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» Darf ein Thriller amüsante Szenen enthalten?

Ideen zur Fehlersuche - gegenseitige Hilfe

BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 10:16
Ich hatte eine Idee, die auch verworfen werden kann, wenn jetzt alle NEIN schreien. Ich hoffe, ich trete damit niemandem auf die Füße.

Wir diskutieren hier oft über Fehler und schaut man bei Amazon hinein, wimmeln manche Bücher von ihnen. Es sind so viele, dass man sie ohne Mühe zu 90% eliminieren könnte. Man hat natürlich die Möglichkeiten des teuren Korrektorats, auf das die meisten anscheinend verzichten.
Aber wäre es verwerflich, wenn man auf Laien zurückgreifen würde? Jeder gefundene Fehler zählt schließlich.
Ich kann mir Modelle vorstellen, wo sich Hobbyfehlersucher zusammentun, um anderen kostengünstig zu helfen. Zum Beispiel für 10 Cent pro gefundenem Fehler. Also zahlt der Auftragsgeber nur im Erfolgsfall. Dafür hat man keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit.
Natürlich ist das zeitintensiv und unterbezahlt, aber es wäre eine Art Nachbarschaftshilfe, die durch den kleinen Obolus nicht ganz umsonst ist. So wird dem Missbrauch vorgebeugt und es reicht nicht jeder seine 400-Seiten- Klopper zur Korrektur ein.

Ich fasse meine Idee nochmal zusammen:

* Hobbykorrektoren suchen nach Fehlern
* Es gibt keinen Anspruch auf einen fehlerfreien Text nach der Korrektur
* Man zahlt eine kleine Anerkennungsgebühr pro echtem gefundenen Fehler

So, ich hoffe, niemand ist jetzt beleidigt. Aber mir gefällt die Idee, ich würd's machen. Das schafft ein Mittelfeld zwischen der kostenpflichtigen professionellen Korrektur und der Gratis-Korrektur, die einige hier im Forum leisten.

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Seid gegrüßt,

Isautor

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 11:28
Die Idee ist gut. thumb up

Man sollte aber eine Obergrenze vereinbaren, damit es nicht zu teuer wird. Der Korrektor liest dann nur z.B. bis zum 100. Fehler.

Es wird vielleicht zu Streitereien kommen, was als Fehler zu werten ist. Und was ist, wenn der Korrektor einen Fehler beanstandet, der gar keiner ist?

Also wäre ein Standard zu definieren, auf den sich beide Vertragspartner berufen können. Duden oder so was. angle

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Torsten Buchheit 
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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 12:04
Hallo Torsten,

im Prinzip, in der Praxis aber aufwändig, weil ein Dritter sich den Duden bzw. den Duden-Korrektor schnappen und den Text durchgehen müsste.

Liebe Grüße
Marlene

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 12:36
Natürlich muss man einen Standard festlegen. Als anerkannten Fehler würde ich jeden Fehler werten, den der Autor anschließend als Korrektur in seinem Manuskript übernimmt. Dann gibt es keinen Streit, denn der Autor entscheidet, was für ihn ein Fehler ist.
Möchte jemand seinen vermeintlichen Fehler behalten, dann ist das seine Sache und es spielt keine Rolle, ob es wirklich ein Fehler ist, und der Korrektor darf nicht auf dem Fehler bestehen.
Man kann so ein System nur unter freundschaftlichen Bedingungen durchführen und auf Hobbybasis betreiben.
Mein Vorschlag:

1. Texteinreichung im Format .doc mit der Angabe, wie viele Fehler man höchstens zahlen möchte. Zum Beispiel 6 Euro für 60 Fehler.
2. Korrekturen in roter Farbe
3. Rücksendung des Manuskripts mit der Anzahl der gefundenen Fehler im Text
4. Sichtung der Korrektur durch den Autor
5. Rückmeldung des Autors, wie viele der Korrekturen er übernehmen möchte
6. Zahlung (am besten per paypal)

Wie findet ihr das? Natürlich kann man jedes System missbrauchen, und betrügen kann man auch immer. Deshalb ist es gut, wenn es nicht um hohe Summen geht. Bei langen Texten sollte die Korrektur in Teilschritten/Teilzahlungen erfolgen, damit der Korrektor nicht nach nem Riesenwälzer in die Röhre guckt.

Zu kompliziert sollte man die Abwicklung auch nicht machen, sonst funzt es nicht. Ich wäre zu einem Versuch bereit. Wer noch?
Wenn's nicht klappt, kann man die Idee wieder einstampfen.

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Seid gegrüßt,

Isautor

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 13:42
Wie wäre es ohne Geld?

Ich mache es so, dass ich einen Deluxe-Testleser habe cheezy grin , der das Manuskript durchgeht. Dann überarbeite ich dessen Hinweise und drucke fünf FUN-Bücher, die dann an meine fünf freiwilligen Testleser gehen, die sehr unterschiedlich sind. Sie korrigieren und machen auch Anmerkungen zum Text im FUN-Buch selbst. Zum Beispiel, wie sie einen Abschnitt finden, was sie doof und was gut finden, was witzig und was nicht. Sie können am Rand auch alternative Formulierungen aufschreiben. Ich bin für jede Anregung dankbar. Das wissen die Testleser und kritzeln fröhlich drauflos.

Es wäre kein Problem, bei Interesse weitere Testleser mit einem FUN-Buch auszustatten.

Natürlich gehts auch als zugesandtes Manuskript. Aber die Testleser sind von einem echten Buch irgendwie immer ganz angetan. Kostet bissl was, aber hat auch den Effekt, dass die Testleser irgendwie motivierter arbeiten und echtes "Buchlesfeeling" dabei haben. Man kann ja fragen, wer ein Testbuch und wer nur ein Manuskript haben möchte.

Wen das Thema interessiert und wer Lust darauf hat, der macht das auch gratis. Gerade wenn es sich um bekannte Autorenkollegen aus dem Forum handelt, deren Werke einen sowieso interessieren. Die paar Fehler-Euro machen den Korrektor sowieso nicht reich.

Ich kenne zumindest den einen oder anderen Fall, wo das unter uns Autoren so gehandhabt worden ist.

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Viele Grüße von Adriatic

Adria-Express, ein unterhaltsamer, amüsanter und manchmal nachdenklicher Roman über die Träume und Realitäten des Lebens.

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 13:50
Ich stimme Adriatic zu. Ich würde das auch ohne Geld machen, wenn es sich um ein für mich interessantes Genre handelt.

Auch wenn ich selbst in Sachen Rechtschreibung und Grammatik recht sicher bin, so habe ich Freunde und Arbeitskollegen als Testleser, die das gern für mich machen, weil es sie einfach auch selbst interessiert. Später bekommen sie dann ein fertiges Exemplar von mir.

Liebe Grüße, Grit

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 14:07
Ich lese und korrigiere auch gratis, aber nicht jeder hat Freunde, die das auch drauf haben. Meine Idee war für Leute, die in Rechtschreibung nicht so sicher sind, keine Kohle haben fürs Korrektorat und trotzdem ihre Fehler dezimieren wollen.

Natürlich ist es weiterhin freigestellt, dass ihr kostenlos Bücher korrigieren könnt. Der kleine Obolus soll auch nicht reich machen, sondern verhindern, dass Leute aus Faulheit dem Hilfsbereiten ihr dickes Manuskript überbraten und dann ohne Rückmeldung abtauchen.
Ich habe auch schon zahlreiche Stunden in mancher Leute Manuskript gesteckt und am Schluss gibts nicht mal ne nennenswerte Rückmeldung, weil man beleidigt war aufgrund der Fehlerquote.

Ich habe, wie gesagt, zahlreiche Leute an der Hand, deren Sachen ich auf Fehler durchsuche, was ich auch weiterhin gratis tun werde. Aber ich selbst habe zum Beispiel niemanden, der meine Texte liest und korrigiert.

Zitat:
Ich würde das auch ohne Geld machen, wenn es sich um ein für mich interessantes Genre handelt.


Es gibt aber auch Korrekturbedarf bei Texten, wo das Genre/Thema uninteressant ist und trotzde Hilfe benötigt wird. Wer dem freiwilligen Korrektorenkreis beitreten möchte, schreibt mir gerne eine PN.

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Seid gegrüßt,

Isautor

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 14:37
Die Idee (ob nun mit oder ohne Entgelt) fände ich gut. Scheitert bei mir aber daran, daß ich selbst in der Rechtschreibung nicht sattelfest genug bin. Das wäre wirklich ein Blinder, der den Einäugigen führt. Und wohl eher kontraproduktiv. cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 14:44
Perchta hat Folgendes geschrieben:
Die Idee (ob nun mit oder ohne Entgelt) fände ich gut. Scheitert bei mir aber daran, daß ich selbst in der Rechtschreibung nicht sattelfest genug bin. Das wäre wirklich ein Blinder, der den Einäugigen führt. Und wohl eher kontraproduktiv. cheezy grin

Perchta, genau deswegen schrieb ich vorhin von Freunden und Arbeitskollegen, denn bei den wenigen Personen weiß ich, dass sie es können und kritisch genug sind und ich auch Wert auf deren Kritik lege.
Hier wüsste ich nicht, wem ich meine Werke anvertrauen wollte. Na zwei, drei Namen fallen mir ein, aber ansonsten weiß ich nicht, wer diese Aufgabe auch wirklich gut machen könnte.

Isautor, Deine Grundidee finde ich aber dennoch recht gut, auch wenn es sich für Dich wohl im ersten Moment nicht so anhörte. Ich frage mich nur, wie man Deine Idee am besten umsetzen könnte.

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 14:54
Die Umsetzung stelle ich mir wie folgt vor.

Interessierte Korrektoren können sich zusammenfinden. Jeder User, der Korrekturbedarf hat, kann Texte an die Korrektoren geben. Das Gute ist, dass ja nur die gefundenen Fehler vergoldet werden. Und jeder gefundene Fehler zählt, wie ich schon sagte. Man geht also mit dem Auftrag gar kein Risoko ein. Wenn nix kommt, kostet es auch nichts.

Bedenken hätte ich als Auftraggeber nur, wenn ich pro Seite zahlen müsste, egal, ob da was bei rauskommt oder nicht. Dann müsste ja jemand sehr kompetentes sein.
Es gibt Autoren, die selbst in der Rechtschreibung schwach sind und allgemeine Hilfe benötigen. Und es gibt welche, zu denen ich mich zähle, die relativ fehlerfrei schreiben, aber in den eigenen Texten durch Betriebsblindheit was übersehen. Deshalb würde ich jetzt keinen professionellen Korrektor beauftragen, um die paar Fehlerchen noch aufzuspüren, aber wenn jemand zu einem bezahlbaren Preis mir noch Fehlerfunde liefert, wäre das großartig.

Ich stelle mich jedenfalls als Fehlersucher zu den oben genannten Konditionen zur Verfügung.

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Isautor

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 15:02
Grit hat Folgendes geschrieben:
Ich frage mich nur, wie man Deine Idee am besten umsetzen könnte.

Alles zu Siegfried schicken ...



*und wegrenn* wow

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 15:02
Thomas Becks hat Folgendes geschrieben:
Grit hat Folgendes geschrieben:
Ich frage mich nur, wie man Deine Idee am besten umsetzen könnte.

Alles zu Siegfried schicken ...



*und wegrenn* wow

Ja, Siegfried war der Name, der mir als erstes eingefallen ist. cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 15:08
Aber noch mal zum Thema: Wenn man nach der ersten Korrektur meint, da seien noch mehr Fehler zu finden, dann gibt man sein Werk an den nächsten Korrektor wieder zu den o.g. Konditionen?

Also, wenn mich jemand fragen würde, ob ich sein Werk korrigiere, dann würde ich das sicher gern machen, wenn ich Zeit habe und es mich thematisch auch anspricht. Ich bin keine so interessierte Fantasy-Leserin, da würde ich mich wahrscheinlich mehr durchquälen als durch einen Krimi.

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 15:46
@Grit: Wir müssen erst einen Versuch starten. Ich dachte dabei vor allem an diese fast schon unleserlichen Manuskripte, die man auf diese Art leserlich hinbekommen würde. Man kriegt Texte sowieso kaum fehlerfrei. Es geht nur um eine Hilfe, nicht um die ultimative Lösung. Dafür müssten die Autoren halt dann richtig latzen und Profis beauftragen. Oder alles zu Siegfried schicken und wegrennen.

Es kommt auf einen Versuch an. Wir haben dann später auch keine fehlerfreien Bücher, aber bessere. Manche machen nämlich den Eindruck, als hätte nicht mal ein Testleser hineingeschaut.

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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 15:52
Isautor hat Folgendes geschrieben:
@Grit: Wir müssen erst einen Versuch starten. Ich dachte dabei vor allem an diese fast schon unleserlichen Manuskripte, die man auf diese Art leserlich hinbekommen würde. Man kriegt Texte sowieso kaum fehlerfrei. Es geht nur um eine Hilfe, nicht um die ultimative Lösung. Dafür müssten die Autoren halt dann richtig latzen und Profis beauftragen. Oder alles zu Siegfried schicken und wegrennen.

Es kommt auf einen Versuch an. Wir haben dann später auch keine fehlerfreien Bücher, aber bessere. Manche machen nämlich den Eindruck, als hätte nicht mal ein Testleser hineingeschaut.

Ah, alles klar, ich habe viel zu perfektionistisch gedacht. Sorry. Also, so gesehen sollte man es einfach versuchen.

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