|
Forum für Books-on-Demand-Autoren » Textvorstellung: Prosa
» Köhler, die Wahrheit und die anderen |
Gehe zu Seite Zurück 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 Weiter |
 |
» Dosthöhl (2) » Der flotte Otto - Aphrodite (4)
|
 | wozu zahle ich meine Abgaben | Verfasst am: 04.06.2010, 19:16 |
|  |
Die Leute haben doch Recht damit! Wir alle werden an die geltenden Regeln gebunden, wer etwas ändern will, muss die Regeln ändern, solange die Privatleute nicht zuständig sind, sondern die Gemeinde, solange ist es auch die Aufgabe der Gemeinde!
Ich glaube nicht, dass es sinnvoll wäre, alles vom Volk entscheiden zu lassen, das wäre viel zu schwierig und zu langwierig, aber für wichtige Dinge, da sollte es Volksabstimmungen geben, die Vorschläge für die Vorlagen werden vermutlich von den Parteien erarbeitet.
"Vollständige Abschaffung der Bundeswehr", das wäre niemals eine Vorlage, keine Partei würde das auf ihre Fahnen setzen wollen, die achten schon sehr darauf, was halbwegs mehrheitsfähig ist und was nicht schon um den Selbsterhalt nicht zu gefährden, das Problem der Demokratie ist ja gerade, dass keine wirklich unpopulären Dinge in Angriff genommen werden aus diesem Grund. Wie wäre es mit einem Berufsheer? Und vor allem: raus aus Afghanistan!
Darf ich daran erinnern: der Finanzplatz London hat uns zum größten Teil erst so richtig reingeritten, zumindest hat er den deutschen Bankern das Investmentgeschäft beigebracht Ende der Neunziger, Anfang des Millenniums, als die Gehälter der city boys um 180% in die Höhe schossen, Großbritannien macht sowieso bei nichts mit, was die Finanzmärkte zu regulieren versucht, die machen bei der EU nur dann mit, wenn sie Geld bekommen, ansonsten stellen sich die immer quer, ich finde, der Rest der EU-Länder wäre wohl handlungsunfähig, wenn sie auf die Briten warten würden.
Die Einigung über Regulierungsangelegenheiten fällt allen offensichtlich so schwer, dass nichts passiert wäre, hätte Schäuble nicht den sogenannten Alleingang unternommen...etwas spät aber immerhin, besser wäre es gewesen, schon gleich beim Bankenrettungspaket die Bedingungen zu formulieren...Haftung z.B. ist auch ein wichtiges Thema, und der Verbot der Leerverkäufe, tja, die Möglichkeit auf fallende Kurse zu setzen und dort Gewinne zu machen in einer Situation, in der der Sozialabbau aus Spargründen vorangetrieben wird, das ist nahezu verbrecherisch..
Gangster kassierten ab, und damit muss Schluss sein!
Immer fatalistisch zu behaupten, wir hängen alle am Finanzplatz London mit dran, das ist ein Mythos dieser Absahner!
Es muss in der Zukunft eben etwas weniger dramatisch zu gehen, etwas ehrlicher, etwas durchschnittlicher, etwas ausgeglichener, ich wäre für die Einrichtung einer internationalen Behörde meinetwegen bei der UNO, die dafür sorgt, dass die größten Ungerechtigkeiten im globalen Handel ausgeglichen werden (und gleichzeitig auf soziale Mindeststandards geachtet wird). Das Handelsbilanzdefizit des einen Landes bedeutet den Handelsbilanzüberschuss eines anderen und die enormen Gefälle sorgen für die gewaltigen Spekulationsmöglichkeiten, es geht nicht an, dass ganze Staaten in den Ruin getrieben werden können..
Wenn alleine Kinderfreibeträge und Splittingvorteil abgeschafft werden für alle besser Verdienenden, käme eine Menge zusammen, beim Sparen weiß ich als gute Hausfrau, dass vor allem das Kleinvieh den meisten Mist macht, und davor drücken sich ja die Herren hochbezahlten Politiker so gern, jeder argumentiert sich mit Zahlen immer höher, anstatt klein klein alles zusammenzurechnen, und angesichts der Tatasache, dass vieles eben nicht wegzudividieren ist, muss ja wohl irgendwo angefangen werden
Japan hat eine Gesamtverschuldung von 186% BIP, Europa ist in im Durchschnitt in ca. zwei Jahren bei 100%
Liebe Grüße
Lydia |
|
|
|
| |
| |
Lydia Thies |
| |
| Anmeldedatum | 01.02.2010 | | Beiträge | 64 | | Wohnort | Bielefeld | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 04.06.2010, 20:07 |
|  |
Will mich nur kurz einklinken und zu Protokoll geben, dass mich sowohl Breite wie (stellenweise) Tiefe der Diskussion überrascht. Besonders angesprochen hat mich die Analyse von Siegfried um 10.23 Uhr. Das ist dazu meine Auffassung: Wir kommen vom Nationalstaat her und sollten unterwegs zur Willensnation sein, wenn wir die Zukunft vernünftig gestalten wollen. Ich habe die Schweizer Lösung (Bundespräsident) nicht als unmittelbares Modell für heute ins Spiel gebracht, eher als Denkanstoß. Dass wir teilweise noch Nationalstaat sind, bedeutet ja nicht, dass die Institution Bundespräsident bis auf Weiteres sakrosankt wäre.
Siegfrieds Skepsis bezüglich direkter Demokratie (13.59 Uhr) teile ich. Und ich halte eine fortschreitende europäische Einigung für eine nahe liegende, gute Sache - angesichts der Entwicklungen um Europa herum. Übrigens könnte ja gerade die Ablösung der einzelnen europäischen Nationalstaaten durch einen neuen Bundesstaat ebenfalls die Konsequenz europäische "Willensnation" haben.
Arno Abendschön |
|
_________________ Weitere Werke als eBooks unter www.bookrix.de/-arno.abendschoen gratis lesen und herunterladen! |
|
| |
| |
Arno Abendschön |
| |
| Anmeldedatum | 31.10.2007 | | Beiträge | 465 | | Wohnort | Bad Bevensen | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | Re: wozu zahle ich meine Abgaben | Verfasst am: 05.06.2010, 00:59 |
|  |
| Lydia Thies hat Folgendes geschrieben: |
Die Leute haben doch Recht damit! Wir alle werden an die geltenden Regeln gebunden, wer etwas ändern will, muss die Regeln ändern, solange die Privatleute nicht zuständig sind, sondern die Gemeinde, solange ist es auch die Aufgabe der Gemeinde!
|
Das ist echt erstaunlich - schreibst du doch weiter vorne, dass der Staat auf ein Minimum zurückgefahren gehört. Und jetzt sagst du, dass es zu den Aufgaben der Kommunalverwaltung gehört, die Straße eisfrei zu bekommen - selbst wenn der Gemeinde das Geld fehlt. Floriansprinzip! Wenn es an die Eigenleistung geht, dann muss doch die staatliche Organisation ran!
Ich persönlich bin bei sowas für die Eigenleistung des Bürgers - um mit Kennedy zu sprechen: "Frag dich nicht, was dein Land für dich tun kann - frag dich, was du für dein Land tun kannst!" Und das fängt auf kommunaler Ebene schon mit "Community Working" an.
| Lydia Thies hat Folgendes geschrieben: |
Ich glaube nicht, dass es sinnvoll wäre, alles vom Volk entscheiden zu lassen, das wäre viel zu schwierig und zu langwierig, aber für wichtige Dinge, da sollte es Volksabstimmungen geben, die Vorschläge für die Vorlagen werden vermutlich von den Parteien erarbeitet.
|
Auch hier die Frage: Wer legt fest, über was das Volk in "Direkter Demokratie" abstimmen darf und über was nicht? Doch wieder die Politiker oder das Parlament? Wenn es um eine Kreditgarantie für Griechenland geht - soll das Volk darüber abstimmen? Wenn es um eine Neuzuordnung beim verminderten Mehrwertsteuersatz geht, darf da das Volk abstimmen? Wenn es darum geht, für die Autobahnen eine Pkw-Maut einzuführen, soll da das Volk Ja oder Nein sagen? Wer zieht die Grenzen und wo?
Bisher habe ich in allen Diskussionen mit Befürwortern der "Direkten Demokratie" noch nie(!) auf diese Frage eine vernünftige Antwort bekommen. Vielleicht ja jetzt?
In der Schweiz wird so ein Referendum übrigens nur durchgeführt, wenn nach Verabschiedung eines Gesetzes durch das Parlament eine Unterschriftenaktion mindestens 50.000 Stimmen bringt, die eine Volksabstimmung über das Gesetz verlangen. Interessanterweise liegt die durchschnittliche Wahlbeteiligung bei solchen Aktionen der "Direkten Demokratie" in der Schweiz bei etwa 40% - nicht gerade ermutigend!
| Lydia Thies hat Folgendes geschrieben: |
Wie wäre es mit einem Berufsheer?
|
Das werden wir vermutlich ab Sonntag haben - mit allen Konsequenzen: Die Idee des "Bürger in Uniform" ist tot, wir bekommen eine Armee, die sich durchaus zum Staat im Staate entwickeln kann, und die Sozialsysteme brechen wegen der fehlenden Zivildienstleistenden (ohne Wehrpflicht keine Verweigerer - ohne Verweigerer keine Zivis) endgültig zusammen. Folge also: Änderung des Grundgesetzes, wonach jeder zu einem "sozialen Jahr" herangezogen wird. Ob so eine Grundgesetzänderung verfassungsrechtlich durchsetzbar ist, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.
Wie also würde der durchschnittliche Bundesbürger über dieses Thema bei einer "Direkten Demokratie" entscheiden?
| Lydia Thies hat Folgendes geschrieben: |
Darf ich daran erinnern: der Finanzplatz London hat uns zum größten Teil erst so richtig reingeritten, zumindest hat er den deutschen Bankern das Investmentgeschäft beigebracht Ende der Neunziger, Anfang des Millenniums, als die Gehälter der city boys um 180% in die Höhe schossen, Großbritannien macht sowieso bei nichts mit, was die Finanzmärkte zu regulieren versucht, die machen bei der EU nur dann mit, wenn sie Geld bekommen, ansonsten stellen sich die immer quer, ich finde, der Rest der EU-Länder wäre wohl handlungsunfähig, wenn sie auf die Briten warten würden.
|
Darum geht es nicht. Es geht um die Frage, ob ein durchschnittlicher, normalintelligenter Bürger bei einer "Direkten Demokratie" überhaupt versteht, über was er abzustimmen hat und ob ein solches auf Deutschland begrenztes Gesetz bei einem weltweit verbundenen Finanzsystem überhaupt Sinn macht.
| Lydia Thies hat Folgendes geschrieben: |
Es muss in der Zukunft eben etwas weniger dramatisch zu gehen, etwas ehrlicher, etwas durchschnittlicher, etwas ausgeglichener, ich wäre für die Einrichtung einer internationalen Behörde meinetwegen bei der UNO, die dafür sorgt, dass die größten Ungerechtigkeiten im globalen Handel ausgeglichen werden (und gleichzeitig auf soziale Mindeststandards geachtet wird). Das Handelsbilanzdefizit des einen Landes bedeutet den Handelsbilanzüberschuss eines anderen und die enormen Gefälle sorgen für die gewaltigen Spekulationsmöglichkeiten, es geht nicht an, dass ganze Staaten in den Ruin getrieben werden können..
|
Es gibt da noch eine andere Möglichkeit, die derzeit in der Diskussion ist, vermutlich aber am "nationalen Denken" von Politik und ganz besonders von der Bevölkerung scheitern wird: Die Staatshaushalte der EU-Länder werden nicht mehr von den jeweiligen Regierungen verabschiedet, sondern von der EU. Erst wenn die EU zum deutschen Staatshaushalt Ja gesagt hat, dürfen die Ministerien über die Gelder verfügen. So hätte das Fiasko von Griechenland oder jetzt aktuell Ungarn abgewendet werden können. Das heißt aber auch: Die EU beschließt einschneidende Sparmaßnahmen für Deutschland. Ob wir schon so weit sind?
Grüße
Siegfried |
|
|
|
| |
|
Siegfried |
| |
| Anmeldedatum | 09.07.2008 | | Beiträge | 3521 | | Wohnort | Hannover | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 05.06.2010, 07:10 |
|  |
| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
| SandraR hat Folgendes geschrieben: |
Das Problem liegt doch beim Fehlen einer direkten Demokratie in Deutschland. |
Kannst du mal erläutern, was das sein soll?
Grüße
Siegfried |
Siegfried ich bin Schweizer:) und für mich ist direkte Demokratie, wenn ein Gesetz nicht dem Volkswillen entspricht zuerst Unterschriften für ein Referendum sammeln und anschließend nach dem Prinzip die Mehrheit hat recht, das ganze in einer Abstimmung entscheiden lassen.
Das ist direkte Demokratie. Nach Schulbuchdarlegung. Für mich ist ein Land in dem man alle vier Jahre das kleinere Übel wählen darf, sorry überhaupt keine Demokratie sondern lediglich eine Scheindemokratie.
Zu behaupten man könne das Schweizer Modell nicht auf Deutschland anwenden ist Augenwischerei. Im Umgekehrten Schluss würde es heißen, die Schweizer wären was? Schlauer, vernünftiger etc. als die Deutschen. Ist natürlich Blödsinn.
Nur das direkte Recht des Bürgers zum Eingreifen in das was ein Staat tut wäre überhaupt eine Demokratie, bei der man auch noch auf dem Standpunkt steht, wenn es dann dem Bürger nicht passt, ist er schon selber schuld. Es gibt nur deswegen keine direkte Demokratie in Deutschland, weil jeder Politiker versteht, dass es für ihn einen enormen Machtverlust zur Folge hätte.
So aber regieren sie fast ungestört.
Überlegt Euch mal, wenn es in Deutschland in den 30er Jahren eine direkte Demokratie gegeben hätte, hätte es dann wirklich einen WKII gegeben? Vermutlich nicht und manch anders auch nicht.
Nur das System alle vier Jahre zur Wahl zu gehen, macht solcherlei überhaupt möglich. Es ist im schlimmsten Fall eine Freikarte für 4 Jahre grenzenlose Arroganz und Ignoranz.
Zu Glauben der Bürger sei bei einer direkten Demokratie nicht bereit freiwillig mehr Steuern zu zahlen, stimmt auch nicht wie die Schweiz auch schon bewiesen hat.
Es gibt wirklich keinen Grund zu denken, die Schweiz sei eine Ausnahme, das politische System ist ohne Probleme kopierbar. Deutschland hat auch eine reale Chance es einzuführen, vergesst nicht, bis Heute habt ihr zwar einen Verfassungsschutz aber keine Verfassung . So was lässt sich ändern, wenn man den möchte.
Das einzige wo sich die Schweiz wirklich deutlich von Deutschland unterscheidet, ist eben gerade ihr politisches System. Ein im übrigen nicht so kostengünstiges System. Zwar ist Politiker bei uns kein Beruf aber direkte Abstimmungen kosten auch Geld, von Papierkosten bis Kosten für die Wahlbüros etc. Wobei lieber das Geld für so etwas auszugeben als für teure Beamtenapparate die sich ungestört selbst verwalten. |
|
_________________ http://russland-buecher.ru und http://ebuch.me Auf Twitter http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli |
|
| |
|
SandraR |
| |
| Anmeldedatum | 25.11.2007 | | Beiträge | 2199 | | Wohnort | Moskau | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 05.06.2010, 08:11 |
|  |
| SandraR hat Folgendes geschrieben: |
| Überlegt Euch mal, wenn es in Deutschland in den 30er Jahren eine direkte Demokratie gegeben hätte, hätte es dann wirklich einen WKII gegeben? Vermutlich nicht und manch anders auch nicht. |
Sandra, nur zur Info: Der WK II hatte seine Ursache nicht im Fehlen einer direkten Demokratie, sondern ist eine Folge der Beschlüsse des Versailler Vertrages von 1918. Die wiederum basierten auf den Ereignissen von 1914, die wiederum auf der Bündnispolitik des Kaiserreiches, diese wiederum auf usw. usf.
Direkte Demokratie ist im Prinzip wunderbar. Aber gerade in der Schweiz wird sichtbar, wie lästig sie sein kann: Nur ein verschwindend geringer Anteil der Volksabstimmungen kommt auf eine Wahlbeteiligung von mehr als 35%. Das bedeutet, dass bei einer solch »hohen« Wahlbeteiligung bereits 18% der Wahlberechtigten genügen, eine Mehrheit zu bilden. Ein solches Ergebnis soll repräsentativ für eine Demokratie sein? Im wahren Leben reicht das noch nicht einmal für eine Sperrminorität ...
Die Welt ist nicht so einfach, wie sie von manchen hier gezeichnet wird. |
|
_________________ LG - matthias
http://www.endlich-mal-was-positives.de
http://www.berliner-geschichten.com
http://astore.amazon.de/gerschwitz-21
http://www.welt-aids-tag.de/kampagne/ueber/matthias.php |
|
| |
|
mtg |
| |
| Anmeldedatum | 20.01.2010 | | Beiträge | 2565 | | Wohnort | Berlin | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 05.06.2010, 08:37 |
|  |
Hi.
Ich bin auch Schweizer, aber zu großen Teilen in Deutschland aufgewachsen. Sowohl die direkte Demokratie, als auch die parlamentarische Demokratie haben jeweils einen gravierenden Nachteil, sodass für mich die Entscheidung, welche der beiden Formen zu bevorzugen ist, auch nach längerem Nachdenken nicht eindeutig zu fällen ist. Der Nachteil der direkten Demokratie: In der Schweiz kann im schlechten Fall der wüsteste Populismus ungestört seine Kreise ziehen. Als Beispiel kann da die durchgekommene Anti-Minarett Initiative herhalten. Der Nachteil in Deutschland: Politiker, die erst einmal gewählt sind, können ihr Mandat missbrauchen. Als Beispiel: Der Stuttgarter OB versprach - sollte er denn wiedergewählt werden - eine Bürgersabstimmung über den geplanten, unterirdischen Bahnhof "Stuttgart 21" durchzuführen. Als er (auch mit den Stimmen der Grünen) wiedergewählt war, wollte er von einer Abstimmung nichts mehr wissen. Resultat: Der neue, über 4 Milliarden Euro teure Bahnhof wird gebaut, der alte, ehemals denkmalgeschützte Kopfbahnhof in Teilen abgerissen - und das, obwohl sich Umfragen zufolge 70% der Stuttgarter BürgerInnen gegen das Projekt Stuttgart 21 aussprechen. Das Projekt wurde jedoch mit parlamentarischen Mehrheiten beschlossen und mehrfach durch Gerichtsurteile in allen Instanzen bestätigt. Aber wie gesagt: Die Bevölkerung ist dagegen - in der Schweiz hätte Stuttgart 21 keine Chance ... |
|
_________________ Trinkt ein Vampir Bier? Die Antwort findest Du in meinem Vampir-Lexikon.
Suche Verlag für mehrere Vampir-Projekte. Wenn die Konditionen stimmen, gern Diogenes. |
|
| |
|
chnuppesaager |
| |
| Anmeldedatum | 05.04.2009 | | Beiträge | 1325 | | Wohnort | Düsseldorf | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 05.06.2010, 10:02 |
|  |
Matthias ein Krieg in einer direkten Demokratie kann man nicht so einfach führen deswegen verschone mich mit der Schönredeei von wegen Versailler Vertrag.
Der Vertrag war die Ausrede aber nicht der Grund!
Und lieber eine Wahlbeteiligung von 18 Prozent als Politiker die 4 Jahre Narrenfreiheit haben! |
|
_________________ http://russland-buecher.ru und http://ebuch.me Auf Twitter http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli |
|
| |
|
SandraR |
| |
| Anmeldedatum | 25.11.2007 | | Beiträge | 2199 | | Wohnort | Moskau | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 05.06.2010, 10:08 |
|  |
|
|
| |
|
mtg |
| |
| Anmeldedatum | 20.01.2010 | | Beiträge | 2565 | | Wohnort | Berlin | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 05.06.2010, 11:07 |
|  |
| SandraR hat Folgendes geschrieben: |
Siegfried ich bin Schweizer:) und für mich ist direkte Demokratie, wenn ein Gesetz nicht dem Volkswillen entspricht zuerst Unterschriften für ein Referendum sammeln und anschließend nach dem Prinzip die Mehrheit hat recht, das ganze in einer Abstimmung entscheiden lassen.
|
Wie werden in einer "Direkten Demokratie" die Details in der Bevölkerung diskutiert? Wer informiert die Bürger über verfassungsrechtliche, europarechtliche (wir sprechen hier ja von einer "Direkten Demokratie" in Deutschland), außenpolitische, finanzpolitische Aspekte?
Wie diskutiert der einfache Wähler über die Problematik, ob der Abstimmungsgegenstand in die bestehende Rechtsordnung passt?
Kurzum: Wie diskutiert der Mann auf der Straße - etwa in Basel, Zürich, Bern oder Genf ein hochkomplexes Thema? Kann er das überhaupt? Oder entscheidet er nicht doch aus dem Bauch bzw. nach Meinungsbildung durch die Massenmedien? Die Meingungsfindung zu einem politischen Entschluss ist in der Politik ein oftmals langwieriger und zäher Prozess - wie soll das die Bevölkerung übernehmen?
Weitere Frage: Wie stellt sich das Verhältnis dar zwischen Volksvotum und Verfassungsgericht dar? Ist das Mehrheitsvotum des Volkes durch ein Verfassungsgericht noch zu kippen oder ist es bindend? Das ist in meinen Augen ein Riesenproblem - gerade unter dem Askept, dass das Volk der Souverän ist. Kann also das Volk durch Mehrheitsentscheid Dinge festlegen, die klar gegen die Verfassung oder gar gegen das Menschenrecht verstoßen (schließlich wird mit "Direkter Demokratie" ja immer die volle Souveränität des Volkes verbunden - also hat es auch das Recht, menschenrechtliche Vereinbarungen aufzukündigen?)
Und noch einmal: Wie hoch ist bei einer "Direkten Demokratie" die Wählerschaft einer Manipulation durch die Massenmedien ausgesetzt? Ist die Beeinflussung des Volkes durch Printmedien und Fernsehen nicht ungleich höher, als sie es durch Politiker und Parteien ist? Ich stelle mir eine "Direkte Demokratie" in Deutschland im Jahre 1968 bei den Studentenunruhen vor - vermutlich hätten wir dann wieder Arbeitslager in Deutschland bekommen.
Und zum Abschluss: Ist "Direkte Demokratie" nicht auch ein Schlupfloch für verantwortungslose Politiker, die die Schuld beim Scheitern von Gesetzen einfach auf die Wähler schieben, weil "die es ja so wollten"? Welcher Schweizer Politiker steht denn z. B. hinter dem Minarettverbot in der Schweiz
| SandraR hat Folgendes geschrieben: |
Es gibt nur deswegen keine direkte Demokratie in Deutschland, weil jeder Politiker versteht, dass es für ihn einen enormen Machtverlust zur Folge hätte.
|
Nein, es gibt handfeste Argumente gegen die "Direkte Demokratie" - das ist einer der Hauptgründe. "Direkte Demokratie" müsste verbunden werden mit einer Wahlpflicht - was aber dem deutschen Grundgesetz widerspricht (Wahlpflicht deshalb, weil sonst grundlegende Entscheidungen von einem geringen Bruchteil der Bevölkerung festgelegt werden).
| SandraR hat Folgendes geschrieben: |
Überlegt Euch mal, wenn es in Deutschland in den 30er Jahren eine direkte Demokratie gegeben hätte, hätte es dann wirklich einen WKII gegeben? Vermutlich nicht und manch anders auch nicht.
|
Vermutlich doch. Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, erstelle ich derzeit eine sehr umfangreiche Familienchronik mit dem Schwerpunkt auf der Zeit von 1929 bis Mitte der 1950er. Da kommt sehr viel Zeitkolorit, insbesondere über die 1930er rüber.
Hitler hat sich nicht an die Macht geputscht oder eine Revolution gestartet, wie die Legende des Begriffes "Machtergreifung" Glauben machen will. Ihm ist die Macht auf dem Silbertablett serviert worden. Er wurde ganz regulär durch den Reichspräsidenten bestellt und durch die Reichstagswahl im März 1933 durch das Volk bestätigt. Die Beseitigung des angeblichen "Polit-Chaos in der Quasselbude Reichstag" (Originalzitat aus der Familienchronik) sowie die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch Zwangsmittel wie dem Arbeitsdienst kam in der Bevölkerung weitaus besser an, als wir es heute glauben wollen. Ich habe immer wieder in den Manuskripten lesen müssen: "Deutschland war wieder wer!" - und man war durchaus bereit, dies mit Waffengewalt gegen das Ausland zu verteidigen. Die Bevölkerung hätte sich sehr wohl im Überschwang der Euphorie und durch Beeinflussung des Reichspropagandaministeriums bei einer Volksabstimmung in den Krieg ziehen lassen. Das Argument, die Grenzen von 1914 wiederherstellen zu müssen (in den Geschichtsbüchern als "Korridorfrage" dargestellt) hätte mehr als ausreichend gegriffen - schließlich war ein Großteil der deutschen Bevölkerung damals national-konservativ eingestellt und hing dem Gedanken des Kaiserreiches nach.
Wir dürfen nicht vergessen: Die Menschen hatten damals eine schlechte Meinung von der kommunistischen Sowjetunion und eine ebenso schlechte Meinung von den demokratischen Staaten des Westens. Im Deutschland der 1920er und 1930er war Demokratie etwas Schlechtes - auch wenn wir das heute kaum glauben können.
Grüße
Siegfried |
|
|
|
| |
|
Siegfried |
| |
| Anmeldedatum | 09.07.2008 | | Beiträge | 3521 | | Wohnort | Hannover | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 05.06.2010, 11:48 |
|  |
| Würde in einer echten Demokratie dem Bürger derartig der Glaube an das System flöten gehen, wie wir dies in den letzten Jahren in unseren Landen beobachten? Wo sind die gewählten Politiker, die sich wirklich hemdsärmelig dem Wohle der Menschen und des Staates hingeben? Mehr als Klientel - und Lobbyisten- Politik scheint im Moment jedenfalls kaum bei heraus zu kommen. Und mehr als der Wille zur Macht scheint nicht auf Frau Merkels Plan zu stehen. Das muss dem Köhler irgendwie die Sprache verschlagen haben. |
|
_________________ "Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest." |
|
| |
|
Gerhard Schulz |
| |
| Anmeldedatum | 21.06.2009 | | Beiträge | 266 | | Wohnort | Münster | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 05.06.2010, 15:31 |
|  |
| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Wir dürfen nicht vergessen: Die Menschen hatten damals eine schlechte Meinung von der kommunistischen Sowjetunion und eine ebenso schlechte Meinung von den demokratischen Staaten des Westens. Im Deutschland der 1920er und 1930er war Demokratie etwas Schlechtes - auch wenn wir das heute kaum glauben können.
Grüße
Siegfried |
Siegfried das macht aber Menschen noch nicht unter der Würde eines jeden Tieres. In einer direkten Demokratie hätte man zumindest den 100 000 Versuch unternehmen können, den Leuten zu erklären das Kriege immer nur wegen Gier gemacht werden und man dem Pöbel nur andere Gründe suggeriert.
Nicht die Natur des Menschen ändert sich sondern die Technik. Wie heute viele friedliebende Menschen überall auf der Welt leben, so gab es garantiert auch damals genügend friedliebende. Man hat nur nach 33 die Herrschaften nicht mehr gefragt. |
|
_________________ http://russland-buecher.ru und http://ebuch.me Auf Twitter http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli |
|
| |
|
SandraR |
| |
| Anmeldedatum | 25.11.2007 | | Beiträge | 2199 | | Wohnort | Moskau | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 05.06.2010, 23:39 |
|  |
Aber natürlich ist Köhler auch zu loben. Er hat das Weißbuch der Bundeswehr, im Gegensatz zu den Journalisten, verinnerlicht. Und als Bundespräsident hat er dies, im Gegensatz zur Bundeskanzlerin, öffentlich vertreten. Er wußte also recht genau was er sagte. (Wenn's vielleicht auch für Afghanistan schlecht modifiziert war.) Und er hat einigen Politikern und politisch Interessierten die Augen darüber geöffnet, dass so manche Doktrin sich ungehindert Einzug verschafft, ohne dass sie in der Mehrheit der Gesellschaft Konsens findet. Nun wird konsterniert auch hierüber wieder diskutiert. Fein. Danke Horst Köhler. So kann man, wenn auch unabsichtlich, als Wächter der Demokratie eine kleine aber feine historische Rolle spielen.
http://www.westline.de/nachrichten/thema-des-tages/Hintergrund-Grundlagen-fuer-Bundeswehr-Einsaetze%3bart61,160005 |
|
_________________ "Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest." |
|
| |
|
Gerhard Schulz |
| |
| Anmeldedatum | 21.06.2009 | | Beiträge | 266 | | Wohnort | Münster | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 06.06.2010, 00:23 |
|  |
| SandraR hat Folgendes geschrieben: |
Siegfried das macht aber Menschen noch nicht unter der Würde eines jeden Tieres.
|
Den Satz verstehe ich nicht, weil ich das weder geschrieben noch sonstwie behauptet habe.
| SandraR hat Folgendes geschrieben: |
In einer direkten Demokratie hätte man zumindest den 100 000 Versuch unternehmen können, den Leuten zu erklären das Kriege immer nur wegen Gier gemacht werden und man dem Pöbel nur andere Gründe suggeriert.
|
Das ist die Sicht von heute. Damals war Krieg - auch ein Angriffskrieg - aus Sicht der Bevölkerung ein legitimes Mittel zur Durchsetzung nationaler Politik. Krieg war für die Leute ein unangenehmes, aber durchaus akzeptables Mittel - und ein in regelmäßigem Abstand wiederkehrendes Ereignis. Wir haben heute einfach eine gänzlich andere Sicht auf diese Dinge - oder wie ein befreundeter Historiker mir mal sagte: "Uns ist das heutige Spanien oder Griechenland vom Verständnis her näher, als das Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg".
Der Satz stimmt nicht? Habe ich ihm damals auch gesagt. Er hat mir ein einfaches Beispiel genannt, wie sehr sich unsere Sicht auf den Staat und seine Organe verändert hat: Wenn wir heute von einer Polizeistreife gestoppt werden, weil wir zu schnell gefahren sind, dann beginnen wir uns gegenüber dem Polizeibeamten herauszureden, zu diskutieren, zu handeln oder bezweifeln gar die Angaben des Polizisten. Noch Anfang der 1950er war so etwas völlig undenkbar. Der Polizeibeamte war - ebenso der Lehrer, wo ein noch größerer Wandel eingesetzt hat - eine Respektsperson, mit der man nicht hin und her diskutiert.
Für uns heute kaum noch vorstellbar.
Grüße
Siegfried |
|
|
|
| |
|
Siegfried |
| |
| Anmeldedatum | 09.07.2008 | | Beiträge | 3521 | | Wohnort | Hannover | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 06.06.2010, 07:18 |
|  |
Siegfried eine direkte Demokratie damals (30er oder auch 50er Jahre) haette vielleicht viel frueher den Wandel gebracht und die Kruste "Respektsperson" aufgebrochen.
Insofern haette sie sehr wohl etwas bringen koennen. Genauso wie direkte Demokratie heute sehr wohl etwas bringen wuerde! Die Chance in einer direkten Demokratie Leuten besser klar zu machen das Krieg immer nur ein Mittel ist wirtschaftliche Gier und persoenliche Machtgelueste zu befriedigen, ist nach meiner Meinung einfacher. Darin liegt die Chance einer direkten Demokratie.
Matthias ich bin kein Schweizfane:) sonst waere ich sicherlich nicht ausgewandert:). Und die Schweiz hat auch ihre Demokratiedefizite, so wird der Bundesrat nicht von den Waehlern gewaehlt, ein eindeutiges Defizit. Aber von allen Systemen halte ich es noch immer fuer das Beste, weil jeder Buerger und zwar absolut jeder direkt Eingreifen kann, wenn er will. Anders formuliert, man ist selber schuld wenn sch... passiert! Und das finde ich persoenlich fuer eine erwachsene Bevoelkerung wichtig! Das foerdert die Verantwortung!
Uebrigens waren die Schweizer sowieso immer ein kleines raeubersiches Volk, manche Kantone waren nicht freiwillig in diesem Bund:)...es geht aber nicht um das 17. 18 oder 19. Jahrhundert:)! Es geht darum was heute machbar ist und was gemacht wird. Lies mal den Vertrag von Lissabon, eigentlich ist das Ding das Ende einer jeden deutschen Demokratie und zudem praktisch Landesverrat:). Bruessel ist so demokratisch wie fuenf Katzen die sich zufaellig im Park begegnen. Das aber liebe Leute ist eure Zukunft. Den Schweizern hat zum Glueck immer der Verstand gereicht zu Bruessel nein zu sagen! |
|
_________________ http://russland-buecher.ru und http://ebuch.me Auf Twitter http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli |
|
| |
|
SandraR |
| |
| Anmeldedatum | 25.11.2007 | | Beiträge | 2199 | | Wohnort | Moskau | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
 | | Verfasst am: 06.06.2010, 08:12 |
|  |
Sandra,
willst Du nicht verstehen? Es ist unglaublich einfach, mit dem Wissen von heute Ereignisse von früher zu bewerten und zu sagen »Hätten sie doch ...«, »Wären Sie doch ...«. Man muss die Ereignisse jeder Zeit aus ihrer eigenen Zeit heraus bewerten – und das gerade lässt Du vermissen.
Die Kreuzzüge waren in ihrer Zeit ein legitimes Mittel, die christliche Religion den Ungläubigen aufzuzwingen – auch wenn wir das heute anders sehen.
Die Besiedelung und Eroberung anderer Kontinente war damals völlig legitim, weil sich das Sichtfeld der Europäer nur auf ihren Kontinent bzw. dem ihnen bekannten Teil beschränkte.
Der I. Weltkrieg war völlig legitim, weil die Ehre eines Bruderstaates verletzt wurde (ein Verhalten, das sich übrigens in anderen Teilen der Welt noch heute findet) und weil es so gedreht wurde, dass ein Angriff abzuwehren sei. (Wenn man die Gedanken weit schweifen lässt, ist George W. Bush nach 9/11 gar nicht so weit weg von der Begründung des I. WK).
Hilter war völlig legitim, weil er einem verstörten und besiegten Volk, dem in einer (für die Deutschen) unverständlichen Doktrin wirtschaftliche, politische und persönliche Fesseln angelegt worden war, wieder den Weg nach vorne zeigte. Schon nach 1919 hätte Demokratie in Deutschland funktionieren können, und einige Protagonisten haben sich ja redlich bemüht (Stresemann hat mit der Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund – leider unbeachtet – mehr erreicht als Hitler ... dafür war er zu leise), aber die Politiker waren nicht geübt im Umgang mit der Demokratie.
So etwas gibt es heute noch: Eine Partei, die elf Jahre in der Opposition war und wieder an die Regierung drängte, beweist seit einigen Monaten, dass sie überhaupt nicht weiß, was das ist – und vor allem, dass Regieren nicht Selbstverwirklichung bedeutet, sondern Verantwortung.
Der Irak-Krieg war am Beginn legitmiert, weil sich das amerikanische Volk – angestachelt durch GWB – im kollektiven Schmerz wand ... mittlerweile ist man auch dort aufgewacht, leidet aber unter den Nachwirkungen des Zauberlehrlings und den Geistern, die er rief.
Siegfrieds Beispiel mit dem Respekt gegenüber z.B. Polizisten oder Lehrer (Du kannst auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung/JobCenter nehmen) ist so einfach und so plakativ und so auf den Punkt, dass es auch »einem Blinden mit Krückstock« (ugs. für »jedem«) klar werden müsste, dass eine direkte Demokratie in den 30ern oder 50ern niemals hätte funktionieren können. Erst seit den (angeblich unseligen) 68ern wurde doch überhaupt begonnen, anstatt nur mit dem Kreuzchen auch mit der Stimme Politik zu machen. |
|
_________________ LG - matthias
http://www.endlich-mal-was-positives.de
http://www.berliner-geschichten.com
http://astore.amazon.de/gerschwitz-21
http://www.welt-aids-tag.de/kampagne/ueber/matthias.php |
|
| |
|
mtg |
| |
| Anmeldedatum | 20.01.2010 | | Beiträge | 2565 | | Wohnort | Berlin | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
Forum für Books-on-Demand-Autoren » Textvorstellung: Prosa
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen
|
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 4 von 10
Gehe zu Seite Zurück 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 Weiter
|
|
|
|
| |