Forum für Books-on-Demand-Autoren » Textvorstellung: Prosa » Köhler, die Wahrheit und die anderen Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10  Weiter
Hier klicken, um Mitglied zu werden  Hier klicken, um Mitglied zu werden » Dosthöhl (2)
» Der flotte Otto - Aphrodite (4)

BeitragVerfasst am: 16.06.2010, 15:57
Thomas Becks hat Folgendes geschrieben:
büchernarr hat Folgendes geschrieben:

War nix mit der Geldvermehrung. Ich kann meinen Kredit nicht zurück zahlen und melde Insolvenz an.
Wer hat denn nun verdient?
Gruß
Bernd


Dann kauft sich der Insolvenzverwalter den Pulli.
cheezy grin

Falsch, lieber Thomas,
den benutze ich inzwischen schon als Putzlappen. War ja doch aus der Mode gekommen.
Gruß
Bernd
 
  büchernarr 
Gast 
 
 
   
   

rechts-links

BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 08:20
Es brodelt in Deutschland, die DIW-Studie hat die Diskussion befeuert. Eine Vereinigung von Reichen, die gerne mehr Steuern zahlen würden, kritisiert das aktuelle Paket der Regierung. Die SPD sagt, die Reichen sollen ihren Teil beitragen, doch bei der genauen Vorstellung dessen, was geändert werden soll, sind auch sie noch in der Entstehungsphase für eine neue Strategie. Aber ihnen fällt es leichter umzudenken, weil sie das ja eigentlich schon immer gewollt haben, nur von der herrschenden Strömung des Neoliberalismus sozusagen von der CDU über den Tisch gezogen wurden in den letzten Jahren. Die FDP betreibt weiter den ideologischen Grabenkampf gegen alles Linke und unterstellt der SPD, sie wolle den Mittelstand schröpfen, der gerade am Entschwinden ist, die CDU....Herr Oswald Metzger oder wie der heißt (früher Grüner Haushaltsexperte) hat gestern Abend in einer Talkshow davon gesprochen, dass die Unternehmer in Deutschland brassig sind und keine Lust mehr haben: wenn die Erben mal nicht mehr dazu bereit sind, die Nachfolge in den Unternehmen anzutreten, dann bricht Deutschland auseinander...dort zeichne sich ein gefährlicher Trend zum Rechtspopulismus ab. Die Moderatorin war einach Spitze, wie aus einer Karrikatur: sie beendete das Geplänkel mit dem Spruch: die Kunst, eine Gans zu rupfen bestehe darin, möglichst viele Federn zu erhalten bei möglichst wenig Geschrei.
 
  Lydia Thies 
 
Anmeldedatum 01.02.2010
Beiträge 64
Wohnort Bielefeld
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 08:54
Bernd es wird noch immer verdient, den nun bist Du eine Abschreibung in der Bankenbuchhaltung und voll steuerlich absetzbar. Deine Zinsen und Zinsenszinsen sind aber in entsprechenden Konten verbucht und existieren!!!!!Die werden nicht abgebucht! Ergo, so leid es mir tut, man hat an Dir verdient!
Nur Du nicht weil dein Pulli in Fetzen sein wird wenn deine Insolvenz abgeschlossen ist und Du nun auf ein Neues wieder Pullis kaufen darfst angle

_________________
http://russland-buecher.ru und http://ebuch.me Auf Twitter http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli
 
  SandraR 
 
Anmeldedatum 25.11.2007
Beiträge 2199
Wohnort Moskau
 
 
   
   

Kredit

BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 10:47
Als Forderung ist der Kredit zudem handelbar, so sind ja die Kredite in den USA an eigentlich arme Leute, die keinerlei Rückzahlungssicherheit hatten, weiterverkauft worden. Selbst wenn eine Person konkurs ging, existierte die Forderung an sie so weiter und weiter, durch mehrere nicht nachvollziehbare Handlungswege war der Kontakt zur Realität sozusagen irgendwann abgeschnitten, aber der Kredit war ein handelbarer Wert, das zu verstehen finde ich auch nicht leicht.
 
  Lydia Thies 
 
Anmeldedatum 01.02.2010
Beiträge 64
Wohnort Bielefeld
 
 
   
   

Re: Kredit

BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 13:14
Lydia Thies hat Folgendes geschrieben:
Selbst wenn eine Person konkurs ging, existierte die Forderung an sie so weiter und weiter, durch mehrere nicht nachvollziehbare Handlungswege war der Kontakt zur Realität sozusagen irgendwann abgeschnitten, aber der Kredit war ein handelbarer Wert, das zu verstehen finde ich auch nicht leicht.


Was ist daran so schwer zu verstehen - dass Kredite an sich eine handelbare Ware sind, oder dass Kredite von Personen (oder Unternehmen), die in Konkurs gegangen sind, gehandelt werden?

Für den ersten Fall:

A schuldet B einen Betrag von 100.000 Euro. B kommt jetzt in die Situation, kurzfristig Geld zu benötigen, hat aber keines. Also fragt B nun C, ob C ihm 80.000 Euro für den Kredit von A in Höhe von 100.000 Euro zahlt. Geht C auf das Angebot ein, ist der Kredit verkauft.

Für den zweiten Fall:

Alles wie bei ersten Fall - nur dass C jetzt natürlich keine 80.000 Euro bezahlt, sondern vielleicht noch 2.000 Euro - in der Hoffnung, bei einer Forderung von 100.000 Euro (die bleibt ja bestehen) mit 5% aus der Konkursmasse (also 5.000 Euro) bedient zu werden.

Das ist der ganze Trick!

Grüße
Siegfried
 
  Siegfried 
 
Anmeldedatum 09.07.2008
Beiträge 3521
Wohnort Hannover
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 13:50
Klaus D. Klimke hat Folgendes geschrieben:
Gerhard Schulz hat Folgendes geschrieben:
Es wird nur dann ärgerlich, wenn Wehrsportgruppen die überzeugenderen familiären, brüderlichen und sozialen Werte suggerieren.


Wer hat denn dann wohl seine Hausaufgaben nicht gemacht?


Du hast sicher Recht. Ein FDP Wähler wird sich ähnlich zu verantworten haben.

_________________
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."
 
  Gerhard Schulz 
 
Anmeldedatum 21.06.2009
Beiträge 266
Wohnort Münster
 
 
   
   

Re: Kredit

BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 14:10
Siegfried hat Folgendes geschrieben:
Lydia Thies hat Folgendes geschrieben:
Selbst wenn eine Person konkurs ging, existierte die Forderung an sie so weiter und weiter, durch mehrere nicht nachvollziehbare Handlungswege war der Kontakt zur Realität sozusagen irgendwann abgeschnitten, aber der Kredit war ein handelbarer Wert, das zu verstehen finde ich auch nicht leicht.


Was ist daran so schwer zu verstehen - dass Kredite an sich eine handelbare Ware sind, oder dass Kredite von Personen (oder Unternehmen), die in Konkurs gegangen sind, gehandelt werden?

Für den ersten Fall:

A schuldet B einen Betrag von 100.000 Euro. B kommt jetzt in die Situation, kurzfristig Geld zu benötigen, hat aber keines. Also fragt B nun C, ob C ihm 80.000 Euro für den Kredit von A in Höhe von 100.000 Euro zahlt. Geht C auf das Angebot ein, ist der Kredit verkauft.

Für den zweiten Fall:

Alles wie bei ersten Fall - nur dass C jetzt natürlich keine 80.000 Euro bezahlt, sondern vielleicht noch 2.000 Euro - in der Hoffnung, bei einer Forderung von 100.000 Euro (die bleibt ja bestehen) mit 5% aus der Konkursmasse (also 5.000 Euro) bedient zu werden.

Das ist der ganze Trick!

Grüße
Siegfried


Klar, alle haben verdient. Schließlich ist der Kredit ja 100000,- Taler wert, aber man hat viel weniger dafür bezahlt. Die Differenz ist der fette Gewinn. Bleibt für mich nur noch die Frage, wer nimmt meinen Gewinn in Zahlung bei meinen Einkäufen?

Gruß von einem Ahnungslosen
Bernd
 
  büchernarr 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 16:41
Das war wirklich eine gute Darstellung, Siegfried! Von A nach B in die Finanzkrise, nur gut, dass Herr Metzger, CDU, ehemals Grüne, gefordert hat, als erstes müssten nun die Parlamentarier mit gutem Beispiel beim Sparen vorangehen und abspecken!
 
  Lydia Thies 
 
Anmeldedatum 01.02.2010
Beiträge 64
Wohnort Bielefeld
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 08:24
Lydia Thies hat Folgendes geschrieben:
Herr Metzger, CDU, ehemals Grüne, gefordert hat

jagut. der hat alle Listenplätze und Bürgermeisterämter im Moment verschossen und ist gefrustet.

_________________
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."
 
  Gerhard Schulz 
 
Anmeldedatum 21.06.2009
Beiträge 266
Wohnort Münster
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 23.06.2010, 15:52
"Die Zukunft gehört den Sanftmütigen."

Das ist ja mal ein staatsmännisches Wort.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,701981,00.html

_________________
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."
 
  Gerhard Schulz 
 
Anmeldedatum 21.06.2009
Beiträge 266
Wohnort Münster
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 25.06.2010, 11:29
Joachim Gauck war in einen (schweren, beinahe tödlichen?) Verkehrsunfall verwickelt. Wir können froh sein, dass es ihn noch gibt!
 
  Lydia Thies 
 
Anmeldedatum 01.02.2010
Beiträge 64
Wohnort Bielefeld
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 25.06.2010, 11:33
Lydia Thies hat Folgendes geschrieben:
Joachim Gauck war in einen (schweren, beinahe tödlichen?) Verkehrsunfall verwickelt. Wir können froh sein, dass es ihn noch gibt!


Ja, der arme Mann. Den tückischen Radfahrer müßte man hoch bestrafen.
 
  büchernarr 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 19.07.2010, 17:34
Titus hat Folgendes geschrieben:
Bei der Frage schallte ich mich mal ein.
Deutschland ist keine direkte, sondern eine repräsentative Demokratie, d.h. ja, Vertreter des Volkes sitzen im Parlament und treffen Entscheidungen für das Volk.
Bei der direkten Demokratie ist das Volk direkt an politischen Entscheidungen beteiligt, was oftmals insofern ein Problem darstellt, dass lange für politische Beschlüsse, z.B. Änderung von Gesetzen, gebraucht wird. Das Volk wählt direkt und hat ein größeres Mitbestimmungsrecht.
Nun kann der durchschnittlich begabte Bürger auch sagen, dass – und eben weil wir politische Wahlen durchführen – ja doch an Veränderungen im Staat beteiligt sind, deshalb erkennen manche unsere Staatsform auch als direkt an, was meiner Meinung nach völlig falsch ist!
Das Parlament hat in letzter Zeit riesen SCH**** gebaut. Es wurden Beschlüssen zugestimmt, die unser Grundgesetz, die Menschrechte extrem eingeschränkt und verletzt haben. Unsere Daten werden überwacht, für 6 Monate abgespeichert, man kann Telefongespräche belauschen, hat sogar Zugriff auf den gesamten Rechner – und das ohne Gerichtsbeschluss!!!


Ich zerre diesen Beitrag wieder ans Tageslicht, weil es am Sonntag doch tatsächlich einen Fall von "Direkter Demokratie" in Deutschland gegeben hat - um genau zu sein: In Hamburg.

Durch eine Bürgerinitiative kam es zu einem Volksentscheid, dessen Ergebnis bindend für den Hamburger Senat ist. Es ging um die Einführung der "Primarschule", wo Schüler sechs Jahre gemeinsam die Schule besuchen sollen (bisher vier Jahre in der Grundschule). Dies wurde als Fördermaßnahme für die Kinder aus sozial schwachen Familien angesehen, die ein Problem mit der Bildung haben.

Das Ergebnis ist bekannt. 492.600 Stimmen wurden abgegeben. Das sind 39% der Wahlberechtigten. 276.304 (also 20% der Wahlberechtigten) sind für den Erhalt der vierjährigen Grundschule - somit ist der Vorschlag des Senats bindend abgelehnt.

Was am Ergebnis auffällt: Die Wahlbeteiligung in jenen Stadtvierteln, für die der Senatsvorschlag positiv ist, war deutlich niedriger als in jenen Vierteln, in denen das Bildungsbürgertum lebt. Teilweise war die Wahlbeteiligung doppelt so hoch.

Ist also die "Direkte Demokratie", die unmittelbare Einflussnahme der Bevölkerung auf politische Entscheidungen, ein Machtmittel der gut Gebildeten? Wie kommt es, dass ausgerechnte jene, zu deren Vorteil ein Regierungsentwurf auf dem Tisch lag, sich so herzlich wenig dafür interessierten? Oder ist die "Direkte Demokratie" doch nur wieder ein ideologisch-theoretisches Allheilmittel jener, die es mit der Welt gut meinen - aber schlecht machen?

Die Entscheidung in Hamburg ist gefallen. Viele, die im Bereich Bildung aktiv sind, schütteln über das Votum den Kopf, von den betroffenen Senatspolitikern bis hin zu den PISA-Analysten, die ein weiteres Zurück- oder gar Herausfallen ganzer Bevölkerungsgruppen aus der Bildungsebene befürchten.

Ist also das Konzept der "Direkten Demokratie" an dieser Stelle gescheitert? Oder müssen wir uns hier eingestehen: Ja, hier wurde Demokratie direkt ausgeübt und das Ergebnis ist gut - eben weil es direkt durch die Bevölkerung erreicht wurde?

Oder ist die "Direkte Demokratie" doch mit einer Wahlpflicht zu versehen?

Und die letzte Frage ist die ewig gestellte Frage: Darf der Bürger über solche Themen wie Schulreform überhaupt abstimmen, wenn er sich in dem Bereich nicht entsprechend auskennt? Und wenn er es nicht darf: Wer bestimmt, über was ein Bürger in der "Direkten Demokratie" abstimmen darf und über was nicht?

Das Ergebnis in Hamburg - und ganz besondern im Hinblick auf die nächsten Volksentscheide in Niedersachsen (Abitur nach 12 oder 13 Jahren, Voraussetzungen für Gesamtschulgründungen heruntersetzen), im Hamburg (Elternbeiträge für Kitas streichen) und Nordrhein-Westfalen (Auflösung des mehrgliedrigen Schulsystems) lösen bei mir immer mehr Fragen zu diesem Thema aus.

Grüße
Siegfried
 
  Siegfried 
 
Anmeldedatum 09.07.2008
Beiträge 3521
Wohnort Hannover
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 19.07.2010, 20:27
So viele Fragen, Siegfried ... Unmöglich, auf alle kurz und bündig eine Antwort zu geben. Ich will nur einen Aspekt herausgreifen: Die mutmaßlichen Hauptnutznießer der geplanten Reform fühlten sich offenbar weniger angesprochen als die von ihr (vermeintlich oder tatsächlich) Zurückgesetzten. So ist die Beteiligung nach Schicht und Wohnviertel extrem unterschiedlich ausgefallen. (Verschärft wird das noch dadurch, dass viele Eltern mangels deutscher Staatsbürgerschaft nicht teilnehmen konnten.)

Für mich ist dieses Ergebnis ein Indiz dafür, dass direkte Demokratie befriedigend (und das heißt letztlich: befriedend) nur funktionieren kann, wenn die Zugangschancen zu diesem Prozess für die einzelnen Gruppen annähernd gleichwertig sind. Und das bedeutet, es muss dafür in jeder Gruppe ein Minimum an Information und Bildung vorhanden sein. Sonst wird das Ergebnis die in der Gesamtbevölkerung vorhandenen Interessen nur verzerrt widerspiegeln, was auf die Dauer wiederum zu neuem Unfrieden führen muss. Es liegt tiefe Ironie darin, dass dieser Zusammenhang jetzt gerade bei einem Entscheid über eine wichtige Bildungsfrage so klar geworden ist.

In Bezug auf direkte Demokratie war, bin und bleibe ich bis auf Weiteres skeptisch. Sie ist nicht weniger korrumpierbar als die repräsentative. (Geld hat hier übrigens auch eine wesentliche Rolle gespielt.) Das Niveau von Demokratie kann insgesamt nur mit dem von Bildung angehoben werden.

Im konkreten Fall haben wir es vielleicht mit einem Pyrrhussieg zu tun. Gut möglich, dass die Reformgegner ungewollt nach Neuwahlen einen Wechsel des Senats herbeiführen. Der neue wird dann wieder vor der Notwendigkeit stehen, ein marodes Schulsystem grundlegend zu reformieren. Wie aber soll er das tun, nachdem ihm der Souverän vorab die Hände gebunden hat? Welche Bestandskraft hat überhaupt eine solche plebiszitäre Entscheidung für die Zukunft?

Arno Abendschön

_________________
Weitere Werke als eBooks unter www.bookrix.de/-arno.abendschoen gratis lesen und herunterladen!
 
  Arno Abendschön 
 
Anmeldedatum 31.10.2007
Beiträge 465
Wohnort Bad Bevensen
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 20.07.2010, 00:31
Arno Abendschön hat Folgendes geschrieben:
Der neue wird dann wieder vor der Notwendigkeit stehen, ein marodes Schulsystem grundlegend zu reformieren.


Mein Vorschlag - auch wenn ich mich damit vielleicht in die Nesseln setze, weil ich einen CDU?/FDP?-Spruch wiederhole: Leistung muss sich lohnen! cheezy grin

Mein Grundkonzept: Umstellung des deutschen Schulwesens auf eine Ganztagsschule bis 17 Uhr. Vormittags Unterricht, mittags Verpflegung durch die Schule, nachmittags Betreuung, Hausaufgabenkontrolle, Förderunterricht (z. B. für Lernschwache oder Schüler mit Integrationsproblemen/fehlenden Sprachkenntnissen).

Nachmittags darf nur der nach Hause, der entsprechende Schulleistungen erbracht hat bzw. der in einem Sportverein tätig ist. Freizeit am Nachmittag wird somit zum Leistungsansporn.

Dann die Übernahme des bayerischen Belohnungskonzeptes: Wer eine "1" in einem Fach hat, erhält die Sommerferien über freien Eintritt in allen Museen. Das kann erweitert werden auf eine bestimmte Zeit mit freier Fahrt im ÖPNV (was dann auch die Eltern auf den Plan bringen dürfte, wenn sie das Fahrgeld für ihr Kind für die Fahrten zur Schule sparen können) oder freien Eintritt für Freibäder. Weiter Möglichkeiten lassen sich fortwährend einbauen.

Grundidee ist aber, dass gute Schulleistungen zu einem erstrebenswerten Gegenwert wie etwa Freizeit am Nachmittag führen (man stelle sich den Imagegewinn für Schulkinder vor, die am frühen Nachmittag auf der Straße gesehen werden - das können nur sehr gute Schüler sein!).

Die Gegenrechnung: Das kostet natürlich Geld. Mehr Lehrer, die Mittagsverpflegung, die Betreuung am Nachmittag, die "Belohnungen" für gute Leistungen. Wir müssen uns nur entscheiden, was uns die Bildung der Kinder wert ist. Leider erlebe ich gerade am eigenen Leib, dass Politiker bei Bildung nichts weiter sind als hohle Dummschwätzer. Sie reden vom "wichtigen Gut Bildung", streichen aber die Finanzmittel drastisch zusammen (ich gebe gerade Kurse für Umschüler, die aus gesundheitlichen Gründen einen neuen Beruf erlernen müssen - da reicht das Geld nicht einmal mehr für Unterrichtsbücher! Alles gestrichen!).

Grüße
Siegfried
 
  Siegfried 
 
Anmeldedatum 09.07.2008
Beiträge 3521
Wohnort Hannover
 
 
   
   
Köhler, die Wahrheit und die anderen
  Forum für Books-on-Demand-Autoren » Textvorstellung: Prosa
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde  
Seite 9 von 10  
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10  Weiter
  
  


Powered by phpBB, advisormap.de, SEO by SEO-united.de
Literaturtipps Literaturseiten Banner & Buttons Impressum & Rechtliches