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Hilfe, Farbe!

BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 13:11
Hallo,

Entschuldigung, es wird etwas länger:

In der Zielgeraden zur Herausgabe meines zweiten Buchs stoße ich auf eine unerwartete Hürde. Beim ersten hatte mein Cover nur eine zweite Farbe, Rot, das eigentlich leicht bläulich sein sollte und ziemlich hell und knallig wurde. Ich konnte mit Word aus dem Überformat A5 mit Beschnittrand kein PDF desselben Formats erzeugen und habe deshalb eine Layouterin gebeten, die - sehr verwundert über die Vorgabe RGB - das mit Quark XPress erstellte, zweifellos professionell.

Ich hatte das wohl verdrängt, als ich das zweite Buch in Angriff nahm, dessen Cover eine und dessen Buchblock sieben Grafiken enthalten soll: Scans von Gemälde-Fotos. Die Farb-Probleme kamen mir erst jetzt wieder recht zum Bewusstsein und mir schwant nichts Gutes.

Wegen der damaligen PDF-Format-Probleme habe ich diesmal nur den Text des Buchblocks mit Word erstellt. Ich habe noch CorelDRAW 11 auf meinem PC, für das ich Grundkenntnisse habe und das Cover fast problemlos erstellen konnte. Um alle Bilder unter denselben Bedingungen zu erzeugen, habe ich auch für die entsprechenden Seiten des Buchblocks CorelDRAW verwendet. Erst beim Umwandeln kam mir das Farb-Thema so recht zum Bewusstsein: Ich hatte Bilder probeweise aus Word in PDF "gedruckt", dann aus CorelDRAW mit etwa gleichem Ergebnis bei Standardeinstellungen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich den Abschnitt über Farbprofile in "Grafiken und Farbmanagement" sowie "Erzeugen von PDF-Dateien für BoD mit Adobe Acrobat 7.0" aus den Tipps & Tricks noch mal genauer gelesen. Und daraufhin eingestellt:
  • In CorelDRAW die Druckoption "Farb-Bitmaps ausgeben als" von CYMK auf RGB.
  • In Adobe Acrobat 9 Pro PDF/X3:2002. (PDF/A-1b:2005 (RGB) hätte ich auch noch zu bieten.)
Immer hat das PDF-Ergebnis am Bildschirm deutlich kräftigere Farben, insbesondere einen unübersehbaren Rotstich.

www.eci.org stellt das Profil ECI-RGBv10 als Dateityp .icc bereit, in CorelDRAW ist der Dateityp .cc und der Versuch .icc einzubinden scheitert.

Ich wage es nicht, die am Bildschirm "blasseste" Version zum Druck abzuliefern.

Meine Ansprüche an die Farbqualität sind eher bescheiden. Die Fotos der Gemälde wurden vor -zig Jahren angefertigt. Mir geht es einzig darum, dass der Druck nicht völlig anders aussieht als die Fotos. Knallbunt und rotstichig wäre gegenüber den zarten Pastelltönen eine Katastrophe, die ich unbedingt vermeiden will. Leider hat man ja bei BoD keine Möglichkeit, den Druck zu prüfen und freizugeben.

Wenn nicht absolut unvermeidlich, möchte ich keine andere Grafiksoftware einsetzen - und ich möchte mit dem Buch noch im Vorweihnachtsgeschäft landen. Ich wähn(t)e mich kurz vor dem Ziel ...

Kann jemand aus meinem Kuddelmuddel an Informationen brauchbare Tipps machen? Ich wäre sehr dankbar.

Gruß, Anselm
 
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BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 15:03
Die Farben auf deinem Bildschirm entsprechen selten dem Druckergebnis! Zumindest solltest du auf alle Fälle vorher immer deinen Bildschirm skalieren aber auch dann wird es Abweichungen geben.

Um Überraschungen vorzubeugen mach einfach zuerst ein Fun. Schau dir das Ergebnis an und entscheide wie weiter aus dem Ergebnis heraus. Oder wenn die Zeit drängt, frag mal Matthias er hat Erfahrung und kann dir professionell sicherlich bei der Bildbearbeitung weiter helfen. Schick ihm einfach eine PN.
Ich bin mit Fotos auch im Krieg und mache deswegen Bilder entweder s-w oder gebe es an Leute weiter die gegen Entgelt mit Fotos und Druck umgehen können.

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BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 15:58
Hallo Sandra,

leider drängt die Zeit; für ein Fun dürfte es nicht reichen. BoD sollte (meinetwegen gegen Aufpreis) ein Korrekturexemplar anbieten. Matthias hat schon geantwortet - wenig ermutigend. Die "Leute gegen Entgelt" haben letztes Mal ja auch nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Das Buch ist angekündigt; Wenn man es nicht verkaufen kann, wäre es ein Fiasko.

Dank und Gruß, Anselm
 
  Anselm 
 
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BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 16:12
Rechne mal mit starken Farbschwankungen zwischen den einzelnen Exemplaren.

http://www.bod.de/autorenpool/rot-t11649.html

Farbtreue speziell bei Rottönen war schon immer ein Problem und ist ganz oft im Forum erwähnt worden. Das liegt halt am Digitaldruck.

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BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 16:21
Das mit den Rottönen ist auch hier zu finden:

http://www.bod.de/autorenpool/hiiii.....-welche-farbe-t13471.html

Anke Höhl-Kayser hat Folgendes geschrieben:
Die Problematik mit den unterschiedlich gedruckten Rottönen auf dem Cover kann ich nur bestätigen. Die diversen Nachbestellungen meines Lyrikbandes haben jedesmal eine andere Farbe. Die Töne reichen von dezentem Bordeauxrot bis hin zu knalligem Ferrari-Rot.

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BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 18:07
Hallo Sandra,
SandraR hat Folgendes geschrieben:

Ich bin mit Fotos auch im Krieg und mache deswegen Bilder entweder s-w oder gebe es an Leute weiter die gegen Entgelt mit Fotos und Druck umgehen können.

Grade noch eine Erkenntnis: Diese Leute schaffen es, Deine Grafiken so hinzukriegen, dass Du zufrieden bist? Dann können die Abweichungen beim Druck ja so groß nicht sein und man kann die Grafiken so aufbereiten, dass der Druck stimmt - wenn man weiß wie?

Gruß, Anselm
 
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BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 19:26
Anselm hat Folgendes geschrieben:
und man kann die Grafiken so aufbereiten, dass der Druck stimmt - wenn man weiß wie?

Wenn man etwas von Bildbearbeitung versteht, ja. Ich mach grad einen Bildband mit 90 z. T großformatigen Fotos, von denen 35 in Farbe sind.

Das Geheimnis ist die Vorlage. Ein professioneller Scan, eine professionelle Bildbearbeitung - und schon fluppt das Ganze ...

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BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 20:06
Anselm, Grafiker ist ein Beruf! Und zwar nicht einfach so dozey Ich bin kein Grafiker greife aber gerne auf Profis bei Bildern zu, sofern mir die Fotos im Band wichtig sind.

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Re: Hilfe, Farbe!

BeitragVerfasst am: 14.10.2011, 09:07
Hallo Anselm,

Anselm hat Folgendes geschrieben:
habe deshalb eine Layouterin gebeten, die - sehr verwundert über die Vorgabe RGB - das mit Quark XPress erstellte, zweifellos professionell.


So professionell kann sie dann aber nicht gewesen sein. ECI-RGB hat sich längst als ein Standard für Druckvorlagen etabliert. Sicherlich, es gibt viele Aufgaben, die sich zuverlässig nur über CMYK lösen lassen. Allerdings gibt es da auch viele Fallstricke. Genau deshalb wurde ECI-RGB entwickelt. Für einen Großteil der Aufgaben reicht es völlig aus, und dazu gehört auch Book on Demand.

Ich hatte das wohl verdrängt, als ich das zweite Buch in Angriff nahm, dessen Cover eine und dessen Buchblock sieben Grafiken enthalten soll: Scans von Gemälde-Fotos. Die Farb-Probleme kamen mir erst jetzt wieder recht zum Bewusstsein und mir schwant nichts Gutes.

Zitat:
Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich den Abschnitt über Farbprofile in "Grafiken und Farbmanagement" sowie "Erzeugen von PDF-Dateien für BoD mit Adobe Acrobat 7.0" aus den Tipps & Tricks noch mal genauer gelesen. Und daraufhin eingestellt:
  • In CorelDRAW die Druckoption "Farb-Bitmaps ausgeben als" von CYMK auf RGB.
  • In Adobe Acrobat 9 Pro PDF/X3:2002. (PDF/A-1b:2005 (RGB) hätte ich auch noch zu bieten.)


PDF/A ist für Archivzwecke gedacht. Für den Druck hat es keine Vorteile.

Zitat:
Immer hat das PDF-Ergebnis am Bildschirm deutlich kräftigere Farben, insbesondere einen unübersehbaren Rotstich.


Was heißt "kräftigere Farben"? Wenn du Vergleiche anstellst, musst du schon verraten, womit du vergleichst.

Zitat:
www.eci.org stellt das Profil ECI-RGBv10 als Dateityp .icc bereit, in CorelDRAW ist der Dateityp .cc und der Versuch .icc einzubinden scheitert.


Mangels CorelDraw kann ich dazu nichts sagen. Da icc aber die übliche Dateiendung ist, sollte das auch in CorelDraw funktionieren. Hast du schon mal gegoogled? Ansonsten sollte sich das Profil auch über den Acrobat einbetten lassen.

Zitat:
Mir geht es einzig darum, dass der Druck nicht völlig anders aussieht als die Fotos. Knallbunt und rotstichig wäre gegenüber den zarten Pastelltönen eine Katastrophe, die ich unbedingt vermeiden will.


Rot ist allerdings eine ziemlich kritische Farbe im Digitaldruck. Und wenn dein Bildschirm nicht kalibriert ist, wächst das Risiko zusätzlich, dass das Ergebnis von deinen Vorstellungen abweicht.

Zitat:
Leider hat man ja bei BoD keine Möglichkeit, den Druck zu prüfen und freizugeben.


Du kannst doch erst einmal ein BoD Fun in Auftrag geben. Letztlich ist das nichts anderes als der Weg über ein Musterexemplar. Wenn du keine Zeit für BoD Fun hast, würde sie dir auch für dieses Musterexemplar fehlen. Für BoD ist der Aufwand nämlich identisch.

Beste Grüße

Heinz

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Re: Hilfe, Farbe!

BeitragVerfasst am: 14.10.2011, 10:42
mtg hat Folgendes geschrieben:
Wenn man etwas von Bildbearbeitung versteht, ja. Ich mach grad einen Bildband mit 90 z. T großformatigen Fotos, von denen 35 in Farbe sind.

Das Geheimnis ist die Vorlage. Ein professioneller Scan, eine professionelle Bildbearbeitung - und schon fluppt das Ganze ...

SandraR hat Folgendes geschrieben:
Anselm, Grafiker ist ein Beruf! Und zwar nicht einfach so dozey Ich bin kein Grafiker greife aber gerne auf Profis bei Bildern zu, sofern mir die Fotos im Band wichtig sind.

Entschuldigung, ich habe mich nicht klar ausgedrückt: Ich meinte die wiederholte Feststellung hier im Forum, dass Grafiken in fertigen Buchexemplaren farblich stark unterschiedlich gedruckt werden sollen. Wenn es stimmt, kann wohl die beste Druckvorlage daran nichts ändern.
hawepe hat Folgendes geschrieben:
So professionell kann sie dann aber nicht gewesen sein.

Ich maße mir keine Bewertung an, weiß nur ungefähr, was sie beruflich tut.
Zitat:
ECI-RGB hat sich längst als ein Standard für Druckvorlagen etabliert. Sicherlich, es gibt viele Aufgaben, die sich zuverlässig nur über CMYK lösen lassen. Allerdings gibt es da auch viele Fallstricke. Genau deshalb wurde ECI-RGB entwickelt. Für einen Großteil der Aufgaben reicht es völlig aus, und dazu gehört auch Book on Demand.

Zitat:
Ich hatte das wohl verdrängt, als ich das zweite Buch in Angriff nahm, dessen Cover eine und dessen Buchblock sieben Grafiken enthalten soll: Scans von Gemälde-Fotos. Die Farb-Probleme kamen mir erst jetzt wieder recht zum Bewusstsein und mir schwant nichts Gutes.

Das ist mein Absatz! Very Happy
Zitat:
PDF/A ist für Archivzwecke gedacht. Für den Druck hat es keine Vorteile.

Danke.
Zitat:
Was heißt "kräftigere Farben"? Wenn du Vergleiche anstellst, musst du schon verraten, womit du vergleichst.

Hatte ich versucht:
Anselm hat Folgendes geschrieben:
Ich hatte Bilder probeweise aus Word in PDF "gedruckt", dann aus CorelDRAW mit etwa gleichem Ergebnis bei Standardeinstellungen.

Je mehr ich mich bei den Einstellungen aus CorelDRAW nach den Vorgaben richtete, desto kräftiger und "röter". Sehr laienhaft, ich weiß.
hawepe hat Folgendes geschrieben:
Mangels CorelDraw kann ich dazu nichts sagen. Da icc aber die übliche Dateiendung ist, sollte das auch in CorelDraw funktionieren. Hast du schon mal gegoogled?

Ach, das habe ich Matthias per PM geantwortet. Umbenennen von .icc in .cc geht.
Zitat:
Ansonsten sollte sich das Profil auch über den Acrobat einbetten lassen.

Vermutlich Einstellung der "Arbeitsfarbräume" für RGB? Wie man da ein eigenes Farbprofil hinzufügen kann, weiß ich nicht. Aber in CorelDRAW klappt's ja.
Zitat:
Rot ist allerdings eine ziemlich kritische Farbe im Digitaldruck. Und wenn dein Bildschirm nicht kalibriert ist, wächst das Risiko zusätzlich, dass das Ergebnis von deinen Vorstellungen abweicht.

Für mich hat es schon einen Aussagewert, wenn die Grafik in der PDF aus Word erzeugt so aussieht wie im Bildbetrachter, während sie in der PDF mit RGB-Einstellung und Farbprofil deutlich abweicht. Leider habe ich keine Schnittstelle, Deine "Firmware" mal kurz in mein Brain 1.0 zu transferieren. Wink
Zitat:
Du kannst doch erst einmal ein BoD Fun in Auftrag geben. Letztlich ist das nichts anderes als der Weg über ein Musterexemplar. Wenn du keine Zeit für BoD Fun hast, würde sie dir auch für dieses Musterexemplar fehlen. Für BoD ist der Aufwand nämlich identisch.

Ich bin inzwischen überzeugt und arbeite mit Hochdruck dran. "Glücklicherweise" verspätet sich die Autorin des Geleitworts.

Vielen Dank allen,

Anselm
 
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BeitragVerfasst am: 14.10.2011, 13:16
Hallo noch mal,

inzwischen habe ich wenigstens kapiert, dass mein Vorhaben etwa dem eines Fahrschülers gleicht, der sich nach der dritten Fahrstunde mit seinem Goggomobil in Le Mans beteiligen will. Ich muss das Buch aber durchziehen, und zwar jetzt. Professionelle Unterstützung kommt aus Kostengründen nicht in Frage. Von meinem Erstling habe ich rasch über 250 Exemplare verkauft, jetzt fast gar nichts mehr. Diesmal werden es vermutlich nicht mehr. Deswegen noch ein paar pragmatische Fragen.

1. Ich hatte die Fotos ja früher schon mit einem anderen Scanner gescannt, leider mit 200 dpi, deshalb habe ich heute noch mal mit 600 dpi gescannt. Die Software war meiner Erinnerung nach in beiden Fällen Corel PHOTO-PAINT 11. Ergebnis: Neuer Scan etwas dunkler und etwas weniger rötlich. Erstmals fiel mir auf, dass ich auch in PHOTO-PAINT Farbprofile (auch das ECI-RGBv10) einstellen kann, mit denen sich die Farbtöne am Bildschirm verändern. Wozu ist das gut? Anpassung Scanner an Bildschirm oder an Drucker? Auf die Farbwerte der gespeicherten Datei hat das offenkundig keinen Einfluss.

2. Die Farben auf meinem Bildschirm und der Drucke meines Farblaser sind ziemlich identisch. Welchen Aussagwert das für mein Buch hat, weiß ich nicht.

3. Ich sehe die Möglichkeiten, für mein "Fun" die Grafiken entweder peinlich genau nach Vorgaben oder "nach Gefühl" einzustellen. Das Ergebnis sei jedenfalls "knallig rotstichig" oder anders daneben. Nachdem ich nicht für jeden Versuch ein neues "Fun" erstellen lassen kann: Was mache ich?

Ich kann Euch nur versprechen, vorläufig keine Bücher mehr herauszugeben. Wink

Danke für jeden Tipp,

Anselm
 
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BeitragVerfasst am: 21.10.2011, 19:37
Hallo,

vielleicht fallen ja doch noch ein paar Brosamen von der (Damen und) Herren Tische. Ich war einstweilen sehr aktiv, ob sehr produktiv, kann ich noch nicht sagen:

1. Ich habe meinen Monitor neu kalibriert (geht über die Konfiguration der NVIDIA GeForce FX 5200 Ultra).

2. Ich habe alle acht Bilder noch mal aus Corel PHOTO-PAINT neu gescannt, Farbprofil ECI-RGBv10. Die Scans sehen im Vergleich Original zu Bildschirm sehr echt aus, Farbe und Helligkeit.

3. Ich habe die Scans in Corel DRAW in meine Druckvorlage importiert.

4. Ich habe aus der Druckvorlage mit PDF-X/3:2002 eine PDF-Datei erzeugt.

3. Ich habe ein Musterbild mit meinem CYMK-Farblaser gedruckt:

3.1 Aus Corel DRAW. Ergebnis ziemlich farbecht, aber nicht tolerierbar dunkler.

3.2 Aus der erzeugten PDF-Datei. Ergebnis dito, kein Unterschied erkennbar.

3.3 Aus Corel PAINT, Einstellung "Farb-Bitmaps ausgeben als RGB". Ergebnis dito.

3.4 Aus Corel PAINT, Einstellung "Farb-Bitmaps ausgeben als CYMK". Ergebnis stark abweichende Farben, grünstichig und blass.

Nun kann ich ein BoD Fun mit der PDF aus Punkt 4. in Auftrag geben und gespannt warten. Ich bin einigermaßen sicher, dass das Ergebnis ähnlich 3.1 bis 3.3 ausfällt. Ansonsten bin ich mit meinem Latein wirklich am Ende. Nur eines kommt nicht in Frage: nochmaliges Scannen der eingeklebten Fotos vom Privatdruck von Anno Tobak. (Ich wüsste auch nicht wie anders.) Die Bilder so lange anzulegen, bis sie endlich exakt gerade waren (bei manchen wirklich wichtig), war eine Sisyphusarbeit. Aber was mache ich nun? Die Farben so lange verstellen, bis sie am Bildschirm nicht mehr und dafür bei meiner Art zu drucken stimmen?

Wascht Euche die Füße; ich küsse sie jedem, der mir weiterhelfen kann. Ist aber keine Bedingung. Wink

Gruß, Anselm
 
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BeitragVerfasst am: 21.10.2011, 21:49
Hallo Anselm,

Anselm hat Folgendes geschrieben:
3. Ich habe ein Musterbild mit meinem CYMK-Farblaser gedruckt:


Eben: CMYK. Das ist der Knackpunkt. Drucker können nur CMYK, d.h. die RGB-Bilder müssen zum Drucken in CMYK umgewandelt werden. Diese Entscheidung darfst du nicht dem Drucker überlassen, sondern du musst ihm sagen, welches CMYK-Farbprofil er benutzen soll.

Trotzdem werden die Farben auf dem Bildschirm und auf dem Papier sichtbar voneinander abweichen, weil das leuchtende Licht des Bildschirms immer viel brillianter aussieht als die Druckfarbe. Soll der Bildschirmeindruck dichter an der Wirklichkeit liegen, musst du die Bildbearbeitungssoftware sowohl das CMYK-Profil als auch das Papier simulieren lassen. Ob und wie das bei CorelDraw geht, weiß ich nicht.

Ach ja, und den Drucker musst du natürlich ebenfalls kalibrieren.

Beste Grüße

Heinz

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BeitragVerfasst am: 21.10.2011, 22:47
Anselm hat Folgendes geschrieben:
3. Ich habe ein Musterbild mit meinem CYMK-Farblaser gedruckt:


Tipp aus der Praxis (aus meinen BoD-Anfangszeiten)

Ein BoD-Fun anlegen mit minimaler Seitenzahl und dann immer wieder das gleiche Bild auf dem PC mit unterschiedlichen Werten erzeugen und in das Buch einbinden. Buch drucken lassen und einfach mal schauen, wie welche Variante im digitalen Buchdruck rüberkommt.

Alles andere ist Befragen der Glaskugel.

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BeitragVerfasst am: 22.10.2011, 09:33
Hallo Heinz,

Du hast mir einen wichtigen Denkanstoß gegeben. Mit dieser Materie habe ich mich noch kaum beschäftigt, und CorelDRAW habe ich nur selten und für einfache Aufgaben mit Druck auf dem eigenen Laserdrucker eingesetzt. Nun bin ich darauf gestoßen, dass es gar nicht nötig ist, PDFs aus CorelDRAW mit Acrobat zu "drucken". CorelDRAW verfügt über die Option "Als PDF freigeben". Da kann ich einstellen "Alle Objekte ausgeben als CYMK/RGB/Graustufen/Programmeigen". RGB erscheint allerdings nur, wenn ich in der Farbverwaltung nicht das Profil ECI-RGBv10 einstelle, sondern das voreingestellte generische interne RGB-Profil belasse. Interessanterweise sieht das direkt aus CorelDRAW erzeugte PDF viel "richtiger" aus als das via Adobe Acrobat, aber noch bin ich ja mit meinen Studien nicht am Ende.

Jetzt bin ich am Farbprofil für meinen Laserdrucker. Von den paar Dutzend vorhandenen gibt es ein AdobeRGB1998.icc und ein sRGB Color Space Profile.icc. Ich probiere die mal.

Hinsichtlich Deiner weiteren Tipps bin ich noch am Studieren. Aber Schritt um Schritt komme ich mit etwas Unterstützung voran.

Vielen Dank und Gruß,

Anselm
 
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