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» Kurzkrimi - Anfang zu blutig??

Hauptdarstellerin Emily sieht, dass es Engel gibt.

BeitragVerfasst am: 22.06.2009, 23:23
Ich trau mich jetzt einfach. Ich habe schon ein paar Damen hier im Forum um ihre Meinung, zu einer der wichtigsten Szenen in meinem Roman gebeten, und nun möchte ich noch mehr Meinungen. In dieser Szene, zeigt mein Engel meinem Menschenmädchen, dass er ein Engel ist. Ich weiß nicht, wie die Szene auf andere wirkt, ich liebe sie - was ja nichts heißt, da ich meine Hauptdarsteller abgöttisch liebe. Tut mir leid, dass es so lange ist....aber ich ersehe alles als wichtig.....

Von Angesicht zu Angesicht

Mein Wecker zeigte halb Elf. Es war Zeit zu gehen. Ich verzichtete darauf das Auto zu nehmen; hätte mich sowieso nicht auf den Verkehr konzentrieren können. Die ganze Situation wühlte mich zu sehr auf. Ich zog meine weiße Daunenjacke an, ließ meine Locken frei fallen, und setzte eine wollene graue Strickmütze auf.
Meine Mutter fragte wohin ich so spät nachts noch wollte, und sie bekam die übliche Antwort. >>Nur ein kleiner Spaziergang.<< Ich hoffte sie würde meine Nervosität nicht bemerken, doch Großvater entging nichts.
>>Sei vorsichtig da draußen Emily.<< Sein durchdringender Blick ließ mich erschauern.
>>Mir wird nichts passieren. Hey, ich mach das öfter als du denkst.<< Ein gezwungenes Lächeln umspielte meinen Mund. Mom war seit dem Nachmittag andauernd in mein Zimmer gekommen. Sie wollte wissen, von wem der Brief war. Ich gab ihr keine genaue Erklärung, sonder sagte nur, dass dies meine Sache sei. Mehr bekam sie nicht.


Ich schlüpfte aus der Haustür und machte mich auf den Weg. Der Botanische Garten war nicht gerade in der Nachbarschaft, also hatte ich Zeit nochmal über den Irrsinn hier nachzudenken. Ich hatte nach meinem Panikanfall schnell wieder beruhigt und konnte wieder klare Gedanken fassen. War es wirklich nötig mich da raus zu bestellen? Wenn er so dringend mit mir sprechen wollte, wieso war er dann nicht vorbeigekommen? Oder hatte angerufen? Vielleicht hätte ich doch zu Azalea gehen sollen, wie ich es kurz vorgehabt hatte, doch hätte mir das weiter geholfen? Sie hatte sich bisher beharrlich geweigert mir Informationen über seinen Aufenthaltsort und die Dauer seines Fernbleiben zu geben, wieso hätte sie mir jetzt etwas sagen sollen? Nicht, dass sie mir nicht geholfen hatte, als die Trauer und der Schmerz kaum mehr auszuhalten gewesen waren, nein, sie hatte alles getan, was sie konnte. Nachdem ich auf so unkonventionelle Art und Weise herausgefunden hatte, was mit Adrian nicht stimmte, kam es mir nicht einmal mehr seltsam vor, wenn ich ihr plötzlich alles was ich dachte erzählen wollte. Und ja, es tat gut mir ihr zu sprechen. Sie war Teil des Geheimnis, das Adrian umgab, und sie war immer verständnisvoll. Sie war eine wahre Freundin. Nicht nur, dass sie mich zu meinen Spaziergängen begleitet hatte, auch wenn ich anfangs davon überhaupt nicht begeistert war; sie war einfach nur da. Auch wenn ich nicht ein Wort sprach, nur weinte. Und ich hatte oft geweint. Ihre Worte klangen in meinem Kopf noch immer wie Paukenschläge. Er liebt dich, hatte sie gesagt. Nicht nur einmal. Auch die Wärme die von ihr ausging, half mir sehr. Jedesmal wenn ich zu zerbrechen drohte an den Gedanken an Adrian, war sie da und umfing mich wie eine schützende Decke. In letzter Zeit, hatte ich gelernt mit den Gefühlen in mir umzugehen, sie so gut wie möglich vor anderen abzuschirmen, was ich als Heilungsprozess abtat. Und nun war ich auf dem Weg, um den Schmerz erneut in mein Leben zu lassen. Und diesesmal würde er nicht nur eine Wunde aufreissen, nein, es konnte sein, dass der Schmerz mich zerstören würde. Doch dies nahm ich in kauf. Für mich...für Adrian.
Unweigerlich musste ich auf meinem Weg zum Botanischen Garten an dem Haus der Chadwicks vorbei. Es hatte kein Licht gebrannt, kein Auto vor dem Haus geparkt. So leer wie das Haus aussah, so sehr strahlte es doch etwas warmes, hoffnungsvolles aus. Es war Nacht, doch irgendwie schien das Haus zu leuchten. Ich stand davor, starte es an. In meinem Kopf braute sich etwas zusammen, und plötzlich war mir alles klar. Ja, es gab mehr zwischen Himmel und Erde, als mir bisher bewusst gewesen war. Es gab eine Welt, die neben meiner Welt existierte. Oder existierte nur eine Welt, in der alles möglich war? Ganz egal, wie diese Welt sich aufteilte, oder ob es verschiedene Welten waren, ich musste gehen, und einem Teil jener anderen Welt gegenübertreten. Von Angesicht zu Angesicht.

Leise rauschten die Bäume im sanften Wind. Er war nur ein Hauch, als würde ein Kind gegen eine Blume pusten. Auch wenn Winter war, und das zeigte mir der knirschende Schnee unter meinen Füßen, so war doch eigentlich immer mehr leben im Wald zu spüren gewesen. Nachts war das Wild aktiver als tagsüber, und doch, heute schien der Wald zu schweigen. Ich stand in der Mitte der Lichtung, die Adrian für dieses Treffen gewählt hatte. Es war meine Lichtung.
Ich blickte mich um. Mein Blick schweifte in den Himmel. Wieder einmal leuchtete der Mond zwischen dunklen, dicken Wolken wie ein einziger großer Stern. In einem winzigen Moment des Zweifels wollte ich umdrehen und gehen, doch wenn ich antworten wollte, war dies meine einzige Chance. Also musste ich bleiben. Aber wollte ich wirklich antworten? Wollte ich Adrian gegenübertreten, und zulassen dass er mir nocheinmal weh tat, dass ich mir selber weh tat? Den ganzen Nachmittag über hatte ich versucht mir einen rationalen Plan für das, was gleich auf mich zukommen würde, zurecht zu legen. Ich kam hier her, mit dem Gedanken im Kopf, alles Enden zu lassen, was nicht begonnen hatte. So würde es letztendlich für uns beide Besser sein.
Langsam wurde ich ungeduldig. Es konnte nicht mehr lange bis Mitternacht sein, und ausserdem war es kalt. Ich verlagerte das Gewicht von einem Bein auf das andere, stopfte meine Hände in die wärmenden Taschen meiner Jacke. Die Wolken hatten sich nun endgültig verzogen, und der Mond strahlte heller als zuvor. Noch war niemand zu sehen, Ein eigenartiges Gefühl machte sich in meinem Bauch breit. War es wirklich so falsch ihn zu lieben? Ich geriet innerlich ins Wanken. Sein Gesicht zog vor meinem geistigen Auge auf. So schön und gleichmäßig und strahlend. Es hatte nichts von seiner Wirkung auf mich verloren, selbst wenn es nur aus einer bloßen Erinnerung bestand. Ich zwang mich, es beiseite zu schieben.
Von weitem Hörte ich den Schlag einer Kirchenuhr. Es war soweit – Mitternacht.

>> Emily. << Er war da. Seine samtige Stimme war unverkennbar. Ein Zucken durchfuhr mich, denn ich hatte nicht ernsthaft damit gerechnet, dass er wirklich kommen würde. Erschrocken drehte ich mich in die Richtung aus der die Stimme kam. Wie war er so lautlos hier her gekommen? Hätte der Schnee nicht unter seinen Schritten knirschen müssen?
>> Tut mir Leid, dass ich dich so erschreckt habe. << Er war nervös. Da stand er. Sein dunkles Haar fiel über seine Schultern, und er hatte seine Hände in den Hosentaschen vergraben. Ich hatte nie bemerkt wie gut er angezogen war. Wie auch? Er war ja immer nur eine seltsame Momentaufnahme in meinen Gedanken. Er stand steif vor mir, als wüsste er nicht was er hier zu suchen hatte.
>> Freut mich das du meiner Einladung gefolgt bist. << seine Stimme klang tief. Viel zu tief.
>> Was willst du Adrian <<, antwortete ich schroff. >> Warum bestellst du mich hier her? <<
>> Um mit dir zu sprechen Emily! << Oh Gott, wie er meinen Namen aussprach. Als wäre er eine Serenade. Er kam langsam auf mich zu. Der Mondschein fiel auf sein Haar, und es glänzte silbern.
>> Und das musst du hier machen? << Ich versuchte so wütend wie möglich zu klingen. Und ja, das war ich – Wütend.
>> Konntest du das nicht bei mir zuhause machen? <<
Er schüttelte den Kopf, schwieg einen Moment und sagte dann:
>> Ich verstehe deine Wut. <<
Ein Lachen entfuhr mir. >> Du verstehst meine Wut? <<
>> Besser als du glaubst. << Er schien die Ruhe selbst zu sein.
>> Tut mir Leid, aber ich denke nicht, dass du das verstehen kannst <<, schnaubte ich.
Es war nicht zu fassen. Er führte sich auf, als wäre er ein Therapeut.
>> Weißt du was Adrian? << Ich funkelte ihn zornig an. >> Ich habe keine Lust auf sowas. Was glaubst du eigentlich wer, oder was ich bin? Dein persönlicher, kleiner Spielball? <<
>> Nein! Wie kommst du denn auf so etwas? << Er schien entgeistert zu sein.
>> Mal sehen. Wenn man alle Fakten zusammenzählt, kommt man zu dem Ergebnis, dass du glaubst mit mir machen zu können, was immer dir gerade beliebt. <<
In mir kochte es nur so.
>> Zum einen wäre da deine anfängliche Reaktion auf mich. Ich habe gemerkt, dass du mich am liebsten erwürgt hättest. Dann, stehst du urplötzlich vor mir, und bist die Freundlichkeit in Person. Ganz zu schweigen von deinem ersten Verschwinden, nach der Sache in der Gasse. Und einen Tag später, haust du dann Tatsächlich ab, nachdem du mir das Gefühl gegeben hast, dass dir was an mir liegt. Und sag mir jetzt nicht, dass ich das alles völlig Falsch verstanden habe. <<
Sein Blick hatte sich verhärtet, und er zeigte keinerlei Regung. Er schwieg. Und das machte die ganze Sache nicht gerade besser.
>> Kannst du jetzt nicht mehr sprechen Adrian? <<
>> Was soll ich denn sagen? Du hast ja recht. << Ich hatte Recht? Dies brachte meinen Zorn etwas ins Wanken. Aber das tat nichts zur Sache.
>> Mehr kannst du dazu nicht sagen? Gut, dann hat sich das hier ja erledigt.<< Mein Herz raste, ich stapfte an ihm vorbei. Als ich mit ihm auf gleicher Höhe war, stach mir sein Geruch wieder in die Nase, und ich kam kurz ins Schwanken. Er packte mich am Arm.
>> Geh bitte nicht <<, flüsterte er. Ich blickte immer noch stur gerade aus, blieb aber stehen. Warum sollte ich nicht gehen?
>> Warum <<, fragte ich ihn kühl.
>> Emily. Ich wollte dir nie weh tun. Verstehst du das? <<
>> Adrian, das hättest du dir überlegen sollen, bevor du in mein Leben geplatzt bist <<, sagte ich leise.
>> Warum weinst du? << Er hielt mich fest in seinem Griff, und blickte mich verwirrt an.
>> Kannst du mich den nicht verstehen Adrian? Weißt du wie schlecht es mir geht? << ich schluckte >> Wegen dir... <<
>> Doch das kann ich. Und genau das ist es ja, was mich Zwang zu gehen. << Sein Blick verwirrte mich. Es lag so viel Schmerz darin, das mir das Herz schwer wurde. >> Glaub nicht, dass es nur für dich nicht einfach ist. <<
Was sollte für ihn daran schwer sein? Er war ja derjenige der sich gegen mich wehrte.
>> Wie meinst du das <<, fragte ich leise.
>> Es gibt Dinge, die dürfen nicht sein, und doch passieren sie. Und der Umstand wie sie passieren, ändert alles grundlegend. << Sein Atem ging schwer. Er hatte die Augen gesenkt, doch er hielt mich immer noch fest am Oberarm.
>> Willst du mir damit sagen, dass ich für dich ein Fehler bin? <<
Bis zu diesem Moment hatte ich an meinem Plan festgehalten, ihn aus meinem Leben haben zu wollen, aber das war eine Lüge. Ich wollte, dass er in meinem Leben war, das Er mein Leben war. Ich machte mich aus seinem Griff los, und wich ein paar Schritte zurück.
>> Du bist mit Sicherheit kein Fehler, Emily. Ich bin der Fehler hier. << Er machte sich Vorwürfe, das war deutlich zu hören. Aber wieso? Wieso sollte er der Fehler sein?
Er drehte sich weg.
>> Wie kannst du der Fehler von etwas sein, dass nicht mal die kleinste Chance hat zu beweisen dass du kein Fehler ist? << Ich hatte das dringende Bedürfnis ihn zu … trösten. Er sollte sich keine Vorwürfe machen, wegen mir. Ich legte meine Hand auf seine Schulter.
>> Das denkst du? Das ich kein Fehler bin? << Auch wenn er mit dem Rücken zu mir stand, so spürte ich, dass er verzweifelt war.
>> Adrian, wie solltest du der Fehler sein? Die mit den Fehlern bin ich. Ich allein. Hätte ich mich besser unter Kontrolle gehabt, wäre das alles gar nicht passiert...<<
>> Hör auf <<, unterbrach er mich knurrend. Ich zuckte leicht zusammen, doch ich löste meine Hand nicht von ihm. Vielleicht hatte er es ja gar nicht bemerkt? >> Du weißt nicht, was du da sagst. Es hätte nie soweit kommen dürfen. << Sein Kopf drehte sich in meine Richtung. Seine Augen funkelten.
>> Was hätte nie so weit kommen dürfen? Was? Das hier? << Ich deutete auf uns beide >> Wenn du nicht gewollt hättest, dass das passiert, wärst du nie wieder aufgetaucht. << Es war schwer, nicht die Kontrolle zu verlieren und den neu aufkeimenden Zorn im Zaum zu halten. Doch ich wollte nichts in ihm schüren, dass sich gerade aufbaute. Er war Wütend, was nicht zu überhören war. Doch er war wütend auf sich, und das konnte ich beim besten Willen nicht verstehen.
>> Du hast recht <<, zischte er. >> Ich hätte nie auftauchen dürfen. <<
>> Und warum bist du dann gekommen? Warum Adrian? <<, sagte ich vorsichtig.
Sein Körper begann zu beben; er macht sich los und lief ein paar Meter weg.
Plötzlich drehte er sich um, kam schnellen Schrittes auf mich zu. Seine Hände waren zu Fäusten geballt.
>> Hör endlich auf damit. << donnerte er >> Hör auf es noch schlimmer zu machen. <<
>> Was soll ich noch schlimmer machen? << Auf so eine Reaktion von ihm war ich nicht gefasst, was mir die Tränen in die Augen trieb.
>> Ich habe verstanden, dass du mich nicht haben willst. So dumm bin ich nun auch wieder nicht. << Mehr als Geflüster brachte ich nicht über meine Lippen. So war es also. Er hatte nicht die gleichen Gefühle, wie ich sie für ihn habe, für mich. Der Schmerz in meiner Brust tobte nun ungezähmt. Doch als ich die Worte ausgesprochen hatte, blieb er ruckartig stehen. Seine Augen weiteten sich schlagartig und er schien nicht mehr zu atmen.
>> Das denkst du? Das ich dich nicht wollen könnte? << Er stand nah bei mir. Seine Stimme war wieder samtig, und der süße Geruch seines Atems drang tief in meine Nase.
>> Ja <<, flüsterte ich tonlos.
>> Dann sieh mich an. <<
Meine Tränennassen Augen wanderten über sein schönes Gesicht. Jeder Zentimeter, war wie ein Fleisch gewordenes Gedicht. Wie schön er war – wunderschön.
>> Und genau da liegt das Problem Emily. << Seine Kiefermuskeln spannten sich an. >> Du dürftest eigentlich nicht so denken. <<
>> Ich müsste vor dir auf die Knie fallen, ich weiß <<, dachte ich laut. Er erschrak, sein Blick verhärtete sich, und seine Hände ballten sich wieder zu Fäusten.
>> Ich bin nicht alleine darauf gekommen <<, stammelte ich. >> Und glaub mir, es war nicht einfach zu verstehen. << Sein Blick war finsterer denn je.
>> Und, hast du jetzt Angst <<, hauchte er düster.
>> Nein. << Ich versuchte so viel Entschlossenheit wie möglich in dieses Wort zu legen. Er drehte sich weg.
>> Willst du jetzt wieder verschwinden? << Und das war, was ich nicht wollte. Er sollte nicht wieder gehen. >> Und lässt mich hier stehen? Wie immer? <<
>> Das sollte ich <<, murmelte er. Doch er bewegte sich nicht.
Ich ging langsam um ihn herum, und sah ihn an. Sein Blick war leer.
>> Sag mir was du denkst, Adrian. << Seine Mundwinkel zuckten leicht, doch sein Gesicht war eine steinerne Maske.
>> Das du ein dummes Mädchen bist. <<
>> So, bin ich das?. << Meine Stimme strahlte wieder Ruhe aus. Seine Reaktion, hatte mir gezeigt, das er nirgends hingehen würde. Was die Hoffnung, das es doch noch eine Chance für ihn und mich gab schürte.
Er blickte zum Himmel.
>> Ja das bist du. Wieso wärst du sonst noch hier <<, fragte er eisern
>> Wieso bist du noch hier <<, konterte ich.
>> Du glaubst also zu wissen was ich bin? << Es war nicht die kleinste Gefühlsregung in seiner Stimme zu hören. >> Dann sag es. <<
>> Nein Adrian. << Mein Selbstbewusstsein kam langsam zurück. Es wurde Zeit, das ich den Spieß umdrehte. >> Das ist jetzt mein Spiel. Du hattest genug Zeit dir zu überlegen, wie weit ich gehen soll, und du hast zu oft in diesem Spiel gewonnen. <<
>> Ich spiele keine Spiele <<, knurrte er.
>> Doch das tust du. Und ich habe keine Lust darauf, immer die Verliererin zu sein. <<
>> Ich bin der Verlierer. Nicht du Emily. Egal was ich tue, ich mach es immer noch etwas schlimmer. <<
>> Dann hör auf es schlimmer zu machen. << Ich zupfte nervös an einem Faden in meiner Jackentasche herum.
>>Und, was willst du jetzt tun <<, sagte er frostig, nachdem er mich eingehend gemustert hatte.
>> Dir folgendes sagen. << Ich war fast unfähig weiter zu sprechen, aufgrund der Worte die ich gleich in den Mund nehmen würde. >> Ich weiß was du bist. Auch wenn ich nicht weiß, warum du hier bist. Ich habe es eher verstanden, als ich es gewusst habe. Das einzige was ich will ist, dass du es mir zeigst. Egal was dann passiert, ich verspreche dir, mich von dir fern zu halten, falls du das dann immer noch wünscht. << Was für ein Gedanke – Was für eine Lüge!
>> Wirst du das tun? << Er neigte den Kopf und sah mich erwartungsvoll an.
>> Ich halte meine Versprechen … << Ich blickte zu Boden, und überkreuzte innerlich die Finger. Er überlegte kurz, öffnete seinen Mund, schloss ihn wieder und sagte dann:
>> Vielleicht ist es wirklich die einzige Möglichkeit, dass du verstehst. Das es falsch ist... <<
Langsam ging er zur Mitte der Lichtung, blieb stehen und drehte den Blick zu mir.
>> Schließe die Augen. << Seine Stimme hatte eine weiche Färbung angenommen, und ich tat sofort was er sagte.
>> Ich hoffe du hast dann Angst vor mir <<, murmelte er.

Eine leichter Wind begann zu wehen, und aufgewirbelter Schnee kitzelte mein Gesicht. Die Luft streichelte wie mit langen weichen Fingern durch mein Haar, fühlte sich aber nicht kalt an. Sie war warm, und umhüllte mich wie eine schützende Hülle. Jegliche Anspannung fiel von mir, und ich genoss die Zufriedenheit, die sich in mir breit machte. Sofort wehte sein Duft zu mir. Das Aroma von Lilien und Zedernholz wickelte mich ein. Diesesmal reagierte mein Gehirn nicht darauf, als wäre es ein aphrodisierendes Parfüm. Mit jedem Atemzug, den ich durch den Mund nahm, legten sich die Nuancen mehr auf meine Geschmacksnerven. Leichtigkeit machte sich in meinem Kopf breit, und ich fühlte mich, als würde ich jeden Moment zu schweben beginnen. Ich konnte nicht länger widerstehen, und öffnete meine Augen. Dort stand er, in der Mitte der Lichtung. Leuchtend, als würde die Luft um ihn herum aus einzelnen reflektierenden Gold- und Silberfäden bestehen. Vorsichtig und liebevoll sponnen sie ein feines gleichmäßiges Netz um ihn. Eigentlich hätte mich so ein intensives Licht blenden müssen, doch meine Augen zeigten keinerlei Regung auf die Helligkeit. Dieses Licht war anders. Nicht wie Tageslicht. Es kam von innen. Alles was er war, alles was er zu geben hatte, spiegelte sich in diesem Netz aus Fäden wieder. Ich musterte ganz langsam jeden Zentimeter seines nun freien Oberkörpers. Jeder Muskel war unter der bronzefarbenen Haut zu sehen. Seine Brust hebte und senkte sich in regelmäßigen Atemzügen. Die Augen hielt er geschlossen, das Haupt gesenkt. Langsam streckte er seine muskulösen Arme leicht von sich, und drehte die Handinnenfläche Richtung Himmel. So schön und vollkommen hatte ich noch nie einen Menschen zuvor gesehen. Ich verfiel in demütiges Staunen. Seine Haut glänzte Bronzen, als wäre er eine makellose Statue. Alles an ihm schien unbewegt, und doch war er so voller Leben. Sein Herz schlug, er Atmete, und doch war er nicht von dieser Welt. Die weiße Leinenhose, die er trug, flatterte leicht, und barfüßig stand er in einem schneefreien Kreis. Hatte seine Wärme den Schnee schmelzen lassen? Alles was um ihn passierte, war reinste Magie, und eben diese hatte mich in ihren Bann gezogen. Sein langes Haar war locker im Nacken gebunden und reflektierte die Strahlen seines Leuchtnetzes. So viel Anmut brachte mich ins Wanken. Hatte ich jemals schon so etwas vollkommenes gesehen? Nein, wie auch. Ich war ein Mensch, und soviel war mir klar: So ein Anblick bleibt den Menschen normalerweise verborgen. Zu groß wäre die Furcht eines einfachen Menschen, vor einem Geschöpf wie Adrian. Alle Gewalt der Schöpfung lag in diesem Wesen, das nur ein paar Meter vor mir stand. Alle Perfektion der Welt bündelte sich in diesem Mann. Sein Anblick zog mich an. Langsam verstand ich warum James vor ihm auf die Knie fallen wollte, hätte ich in diesem Moment doch das Gleiche tun wollen. Das Silber des Mondes schwand mehr und mehr, und die Gold- und Silberfäden dehnten sich nach allen Seiten aus, und tauchten die Umgebung in ein warmes Licht. Ich schlang die Arme um meinen Körper, als würde ich durch diesen Anblick jeden Moment zerspringen. Langsam hebte sich sein Kopf. Er wirkte so zerbrechlich, verklärt und außergewöhnlich schön. Sein Atem ging ruhig, er war konzentriert.


Wie mir gesagt wurde, ist der Text zu lange. Also habe ich ihn geändert. Bish hierher, dürfte der erste Eindruck hinterlassen worden sein. Sollte doch jemand Lust zum weiterlesen haben, nach der Ruth, findet ihr den zweiten Teil.


Zuletzt bearbeitet von frauGeier83 am 07.09.2009, 10:36, insgesamt 2-mal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 23.06.2009, 09:56
Hallo,

ich schaue öfter mal hier rein und bin immer sehr gespannt auf die Texte der anderen Autoren, wie sie schreiben usw. Aber dein Text war ein bisschen zu lang, deshalb bin ich nur drübergeflogen (pfui), aber er gefällt mir sehr gut thumb up . Vielleicht beim nächsten Mal stückeln?

Liebe Grüße

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BeitragVerfasst am: 23.06.2009, 20:40
hier der 2. teil

Emily, drang es in meinen Kopf. Hast du nun Angst?
Auch wenn seine Augen geschlossen, seine Lippen unbewegt waren, so war es seine samtig weiche Stimme, die ich in meinen Gedanken hörte – welch schöner Klang. Mein Blick wandte sich nicht von ihm, und ich lächelte. Genau in diesem Moment, wusste ich, dass ich diese Stimme schon einmal auf die gleiche Art und Weise gehört hatte, dass ich diesen Geruch schon einmal am Wendepunkt meines Lebens gerochen hatte.
>> Ich habe keine Angst <<, flüsterte ich heiser.
Er begann zu lächeln, als hätte er selber nicht geglaubt, dass ich Angst vor ihm hätte. Sein Kopf hebte sich, und sein Gesicht richtete sich zum Himmel.
Und plötzlich brachen zwei große, strahlend weiße Schwingen aus seinem Rücken, und öffneten sich. Sie waren gewaltig. Wie von kleinen Tautropfen benetzt funkelten sie gegen das Strahlen um ihn herum an. Voller Anmut, Schönheit und Glanz streckten sie sich, wie nach einem langen Schlaf, von seinem Körper, zuckten sachte, und schmiegten sich dann an ihn. Die langen Federn wiegten leicht im Wind, und ich war sprachlos. So viel schoss mir in diesem Moment durch den Kopf. Alle Fragen die ich je an ihn hatte, prasselten über mich herein, doch meine Gedanken konnten die Worte nicht an meinen Mund weitergeben. Sah ich das wirklich, oder war es nur ein Traum? Stand vor mir wirklich dieser überirdisch schöne Engel? Nie hätte ich gedacht, dass es etwas so umwerfendes geben konnte. Doch meine Augen täuschten mich nicht. Vor mir stand Adrian Chadwick, schöner als ich mir die letzten Tage ausgemalt hatte, wie ein Engel aussehen könnte. Langsam senkte sich sein Kopf und er öffnete seine Augen. Die Himmelblaue Farbe seiner Iris war durchwirkt von glühendem Silber. Auch sie strahlten mit dem Lichtschein, der ihn einhüllte, um die Wette. Je länger ich in sie blickte, desto tiefer sank ich in einen Strudel aus tiefem Glauben, Demut und … Schmerz. Wie konnte das sein? Wie konnte ein Engel Schmerz empfinden? War er nicht das reinste aller göttlichen Geschöpfe? Wie sollte es da möglich sein, dass Adrian Seelenqualen litt? Ich erschrak innerlich, über die Intensität dieses Gefühls. Mit offenem Mund starrte ich ihn an. Alles in mir schrie danach, ihn von diesem Schmerz befreien zu wollen, doch im Moment war meine volle Aufmerksamkeit seinem Anblick gewidmet. Ich zwang meine Augenlider dazu, nicht zu zwinkern; das Antlitz Adrians' sollte sich tief in meine Augen einbrennen. Niemals im Leben wollte ich diesen Augenblick vergessen, und niemals wollte ich dieses Bild verlieren.
>> Adrian...du...bist...so...wunderschön <<, flüsterte ich kaum verständlich vor mich hin. Ob ich diese Worte nur gedacht, oder gesagt hatte, wusste ich nicht. Der Drang zu ihm zu gehen, ihn zu berühren, den Schmerz von seiner Seele zu nehmen wurde zu übermächtig und ich gab ihm nach. Langsam lies ich meine Arme sinken, tat zaghaft ein paar Schritte auf ihn zu. Der Schnee knirschte unter meinen Schuhen. Je näher ich ihm kam, desto besser hüllte mich seine Wärme ein. Wie ein unsichtbares Seil zog sie an mir, um mich näher an Adrian zu führen. Eigentlich hätte ich vor ihm auf die Knie sinken sollen; er sah so anbetungswürdig aus. Doch alles was ich wollte, war an seiner starken Brust zu lehnen und ihm zu zeigen, dass er nicht alleine war. Dass ich ihm helfen würde, seinen inneren Schmerz zu überwinden. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Ich sah mit eigenen Augen, dass er ein Engel und nicht nur einfach ein Mann war. Dieser Augenblick, würde uns immer aneinander binden.
Er neigten den Kopf und sah mir interessiert zu. Seine Augen waren weit geöffnet, das Silber in ihnen schien flüssig zu sein. Obwohl mir nicht Kalt war, begann ich zu zittern. Vorsichtig streckte ich eine Hand aus, und berührte seine Brust mit den Fingerspitzen. Diese eine kleine Berührung reichte aus, um die Hitze seiner makellosen Haut zu spüren. Ich zog sie kurz zurück. Das er eine unmenschliche Wärme ausstrahlte, hatte ich schon früher bemerkt, doch jetzt schien er zu glühen. Nocheinmal berührte ich ihn. Ja, er war Warm; mehr als einfach nur Warm. Doch es machte mir nichts aus. So legte ich meine flache Hand genau auf sein Herz, dass ruhig und gleichmäßig schlug. Ich merkte wie mir die Tränen in die Augen stiegen. Die Zufriedenheit in mir wich einer Sehnsucht – nach ihm. Ich schloss meine Augen, drehte den Kopf, und legte meine Wange an die Stelle wo sein Herz war. Jede Faser seines Körpers strömte diesen süßen, leicht holzigen Duft aus, und jeder Atemzug durch die Nase schickte ihn tief in meinen Kopf. Dort versuchte er wieder die kleine Stelle, die dafür verantwortlich ist das ich Adrian am liebsten nur noch küssen wollte, anzukurbeln. Doch das lies ich nicht zu. Zu schön, zu wichtig war dieser Moment um ihn auf diese Weise zu zerstören. Langsam und sanft strich ich mit meiner Hand über seine Brust. Sein regelmäßiger Atemzug stockte kurz.
Emily, was machst du da, fragte er mich wortlos. Ich gab ihm keine Antwort. Sagen hätte ich nichts können, da ich selber nicht wusste, was genau ich da machte, und wie ich ihm nur in meinen Gedanken antworten konnte, wusste ich ebensowenig. Also schwieg ich. Wären seine Arme nicht so stark gewesen, hätte ich nicht bemerkt, dass er sie um mich gelegt hatte, und mich leicht an sich drückte. Ich öffnete die Augen nur halb, sah wie seine strahlend weißen Flügel sich nach vorne streckten. Ebenso wie seine Arme, umschlangen auch sie mich. Besser gesagt uns. Nun war ich so nah wie noch nie an ihm. Sein Kopf legte sich auf meinen, und die Tränen rannen mir über das Gesicht. Fast wäre ich vor Glück zersprungen, doch Adrian hielt mich mit seiner Umarmung fest zusammen. Müsste ich bestimmen, wie lange wir so eng aneinander geschmiegt da standen, müsste ich sagen eine halbe Ewigkeit. In seinen Armen verlor ich jegliches Gefühl für Raum und Zeit. Langsam löste er seine Flügel und seine Arme. Nur widerwillig löste auch ich mich von ihm. Meine Augen waren immer noch nass von den Tränen, doch ich hebte meinen Blick zu seinem.
>> Du bist es, und du warst es immer <<, flüsterte ich. Während ich an ihn gelehnt war, wurde mir noch etwas klar. >> Du bist der Teil, der all die Jahre gefehlt hatte. << All die Zeit, hatte ich immer das Gefühl gehabt, ein Teil von mir würde fehlen. Doch bereits an dem Tag, an dem ich Adrian zum erstenmal begegnet war, wurde ich Stück für Stück wieder zu einem Ganzen. Nie hätte ich mir träumen lassen, das ausgerechnet ein Engel mich komplett machen könnte. Doch so war es. Adrian war alles, nachdem ich mich sehnte, alles was ich wollte und alles was ich zum glücklichsein brauchte.
>> Das denkst du? Das ich dein fehlender Teil bin? << Seine Stimme war wirklich die eines Engels. So sanft und weich. Wie eine Melodie.
>> Nein Adrian, das denke ich nicht nur, ich weiß es <<, stellte ich fest.
Er drückte mich sanft von sich.
>> Du hast ja keine Ahnung was du da sagst. <<
>> Vielleicht habe ich mehr Ahnung als du glaubst <<, schmunzelte ich. Ich musste daran denken, wie ich herausgefunden habe, das Adrian ein Engel sein könnte, und wie es mir dabei ergangen war.
>> Emily, das hier verstößt gegen alles was es nur gibt. << Er drehte sich weg von mir, und lief ein paar Schritte dem Wald zu. Er sah aus als würde er über den Schnee gleiten. Und er war unglaublich schnell. Nicht mal zwei Sekunden hatte er gebraucht, um eine Strecke von mehreren Metern hinter sich zu bringen. Etwas verwirrt blickte ich ihm hinterher, doch eigentlich sollte mich nichts mehr wundern. Hinter ihm wehten die Federn seiner Flügel, und das Lichternetz aus Gold- und Silberfäden folgte ihm.
>> Tut es das wirklich <<, rief ich ihm fragend hinterher.
>> Ja. Du weißt nichts. Gar nichts. <<
>> Doch Adrian, ich weiß mehr als dir vielleicht lieb ist, aber es ändert nichts. << Er drehte seinen Kopf leicht zu mir.
>> Du solltest eigentlich jetzt Anfangen zu beten <<, sagte er trotzig. Seine Flügel reckten sich kurz, und legten sich dann an seinen Rücken.
>> Das werde ich, aber mit Sicherheit nicht jetzt. << Ich ging zu ihm. Als er von mir wegging, nahm er auch seine Wärme mit, und langsam begann ich zu frieren.
>> Und du hast immer noch keine Angst? << Er klang überrascht. Glaubte er wirklich, dass ich Angst vor ihm hätte? Wie sollte ich Angst vor einem Engel haben, wie sollte ich vor dem Mann Adrian Angst haben? War er doch alles was ich liebte.
>> Doch <<, antwortet ich.
>> Gut <<, sagte er mit schmerzvoller Stimme. >> Die solltest du auch haben. <<
>> Täusche dich nicht in meiner Angst, Adrian. Sie ist anderer Natur als du denkst. <<
>> Ach? << Er drehte sich um, und sah mich fragend an.
>> Ich habe keine Angst vor dir. Die hatte ich nie. Ich habe Angst dich gehen zu lassen. Dich zu verlieren <<, versuchte ich ihm zu erklären.
>> Du bist ein törichtes Mädchen, weißt du das? <<
>> Vielleicht bin ich das, << -ich lachte kurz- >> aber es gibt nichts was schlimmer für mich wäre. << Er schnappte kurz nach Luft, verkniff sich aber eine Antwort. Seine silbrigen Augen funkelten noch immer wie helle Sterne. Es war schwer nicht wieder in ihnen zu versinken.
>> Ich versteh das immer noch nicht Emily. Warum fühlst du dich von mir nicht eingeschüchtert? Wieso stehst du hier, und hast keine Angst << Er war Ratlos.
>> Wie sollte ich Angst vor dir haben? Adrian, ich weiß dass du mir nichts tun würdest. Du bist das Einzige was niemandem weh tun kann. Sieh dich doch an. << Ich deutete auf ihn >> Kann jemand wie du einem Menschen weh tun? <<
>> Ja das kann jemand wie ich. Ich habe jemandem sehr weh getan. Dir. << Er verzog sein schönes Gesicht schmerzvoll.
Ja, das hatte er, doch der Schmerz über seinen Weggang war vergessen. So schlimm er auch gewesen war, alles was jetzt zählte war, das er jetzt hier ist und und immer bei mir bleiben sollte. Ich ging weiter auf ihn zu. Wortlos verstrichen ein paar Minuten.
>> Adrian, ich verstehe warum du gehen musstest. Für dich ist es anscheinend schwerer zu akzeptieren was du bist. Doch so ist es. Du bist was du bist, und ich bin was ich bin. Ein Mädchen, dass sich verliebt hat. Auch wenn die Zeit in der du weg warst … nicht angenehm war. << Vorsichtig regte sich der Schmerz in meiner Brust. Die Wunde, die Adrian hinterlassen hatte war wohl doch noch nicht ganz verheilt, auch wenn sie sich rapide geschlossen hatte.
>> Das ist es nicht Emily. <<, sagte er. >> Ich habe dir sehr weh getan, aber das hat nichts damit zu tun, dass ich eine Zeit weg musste. << Sein Blick wurde traurig, und er sah aus, als würde er jeden Moment anfangen zu weinen. Seine Worte verstand ich nicht. Wie sollte er mir noch weh getan haben? Er hatte mich verlassen, noch bevor irgendwas zwischen uns hätte entstehen können, und ich war in dem Schmerz den er hinterlassen hatte versunken. Doch er war zurückgekommen, stand vor mir, und litt wegen etwas, für das es keinen Grund gab. Er hatte mir nie anders weh getan. Und das Schmerzmonster in meiner Brust schlief wieder ein, also wegen was quälte er sich so?
Vorsichtig berührte ich seinen linken Arm. Die Kälte der Luft wich augenblicklich seiner Wärme, und ich fühlte mich wieder gelöster. Anspannung hatte sich in mir gestaut, doch nun verschwand sie. Er zuckte unter meine Berührung zusammen, und sah auf meine Hand. Verunsichert zog ich sie zurück. Sein Blick blieb auf der Stelle, die ich eben noch berührt hatte haften.
>> Du sprichst in Rätseln. Wie solltest du mir noch weh getan haben? Ich verstehe das nicht. << Ich sah ihm direkt ins Gesicht. Er drehte den Kopf, und sah mir in die Augen. Das silberne Funkeln seiner Augen befreite einen Schwarm Schmetterlinge in meinem Bauch.
>> Wie solltest du auch? Du bist ein Mensch, die könnten soetwas nicht verstehen <<, sagte er heiser.
>> Dann hilf mir es zu verstehen. Sag mir, was du meinst mit >sehr weh getan<. <<
>> Es würde nichts ändern. << Ruckartig drehte er sich wieder weg. Langsam zogen sich die glitzernden Fäden zurück, seine Flügel zuckten und verkleinerten sich, bis sie ganz in seinem wunderschönen muskulösen Rücken verschwanden. Ein greller Lichtschein brach aus ihm hervor. Ich kniff meine Augen zusammen, nahm eine Hand vor das Gesicht. Als die Helligkeit verschwand, nahm ich die Hand nach unten und öffnete die Augen. Er stand vollständig bekleidet vor mir.
>> Wie hast du das.... <<, stammelte ich. Die Tatsache das er seine Gestalt von Mensch zu Engel so einfach wandeln konnte, verwirrte mich. Und wo kamen plötzlich seine Klamotten her? Fragen – so viele Fragen hatte ich in meinem Kopf, und sie alle wollten beantwortet werden. Er zuckte mit den Schultern. Sicher, für ihn war das alles nichts neues, doch mein kleines menschliches Gehirn leistete Akkordarbeit um alles was ich an diesem Abend gesehen hatte zu verarbeiten. Ich schüttelte kurz den Kopf. Alles zu seiner Zeit. Lass ihn das Tempo vorgeben, sonst geht er wieder, und du hast nicht erfahren, was du Erfahren wolltest. dachte ich.
>> Emily. Es ist nicht einfach … Ich weiß nicht wie... <<, sagte er.
>> Versuch es einfach. Oder wäre es dir lieber, wenn ich einfach drauflos Frage. Du bist mir ja immer noch ein paar Antworten schuldig. <<
Er lächelte ein hinreißendes Lächeln und sagte: >> Also gut. Ich stell mich deinen Fragen. Ich kann aber nicht versprechen, sie alle beantworten zu können. <<
>> Wir werden sehen <<, lächelte ich zurück. Ich deutet ihm an, dass wir ein paar Schritte gehen sollten. Er nickte, schob wie ich seine Hände in die Jackentaschen und ging neben mir her. Wir gingen Richtung beleuchtete Gehwege. Ich war zwar geübt darin, nachts durch den Park zu streifen, doch mir war wohler, wenn ich mich in dieser Nacht nicht alleine auf meine Instinkte verlassen musste.
Mein Mut, der gerade Eben noch kläglich um seinen Platz in meiner Gefühlswelt gekämpft hatte, war wieder erloschen. Wo sollte ich beginnen? Wie sollte ich beginnen? Ich hatte keine Ahnung, wie man so ein außergewöhnliches Gespräch begann, deshalb fing ich mit der naheliegendsten Frage an.
>> Du bist also wirklich ein Engel? << Er blickte mich an und grinste vor sich hin.
>> Wir haben viele Namen, aber ja ich denke in deiner Welt bin ich ein Engel.<<
>> Und Azalea, ist sie auch … ich mein ist sie auch einer?<<
>> Ja. Azalea ist auch ein Engel. Genau wie mein Vater, und meine Mutter und meine anderen Geschwister. <<
>> Es gibt noch mehr von euch <<, platzte ich heraus.
>> Hast du geglaubt dass ich der Einzige bin? << Ich zuckte mit den Schultern, antwortete jedoch nicht.
>> Wie alt bist du? <<
>> Was ist den das für eine Frage? <<
>> Eine ziemlich menschliche. Ich meine, abgesehen von der Tatsache, dass du wahnsinnig große Flügel am Rücken hast, bist du immer noch ein Mensch ... oder Mann. Wie auch immer. Und es ist angenehmer zu wissen, wie alt die Person ist, mit der man sich unterhält. <<
>> 25. <<
Ich war erstaunt. Seinem Äußeren nach, hätte es passen können, doch er war älter. Viel älter. Wie er sprach, seine Handschrift; all dies zeugte von einer längst vergangenen Zeit.
>> In menschenjahren gerechnet <<, fügte er noch an und beantwortete somit meinen Gesichtsausdruck, der wohl für sich selber sprach. Ich wusste nicht, wie ich meine nächste Frage formulieren sollte. Sie brannte mir schon die ganze Zeit unter den Nägeln. Die Frage zu stellen alleine war schon nicht einfach, und dann Adrian so nah neben mir zu haben machte das Ganze nicht einfacher. Der Duft der ihn umhüllte, die Wärme die er automatisch auf mich übertrug, brachten mich fast um den Verstand. Jede Zelle meines Gehirns arbeitete auf Hochtouren, damit ich die Fassung nicht verlor. Es gelang mir nur schwerlich alles auszublenden, und mich wieder zu konzentrieren.
>> Wieso hast du anfangs so … seltsam auf mich reagiert? <<
>> Das ist schwer zu erklären. <<
>> Dann versuch es. Schon vergessen? Du hast mich gebeten zu fragen.<<
Er atmete tief ein. >> Weil ich dich wollte. Sehr sogar. Und das war nicht einfach zu verstehen. << Sein Blick schweifte zum Himmel. >> Ausserdem hätte ich nicht gedacht, dass die Verbindung zwischen uns so stark ist. <<
>> Halt, warte mal. Welche Verbindung? << Ich blieb ruckartig stehen, und packte ihn am Arm.
>> Ich sagte doch, es ist kompliziert. Und glaubst du nicht, es wird ein bisschen viel für dich auf einmal? <<
>> Ich denke, damit komme ich klar. Also, welche Verbindung? <<
>> Emily, eine Frage: Woher glaubst du hast du die Visionen? << Er sah mich eindringlich und mit einem leidenden Gesichtsausdruck an.
Ich war baff. Woher wusste er von meinen Visionen? Hatte Azalea ihm davon erzählt? Sie hatte mir versprochen kein Sterbenswörtchen darüber zu verlieren.
>> Nein, Azalea hat mir nichts gesagt. Sie hat ihr Versprechen dir gegenüber gehalten.<< Sein Blick verfinsterte sich schlagartig.
>> Aber woher weißt du dann....<<
>> Weil ich sie dir aufgezwungen habe <<, schnitt er mir den Satz ab.
>> Du ... mir … aufgezwungen? Aber wie... << und plötzlich begann es in meinem Gehirn zu arbeiten.
>> Genau. Bei deinem Unfall. Was glaubst du wer dich aus dem Wagen gezerrt hat? <<
>> Du.. <<
>> Ja. Ich habe dich vor dem unweigerlichen Tod bewahrt und dir damit Leid zugefügt. Jedesmal wenn eine deiner Visionen über dich hereinbricht, bin ich Schuld daran. <<
>> Das heißt ich war nicht verrückt. Ich habe mir das alles nicht eingebildet? << Überlegte ich laut vor mich hin.
>> Nein Emily. Mir war nicht klar was ich auslösen würde, wenn ich in dein Schicksal eingreife. Wegen mir musst du all diese Schmerzen aushalten. Wegen mir musst du leiden. <<
>> Adrian. Hör auf dich selbst zu zerfleischen. << Sein Selbsthass war deutlich zu spüren >> Erzähl mir lieber mal warum du mir das Leben gerettet hast. << Meine Beherrschung in diesem Moment überraschte mich.
Er war wohl genau so überrascht. Sein Blick zeugte jedenfalls davon.
>> Du bist erstaunlich. Völlig anders als du sein solltest. <<
>> Was ist an mir schon so anders? Ich bin Ich. Einfach nur ich. <<
Er begann leise zu Lachen, schüttelte den Kopf. Im Grunde konnte ich es immer noch nicht ganz fassen. Spazierte ich hier wirklich, spät Nachts, mit einem Engel durch den Botanischen Garten?
>> Frierst du nicht? << Durchbrach er meine Grübelei.
>> Nein. Es ist angenehm. Irgendwie funktionierst du wie ein Ofen. << Völlig gelöst, und überhaupt nicht mehr wankelmütig, wie ich noch am Nachmittag war, hakte ich mich bei ihm unter. Und wenn er ein Engel war, was interessierte das schon? Er war Adrian, mein Nachbar, mein Retter und der Mann, dem mein Herz verfallen war. Wenn man liebt, ist es da wichtig, was jemand ist, oder wer jemand ist?
>> Du weißt, dass du mir was versprochen hast? << erinnerte er mich.
>> Ja. << seufzte ich >> ich weiß. <<
>> Wirst du dich daran halten? <<
>> Wahrscheinlich nicht. <<
>> Klar. Hätte ich mir denken können. << Etwas berührte mein Haar. Ich sah hoch zu ihm.
>> Und du wirst mir keine Antwort auf meine letzte Frage geben, stimmts? <<
Er schüttelte den Kopf. >> Wahrscheinlich nicht. << Wir lächelten beide >> Noch nicht Emily. <<
Darüber war das letzte Wort noch nicht gesprochen. Doch wir hatten Zeit. Da war Morgen, Übermorgen, nächste Woche, die Ewigkeit.
Vorerst begnügte ich mich mit den Informationen die ich heute bekommen hatte. Und das waren eine Menge.
>> Darf ich dich jetzt küssen? << fragte ich ihn. Er zog eine Augenbraue hoch, und antwortete nicht mit Worten. Er nahm mein Kinn in seine Hände. Sein Atem rauschte in meinen Kopf, und stellte dort alles auf Begehren ein.
Zaghaft tasteten sich seine vollen Lippen vor. Sie streichelten meine Haut. Ich begann unter seinen sanften Berührungen zu seufzen und wünschte mir, er würde nie damit aufhören.
Er löste sich vorsichtig von mir.
>> Du bringst mich um den Verstand, Emily Patterson. Ich hoffe das ist dir klar. <<
>> Das war der Plan. <<
Wir grinsten, und er gab mir noch einen langen, hingebungsvollen Kuss.
Es begann zu dämmern. Es war Zeit nach Hause zu gehen.
Diesesmal war es nicht eine fluchtartige Verabschiedung seinerseits. Er hatte mich nach hause gebracht, und verabschiedete sich so, wie ich es mir erhofft hatte. Ein langer intensiver Kuss ließ diesen wundersamen Abend ausklingen.
Doch kurz bevor er in seinen Wagen stieg, lud er mich noch ein, am nächsten Tag mit ihm zusammen zu Essen. Wo wollte er mir nicht verraten.
Ich sah ihm an, dass er mit sich kämpfte. Er schenkte mir noch ein nachdenkliches Lächeln, stieg in sein Auto, und verschwand in die Nacht.

Es gab nichts, was mich jetzt zum schlafen gebracht hätte. Zu nah waren die Erinnerungen an die vergangene Nacht. Jedes Bild war präsent in meinen Gedanken, und jede Berührung war noch auf meiner Haut zu spüren. Adrians Gesicht glitt immer wieder vor meine Augen und ich begann es mir so tief einzuprägen als würde ich es nie wieder sehen.
Er war alles. Der Anfang und das Ende von allem. Nie hätte ich es für möglich gehalten dass ein Mann mich dazu brachte so bedingungslos zu lieben. Noch dazu ein mir völlig Fremder. Ich blinzelte der Sonne, die durch das Fenster fiel, entgegen. Wenn mir bisher auch nicht viel klar war, doch jetzt war ich um ein paar Erkenntnisse reicher: Adrian Chadwick war ein Engel – ein wunderschöner noch dazu, auch wenn ich vorher noch keinen gesehen hatte, so musste er einfach der schönste aller Engel sein; ich liebte ihn, mit jeder Faser meines Herzens und mit aller Kraft, die meine kleine menschliche Seele zustande brachte; und alles was ich war, gewesen bin, und sein werde war Adrian. Er war der Teil von mir, der gefehlt hatte und mich nun vollständig machte.

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Re: Hauptdarstellerin Emily, sieht dass es Engel gibt.

BeitragVerfasst am: 26.06.2009, 09:24
Schön. Schön lang auch *ächz* Wink

Nimms mir nicht übel, wenn ich mich trotzdem nur am ersten Absatz austobe. Ist alles nur meine ganz persönliche Meinung, alles kann man auch so lassen, aber vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung für dich dabei.

Wohlan.

frauGeier83 hat Folgendes geschrieben:

Mein Wecker zeigte halb Elf.

Wecker? Ist es denn halb elf Uhr morgens? Du liegst doch wohl nicht mehr im Bett?
Die Uhr auf meinem Nachttisch wäre schon unverfänglicher, die Armbanduhr geradezu universell einsetzbar ...

Zitat:

Es war Zeit zu gehen. Ich verzichtete darauf das Auto zu nehmen; hätte mich sowieso nicht auf den Verkehr konzentrieren können.

Wieviel Verkehr mag um halb elf Uhr abends noch sein? Klar, im Herzen der Großsstadt womöglich. Aber der Leser wird nicht unbedingt daran denken. Er sieht leere, im Licht glänzende Straßen.
... halb wach, halb träumend würde ich leicht eine rote Ampel übersehen ... ist zudem viel plastischer


Zitat:
Die ganze Situation wühlte mich zu sehr auf.

ist mir etwas zu leer. Die ganze Situation? Da reicht schon die Situation. Aber Situationen haben so etwas pauschales. Was genau wühlt dich auf? Sein Anruf? Die Erinnerung an den Klang seiner Stimme?
Zu aufwühlen gilt Ähnliches. Was genau macht es mit dir? Lässt es dein Herz rasen, deinen Atem schneller gehen, Schweißperlen auf deiner Oberlippe entstehen? Steigt einfach nur dein Bluttdruck oder Hitze in dir auf?
Man kann den Satz aber auch einfach weglassen.

Zitat:

Ich zog meine weiße Daunenjacke an, ließ meine Locken frei fallen, und setzte eine wollene graue Strickmütze auf.

... woraufhin die Locken schon nicht mehr frei fielen, sondern unter der Mütze zusammengedrückt wurden. Entweder du lässt den Locken ihren Lauf und sie dir im eisigen Wind der Dezembernacht um die Ohren schlagen, oder du verzichtest auf ihren Anblick und setzt einfach nur die Mütze auf.

Und als Nachweis, das ich auch den Rest quergelesen habe:
Mir schien, der Herr Engel macht etwas viel mit seinem Blick. Gelegentlich lässt er ihn sogar verhärten, was ihm geradezu etwas phallisches gibt ... Wink
 
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BeitragVerfasst am: 26.06.2009, 23:19
Hi frauGeier83

also erst mal - solche Storys gefallen mir - die Art der Verknüpfung von Wirklichem mit dem Unwirklichen/Esoterischen etc.

Ich beschränke mich im folgenden nur ein wenig auf das grundsätzliche Handwerkszeug.

Kommata und Rechtschreibung sind bei aller Begeisterung immer noch nötig. Du hast auch ein paar mal Groß-/Kleinschreibung verdreht: Beispiele
Mein Mut, der gerade Eben noch ... gerade eben noch ...
oder:
so sehr strahlte es doch etwas warmes, hoffnungsvolles aus. richtig wäre:
so sehr strahlte es doch etwas Warmes, Hoffnungsvolles aus.

Teilweise solltest Du die Wortwahl noch mal checken - nur als Anregung:
... also wegen was quälte er sich so? besser: also was quälte ihn so?
oder warum quälte er sich so?
oder weswegen quälte er sich so?

Noch ein Beispiel:
Die langen Federn wiegten leicht im Wind besser:
Die langen Federn wiegten sich leicht im Wind ist aber nicht ok, ändern in zB
Die langen Federn vibrierten leicht im Wind oder Ähnliches

... und dass Fragen über einen hereinprasseln ist auch eher ungewöhnlich Smile

Solche Kleinigkeiten musst du auch beachten:
Er zuckte unter meine Berührung zusammen, und sah auf meine Hand. besser:
Er zuckte unter meiner Berührung zusammen und sah auf meine Hand.

Interpunktion - immer wieder:
Sein Blick blieb auf der Stelle, die ich eben noch berührt hatte haften. besser:
Sein Blick blieb auf der Stelle, die ich eben noch berührt hatte, haften.
oder
Adrian, ich weiß dass besser: Adrian, ich weiß, dass

Auch Wiederholungen kontrollieren:
sah mir in die Augen. Das silberne Funkeln seiner Augen befreite besser:
sah mir in die Augen. Das silberne Funkeln in ihnen befreite

Was aber besonders auffiel war das öfter vermurkste unregelmäßige Verb wie in:
Sein Kopf hebte sich ...
richtig wäre: Sein Kopf hob sich ...

Rechtschreibfehler vermeiden (Wörterbuch für PC nutzen):
Ich stand davor, starte es an. richtig: Ich stand davor, starrte es an.

Résümé: Tolle Story. Würde mehr lesen wollen. Aber Dein Handwerkszeug musst Du ein bisserl verbessern. Würde dann die Story von einem prof. Lektor überarbeitet, würden mache "emotionale Überlängen" etwas gestutzt - gar nicht viel, aber es würde den Effekt, den Du erreichen willst, sogar noch verstärken, denn manchmal ist weniger mehr.
Mach weiter!
 
  Mac 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 26.06.2009, 23:31
Liebe Simone,
dann hinterlasse ich hier auch noch mal einen Kommentar. Ich fidne die Geschcihte wirklich klasse ... und es macht mir wirklich Spaß, sie im Moment ganz zu lesen. Du hast es wirklich verdient damit Erfolg zu haben.

Hoffentlich kann ich dir helfen!? Ich tue mein bestes!

Ganz liebe Grüße,
Marcel thumb up

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Ich bin ein 16 Jähriger Thrillerautor, der Momentan an seinem ersten richtigen Buch arbeitet.

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  Marcel R. 
 
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BeitragVerfasst am: 07.09.2009, 10:27
Danke für die Tips. Hat wirklich viel gebracht (und das meine ich ernst).

Interpunktion und Rechtschreibung...seufz...das alte Laster. Werde mich aber bessern.

Und man glaubt es kaum. Mit Hilfe von vielen Freunden die ich hier gefunden habe, ist es mir gelungen den Roman zu vollenden. 530 Seiten ist mein Baby jetzt stark und ich bin eine glückliche, wehengeplagte Mutti.
Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie ich weiter vorgehen soll. Zu allererst brauch ich mal Probeleser. Das wär doch schon mal ein guter Anfang?
Freiwillige vor...lol
Ne, ich will niemanden was aufs Auge drücken.

Danke nochmal an alle.
Kris, du bist mein Schatz, dir voran gilt mein Danke!

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BeitragVerfasst am: 13.09.2009, 15:14
Hallo,

Ich würde Dir das Manuskript überarbeiten, allerdings geht das bei 530 Seiten nicht einfach so nebenher und kostenfrei.
Ich arbeite nebenberuflich als freie Lektorin und falls Du Interesse hast, kannst Du Dich ja mal bei mir melden und wir versuchen, eine kostengünstige Lösung zu finden.

www.texte-und-worte.de
 
  mafalda 
 
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Hauptdarstellerin Emily sieht, dass es Engel gibt.
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