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» "Seelengift" Leseprobe

BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 08:34
Aus Wikipedia:
Historisch-kritische Neuausgabe
Die umfangreichen Anforderungen an eine historisch-kritische Ausgabe skizzierte Horst Möller, Direktor des Münchner Instituts für Zeitgeschichte (IfZ), 2007:[25][26]
„Sie muss durch einen Fachmann mit Erläuterungen etwa zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte sowie zur Instrumentalisierung als politische Kampfschrift während der Weimarer Republik und der NS-Diktatur eingeleitet werden. Sie muss, was komplizierter ist, mit dem systematischen Nachweis verbunden sein, welche unterschiedlichen Textvarianten es gibt, angefangen mit einem Hinweis auf die unterschiedlichen und inhaltlich abweichenden Auflagen und Ausstattungen. Und man müsste klären, woher einzelne der Gedanken und Ausführungen Hitlers ursprünglich stammen: Sind das zum Beispiel eigene Ideologeme, sind das Vulgarisierungen anderer Texte, Lesefrüchte, durchdachte Argumente oder rasche Übernahmen aus persönlichen Unterhaltungen?“


Alles andere wäre und ist somit Müll und Trittbrettfahrerei, mit dem alleinigen Ziel, lediglich finanziellen Profit daraus zu schlagen, quasi nach dem Motto: „Nationalsozialismus für jedermann“ oder auch als Gebrauchsanweisung: „Wie zerschlage ich eine Demokratie“.
Sind zig Millionen Tote immer noch nicht Warnung genug? Sind die immer noch spürbaren Nachwehen dieses Holocaust nicht heftig genug? Müssen wir das Feuer immer und immer wieder entfachen, kranke Seelen züchten, ihnen auch noch den Nährboden bereiten?

Titus hat geschrieben:
„Und für mich hat mein Kampf eine genauso große Bedeutung wie „Das Kapital“ oder „Faust“. Es ist eines der großen Bücher in der Welt der Literatur.“

Ich fasse es nicht! Diesen Schund auf dieselbe Stufe mit Goethe oder Marx zu stellen, ist schon ungeheuerlich genug, es auch noch als „eines der großen Bücher in der Welt der Literatur“ zu bezeichnen, an Gedankenlosigkeit und Ignoranz angesichtig grauenhafter bestehender Tatsachen, die sich daraus ergeben haben, nicht zu überbieten.
Stellt sich mir die Frage: Wo bin ich hier eigentlich?

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  Klaus D. Klimke 
 
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BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 09:43
Titus, ich fasse es nicht!!!!

Haifischfrau

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  Haifischfrau 
 
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BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 09:46
Titus schrieb:

„eines der großen Bücher in der Welt der Literatur“

sogar das größte "Schwachsinnsbuch", lieber Titus.

Wach auf!
 
  büchernarr 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 10:22
Hallo Titus,

ich denke und fühle wie Klaus und viele hier. Deshalb einige Bemerkungen
zu meinen ganz persönlichen Erlebnissen mit dem Buch:

Im März 1945, die Amerikaner standen kurz vor unserem Dorf, habe ich meiner Großmutter zugesehen, wie sie "Mein Kampf" und den üblichen Nazikram (Hakenkreuzfahne, Hitlerbilder, HJ-Dolche ihrer Söhne usw. usw.) in der Jauchegrube versenkte.

Etwa 1960/61, auf der Suche nach Zigaretten, ist mir "Mein Kampf" in Barcelona auf den Ramblas erneut aufgefallen. Ich habe das Buch für wenige Peseten bei einem Straßenhändler gekauft und anschließend gelesen. Nach Deutschland habe ich es nicht mitgenommen, es ist hier verboten.

Ich habe mich damals (zu Recht?) gefragt, wie es möglich sein konnte, dass mit diesem Machwerk ein ganzes Volk zu verführen war. Das Menschen, obwohl sie gelesen hatten, was dieser Kerl mit unserem Land vorhatte, ihm so willig gefolgt sind. Aber an diesem Phänomen haben sich schon gescheitere Leute abgearbeitet und ich glaube, wir werden es auch hier nicht ergründen.

Nicht das Buch hat Geschichte gemacht, sondern sein Verfasser. Ob es hilfreich wäre, es der rechten Szene als Pflichtlektüre zu verordnen, kann ich nicht beurteilen, befürchte aber, es wird wenig nützen.

Liebe Grüße
Hans-Peter
 
  Hans-Peter 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 10:26
"Mein Kampf" ist ein unausrottbares Beispiel für Legendenbildung. Kaum einer hat es gelesen, und sollte es doch mal jemand versucht haben, wurde der Versuch qua Kopf- und anderer Schmerzen schnell wieder abgebrochen.

Ich halte diesen gesamten Thread für einen weiteren Beweis, dass nur zu gern und aufmerksamkeitsheischend unreflektiert mit der Geschichte gespielt wird. Eine Neuausgabe dieses Buches (denn das ist es unbestritten; alle anderen Ehrenbezeugungen sind hier fehl am Platz) dürfte - wenn überhaupt - nur aus Historikerkreisen kommen - und auch dann nicht von einem Einzelnen.

Ein Dank dem Threadersteller, dass er - wie andere vor ihm - die Asche einer falsch verstandenen Tradition ohne Nachdenken durch die Gegend wirft und damit verblendete Äußerungen wie die o.g. eines Schülers erst möglich macht.



edit: Hans-Peter, der Punkt ist, dass das Buch eben nicht gelesen wurde. Es wurde millionenfach verkauft, weil es sich gehörte, das Buch des Gröfaz im Regal stehen zu haben. Aber gelesen haben es wohl die Allerwenigsten ...

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LG - matthias

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BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 10:40
Ich frage mich schon die ganze Zeit, ob wir hier nicht einen Foren-Troll herumlaufen haben. Jetzt weiß ich es:

http://www.bod.de/index.php?id=1132&objk_id=280993

Bill Clinten

Burak Obama

"....Das Buch - Konfliktfreie amerikanische Außenpolitik von 1990 bis 2010 - enthält 51 leere Seiten cremeweißes Papier mit Seitennummerierung...."

Es ist wirklich sinnlos, sich auf eine Auseinandersetzung mit Hr. Gronotte einzulassen und ihm hier im Forum Raum und Aufmerksamkeit zu bieten. Ich für meinen Teil habe dazu keine Lust mehr.

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viele Grüße

Manu
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BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 10:47
Danke, Manu! Warum sind Frauen eigentlich immer so praktisch veranlagt? Smile

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BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 11:18
Das Buch hat sicherlich eine enorme epochale Bedeutung (als Zeitzeugnis), würde es aber niemals als Literatur bezeichnen, schon gar nicht als Weltliteratur. Die Bedeutung des Buches liegt weniger in seinem Inhalt, sondern an seinem unseeligen Verfasser.
Viele spätere Enrwicklungen waren in dem Buch bereits skiziert, aber verbargen sich in den dufusen wirren Thesen, die Hitler mit seinem Buch mitverbreitete. "Mein Kampf" ist auch kein Programm des Nationalsozialismus, sondern eine hasserfüllte Kampfschrift eines frustrierten Häftlings.

Meiner Meinung nach sollte das Buch, ebenso wie Hitler ganz tief verscharrt bleiben. Dem Themenstarter empfehle ich dringendst die Finger von der Thematik zu lassen. Ich erinnere nur an die dilletantische Bibel und Koranauslegung...

@ Titus mache die Bestellung rückgängig und wenn es dich wirklich interessiert, warte noch einige Jahre, zumindest bis nach dem Wehr- oder Ersatzdienst. Vorher fehlt einfach die Reife.

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BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 11:31
Manu hat Folgendes geschrieben:
Es ist wirklich sinnlos, sich auf eine Auseinandersetzung mit Hr. Gronotte einzulassen und ihm hier im Forum Raum und Aufmerksamkeit zu bieten. Ich für meinen Teil habe dazu keine Lust mehr.
Du hast Dich noch nie mit mir auseinandergesetzt. Bislang kam von dir nur zweimal die Behauptung ich wäre ein Troll und einmal dass es hakt oder so. Eine Auseinandersetzung sieht anders aus liebe Manu Wink
 
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BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 12:16
Hallo Markus,

wie ich sehe, bist Du noch am Leben. Anscheinend wurde Dein Koran-Sex-Aufklärungsbuch noch nicht überall entdeckt.

Nach diem geistig wertvollen Buch ist Dir jetzt langweilig und Du suchst ein neues Thema, bei dem sich die Menschen wieder aufregen.

"Mein Kampf" kann man ganz umsonst im Internet lesen. Das Buch liegt auf mehreren US Servern als pdf Datei zum Lesen bereit.
Man findet es in ein paar Minuten im Internet und das kostet überhaupt nix.

Also wer meint, er muss es lesen, es ist absolut kein Problem.
Persönlich habe ich das Buch überflogen und nach ca. 20 Seiten war mir die Zeit zu schade.
Die Anschauungen sind mehr als wirr. Vielleicht konnte man vor 60 Jahren damit noch das Volk beeindrucken oder beeindrucken.
Fernsehen war ja noch nicht erfunden.

Für mich ist es geistiger Sperrmüll und wer damit Geld verdienen will hat noch nix kapiert oder ist tatsächlich auch mehr als verwirrt.

Such Dir lieber eine neues, aufregendes Thema.

Z. B. Das Liebesleben der Schlümpfe oder das Paarungsverhalten von Sumpfnattern.


Gruß vom Richard

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www.richymuc.de
Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4
 
  Richymuc 
 
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BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 16:01
„Mein Kampf“ ist ein entscheidener Einschnitt in der Epoche des Dritten Reichs.
Weil heute viele Menschen immer wieder gern was tot schweigen wollen und lieber meinen sie hätten sich ihre Meinung gebildet, die Meinung von ihren Müttern und Großmüttern, welche meines Erachtens auch völlig richtig sind, wird sich kaum noch mit dem Dritten Reich auseinandergesetzt. Der Staat nimmt durch Zurückhaltung einem Einzelnen das Denken aus der Hand. Eine (gleiche) Meinung auf die man selbst kommen kann und sollte, wenn man etwas überlegt.
Natürlich wird ein Buch vom Verfasser geprägt.
Was wären Goethes Tagebücher ohne Goethe?
Was einst für schreckliches Dinge passiert sind, wie viele ums Leben kamen, das sind Ereignisse, die ich nach wie vor respektvoll behandeln möchte. Aber Deshalb ist es ja Hitler - „Mein Kampf“ und nicht Rommel - „Infantrie greift an“.
Ich leugne mit dem Interesse keinesfalls von dem was stattfand. Es ist vielmehr eine Auseinandersetzung mit der Person Hitlers. Mörder, Holocaust, 2. Weltkrieg. Das streite ich in keinsterweise ab.
Aber wenn man über das Thema des dritten Reichs spricht und man nicht aufpasst, was man sagt, dann wird man ganz schnell in eine Ecke gedrängt.
Wir Deutschen reagieren (und ich meine jetzt nicht was damals stattfand, sondern, wie wir dieses Thema in der Gegenwart und Zukunft behandeln) auf das Dritte Reich übervorsichtig.
„Das Kapital“ hat unser heutiges Wirtschaftssystem geprägt. Gleichzeitig die Basis für den Kommunsismus gelegt, der gar keiner war.
Wie viel Menschen deswegen in der Sowjetunion starben ist uns egal, schließlich sind wir aus Deutschland und nicht Russland.
„Mein Kampf“ hatte dagegen für uns eine große, wenn auch schreckliche Bedeutung.
Schwachsinn? Es sind Hitler viele Menschen gefolgt. Was für ein Schwachsinn ist das?
Einer wie in der Gewaltherrschaft von Robespierre? Französische Revolution?
Lenin? Stalin? Potempink? (Hoffe habe ich jetzt richtig geschrieben)
Ist ein Progandafilm, dennoch gilt es als historische Aufzeichnung.
Fragt mal einen 5. Klässler wie er Hitler findet. Und er wird sagen: Das war ein Arschloch.
Aber er weiß nicht warum.
Irgendwann wird man mit ihm den 11. September in Verbindung bringen. Interessiert keinen, Hauptsache: Hitler war ein Arschloch!
„Mein Kampf“ ist Literatur, die für die deutsche Geschichte genauso einschneidend ist wie „Das Kapital“. Nur auf eine schreckliche Art und Weise. Und diese sollte man zunehmend ernst betrachten.
 
  Titus 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 16:59
Titus hat Folgendes geschrieben:
„Mein Kampf“ ist ein entscheidener Einschnitt in der Epoche des Dritten Reichs.


Sorry, aber "Mein Kampf" ist überhaupt kein entscheidender Einschnitt in der Epoche des Dritten Reiches.
Ganz einfach deshalb, weil das Buch bereits acht Jahr vor dem Entstehen des Dritten Reiches veröffentlich wurde (Band 1 - Juli 1925; Band 2 wurde im Dezember 1926 nachgeschoben).
Als Einschnitt kann nur etwas bezeichnet werden, was während einer Epoche (hier: Die Existenz des Dritten Reiches) neu auftritt und eine deutliche Veränderung herbei führt - beides trifft nicht auf Hitlers Buch zu.

Titus hat Folgendes geschrieben:

Weil heute viele Menschen immer wieder gern was tot schweigen wollen und lieber meinen sie hätten sich ihre Meinung gebildet, die Meinung von ihren Müttern und Großmüttern, welche meines Erachtens auch völlig richtig sind, wird sich kaum noch mit dem Dritten Reich auseinandergesetzt.


Auch da muss ich dir ganz entschieden widersprechen. Du kannst pro Woche reichlich Dokumentationen und Filmberichte über das Dritte Reich im Fernsehen finden. In den Printmedien wird immer wieder über bestimmte Geschehnisse aus der Nazi-Zeit berichtet. So gab es im "Spiegel" erst Anfang März einen Bericht über Eva Braun und ihre Beziehung zu Hitler. Und jüngst war bei der ARD ein Dreiteiler zu sehen namens "Der Krieg", und wenn man sich bei Sendern wie n-tv, N24 oder phoenix umsieht, stolpert man ständig über die Nazizeit.

Titus hat Folgendes geschrieben:

Der Staat nimmt durch Zurückhaltung einem Einzelnen das Denken aus der Hand. Eine (gleiche) Meinung auf die man selbst kommen kann und sollte, wenn man etwas überlegt.


Es ist nun mal Eigenart von radikalen politischen Gruppierungen (Linksradikale wie Rechtsradikale wie Religionsradikale), dass das Denken bewusst ausgeschaltet wird. Nachdenken, insbesondere selbst-kritisches Nachdenken, ist dort höchst verpönt!

Titus hat Folgendes geschrieben:

Ich leugne mit dem Interesse keinesfalls von dem was stattfand. Es ist vielmehr eine Auseinandersetzung mit der Person Hitlers. Mörder, Holocaust, 2. Weltkrieg. Das streite ich in keinsterweise ab.
Aber wenn man über das Thema des dritten Reichs spricht und man nicht aufpasst, was man sagt, dann wird man ganz schnell in eine Ecke gedrängt.


Um die Person Hitlers zu verstehen, ist "Mein Kampf" denkbar ungeeignet, weil mittlerweile nachgewiesen wurde, dass große Teile darin über seinen persönlichen Werdegang schlicht von ihm erstunken und erlogen sind. Er hat seine Biografie nach Kräften geschönt - und das in einer Sprachqualität, wo jeder Fünftklässler ihm weit überlegen ist.

Und wenn du davon sprichst, in eine ganz bestimmte Ecke gedrängt zu werden: Dafür hast du ganz alleine gesorgt! Wer Hetzschriften der Nazis unkommentiert unter das Volk streuen will, der hat meiner Meinung nach nichts besseres verdient.

Titus hat Folgendes geschrieben:

„Das Kapital“ hat unser heutiges Wirtschaftssystem geprägt. Gleichzeitig die Basis für den Kommunsismus gelegt, der gar keiner war.
Wie viel Menschen deswegen in der Sowjetunion starben ist uns egal, schließlich sind wir aus Deutschland und nicht Russland.
„Mein Kampf“ hatte dagegen für uns eine große, wenn auch schreckliche Bedeutung.


Wenn du "Das Kapital" von Marx heranziehst, um die Morde Stalins und Maos zu kritisieren, dann musst du zur Kritik der NS-Verbrechen dich nicht am Buch von Hitler festhalten, sondern Rosenbergs "Der Mythus des 20. Jahrhunderts" lesen. Hitlers Buch ist verquaster Blödsinn eines Schwachmaten - das Rosenberg-Buch ist gefährlich durch und durch und viel bezeichnender für die Volkskrankheit Nationalsozialismus.

Titus hat Folgendes geschrieben:

Schwachsinn? Es sind Hitler viele Menschen gefolgt. Was für ein Schwachsinn ist das?


Wenn Menschen blind hinter jemandem her rennen, heißt das noch lange nicht, dass es deshalb zu akzeptieren ist. Vielmehr ist es ein Zeichen dafür, dass die Leute ihr Hirn ausgeschaltet haben. Die Massen folgen dem, der sie am besten verführen kann: Hitler, Stalin, Mao. Selbst ein Osama bin Laden hat eine Gefolgschaft, die in die Hunderttausende geht - auch wenn die meisten davon gemütlich zu Hause sitzen (aber bei jedem Al-Kaida-Anschlag freudestrahlend nicken).

Titus hat Folgendes geschrieben:

Lenin? Stalin? Potempink? (Hoffe habe ich jetzt richtig geschrieben)
Ist ein Progandafilm, dennoch gilt es als historische Aufzeichnung.


a) Es heißt richtig "Potemkin"
b) Potemkin war ein russischer General unter Zarin Katharina der Großen (1729 - 1796)
c) Es gibt einen Film namens "Panzerkreuzer Potemkin", der den Matrosenaufstand in Odessa im Jahre 1905 behandelt - und das sehr frei. Eine historische Aufzeichnung ist das mit Sicherheit nicht. Der Wert des Films liegt weniger ins einem Inhalt, als in der Art und Weise, wie die Szenen geschnitten wurden. Allerdings bin ich jetzt echt darauf gespannt, wie du die Filme "Jud Süß" (1940) oder "Kolberg" (1945) in den Bereich des Weltkulturerbes rücken willst.

Titus hat Folgendes geschrieben:

Fragt mal einen 5. Klässler wie er Hitler findet. Und er wird sagen: Das war ein Arschloch.
Aber er weiß nicht warum.


Es gibt genug Fünftklässler, die Hitler "cool" finden und sich an den verbrecherischen Angriffskriegen hochziehen, weil "Bomben schmeißen und Leute verbrennen einfach hip ist".

Titus hat Folgendes geschrieben:

„Mein Kampf“ ist Literatur, die für die deutsche Geschichte genauso einschneidend ist wie „Das Kapital“. Nur auf eine schreckliche Art und Weise. Und diese sollte man zunehmend ernst betrachten.


Nichts hindert dich, das von Christian Zentner kommentierte Buch zu lesen. Oder - mein persönlicher Tipp - dir "Mein Kampf - gelesen von Helmut Qualtinger" reinzuziehen. Qualtinger macht in zwei Stunden aus diesem Buch in seiner Lesung genau das, was es wert ist: Ein großes Stück Lächerlichkeit!

Grüße
Siegfried

_________________
Grüße
Siegfried

***
Hartmut Dühr - Ergebung ohne Widerstand
ISBN 978-3-8423-3030-6
***
»Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein« (Hans Rosenthal)
 
  Siegfried 
 
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BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 17:00
Hallo Titus,
mir hat in meiner Jugend ein Buch sehr viel Information zum Verstehen dieser dunklen Zeit gebracht. Vielleicht findet es sich einmal auf einem Flohmarkt etc.

Schuld oder Verhängnis Erscheinungsjahr ca. 1958
Hannah Vogt

Sehr sachlich geschrieben wird hier das Tausendjährige Reich von allen Seiten beleuchtet.
Auch der Weg zum Reich ist erläutert.
Gruß
Bernd
 
  büchernarr 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 20:07
Wenn es ein großes Stück Lächerlichkeit wäre, würdest du nicht so einen Aufstand machen Siegfried. Warum sollte man es verbieten, wenn es Schwachsinn wäre.

Panzerkreuzer Potemkin wurde bei uns auch im Unterricht behandelt im Durchgang „Russische Revolution“. Genau wie „Die Brücke“ gehört er mit zu Aufklärungsfilmen.
Von Bildqualität werde ich dir Recht geben, kommt es nicht ganz an Star Wars oder Herr der Ringe ran. Aber Potemkin hat lange Zeit und wird heute immer noch als Unterrichtsthema in Russland verwendet. Untergang des Zarischen Reiches. Fehlschlag der ersten Revolution. Vorlauf zur Zweiten.
Wenn wir von „Mein Kampf“ sprechen ist natürlich was anderes gemeint als dein Harry Potter.
Natürlich hat „Mein Kampf“ auch Bezug auf das Dritte Reich gehabt, sonst würde es nicht so totgeschwiegen werden.
Und sicherlich ist es hinter einem ernsten Hintergrund zu betrachten. Es soll ja nicht der Unterhaltung dienen, sondern aufklären.
Deshalb wurde es ja auch veröffentlicht.
Und wenn man „Mein Kampf“ liest, von dem mir einige auch berichtet haben, soll die Sprache wie du geschrieben hast nicht mit der eines Fünfklässlers besser sein.
Es kommt auf den Inhalt an und der ist Völkerverhetzend. Wenn du ein historisches Werk nach dem Schreibstil beurteilst, dann liegst du mit „Mein Kampf“ sicherlich auf der falschen Seite.
Was damit alles zusammenhängt. Massenvernichtung, das werde ich jederzeit so unterschreiben. Und auch von dem was vorgefallen war als Schrecklich verurteilen. So was darf nie wieder kommen!
Wie man sich heute aber mit der Vergangenheit auseinander setzt, finde ich, reagieren viele als übersensibel.
Nach wie vor steht doch die Meinung: Wenn man sich über so einen „Schwachsinn“ aufregen kann, machst du, diese Literatur noch wichtiger. Das genaue Gegenteil, was deine Haltung ist.
Ich werde nicht die NPD oder DVU unterstützen, das ist meine Haltung zur Rechten Szene.
Was das Historische anbelangt, werde ich mich natürlich mit der deutschen Geschichte beschäftigen.

Und Danke Bernd, dieses Buch werde ich mir vielleicht wirklich besorgen!!!

Und wer dieses Buch kauft, es vielleicht sogar im Handel sieht ohne zu verfluchen, wird als Rassist gelten. Ist das deine Meinung?

Wenn ein Schwarzer dieses Buch kaufen würde, wäre wahrscheinlich die Aussage: Seine Hautfarbe ist nicht schwarz. Sie ist braun. Was optisch zu deiner Verurteilung passen mag Siegfried.
Und wenn die erschienene Auflage kommentiert wurde, wird wahrscheinlich dieser Herr – Christian Zentner – ebenfalls der NPD angehören.

Ich denke aus „Mein Kampf“ können wir hervorragend aus der Vergangenheit lernen und dafür sorgen, dass eben nicht mehr etwas ähnliches, wie das dritte Reich entsteht. Und wir würden nicht wegsehen, wenn da Unrecht geschieht. Ich meine bei Christiane F. hat es ja auch hervorragend geklappt. Wer interessiert sich schon für ein Tabuthema wie Drogentote.
 
  Titus 
Gast 
 
 
   
   

Mein Krampf

BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 20:21
@ Titus,
der Herr Hitler hatte sich nur vertippt. Das Buch sollte eigentlich MEIN KRAMPF heißen.
http://www.stupidedia.org/stupi/Mein_Krampf

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