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Inkratil

BeitragVerfasst am: 14.05.2009, 12:45
Titel: Inkratil
Autor: Carsten Bordes

Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3-837-03825-5
Seiten: 208
Preis: 12,90 €

Der Autor über das Buch:

Mit Inkratil habe ich versucht, die aussichtslose Situation der Sklaven als unterster Bevölkerungsschicht in einer mittelalterlichen Welt zu zeigen. Im Laufe des Buches wird schnell klar, wie sehr die Persönlichkeit einer einzelnen Person von der Sichtweise und vor allem der momentanen Lebenssituation abhängt. So wie sich Dorkans Leben im Laufe der Geschichte wandelt, ändern sich auch sein Verhalten und Wesen.

Vielleicht gibt es die eine oder andere Person hier, die sich mein Buch ansehen möchte. Es würde mich, als noch unerfahrenem Autoren freuen, einige Kommentare über das Buch zu erhalten. Natürlich würden mich positive Reaktionen besonders freuen *zwinker*.

Inkratil ist zwar nicht das erste Buch, das ich geschrieben habe, doch das erste, bei dem ich mich nun entschlossen habe, es zu veröffentlichen.

Vielen Dank für alle Reaktionen schon im Voraus!

Klappentext:

Ein schweres Dasein ist es, das Dorkan, der junge Sklave fristen muss, gefangen in einer öden Landschaft und grausam behandelt von seinen Wächtern. Nur selten gibt es Anlass zur Freude in diesem Leben, bis er durch den Fund eines alten Schmuckstücks neuen Mut zum Leben fasst. Ein Aufbegehren wächst in ihm, welches ihn seine Fesseln abstreifen und sein Los abschütteln lässt. Doch was er nicht weiß ist, dass das alte Fundstück ihm diese neue Stärke verleiht. Und es stecken nicht nur gute Gaben in diesem Geschenk ...

Inhalt:

Inkratil handelt von Dorkan, einem jungen Sklaven, der inmitten der öden Bremaschebenen aufwächst, den Ungerechtigkeiten und harten Strafen seiner Aufseher schutzlos ausgeliefert. Durch einen Zufall findet er einen Armreif, den er nun als seinen größten Schatz vor den Wärtern zu verbergen sucht. Als Dorkan in einem Moment der Unüberlegtheit gegen seine Wärter aufbegehrt, wird er schnell zu einer Leitfigur für die anderen Sklaven, die ihn drängen, sie aus ihrer aussichtslosen Lage zu befreien. Mit Hilfe des Armreifs, der ihm Kraft und Stärke verleiht, geht Dorkan das Unternehmen an. Bald aber merkt er, dass der Armreif noch viel mehr mit ihm tut, als nur sein Selbstvertrauen zu stärken.
 
  Borcas 
 
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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 18:52
Hallo Carsten,

offenbar bist Du im Forum ein ´seltener Gast´, dennoch möchte ich Dir alles Gute wünschen für Dein Werk!
Wie wäre es denn mit einer kleinen, aber feinen Leseprobe? book

Gruß
Peter

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  Peter-Pitsch 
 
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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 19:22
Genau! Leseprobe wäre echt toll!! cheezy grin

Vergiss sie ja nicht!!
AngelaB. thumb up

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Wenn ich am Himmelszelt mit den
Sternen schreiben könnte, dann würde
ich deinen Namen als erstes schreiben wollen.
 
  AngelaB. 
 
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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 19:48
Hört sich für mich an wie eine Mischung aus "Fackeln im Sturm"
"Spartacus"
und "Herr der Ringe "

Könnte funktionieren ! Das allgemeine Interesse an solchen Themen
war immer da und wird wohl auch immer da sein ...

Wünsche dir viel Glück und Erfolg !

LG Aston Laughing
 
  Aston Skovgaard 
 
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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 20:13
Schön, einige Reaktionen auf meinen Beitrag zu erhalten. Freue mich über die guten Wünsche und hoffe selbst auch, dass sich mein Buch wenigstens ein paarmal verkauft.

Natürlich komme ich eurem Wunsch nach einer Leseprobe gern nach.

Hier der Beginn von Kapitel Nr. 4 aus meinem Buch. Es ist der Wendepunkt, an dem Dorkan, der Sklave, beginnt, sein Leben zu ändern:

Der Stiel der schweren Axt glänzte vom Schweiß des Arbeiters. Dorkan spannte seine Oberarme an und schlug das Blatt tief in die bemooste Rinde des großen Nadelbaumes. Noch zwei anständige Hiebe und der Baum würde beginnen, sich zur Seite zu neigen.
Der Sklave mochte diese Art der Arbeit. Seine Muskeln führten die Tätigkeit beinahe von selbst aus und sein Geist blieb frei. So konnte er seine Gedanken schweifen lassen. Die Arbeit auf den Feldern war anstrengend. Und der Schmerz im Rücken nach jedem Tag in den Ebenen brachte selbst den stärksten Mann beinahe um den Verstand. Waldarbeiten, Bäume fällen und Holz hacken hingegen stählten die Muskeln des Sklaven.
Die Axt fand ein letztes Mal die Einkerbung im Baum und sobald Dorkan sie zurückzog, vernahm er ein deutliches Knarren.
„Baum fällt!“, brüllte der kräftige Mann, bevor er selbst zurücktrat.
Langsam neigte sich der Baumriese zur Seite und gewann im Fallen an Geschwindigkeit. Wie ausgemessen stürzte er auf die Schneise zu, die bereits weit durch den Wald verlief. Ein benachbartes, kleineres Bäumchen barst mit einem Krachen in Splitter, als es der Gigant mit Leichtigkeit auf dem Weg nach unten zermalmte. Schließlich schlug der große Holzstamm mit einem dumpfen Schlag auf den Waldboden, begleitet von einem Zittern der Erde und dem Knistern und Knacken der brechenden Äste.
Als der aufgewirbelte Staub und die langsamer zu Boden gleitenden kleineren Äste und Nadeln des Baumes auf dem Boden zu liegen kamen, trat Dorkan mit seiner Axt näher und begann, den Baum von Ästen zu befreien, während zwei der anderen Sklaven bereits anfingen, den Baum Stück um Stück mit der Säge zu kürzen. Die großen Holzklötze wurden schließlich auf einen breiten Holzwagen verladen, der später von den beiden Ochsen, die zu den wenigen Tieren gehörten, die in der Siedlung noch gehalten wurden, nach Hause gezogen werden sollte. Dort würden die Stücke schließlich in Scheite gespalten werden.
Während die Männer hier für frisches Feuerholz sorgten, war es die Aufgabe der Frauen, den Wald nach bereits zu erntender Nahrung zu durchforsten. Zwar war die Zeit für eine ausgiebige Nussernte noch nicht gekommen, doch es gab auch hier essbare Wurzeln, Baumschwämme und teilweise auch noch Beeren, die den Speiseplan der Bewohner auf Bersansdorm aufwerten konnten.
Zwei der Sklaven, Rikad und Selasz hatten sogar seit einigen Jahren die Erlaubnis, die Jäger der Siedlung bei ihrer Arbeit zu begleiten und selbst Pfeil und Bogen zu dieser Aufgabe zu tragen. So war es eine sehr kleine Gruppe, die für die Beschaffung des Holzes übrig war. Dennoch würde Dorkan sich nicht beschweren, da ihm diese Beschäftigung mehr lag als jede andere Arbeit.
„Noch einen heute?“
Klimasch sah sich die bisherige Ausbeute an, die bereits auf dem großen Wagen lag und nickte Dorkan anschließend zu.
„Ja, ich denke einen können wir noch draufpacken. Wenn nicht, lassen wir ihn bis morgen liegen und holen ihn mit der nächsten Ladung.“
Dorkan nickte und überließ den beiden anderen die Aufgabe, den restlichen Baum in handliche Stücke zu zerlegen, während er selbst ein Stück weiter die Schneise hinablief um zu sehen, welchen Stamm er seine Axt als nächstes fühlen lassen wollte. Vor einem besonders großen Exemplar blieb er stehen und sah hinauf zur Spitze. Wie viele Jahre mochte diese Fichte hier wohl schon stehen? Wie viele Winter hatte sie kommen, wie viele Menschen gehen sehen? Beinahe reumütig, diesem altehrwürdigen Gewächs ein Ende im Kamin zu bescheren, hob er die Axt und begann mit der Arbeit.
Wieder geriet er ins Schwitzen, mehr noch, als den ganzen Tag über. Nachdem er den Keil auf der Fallseite des Baumes fertig geschlagen hatte, begann er nicht gleich, die Rückseite anzuschlagen, sondern wuchtete sein Werkzeug erst einmal mit der Klinge in den Boden, ließ den Schaft zum Stamm gleiten und lehnte sich kurz an die raue Borke. Als er die Augen schloss, fühlte er den Baum in seinem Rücken und einen leichten Luftzug auf seinem Gesicht. Hier fühlte er sich wohl, als ob sein Schicksal ihm bestimmt hätte, im Wald zu leben.
Einige tiefe Atemzüge später öffnete er die Augen wieder und beugte sich hinab, die Axt wieder zu sich heranziehend. Da fiel sein Blick auf die Stelle, an der die große Klinge den Boden aufgerissen hatte. Täuschte er sich oder glitzerte da etwas zwischen den Erdkrumen und Moosflechten?
Als er sich bückte sah er, dass sich ein Lichtstrahl, der durch das lichte Dach des Waldes fiel, glitzernd auf etwas brach, das zu seinen Füßen lag. Seine Hand schob den Boden leicht beiseite und seine Finger ertasteten etwas Hartes, Glattes. Vorsichtig umschloss er den Gegenstand und hob ihn auf. Ein Schmuckstück war es, das in seiner Handfläche glitzerte. Vorsichtig wischte er die restliche Erde von der feinziselierten Oberfläche.
Es handelte sich um einen Armreif, ein Schmuckstück aus dünnem Gold gearbeitet. Dorkan war umgehend klar, dass er einen kleinen Schatz gefunden hatte. Nicht nur, dass das Material selbst mehr wert war als Dorkan sich überhaupt vorstellen konnte, die Bearbeitung war meisterhaft ausgeführt, das sah selbst das ungeübte Auge des Sklaven. Schon öfter hatte er Schmuckstücke an den Händen, Armen und Ohren der Gäste gesehen, die zu besonderen Anlässen auf Bersansdorm eintrafen. Doch so fein gearbeitete Linien, wie sie die Oberfläche des Reifs schmückten, hatte er noch nicht darunter gesehen. Eichenblätter schienen es zu sein, die in die Oberfläche eingearbeitet waren. Die Lücken zwischen den einzelnen Blättern waren sorgsam herausgearbeitet, so dass der Reif an den richtigen Stellen Löcher aufwies und die Oberflächen der einzelnen Bestandteile waren mit dünnen Stegen geschmückt, welche die Blattadern nachzeichneten.
Dorkan war noch immer in die Betrachtung vertieft, als er hörte, wie sich Klimasch näherte. Beinahe hektisch schob er das Schmuckstück unter sein zerschlissenes Hemd und trat zwei Schritte um den Baum herum, als wäre er beschäftigt, die Stelle am Stamm zu betrachten, die er eingeschlagen hatte.
„Was dauert denn so lang?“, maulte Klimasch ihn an.
„Tut mir leid, aber ich habe mir wohl einen etwas widerspenstigen Gesellen herausgesucht.“
Klimasch wollte sicherlich gerade zu einer seiner Pöbeleien ansetzen, als sein Blick plötzlich an Dorkan vorbei glitt. Dann schrie der große Aufseher:
„Hey, ihr faulen Säcke! Meint, ihr, kaum dreh ich euch den Rücken zu, gibt’s nichts mehr zu tun?“
Dorkan blickte in dieselbe Richtung und sah, dass Belind und Yanek ihr Werkzeug zur Seite gelegt hatten. Wutentbrannt stürzte der Mann auf die beiden anderen zu und Dorkan fühlte, wie ihm Schweißperlen die Stirn hinunter rannen. Dann sah er, wie Belind sich ein kurzes Wortgefecht mit Klimasch lieferte, an dessen Ende er sich eine solche Backpfeife einfing, dass die Wucht des Schlages ihn rückwärts über den Baumstamm stolpern und lang auf den Boden schlagen ließ.
Seine Beobachtung abbrechend, fasste Dorkan seine Axt fester und schlug das Werkzeug einige Male in den Stamm, bis dieser sich mit demselben krachenden Geräusch wie auch der letzte Geselle zur Seite neigte.
„Baum fällt!“


Zuletzt bearbeitet von Borcas am 28.05.2009, 21:17, insgesamt 3-mal bearbeitet
 
  Borcas 
 
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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 20:31
Nichts für ungut, Carsten, doch Deine Leseprobe ist einerseits zu lang und die Schrift andererseits zu klein geraten. shocked eyes Bitte den Text nicht als ´Zitat´einfügen.

Gruß aus Nykøbing

Peter

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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 21:16
Ok... Zitat rausgenommen.

Gekürzt hab' ich's auch ein wenig. Wollte halt nur viel Stoff für Interesse bieten...

Und natürlich nix für ungut. Man lernt ja noch...
 
  Borcas 
 
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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 23:08
Bravo Carsten,

streckenweise ein sehr, sehr gut geschriebener Text! smart
Um nur ein Beispiel hervorzuheben:
Zitat:
Eichenblätter schienen es zu sein, die in die Oberfläche eingearbeitet waren. Die Lücken zwischen den einzelnen Blättern waren sorgsam herausgearbeitet, so dass der Reif an den richtigen Stellen Löcher aufwies und die Oberflächen der einzelnen Bestandteile waren mit dünnen Stegen geschmückt, welche die Blattadern nachzeichneten.

Die Rechtschreibung ist ebenfalls ´zufriedenstellend´ (beispielsweise fehlt in obigem Zitat ein Komma), nur hätte der Text mittels professioneller Lektorierung noch ein wenig verfeinert werden können.
Das Cover Deines Buches könntest Du mal präsentieren, bin gespannt.

Viel Erfolg!!
Peter


Zuletzt bearbeitet von Peter-Pitsch am 29.05.2009, 19:29, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 29.05.2009, 07:43
Gerne...
 
  Borcas 
 
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BeitragVerfasst am: 29.05.2009, 07:52
Nehme bitte ein anderes.

Erinnert mich zu sehr an ein Stück Casinotisch Rolling Eyes

Baue das Thema in das Cover ein !

Kollegiale Grüße

Aston Laughing
 
  Aston Skovgaard 
 
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BeitragVerfasst am: 29.05.2009, 08:53
wenn ich das richtig verstehe, ist das buch schon fertig und kommt auf den markt. auf dem cover erkenne ich runenzeichen.
das würde es für mich schon interessant machen.

viel erfolg wünscht
sylvia

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Sylvia B. ist Mitautorin in der Schriftstellergemeinschaft

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  Sylvia B. 
 
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BeitragVerfasst am: 29.05.2009, 15:26
Mich spricht die Covergestaltung auch an. Finde ich sehr interessant. Ich würde es in Verbindung mit diesem Titel jedenfalls in die Hand nehmen und den Text auf der Rückseite lesen! thumb up

Grüße,
chris
 
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BeitragVerfasst am: 30.05.2009, 15:36
Richtig. Das Buch ist bereits bei BOD erschienen.

LG
 
  Borcas 
 
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Inkratil
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