 | Halo, Simon: Engel spucken nicht. | Verfasst am: 22.06.2010, 12:33 |
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Heute geht es mal in die ferne Zukunft und zu einem Roman, den mir unser wackerer BoD-Mitstreiter SeFish überlassen hat, damit ich mal fort komme von meinen Mittelalter-Verrätern. Also für mich hat sich der Abstecher gelohnt.
Halo, Simon: Engel spucken nicht, KINGonly 2010, ISBN 978-3-00-027480-0, 12,90 €
Geschwister, Mutanten und eine Reise ohne Wiederkehr
Elitesoldatin Anja und ihre Schwester Rebecca, die trotz wissenschaftlicher Ausbildung lieber als Kindergärtnerin arbeitet, befinden sich auf einem Auswandererschiff, das für die Menschheit neue Planeten erkunden und besiedeln soll. Ebenfalls an Bord sind die Brüder Thomas und Manfred, beide Wartungsingenieure. Um die endlos lange Reise besser zu überstehen, befinden sich alle, die nicht gerade Dienst haben, im Tiefschlaf.
Unverhofft erwacht Anja eines Tages aus ihrem Tiefschlaf und muss feststellen, dass nichts an Bord so ist, wie es sein sollte. Unabhängig von ihr machen auch Thomas und Manfred diese Erfahrung. Einzeln, da niemand in den Weiten des riesengroßen Schiffes vom anderen weiß, machen sie sich auf die Suche nach Antworten auf sehr viele Fragen.
Etliche von Anjas Kameraden starben unter merkwürdigen Umständen im Tiefschlaf, ein Kentaur mit magischen Kräften macht zusammen mit einer Schar Mutanten das Schiff unsicher. Die Elitesoldatin folgt ihren chirurgisch implantierten Befehlen. Zuerst läuft alles nach dem vorbestimmten Plan, doch dann muss Anja feststellen, dass man sie hintergangen hat. Von nun an macht sie von den ihr eingeräumten Möglichkeiten als Administrator des Zentralcomputers Gebrauch und versucht alles, Schiff, Mannschaft und Auswanderer zu retten. Unerwartete Hilfe bekommt sie von einem als simples Spielzeug getarnten Roboter. Derweil schaffen es die anderen, wenigstens einen Teil der an Bord befindlichen Kinder auf ein Begleitschiff zu evakuieren, während man selbst auf einen Eisplaneten flieht, den das Mutterschiff umkreist. Und der als neue Heimat bestimmt war – zumindest offiziell!
Gerettet, in völlig fremder Umgebung, bleiben für alle Überlebenden eine Menge Fragen offen.
Der Autor versteht es meisterhaft, aus simplen Buchstaben ein Kopfkino zu schaffen, das mit den Spezialeffekten eines Animationsfilms durchaus mithalten kann. Die Figuren wurden glaubwürdig und mit viel Liebe zum Detail erschaffen. Man kann sie sich als Nachbarn oder Arbeitskollegen vorstellen. Die offen gebliebenen Fragen am Ende der Geschichte rufen nach einer Fortsetzung, auf die ich jetzt schon gespannt bin.
Winziger Makel: Während die weiblichen Akteure klug, tatkräftig und optisch äußerst ansprechend sind, bieten die Männer an Bord nur wenig fürs Auge. Die weibliche Leserschaft kommt diesbezüglich eindeutig zu kurz. Aber vielleicht im zweiten Teil ...
Eine Leseprobe gibt es bei: www.kingonly.de
Viel Spaß.
Marlene |
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MarleneGeselle |
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 | Re: Halo, Simon: Engel spucken nicht. | Verfasst am: 22.06.2010, 20:31 |
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| MarleneGeselle hat Folgendes geschrieben: |
| Während die weiblichen Akteure klug, tatkräftig und optisch äußerst ansprechend sind, bieten die Männer an Bord nur wenig fürs Auge. Die weibliche Leserschaft kommt diesbezüglich eindeutig zu kurz. |
Ich glaube soooo viele weibliche Science-Fiction-Leser gibt es nicht.
Die Homepage sieht jedenfalls richtig geil aus und Frauen mit Gehirn find ich auch sexy. Gleich mal reinlesen
Grüße |
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malschaun |
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 | | Verfasst am: 23.06.2010, 08:43 |
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Hallo malschaun,
also ich kenne jede Menge weiblicher Sci-Fi Leser. Und wir sind uns alle einig, dass die Damen nicht so gut bedient werden von den Autoren wie die Herren. Gleiches Recht für Alle, Frauen wollen schöne Männer! Klug und stark dürfen sie natürlich trotzdem sein.  |
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MarleneGeselle |
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 | | Verfasst am: 19.08.2010, 10:28 |
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Danke für das Rezi-Exemplar und hier auch meine Meinung dazu.
===Meine Meinung===
Als ich das Angebot erhalten habe, fiel mir sofort das geniale Cover auf. Es passt zum Genre und der Frauenkörper ist ebenfalls sehr ästhetisch. Diese Art von Lektüre lese ich ehrlich gesagt zum ersten Mal. Science-Fiction ist normalerweise eher ein Gräuel. Lediglich mit Star Wars habe ich mich etwas angefreundet, da meine beiden Männer Fans sind.
Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit dem Erwachen von Anja und in kleinen, gedanklichen Rückblenden erfährt man in groben Zügen ihre Geschichte. Neben ihren Erwachen befindet man sich nebenbei auch in einem anderen Schiffsabschnitt bei Thomas, der als aktueller Aufpasser des Schiffs wach ist. Mit einem neuen Absatz werden die Ortswechsel deutlich aufgezeigt.
Der Stil des Autoren ist ausdrucksvoll und illustrativ. Ich habe die gesamte Geschichte deutlich vor meinem Auge gesehen. Besonders die weiblichen Charaktere wurden sehr anschaulich beschrieben. Dadurch kam ich sehr schnell in die Geschichte. Schon nach 50 Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Was sich der Autor alles ausgedacht hat. Ich wurde immer wieder überrascht. Es baut sich während des Lesens immer mehr eine angenehme Spannung auf, die auf mich fesselnd wirkte. Neben der Spannung, baut der Autor auch eine prickelnde Erotik mit ein, die andeutet, die Fantasie anregt, aber nicht pornografisch wirkt.
Gelesen habe ich das Buch an zwei Tagen. Wenn sie aufwacht und ihre toten Kameraden entdeckt und die merkwürdigen Figuren an Bord, da möchte man einfach wissen, wie es weitergeht.
Empfehlen kann ich das Buch jedem Genre-Fan. Mir hat das Buch vom Stil, der Idee und Umsetzung gefallen. Trotzdem habe ich beim Lesen gemerkt, dass mir das Genre definitiv nicht liegt. Mal ist es ganz nett, aber die Grenze, dass ich sage, ich möchte mehr davon lesen, hat es nicht überschritten.
===Bewertung===
Auch wenn ich das Genre sonst nicht mag, war dieses Buch für mich mal eine neue Erfahrung, die sich als packend und gut herausgestellt hat. Daher bekommt es fünf Sterne von mir. |
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 | | Verfasst am: 19.08.2010, 12:44 |
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Liebe Marlen, liebe Sarah,
merci vielmals - das klingt nach großem Lektürevergnügen (auch wenn die Jungs nicht hübsch genug sind ;-)))
Cheerio
Susanne |
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Susanne Henke |
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 | | Verfasst am: 19.08.2010, 12:59 |
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Hallo Susanne,
da hoffe ich auf Nachbesserung im zweiten Teil.
Schönen Tag noch.
Marlene |
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MarleneGeselle |
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