 | Interpunktion nach wörtlicher Rede? | Verfasst am: 26.07.2010, 21:45 |
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Hallo,
vielleicht kann mir hier jemand auf die Sprünge helfen.
Ich frage mich, wie Satzzeichen nach wörtlicher Rede korrekt gesetzt werden.
Heisst es:
Viele Menschen sagen "Ich brauche Urlaub." Und arbeiten doch weiter.
oder heisst es:
Viele Menschen sagen "Ich brauche Urlaub.". Und arbeiten doch weiter.
Sieht irgendwie komisch aus mit den zwei Punkten.
Gibt es einen Unterschied, ob der Satz nach der wörtlichen Rede weitergeht, oder ob ein neuer Satz beginnt?
Freue mich über einen Tipp von euch
LG
Axel |
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Axel |
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 | | Verfasst am: 26.07.2010, 22:00 |
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Ich würde es so schreiben:
Viele Menschen sagen "Ich brauche Urlaub", und arbeiten doch weiter.
Was meinen die Anderen?
Unsichere Grüße
Artus |
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_________________ SchmerzDame
DIE STEINZEITFRAU |
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Artus |
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 | | Verfasst am: 27.07.2010, 05:18 |
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Die Artus-Version würde ich auch verwenden - ausschließlich. Wobei ich hinter sagen aber noch einen Doppelpunkt oder ein Komma setzen würde.
Viele Menschen sagen: "Ich brauche Urlaub", und arbeiten doch weiter. |
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_________________ Viele Grüße von Nicolas
Geduld ist eine Tugend
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Nicolas Fayé |
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 | | Verfasst am: 27.07.2010, 06:29 |
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Viele Menschen sagen: (Anführungszeichen unten!) Ich brauche Urlaub (Anführungszeichen oben), und arbeiten doch weiter.
oder
Vielen Menschen sagen (Anführungszeichen unten) ich brauche Urlaub (Anführungszeichen oben), und arbeiten doch weiter.
Würde man den Satz aufspalten (was ich nicht empfehle), müsste es so aussehen:
Viele Menschen sagen (Anführungszeichen unten) ich brauche Urlaub. (Anführungszeichen oben) Leerzeichen Und arbeiten doch weiter.
Statt der hier Anführungszeichen werden im Buchdruck üblicherweise (aber nicht unbedingt) Guillemets verwenden - leider kann ich sie hier nicht einsetzen.
Haifischfrau |
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Haifischfrau |
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 | | Verfasst am: 27.07.2010, 06:49 |
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julia07 |
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 | Lösung ohne Komma? | Verfasst am: 27.07.2010, 06:55 |
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Hallo,
danke für die Antworten. Vielleicht war mein Beispiel schlecht gewählt, aber ich suche die Lösung für eben den Fall, dass kein Nebensatz nach der wörtlichen Rede kommt, sondern ein neuer Satz beginnt.
Für Werke der Belletristik gelten da vermutlich andere Regeln, als für Sachbücher?
LG
Axel |
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Axel |
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 | | Verfasst am: 27.07.2010, 08:47 |
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Das "Und" führte wohl in die Irre. Ich ertappe mich oft selbst dabei - es ist kein guter Stil, einen Hauptsatz mit "Und" anzufangen, weder bei Sachbüchern, noch in der Belletristik.
Viele Menschen sagen: "Ich brauche Urlaub."
Sie arbeiten doch weiter. |
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_________________ LG, Valerie
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Valerie J. Long |
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 | | Verfasst am: 27.07.2010, 09:10 |
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Hi Valerie, bei deinem Vorschlag fehlt m.E. die "Naht", das Wesentliche wird dabei nicht deutlich.
Viele Menschen sagen "ich brauche Urlaub", doch sie arbeiten weiter.
Insgesamt gefällt mir der Satz aber nicht, ich würde die indirekte Rede anwenden. Aber vermutlich ist dies, wie Axel schon schrieb, ein schlechter Beispielsatz.
Haifischfrau |
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Haifischfrau |
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 | | Verfasst am: 27.07.2010, 10:36 |
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Warum nicht so:
Auch wenn viele Menschen sagen, das sie Urlaub brauchen, so arbeiten sie doch weiter. |
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Atlan_Gonozal |
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 | | Verfasst am: 27.07.2010, 10:50 |
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| Haifischfrau hat Folgendes geschrieben: |
| Hi Valerie, bei deinem Vorschlag fehlt m.E. die "Naht", das Wesentliche wird dabei nicht deutlich. |
Mag sein. Ich habe mich nur um die Fragestellung, also die Interpunktion, gekümmert. |
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_________________ LG, Valerie
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Valerie J. Long |
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 | Re: Lösung ohne Komma? | Verfasst am: 27.07.2010, 11:26 |
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| Axel hat Folgendes geschrieben: |
danke für die Antworten. Vielleicht war mein Beispiel schlecht gewählt, aber ich suche die Lösung für eben den Fall, dass kein Nebensatz nach der wörtlichen Rede kommt, sondern ein neuer Satz beginnt.
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Es gilt:
Endet ein Satz mit einer direkten Rede, so wird der Punkt in der direkten Rede gesetzt.
Er sagte: "Ich will ein Buch schreiben."
Einzige Ausnahme:
Die direkte Ansprache des Lesers durch den Autor in Form eines Zitates. Hier steht das Satzzeichen nach den schließenden Anführungszeichen.
Lieber Leser, wenn du dieses Buch gelesen hast, solltest du der Welt laut verkünden: "Ich finde dieses Buch toll"!
Das "du solltest" ist als Aufforderung zu verstehen, was i. d. R. zu einem Ausrufezeichen führt. Das Zitat "Ich finde dieses Buch toll" ist ein Ausruf und müsste ebenfalls mit einem Ausrufezeichen versehen werden. Doppelte Satzzeichen gibt es aber nicht, daher wird das Ausrufezeichen nachgestellt (gleiches gilt für eine Frage, in der eine Frage zitiert wird).
Siehe §91 Amtliche Rechtschreibung 2006
Zu deinem Beispiel:
Es handelt sich hier eindeutig um zwei voneinander getrennt stehende Sätze. Der erste Satz - der mit der direkten Rede - endet mit der direkten Rede. Daher steht der Punkt vor dem schließenden Anführungszeichen. Danach folgt der zweite Satz, der richtigerweise mit einem Großbuchstaben beginnt.
Die korrekte Schreibweise lautet also:
Viele Menschen sagen: "Ich brauche Urlaub." Und arbeiten doch weiter.
Siehe generell dazu §§89 bis 95 der Amtlichen Rechtschreibung von 2006. Kann man sich bei duden.de kostenlos als PDF herunterladen und sollte auf jedem PC eines Texteschreibers verfügbar sein.
| Axel hat Folgendes geschrieben: |
Für Werke der Belletristik gelten da vermutlich andere Regeln, als für Sachbücher?
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Sehr heftige Aussage. Warum soll es zwei (oder noch mehr) Amtliche Rechtschreibungen geben?
Es gelten für alle Texte die selben Regeln. Nur daran halten sich nicht unbedingt alle und kochen ihr eigenes Süppchen - was dann zur völligen Verwirrung führt. Wie hier.
Grüße
Siegfried |
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Siegfried |
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 | Re: Lösung ohne Komma? | Verfasst am: 27.07.2010, 20:37 |
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hawepe |
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