Befürworter inzwischen Zwiefel an der Reform haben. Zehetmair meinte, wenn er heute noch mal darüber entscheiden müsse, würde er die Reform ablehnen und riet in dem Interview Lehrer ab, Rechtschreibfehler anzukreiden, weil die Schüler ja inzwischen auch verwirrt sein würden. Na wunderbar, welch ein Erfolg!
Es spricht ja nichts dagegen, Unebenheiten zu glätten, aber die Reform als Ganzes ist ja wohl eher ein Flop und enthält viele unnötige Regeln wie zum Beispiel bei der partiellen Ersetzung von ß durch ss. Aber das ist ja eigentlich nicht Thema hier, also sorry für den Exkurs!  |
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Richard Bercanay |
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 | | Verfasst am: 01.08.2011, 00:27 |
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| Richard Bercanay hat Folgendes geschrieben: |
Aber die neue Rechtschreibung hat auch ihre Skurrilitäten. Wieso soll man nun plötzlich st trennen müssen, darf dafür aber nicht mehr ck trennen. Alle haben den Spruch »Trenne nie st - denn es tut ihm weh!« an der Schule gerlent. Und welchen intelligenten Reim gibt's nun bei ck?
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Keinen.
Bei der Trennung gilt der Grundsatz, die Wörter so zu trennen, wie man sie spricht, also in Silben zerlegt.
Die Frage ist, ob man "Mi-nis-ter" spricht oder "Mi-ni-ster". Der entscheidende Unterschied zwischen der Trennung von "s-t" und "ck" liegt im Sprachlaut. "s" und "t" bilden zwei unterschiedliche Laute, während bei einem "ck" das "c" nie gesprochen wird. In der alten Rechtschreibung wurde durch die Trennung der Knacklaut verdoppelt: "hacken" wurde zu "hak-ken" (obwohl so keiner spricht; die Menschen reden immer von "ha-cken").
In der alten Rechtschreibung gab es tatsächlich diesen Lehrsatz "Trenne nie s-t, denn das tut ihm weh" - aber warum dieser Lehrsatz existiert, ist nie hinterfragt worden. Vielleicht haben die Menschen früher tatsächlich anders gesprochen oder betont: "Ma-sten" damals gegenüber "Mas-ten" heute. Keine Ahnung. Interessant wird es bei Wendungen wie "fassten" (bzw. "faßten" in alter Rechtschreibung). Hier wurde sehr wohl "s" und "t" getrennt. Ich persönlich vermute, die Regel "Trenne nie s-t" kommt aus der Welt der Setzer und Buchdrucker. Dort wird es eine Ligatur gegeben haben, die aus "s" und "t" bestand - und den Setzern war es einfach zu umständlich, zwei Mal in den Setzkasten zu greifen.
| Richard Bercanay hat Folgendes geschrieben: |
Übrigens hatte ich mal, als das Rechtschreibchaos mal wieder in die Sommerpause schwappte, vor ein paar Jahren gelesen, daß selbst ministerielle Befürworter inzwischen Zwiefel an der Reform haben. Zehetmair meinte, wenn er heute noch mal darüber entscheiden müsse, würde er die Reform ablehnen und riet in dem Interview Lehrer ab, Rechtschreibfehler anzukreiden, weil die Schüler ja inzwischen auch verwirrt sein würden. Na wunderbar, welch ein Erfolg! |
Diese Argumentation bezieht sich auf die Reform Stand 1996 - und die war wirklich für den Eimer. Die aktuelle Version 2006 enthält zu 90% die Schreibweisen der alten Rechtschreibung.
| Richard Bercanay hat Folgendes geschrieben: |
Es spricht ja nichts dagegen, Unebenheiten zu glätten, aber die Reform als Ganzes ist ja wohl eher ein Flop und enthält viele unnötige Regeln wie zum Beispiel bei der partiellen Ersetzung von ß durch ss. Aber das ist ja eigentlich nicht Thema hier, also sorry für den Exkurs!  |
Die "ß"-Regel ist sehr einfach. Steht vor dem "ß" in der alten Schreibweise ein kurzer Vokal, wird aus dem "ß" ein "ss". Das war es auch schon. Bei einem langen Vokal oder einem Doppelvokal bleibt das "ß" erhalten.
Wie war das in der alten Rechtschreibung geregelt? Wie schrieb man früher das Wort "Maße" im Sinne von Maßeinheiten und "Maße" im Sinne von großen Mengen? Doch wohl genau so, wie sie heute in der neuen Rechtschreibung geschrieben werden: "Maße" (weil langes "a") und "Masse" (weil kurzes "a"). Diese bereits in der alten Rechtschreibung vorhandene Regel hat man einfach nur standardisiert. Vergleiche alte Rechtschreibung "besser", "hassen", "messen", "wissen", "hissen". Was verschwunden ist, das sind die Wörter mit kurzem Vokal und einem "ß" - meist Substantive: "Haß", "Baß", "naß"(?). Wenn "Haß" in der alten Schreibweise mit "ß" geschrieben wird, warum wurde dann nicht "haßen" geschrieben? Und warum wird bei der Konjugation von "wissen" in der Vergangenheitsform ein "wußte"? Schwer zu erklären.
Die neue Regel ist hier sehr eindeutig! |
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Siegfried
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Siegfried |
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 | ... | Verfasst am: 01.08.2011, 03:29 |
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MichaelHA |
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