 | Gnadenlos | Verfasst am: 21.04.2011, 20:15 |
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Gnadenlos war er. Hatte kein Rückgrat.
Sein vernarbtes Gesicht, boshafte Augen schielten aus seinen tiefen Augehöhlen heraus und beobachtete die Gegend.
Die Kirchenglocke schlug zwölf, das Echo der Glocke hallte an den dunklen Wänden der windschiefen Häuser, alle Fenster waren dunkel. Ein Schlag, dann folgte der Zweite. Der Mann spuckte auf den Boden, schniefte und spuckte wieder auf den Boden. Alles war still um ihn, nur das Bellen ferner Hunde waren zu hören. Doch was war da? Schnelle Schritte, hastig bewegten sich Beine über dem Boden, von irgendetwas flüchtend.
Der Mann drückte sich gegen eine Hauswand. Er wollte nicht das man ihn sah. Denn seine Angriffe kamen immer unvorahnend. Sein schwarzer Hut verdeckte sein hässliches Gesicht, er wollte nicht erkannt werden. Sein Messer, die Klinge gesäubert, das Blut von gestern war weggewischt. Seine Waffe musste sauber sein, dem Opfer würdig sein, denn es beschmutzte sein Messer.
Die Schritte näherten sich langsam, man konnte das Opfer wittern. Den Angstschweiss. Unahnend, was auf ihn zu kam. Der Mann zog sein Messer aus dem Hosenbund, glänzend im nackten Mondlicht.
Schatten des Opfers sichtend, hielt der Angreifer seine Klinge in der rechten Hand. Diesmal sollte es ein Festmal sein!, dachte er und leckte sich über die trockenen Lippen.
Es passierte so schnell. Zu schnell. Ein kurzer Stich in die linke Brusthälfte und das Opfer lag dem Angreifer ergeben zu Füssen. Dem Mann entfuhren aus den Eckzähnen lange Reisszähne, spitz ragten sie aus seinem Munde und warteten auf seine Kost. Blut rann aus der Wunde, verteilte sich über die Brust, lief auf den Boden und hinterliess ein roter See.
Der Mann beugte sich über sein Opfer, aus ihm wurde ein gnadenloses Tier, dass sich auf jede Beute stürzte und sie in Fetzen riss.
" Diego! Lass mal was übrig!", rief eine Stimme aus der ewigen Nacht zu dem Mann hinüber. Doch ein Löwe teilt sich nicht die Nahrung,stellte sich fauchend vor das Opfer und wollte die fremde Person verscheuchen. Von seiner Beute fernhalten.
" Nein!", fauchte der Mann zurück und begab sein Kopf zur blutenden Wunde und liess das warme Blut seinen Hals hinab rinnen. Der brennende Hals, der ihm seit Tagen zu schaffen machte, wurde vom Blut weggespült. Sein Durst war gestillt.
Eine unbekannte Person näherte sich Diego, warf ihn von dem Opfer weg und schleuderte ihn gegen eine Wand. Verputz rieselte auf ihn nieder, sein Kopf erlitt eine Gehirnerschütterung, doch die würde bald wieder verheilt sein.
" Diego, Mann! Ich hab Durst! Mein Opfer wollte nicht mitspielen." Die Antwort wurde von Blut unterdrückt. Diego, dessen Klinge immer noch in der Brust des Opfers steckte, versetzte der anderen Person ein Hieb in die Rippen, wobei einige brachen. Ein Schrei entrann aus dem Munde der verletzten Person, sein Gesichtsausdruck von Schmerzen verzerrt.
" Verschwinde, such dir dein eigenes Opfer!" Diego stürzte sich wieder auf seine Beute und saugte die letzten Deziliter aus dem leblosen Körper. Er war satt. Doch sein Sättigungsgefühl würde nicht lange hinhalten. Er würde in zwei Tagen ein neues Opfer suchen müssen.
Die fremde Person war niedergeschlagen, den Kopf jedoch stolz empor erhoben, so schnell liess er sich nicht vertreiben. Doch es war sinnlos. Diego war ihm überlegen, er musste es eingestehen.
Diego warf sich den toten Körper über seine Schulter und kletterte an einer Hausfassade hoch. Er sprang über die Dächer, er würde sich ein geeigneter Ort suchen, wo er seine Beute vergraben konnte. Der Wald hinter dem Haus würde in Ordnung sein!, dachte er und verschwand mit seiner Beute auf der Schulter in der ewigen Nacht. |
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Zuletzt bearbeitet von zimtstern224 am 22.04.2011, 10:12, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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zimtstern224 |
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 | | Verfasst am: 22.04.2011, 01:26 |
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Alexandermerow |
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 | | Verfasst am: 22.04.2011, 10:09 |
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| Danke. Seit ich von meiner Schwester Vampirromane gelesen habe, wurde ich von der Vampirwelle erfasst. Und seither schreibe ich gerne über Vampire. Aber wie Du gesagt hast, es wird den x-ten Vampirroman. |
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zimtstern224 |
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