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Jeth lernt das Einmal Eins der Steinzeit

BeitragVerfasst am: 19.02.2009, 16:32
Hallo, ich hätte hier eine kleine Leseprobe aus meinem Manuskript.
Es soll einmal ein Kinderbuch für Kinder ab 8 Jahren werden.
Über ein Echo von euch wäre ich sehr dankbar.


Leseprobe:
Nato hatte Glück. Schon nach einem Meter bremste seitlich aus der Erde herausragendes Wurzelwerk ihren Sturz. Es gelang ihr, sich an den Wurzeln festzuhalten. Als Tona das erkannte, warf er sich auf den Boden und versuchte Nato zu erreichen. Aber er kam nicht an sie heran.
Weco wusste, dass keine Zeit blieb, nach einer Liane zu suchen, um Tona zu Nato hinunter zulassen. Sie würde sich nicht mehr lange festhalten können.
„Schnell Tona, halte mich mit Helu an den Füßen fest und lasst mich hinunter. Ich fasse dann Nato und ihr müsst uns hochziehen. Wir sind beide nicht groß und schwer. Ihr müsst es schaffen!“
Schnell hatten die beiden Weco hinuntergelassen.
Der Jäger ergriff Nato an den Unterarmen, unterstützt von Ule und Hejo zogen Tona und Helu die beiden hoch.
„Ist noch jemand der Meinung, dass wir hier bleiben sollten?“, fragte Helu.
Obwohl Nato noch am ganzem Körper zitterte, protestierte sie.
„Ohne Jeth gehe ich hier nicht fort.“
„Dann wirst Du nicht nur Jeth verlieren sondern auch Taje und uns alle“, entgegnete ihr Helu.
„Ich bin es leid, jede meiner Anordnungen erklären zu müssen. Wir brechen jetzt sofort in Richtung Süden auf.
Ich bin bereit, wenn auch ungern, in der Nähe der Spalte die Wanderung fortzusetzen. Tona und Weco werden dabei als Kundschafter vorausgehen.
Dabei wird immer einer von ihnen dicht am Graben weitergehen. Dadurch sollte uns ein möglicher Übergang zur anderen Seite nicht entgehen. Finden wir so einen Übergang, werden wir die Suche nach Jeth auf der anderen Seite fortsetzen.“
„Was ist Helu, wenn er nicht nach Süden, sondern nach Norden gegangen ist?“
Helu zeigte auf das Unwetter weit im Norden.
„Dann, Nato ist er verloren! So und jetzt ziehen wir los.“
Ule tröstete Nato:“ Jeth ist klug genug, nach Süden zu gehen. Wir haben auch immer davon gesprochen das wir, wenn nötig, in diese Richtung weiter ziehen. Die Männer lernten ihm auch anhand des Sonnenstandes zu erkennen, wo Süden ist. Sei ganz unbesorgt. Wir werden ihn finden!“
Taje hatte sich ganz dicht an Nato gedrückt.
Mittlerweile konnte er, Vogelnester die sich auf dem Boden befanden, leicht finden. Er war sogar zu einem echtem Spezialisten heran gereift.
Selbst Nato und Kira waren nicht so gut wie er.
Nur Ule hatte damit langsam ein Problem. Sie konnte ja nicht nur Eier braten. Deshalb musste sie immer wieder einige verschwinden lassen.
Jetzt aber wäre sie froh, wenn Taje auf dieser verbrannten Erde wieder Eier finden würde.
Die Nahrungsbeschaffung entwickelte sich zu einem echtem Problem. Durch Helus Versprechen, die Wanderung in der Nähe der Spalte fortzusetzen, kamen sie durch ein Gebiet, das bereits alle Tiere verlassen hatten.
Um an Nahrung zu kommen, mussten sie immer einen Jäger nach Osten schicken.
Dort gab es, nachdem der Gletscher sich zurückgezogen hatte, wieder Kiefern Wälder und Wiesen.
Der Jäger versuchte dort Wild zu finden und kehrte hiernach zur Gruppe, die einen Tagesmarsch weiter auf ihn wartete, zurück. Somit kamen sie nur langsam voran.
Einmal ging auch Ule mit Taje von der Spalte in Richtung Osten.
Taje freute sich, als er endlich wieder Vogelnester fand. Er stibitzte nie alle Eier, sondern ließ einige für die Vogeleltern zurück. Die brüteten dann freudig ihre restlichen Eier aus.
Während so einer Wanderung hörten sie ein leises Piepen im Gras. Taje lief schnell zu der Stelle und sah dort ein Vogelküken sitzen.
Er nahm es hoch und zeigte es Ule.
Stolz hielt er das Küken in seinen Händen und ging mit Ule zurück zu den anderen.
Schon von Weitem rief Taje Nato zu, dass er einen Vogel hätte.
Weco grinste Helu an: „Ist doch nichts Neues, oder?“
Zu erstem Mal nach Jeths verschwinden, lächelte Nato.
Sie ließ sich das Küken in die Hände legen. Die Wärme des kleinen Vogels und das Pochen seines Herzens beruhigten sie.
Doch schon nach kurzer Zeit verlangte Taje seinen Vogel zurück.
„Taje, da du das Küken mitgenommen hast, musst du jetzt für ihn sorgen. Damit es ein großer Vogel wird, braucht er Würmer zum Fressen. Du wirst einiges zu tun haben, um genügend Würmer und Insekten für den Kleinen zu finden.“
Taje sah darin überhaupt kein Problem und sagte das auch Nato.
Seit Nato sah, wie glücklich Taje mit seinem neuen Freund war, lebte sie auf. Sie sprach wieder mit den anderen und nahm nun auch aktiv am Leben in der Gemeinschaft teil.
Natürlich sorgte sie sich immer noch um Jeth.
Ule, die mit Tajes Sammelleidenschaft immer Probleme hatte, bekam nun ein neues.
Ihr fehlte der Eierdieb.
Nun musste sie selbst sehen, wie sie an die Eier für eine Mahlzeit kam.
Taje hatte nur noch Augen für seinen kleine Freund und jagte den ganzen Tag Würmern und Insekten nach.
Er war darin genauso erfolgreich, wie früher beim Stibitzen von Eiern.
Hatten die anderen geglaubt, dass er das Küken nicht durchbringen würde, sahen sie sich darin nach einiger Zeit schwer getäuscht.
Der kleine Vogel wuchs sehr schnell und bald erkannten alle, dass Taje einen Falken groß zog.
Ein Falke sollte fliegen können. Aber wer konnte es dem Kleinen zeigen, wie das geht? Seine Eltern waren nicht da und Taje oder die anderen konnten selber nicht fliegen. Sie würden für ihn daher keine großen Lehrmeister sein.
Den Vogel schien es aber nicht zu stören, dass er nicht fliegen konnte. Er trottet immer gemütlich hinter Taje her.
Fanden die anderen das Anfangs lustig, änderte sich das schnell. Ein Falke ist nun einmal nicht dazu geboren, auf seinen beiden Beinen weite Entfernungen zu gehen. Er fliegt die Strecken die er überwinden will.
Taje blieb somit nichts anderes übrig, als seinen Falken einen großen Teil des Tages zu tragen.
 
  thais 
 
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BeitragVerfasst am: 19.02.2009, 23:26
Hallo Thais,

ich würde dir raten, viele neuere Bücher für diese Altersgruppe zu lesen. Vor allem wenn die Achtjährigen das Buch selbst lesen sollen, ist die Sprache (heute) anders, kindgemäßer.

Grüßle,
Judith

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  Judith 
 
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BeitragVerfasst am: 20.02.2009, 07:09
Danke für den Ratschlag Judith,
ich bin mir aber auch noch nicht sicher, ob ab 8 Jahren nicht doch noch etwas zu jung ist. Es kommen immerhin einige Unglücksfälle vor.

Gruß
Thais
 
  thais 
 
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