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Kann man das als Vorwort brauchen?

BeitragVerfasst am: 08.08.2010, 14:49
Hallo zusammen
Ich bin jetzt 15 Jahre alt und da ich sehr gerne schreibe, habe ich mich dazu entschieden ein Buch zu schreiben. Nicht um es zu veröffentlichen, denn so gut kann ich definitif noch nicht Schreiben, sondern einfach für meine Eltern - vielleicht auf ihren Geburtstag (?)

Nun ja in meinen Buch soll es vor allem um das menschliche Verhalten gehen, wie man es schafft Leute zu durchschauen, oder sich eben so geschickt benimmt, dass es beinahe unmöglich ist, einem zu durchschauen. Wahrscheinlich ein Fantasy Buch, eventuell auch ein Krimi.

Habe jetzt mal mit dem Vorwort begonnen und es würde mich irgendwie schon interessieren ob das überhaupt geeignet für ein Vorwort ist. Gibt es überhaupt Voraussetzungen für ein Vorwort?

Hier mein Vorwort. Habe es geschrieben, als ich Abends auf den Zug gewartet habe und dann zu Hause noch etwas ausgebessert.

Menschen gehen vorüber und werden von ihren Betrachtern sofort analysiert. Aussehen, Verhalten, Geruch sowie Mimik scheinen die Hauptfaktoren für den ersten Eindruck zu sein.

Eine junge Frau schlurft an mir vorbei. Kurze Jeans, ein lachsfarbenes T-Shirt mit Trägern. Die fettigen Haare unprofessionell nach hinten gebunden, ein verpickeltes Gesicht, gut gebräunt und eine Zigarette in der Hand.
Sie erscheint mir auf den ersten Blick absolut unsympathisch – unter anderem wegen ihrem verbissenen Gesicht, welches durch ein krampfhaftes Lächeln auch nicht fröhlicher wirkt.
Anständigerweise erteilt mein Gehirn meinem Mund augenblicklich den Befehl das Lächeln zu erwidern und ich spreche ein Wort aus, welches dem anderen einen guten Abend wünschen sollte.

Sie steht verloren an die Mauer gelehnt, in der Versuchung freundlich und gut gelaunt zu wirken. Einen Schreibblock in der Hand mich unglaublich kritisch betrachtend. Den Blick abwechselnd auf mich und den Block gerichtet, was darauf hindeutet, dass sie entweder durch mich hindurch blickt oder mich ansonsten in ihren Text einbindet.
Mir anscheinend einen guten Abend wünschend erwidert sie mein Lächeln, was jedoch ziemlich miserabel ausfällt.

Da fragt man sich doch wirklich, welche dieser Beiden wohl netter sein mag. Die ungepflegt, verbissene Raucherin, die ansonsten vielleicht einen phantastischen Charakter hat oder die einem extrem kritisch betrachtende Person, die einem erfolglos versucht einen guten Abend zu wünschen, jedoch eigentlich nur gerade enorm konzentriert alle Details aufnimmt um sie auf den Papier festhalten zu können.

Hinzu kommt dieser grässlich, erzwungene Gesichtsausdruck beiderseits. Wie soll man einem anderen denn ein ehrliches Lächeln schenken, wenn dieser einem auf Anhieb absolut unsympathisch erscheint?

Fakt ist doch, dass dadurch erst das Gehirn von dem gewünschten Gefühl vollkommen überzeugt werden muss und dies ist nun mal vorwiegend die Stärke dieser glaubhaften Menschen, auch Schauspieler oder Politiker genannt – was bei einigen ja grundsätzlich das selbe zu sein scheint.

Versteht man den Sinn dieses Vorworts auch gut? Und ist der Schluss nicht zu abgehackt und stehengelassen?

Würde mich über Antworten freuen (: lg optimist

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Es ist egal an was du glaubst, du solltest nur wirklich überzeugt davon sein
 
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Vorwort / Nachwort

BeitragVerfasst am: 08.08.2010, 15:02
Es ist auf jeden Fall so, dass Dein Vorwort schon einen Ansatzpunkt für eine Geschichte liefert. Es ist nur fraglich, ob die beschriebene Frau und Du, in dem von Dir konzipierten Buch dann überhaupt vorkommen werden.

Aus meiner Sicht ist es besser ein Vorwort oder Nachwort erst nach Beendigung des Haupttextes zu schreiben, denn erst dann kann Dein Vorwort oder ggf. Nachwort das wesentliche dieses Buchs überhaupt umreißen.

Also schreibe erst mal den Haupttext und dann erst ein Vorwort...

Beste Grüße

MHA

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BeitragVerfasst am: 08.08.2010, 15:27
Da stimme ich Michael zu. Schreib doch erst einmal die Geschichte. Möglicherweise passt dann das Vorwort nicht mehr dazu und du musst ein neues schreiben.

Was mir noch aufgefallen ist, es gibt Probleme mit dem Perspektivwechsel. Du schreibst größtenteils aus der Ich-Perspektive und plötzlich wechselst du ohne Sinn in die Position eines unsichtbaren Erzählers: "...Da fragt man sich doch wirklich, welche dieser Beiden wohl netter sein mag. Die ungepflegt, verbissene Raucherin, ..."Der Leser wird das nicht sofort klar und verwirrt ihn nur.

Den Satz :"...und ich spreche ein Wort aus, welches dem anderen einen guten Abend wünschen sollte. "schreib doch etwas weniger geschwollen, ganz einfach: Ich lächelte zurück und sagte "Guten Abend". - oder umgangssprachlich "N´abend".

"Sie steht verloren an die Mauer gelehnt, in der Versuchung freundlich und gut gelaunt zu wirken" Das kannst du aus der Ich-Perspektive nicht wissen, oder ist der Ich-Erzähler Gedankenleser?

Du verwendest sehr viele Adjektive. Etwas weniger ist manchmal mehr.

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viele Grüße

Manu
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