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Hörbuch

BeitragVerfasst am: 24.07.2008, 14:05
Hallo Leute,
ich plane, zu meinem Buch ein Hörbuch zu veröffentlichen bzw. zu gestalten.
Die Sprecherfrage ist geregelt, offen ist noch, wie die technische Erstellung am empfehlenswertesten ist. Braucht man eine ISDN? Was ist noch zu beachten. Die Angebote von Bod gefallen wir nicht, denn 8 € pro CD ist teuer. Es soll in der Tat eine CD werden, die Mensch anfassen kann, keine virtuelle Datei.

Vielen Dank für Eure Ideen.

Maryanne
 
  Haifischfrau 
 
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BeitragVerfasst am: 24.07.2008, 14:22
isbn kann, muss aber nicht. alles zum thema isbn hier:

http://www.german-isbn.de/isbn-handbuch.html

vielleicht ist da etwas dabei:
http://www.hoerbuch-links.de/
 
  wortaholic 
Gast 
 
 
   
   

Re: Hörbuch

BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 08:16
Hallo Maryanne,

Haifischfrau hat Folgendes geschrieben:
Die Sprecherfrage ist geregelt, offen ist noch, wie die technische Erstellung am empfehlenswertesten ist.


Ich habe vor Urzeiten mal bei einer Hoerspielproduktion eines Kollegen mitgemacht, ausserdem vor laengerem bei der Produktion einer Musik-CD.

Amateurtechnik ist praktisch unbrauchbar. Fuer ein einziges Projekt lohnt die Anschaffung von Profitechnik jedoch nicht; preiswerter ist die Anmietung eines Tonstudios. Die konkreten Kosten sind Verhandlungssache.

Zitat:
Braucht man eine ISDN?


Du meinst bestimmt ISBN. Wenn du die CD auch ueber den Buchhandel vertreiben willst, wird es ohne nicht gehen. Da wir gemapflichtige Musik aufgenommen haben, haben wir zur Preisreduzierung auf den Buchhandelsvertrieb verzichtet. Was eine ISBN wirklich bringt, weiss ich also nicht.

Zitat:
Die Angebote von Bod gefallen wir nicht, denn 8 € pro CD ist teuer.


Was unsere CD damals gekostet hat, weiss ich leider nicht, weil der Auftraggeber jede Frage nach den Ausgaben rigoros zurueckweist.

CD on Demand sind aber ziemlich teuer. Wenn die Kunden sich nicht evtl. bereits nach ein oder zwei Jahren ueber defekte CD aergern sollen, muessen sie gepresst werden. Eine Handvoll Exemplare sind unverschaemt teuer, bei einigen Hundert oder Tausend laesst sich richtig gut verdienen - wenn man sie verkauft bekommt.

Inlaycard und Booklet muessen gedruckt und in die Jewelcase oder Slimcase eingelegt werden, die CD muessen eingelegt werden und alles noch eingeschweisst werden. Ich weiss die Auflage nicht mehr genau, es waren aber jedenfalls einige Hundert, die aus Kostengruenden von den Musikern selbst eingelegt wurden.

Vielleicht helfen dir diese Infos schon ein wenig weiter.

Beste Gruesse,

Heinz.

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  hawepe 
 
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BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 09:10
Hi,

ich bereite ebenfalls ein Hörbuch vor für meinen Gedichtband.
Aber: Selbst ist der Mann. cheezy grin
Ich habe einen kleine Raum akustisch "verblimpt", ein sehr gutes Mikrophon, und ein handelsübliches Notebook mit guter Soundkarte benutzt. Ich spreche selbst Gedicht für Gedicht in MP3 Files. Es funktioniert. Grundrauschen kaum wahrnehmbar, auch bei höherer Lautstärke nicht. Danach werde ich die Files zum Weiterbearbeiten an einen Kollegen geben, der mit Steinberg Wavelab arbeitet. Mal sehen, was bei rauskommt.

LG

Lorenz
 
  LOFI 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 09:23
Hallo Lorenz,

LOFI hat Folgendes geschrieben:
Ich habe einen kleine Raum akustisch "verblimpt",


Wie hast du denn das bewerkstelligt?

Zitat:
ein sehr gutes Mikrophon, und ein handelsübliches Notebook mit guter Soundkarte benutzt.


Beides ist aber eben nicht gerade billig.

Zitat:
Danach werde ich die Files zum Weiterbearbeiten an einen Kollegen geben, der mit Steinberg Wavelab arbeitet.


Und einen solchen Kollegen muss man natuerlich auch erst einmal kennen.

Ich wuerde vermutlich auch versuchen, moeglichst viel selbst zu machen, weil es einfach Spass macht, Neues zu probieren. Aber ob es billiger kommt ...

Beste Gruesse,

Heinz.

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  hawepe 
 
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BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 09:40
hawepe hat Folgendes geschrieben:
Hallo Lorenz,

LOFI hat Folgendes geschrieben:
Ich habe einen kleine Raum akustisch "verblimpt",


Wie hast du denn das bewerkstelligt?

Zitat:
ein sehr gutes Mikrophon, und ein handelsübliches Notebook mit guter Soundkarte benutzt.


Beides ist aber eben nicht gerade billig.

Zitat:
Danach werde ich die Files zum Weiterbearbeiten an einen Kollegen geben, der mit Steinberg Wavelab arbeitet.


Und einen solchen Kollegen muss man natuerlich auch erst einmal kennen.

Ich wuerde vermutlich auch versuchen, moeglichst viel selbst zu machen, weil es einfach Spass macht, Neues zu probieren. Aber ob es billiger kommt ...

Beste Gruesse,

Heinz.


Hi Heinz,

also es ist ein sehr kleiner Raum, (2 mal 2 Meter und sehr niedrig.) Schallgedämmt habe ich es mit einer Idee aus der Schulzeit: Dämmschaummatten an die Wand und darüber Eierpapplagen (diese quadratischen, bekam ich kostenlos im Supermarkt) Mucksmäusschen still da drin, zumal im Keller und ohne Fenster.

Natürlich ist so ein Mikro nicht billig, aber wer sagt denn, dass ichs gekauft habe; geliehen aus einem Musikgeschäft und die externe Soundlösung (USB) ebenfalls.

der Kollege ist eben ein Kollege und solche helfen sich für gewöhnlich cheezy grin

Und Spass macht das. In jedem Fall.

LG

Lorenz
 
  LOFI 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 09:47
Ich würde mal sagen: wenn das bestehende Buch eine ISBN hat, könnte man die übernehmen. Ich würde das so machen.

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BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 09:48
Der Knackpunkt ist natürlich einmal die Aufnahme selbst und da ist mit der handelsüblichen PC-technik einfach kein Blumentopf zu gewinnen. Es muß ganz einfach professionell nachgearbeitet werden, weil sonst der Hörer einfach den Unterschied zwischen der "teuren Billigproduktion" und den normalen Hörbüchern kritisieren kann.

Dann hakt es immer an der Vervielfältigungstechnik. Mir hat ein Verlag mal eine CD zukommen lassen, nachdem ich von meinem Buch als Hörbuch sprach. Gutes Cover, miese CD, die auf einem normalen PC gevrannt wurde und mit Aufklebern versehen ihren Dienst tun sollte. So etwas ist eine Beleidigung für jeden Käufer.

Meine sehr sorgfältig gebrannten CDs verlieren bereits nach wenigen Jahren erste Daten. Es braucht also in jedem falle eine professionelle Presstechnik.

Diese allerdings kann man sich mieten und das ist überhaupt nicht soooo sehr teuer. Auch wenn es oftmals erst ab 500 oder 1000 Stück losgeht. Ich habe mir da mal ein Beispiel herausgesucht und wenn ich meine Sprecher zusammen habe, (und das Geld) geht es los Smile

Zum Errechnen einer Kleinauflage darf gern mal HIER gespielt werden. Das ist nun eine "Fabrik" in meiner Nähe. Ich bin ja auch von Natur aus faul cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 10:00
Wir leben im Zeitalter von MP3 und Internet. Ich würde tausendmal eher zu einer kostenpflichtigen MP3 greifen als mir aufwendig das Hörbuch auf CD zu bestellen, die CD dann umzuwandeln um sie unterwegs auf meinem MP3 Player hören zu können.

Warum bietest du dein Hörbuch nicht über entsprechende Verkaufsportale im Netz als MP3-Download an? Das spart enorme Produktionskosten und drückt den Preis. So steigt auch die warscheinlichkeit, potentielle Käufer zu überzeugen. thumb up

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BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 10:00
CeKaDo hat Folgendes geschrieben:
Der Knackpunkt ist natürlich einmal die Aufnahme selbst und da ist mit der handelsüblichen PC-technik einfach kein Blumentopf zu gewinnen.


Den will ich nicht gewinnen. Es ist mehr privat und die Leute, die sich das gerne anhören, sind oft solche, die aus Altersgründen nicht mehr so gut lesen können, aber auch andere und freuen sich einfach daran, ohne sich über dies oder jenes Unprofessionelle zu ärgern .

LG

Lorenz
 
  LOFI 
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BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 10:58
Na dann, liebe maryanne, die Entscheidung ist sicher erst einmal nach der Zielgruppe zu treffen.
Bei einer physischen CD schau Dir das Angebot von CeKaDo an, das ist gut. Dann gibt es eine CD zum anfassen.
Bei einer mp3 gibt es nix zum anfassen, aber im Zeitalter des Internets ist das heute der Renner.
Ich selber hab mich für diese Variante entschieden und meine Hörbücher sind bei einem Verlag "runterzuladen" www.diadopo.com.
Bei der Cd- Herstellung zum anfassen ist es gut vorhab alle Rechte zu klären, wenn Musik drauf ist oder Texte die nicht vor Dir sind. Sonst gibt es leicht mal richtig Ärger.
Laß uns wissen, wie es weiter geht.
Viel Erfolg Amos

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Das aktuelle Buch: Die bösen Tage sind vorbei Planungshilfen für den beruflichen Erfolg.
ISBN 3-8334-4103-8
www.amos-ruwwe.de
 
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BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 11:02
Hallo Lorenz,

LOFI hat Folgendes geschrieben:
also es ist ein sehr kleiner Raum, (2 mal 2 Meter und sehr niedrig.) Schallgedämmt habe ich es mit einer Idee aus der Schulzeit: Dämmschaummatten an die Wand und darüber Eierpapplagen (diese quadratischen, bekam ich kostenlos im Supermarkt) Mucksmäusschen still da drin, zumal im Keller und ohne Fenster.


Diese Methode kenne ich auch noch. Leider haben wir keinen Raum, den wir entsprechend umgestalten koennten Sad

Zitat:
Natürlich ist so ein Mikro nicht billig, aber wer sagt denn, dass ichs gekauft habe; geliehen aus einem Musikgeschäft und die externe Soundlösung (USB) ebenfalls.

der Kollege ist eben ein Kollege und solche helfen sich für gewöhnlich cheezy grin


Ja, wenn man jemanden kennt. Aber wer in ganz anderen Bereichen taetig ist, hat da meistens Probleme.

Das Leihen ist eine gute Idee. Wenn man Zeit hat, lassen sich bestimmt auch gute Preise aushandeln. Einem Kollegen ging mal am Vorabend eines mehrtaegigen Kongresses sein Laptop kaputt. Fuer die Leihgebuehr haette er schon fast einen halben neuen Laptop bekommen.

Beste Gruesse,

Heinz.

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  hawepe 
 
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danke für die Antworten

BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 16:11
Hallo miteinander,

ganz herzlichen Dank für die zahlreichen und vielfältigen Antworten.

Es stimmt, ich brauche gar keine ISBN (mit B und nicht wie versehentlich von mir mit D geschrieben!); ich will die CD nicht über den Buchhandel vertreiben sondern einer ausgewählten Klientel zusammen mit meinem Buch anbieten.

Dazu möchte ich euch erklären, warum es eine CD zum Anfassen und kein MP3 sein soll. Es wird eine CD zum Hörtraining für Leute mit elektronischer Innenohrprothese (sie sind taub und lernen das Hören erst wieder, sie benötigen Übungsmaterial) und sie benötigen - zumindest anfangs , eine schriftliche Vorlage mit Hören & Lesen gleichzeitig. Die schriftliche Vorlage bildet mein Buch.

Ich gehe inzwischen davon aus, dass ich einen Raum für Aufnahmen bekommen. Musik darf ebensowenig wie anderer Störschall (d.h. alles was nicht Sprache ist) drauf sein, somit gibt es keine GEMA Probleme.
Sprechen werden wir zu dritt selber.

Wenn ich das nun alles richtig verstanden habe, entstünden nur Kosten für das Pressen der CD.
Die Idee, die Booklets und CD selbst in die Hüllen zu stecken, hatte ich auch schon.

Was meint ihr dazu? Ich hoffe, dass mir dies nun keinerlei "PLONK" von entsprechenden Leuten beschert Rolling Eyes

Viele Grüße
Maryanne
 
  Haifischfrau 
 
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Re: danke für die Antworten

BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 20:17
Hallo Maryanne,

Haifischfrau hat Folgendes geschrieben:
Ich hoffe, dass mir dies nun keinerlei "PLONK" von entsprechenden Leuten beschert Rolling Eyes


Wieso? Ein PLONK gibt es doch nur, wenn sich jemand in wirklich sehr uebler Weise danebenbenimmt. Du gehoerst in diesem Forum dagegen doch zu den wirklich angenehmen Menschen.

Zu deinen Ueberlegungen: Werden die CDs denn von den Betroffenen laengere Zeit benoetigt? Wenn du die Grenze irgendwo zwischen ein und zwei Jahre ziehen koenntest, kaeme vielleicht auch ein Brennen statt Pressen in Frage. Klar, das waere nicht so professionell, aber zumindest bei kleineren Auflagen sehr viel kostenguenstiger.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 01.08.2008, 13:09
hallo,

ich habe gerade euren text gelesen.
ein freund von mir hat gerade bei www.lautschrift-studio.de
ein hörbuch machen lassen.
der meinte die sind total nett und das hätte alles gepaßt thumb up.
kannst ja mal bei denen nachfragen.
 
  charlie 
 
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