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» Dosthöhl (2) » Der flotte Otto - Aphrodite (4)
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 | | Verfasst am: 06.06.2010, 09:01 |
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| mtg hat Folgendes geschrieben: |
| Wusstest Du übrigens, dass die Schweiz mal Weltmachtpläne hatte? Als es auch im dritten Anlauf nicht klappte, Venedig einzunehmen, zogen sich die Eidgenossen in die Berge zurück, verkauften ihre Soldaten als Söldner und bastelten sich ihren Mythos ... |
Die Schweizer Soldaten waren die brutalsten und grausamsten ihrer Zeit - kaum zu glauben, aber so war es, sie waren gefürchtet in ganz Europa.
... und heute lachen die Leute nur noch über den komischen Akzent.
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chnuppesaager |
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 | Zukunft der Demokratie | Verfasst am: 06.06.2010, 10:40 |
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Ja, die Vergangenheit und ihre immer wieder neue Interpretation! Sie wird uns nocheinmal die Zukunft kosten!
Ich möchte mein kleines individuelles Gewichtchen dennoch in die Waagschale von mehr Mitbestimmung legen. die Demokratie an sich war ein menschliches Wagnis, in der deutschen und andersnationalen Geschichte war man dieser Idee ja sehr skeptisch gegenüber eingestellt, vielleicht lässt sich so auch die Skepsis gegenüber ihren Möglichkeiten erklären.
Diese Möglichkeiten werden aber nicht genutzt, nicht trainiert, so wie das menschliche Gehirn nur zu einem Bruchteil seiner Möglichkeiten durch die bestehenden Strukturen, in denen sich das Individuum tagtäglich wiederfindet, im Arbeitsleben, in der Freizeit, als Staatsbürger, als Freund/in, als Familienmitglied...gefordert ist, der Mensch an sich entwickelt sich weiter und weiter, und er entwickelt sich immer in eine Richtung: mehr Mensch zu werden!
Das heißt doch: die Richtung ist klar: mehr Mitbestimmung für das Individuum, mehr Emanzipation, weniger Herrschaft, das ist die Zukunft! Eine andere gibt es nicht. Mehr mündiger Bürger, mehr mündige Bürgerin! Unsere bestehenden Strukturen dürfen diesen Prozess nicht immer so stark behindern, wie sie das derzeit tun. Die Menschen sind nicht so blöd und unterentwickelt, so dass ihnen nicht zugetraut werden könnte, sich schlau zu machen für die Fragen, die sie mitentscheiden müssen. die Finanzmärkte funktionieren nicht so undurchschaubar, wie das von denen suggeriert wird, die von der Intransparenz profitieren. Es ist alles ganz einfach: Fressen und Gefressen werden, die unkontrollierte Macht des Stärkeren, das ist tierische Natur, menschlich handeln und entscheiden bedeutet, Fürsorglichkeit zu entwickeln, das Ganze mitzudenken, Verantwortung zu tragen, Mitgefühl empfinden zu dürfen und das als Lebensqualität werten zu können.
Das momentan vorherrschende Gefühl individueller Ohnmacht ist nur dadurch zu bekämpfen, dass das erwachsene und nicht geistig behinderte Individuum als mündiges Wesen angesprochen wird: Natürlich gibt es Grenzproblematiken, wie sie Siegfried anspricht. Meiner Ansicht nach müssten Volksentscheide wie die vom Parlament gemachten Gesetze ja auch auf ihre Verfassungsmäßigkeit hin natürlich überprüft werden können, grundsätzlich bin ich bei dieser Aufteilung in Legislative, Judikative und ....ach ja Exekutive.
Grüße in diese überaus interessante Diskussion |
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Lydia Thies |
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 | mehr Macht dem Volke! | Verfasst am: 06.06.2010, 11:18 |
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Die Probleme, die vom Menschen gemacht wurden, können vom Menschen auch wieder gelöst werden..(sinngemäß Willy Brand)
...überall da, wo Menschwerdung ganz konkret im Leben passiert, also Prozess ist gefragt, nicht Stillstand, Bewegung tut not, nicht Resignation, Liebe ist die Kraft, aus der alles Weitere hervorgeht, ...
Unsere Massengesellschaft und die weltweiten Probleme machen das oft vergessen, unsere demokratischen Institutionen sind immer noch besser als despotische, und wo Despotismus sich in demokratischen Verfahren versteckt, gehört er aufgespürt und aufgelöst!
Zum Vertrag von Lissabon: dass die Iren die einzigen waren, die etwas Diskussion in den Prozess gebracht haben, weil sie wenigstens abstimmen durften, (und wegen dieser Zurückweisung einige Verbesserungen des Vertrags haben durchsetzen können), das zeigt doch, dass solche Mitbestimmungsprozesse produktiv sind, in Bezug auf die EU ist so wenig Demokratie auf jeden Fall zu wenig Demokratie! Die Menschen können sehr wohl für die anstehenden Problematiken sensibilisiert werden, und auch Meinungsmache der Journalisten wird zunehmend als soche durchschaut.
Auch sogenannte einfache Menschen sind nicht blöde und gehören beherrscht, sie sind zu mehr in der Lage, als ihnen derzeit zugetraut wird!
Grüße
Lydia |
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Lydia Thies |
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 | | Verfasst am: 06.06.2010, 12:06 |
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_________________ "Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest." |
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Gerhard Schulz |
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 | Auszüge aus To a skylark Gedicht von Percy Bysshe Shelley | Verfasst am: 06.06.2010, 12:11 |
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An einen Himmelsstürmer, an eine Himmelsstürmerin!
Sei gegrüßt, du fröhlicher Geist!
Ein Vogel könntest du nicht sein,
der du dein volles Herz, vom Himmel oder seinem nahen Reich gespeist,
in überquellende Ströme nicht vorher durchdachter Kunst ergießt.
Höher noch und immer noch höher
federst du von der Erde empor;
wie eine Wolke aus Feuer
schwingst du dich in blaue Tiefen
und immer noch singend steigst du hinauf
und gleitend singst du noch immer.
Zwischen den goldenen Blitzen der sinkenden Sonne,
über denen sich die Wolken erhellen,
strömst du als eine körperlose Freude,
deren Fließen gerade erst begonnen hat.
Der blass lila Abend schmilzt um deinen Flug;
du bist einem Stern des Himmels gleich
unsichtbar im weiten Licht des Tages,
aber ich höre dein schrilles Jauchzen
spitz und scharf
wie Pfeile dieses silbernen Raumes,
dessen intensives Licht sich klar
im weißen Untergang verengt,
bis wir kaum sehen - wir fühlen, dass es da ist.
Die ganze Erde und die Luft mit deiner Stimme sind laut,
wenn die Nacht offenbar wird
und hinter einer einzigen Wolke
der Mond aus seinen Strahlen regnet
und der Himmel übergossen wird.
Was du bist, wissen wir nicht.
Was aber ist dir am ähnlichsten?
Wolken gehen nicht aus einem Regentropfen hervor
sondern aus hell glitzernden Tropfen, herrlich anzusehen,
so wie durch deine Gegenwart ein Melodienregen sprüht.
Du bist wie ein dichter,
der versteckt im Licht der Gedanken
ungefragt Hymnen singt,
bis die Welt und die Hoffnung zusammengeschmiedet sind.
Grüße an alle Ritter/innen des Lichts gegen die Dunkelheit
Lydia |
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Lydia Thies |
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 | Re: Zukunft der Demokratie | Verfasst am: 06.06.2010, 12:18 |
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| Lydia Thies hat Folgendes geschrieben: |
Ich möchte mein kleines individuelles Gewichtchen dennoch in die Waagschale von mehr Mitbestimmung legen. die Demokratie an sich war ein menschliches Wagnis, in der deutschen und andersnationalen Geschichte war man dieser Idee ja sehr skeptisch gegenüber eingestellt, vielleicht lässt sich so auch die Skepsis gegenüber ihren Möglichkeiten erklären.
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Die Skepsis gegenüber der Demokratie ist historisch begründet - was leider heutzutage kaum im politischen Bewusstsein der Bevölkerung berücksichtigt wird.
Erste demokratische Versuche hat es im alten Griechenland gegeben. Diese Demokratien waren auf geographisch sehr begrenzte Gebiete beschränkt: Auf Städte. Dort, wo eine reölativ gut überschaubare Menschenmenge zusammen lebte, ließen sich demokratische Grundzüge (auch eine "Direkte Demokratie") umsetzen. Die geschichtliche Entwicklung hat aber gezeigt, dass alle alt-griechischen Demokratien untergegangen sind.
Gleiches ist vom alten Rom zu berichten. Ursprünglich ein Königreich, hat sich in Rom die Idee der Senats-Republik durchgesetzt. Durch eine Vielzahl an Bürgerkriegen und autokratischen Potentaten - der letzte war Julius Cäsar -, wurde die römische Senats-Republik gestürzt und in ein imperiales Reich mit einem Kaiser an der Spitze umgewandelt.
Alle späteren Versuche, Demokratie-ähnliche Strukturen in staatenähnliche Gebilde umzuwandeln, scheiterten. So war es für die Herrscher vom Altertum bis hin in die beginnende Neuzeit nur natürlich, dass "Demokratie" nicht funktionieren kann. Und das einfache Volk dachte genauso: Das Herrschersystem ist von Gott gegeben. Es muss also richtig sein, wenn ein Adliger der oberste Herrscher über das Volk ist.
Erst mit der amerikanischen Unabhängigkeit 1776 etablierte sich wieder ein funktionierender demokratischer Staat - allerdings wurde er im 18. und 19. Jahrhundert von den Europäern mild belächelt. Die Geschichte hat ja gezeigt, dass solche Staaten nicht überlebensfähig sind. So nahm man an, dass die USA über kurz oder lang den gleichen Weg gehen würden wie das revolutionär-republikanische Frankreich: Auch hier tobte die Revolution (1789), auch hier wurde ein Feudalsystem beseitigt (Hinrichtung Ludwig XVI.; die USA lehnten mit ihrer Revolution den englischen König ab), aber dann kehrte in Frankreich die Adelsherrschaft zurück, zuerst durch Kaiser Napoleon, später durch König Ludwig XVIII oder König Louis-Philippe und Kaiser Napoleon III. Frankreich war somit im 19. Jahrhundert ein weiterer Beweis dafür, dass Demokratie als Staatssystem nicht funktioniert.
Es brauchte Jahrzehnte und die Katastrophe des Ersten Weltkrieges, um in Europa die Herrschaft des Hochadels zu beseitigen. Eine ganze Reihe von Republiken entstand, und die allermeisten litten unter dem Missverständnis in der Bevölkerung, dass Demokratien unbrauchbar seien (von den noch immer funktionierenden USA einmal abgesehen - wohl auch aus diesem Grund war das nationalistisch-konservativ geprägte Bürgertum in Deutschland eindeutig anti-amerikanisch eingestellt). Daher sahen die Menschen in Europa totalitäre Herrschaftssysteme wie in Russland (Sowjetunion), Italien (Faschisten unter Mussolini); Deutschland (Nationalsozialisten unter Hitler) und Spanien (Falange unter Franco) als völlig natürliche Fortsetzung der Herrschaft nach bewährtem Muster: "Wenn nicht Adel, dann eben Diktator". Demokratien wurden weiterhin als schwach angesehen.
| Lydia Thies hat Folgendes geschrieben: |
Diese Möglichkeiten werden aber nicht genutzt, nicht trainiert, so wie das menschliche Gehirn nur zu einem Bruchteil seiner Möglichkeiten durch die bestehenden Strukturen, in denen sich das Individuum tagtäglich wiederfindet, im Arbeitsleben, in der Freizeit, als Staatsbürger, als Freund/in, als Familienmitglied...gefordert ist, der Mensch an sich entwickelt sich weiter und weiter, und er entwickelt sich immer in eine Richtung: mehr Mensch zu werden!
Das heißt doch: die Richtung ist klar: mehr Mitbestimmung für das Individuum, mehr Emanzipation, weniger Herrschaft, das ist die Zukunft! Eine andere gibt es nicht. Mehr mündiger Bürger, mehr mündige Bürgerin!
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Das bedeutet aber auch, dass der Mensch mehr Eigenverantwortung, mehr Initiative und mehr Auseinandersetzung an den Tag legen muss. Die breite Masse der Bevölkerung ist dafür aber nicht geeignet - wäre sie es, könnte sie nicht so stark von den Massenmedien manipuliert werden.
Im Gegenteil: In jeder Krise - so wie in der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise - zeigt die Masse der Bevölkerung genau gegenteilige Erscheinungen. Statt eigenverantwortlich zu handeln, verlangt die Mehrheit der Bevölkerung nach starker Führung. Es wäre zum Beispiel sehr einfach für die Bevölkerung, als Reaktion auf das Spekulantentum der Großfinanz ihre Konten bei den Banken zu kündigen und etwa bei Sparkassen oder Volksbanken (Genossenschaftsbanken) einzurichten. Ich will damit nicht ausschließen, dass Sparkassen sich an der Spekulationsblase nicht beteiligt haben, aber wenn bestimmte Banken eine Gewinnvorgabe von 25% haben und der Bürger das als nicht nachvollziehbar bzw. als Grundlage für Gier betrachtet, dann sollte man sich überlegen, ob man sein Geld zu so einer Bank trägt. Was aber tut der Bürger? Er bleibt bei der Bank und fordert vom Staat Regulierung. Für mich kein Zeichen von Eigenverantwortung oder "Direkter Demokratie".
Deshalb bleibe ich bei meiner Auffassung: Die breite Menge der Bevölkerung will nicht selbst nachdenken und dann eigenverantwortlich handeln - sie will Führung.
Grüße
Siegfried |
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 06.06.2010, 13:53 |
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Herrn Köhlers Rücktritt war nur die Spitze des Eisberges. Die Problematik geht tiefer. Deshalb, den älteren Menschen unter uns zur Erinnerung, den Jüngeren zur Mahnung: Unser Land ist nach dem verlorenen Krieg mit der selbstgewählten Staatsform der parlamentarischen Demokratie jahrzehntelang gut gefahren. Wir hatten respektable B. Kanzler, honorige B. Präsidenten und haben brillant geführte Debatten im Deutschen Bundestag gehört. Eine zupackende Bevölkerung profitierte von eigener Leistung und vom Wirtschaftswunder!
Was ist daraus geworden? Überspitzt könnte man sagen: Wir "leiden" an einer dilettantisch organisierten Wiedervereinigung. An überbordender Bürokratie mit 16 Bundesländern. Einführung einer gemeinsamen Währung ohne gemeinsame Wirtschaftsregierung der europäischen Staaten. An politischen Parteien auf der Suche nach dem Phantom "Mitte". Einer Börsengläubigkeit, die in ihrer Bedeutung dem Orakel von Delphi für die alten Griechen gleichzukommen scheint. Einem Bildungsdesaster, wie wir es zuvor noch nie erlebt haben. An geschwätzigen Politikern ohne Sachverstand, an Sachverständigen ohne Gespür für das Mögliche.
Zwischen all diesen Unzulänglichkeiten verharrt ratlos eine Bevölkerung, die sich nicht mehr wehrt, die sich längst aufgegeben hat. Gesucht wird eine/ein "Erneuerer", hoffentlich ist sie/er kein zweiter Adolf! |
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 | | Verfasst am: 06.06.2010, 14:36 |
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| gute Zustandsbeschreibung @ Hanibal |
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_________________ "Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest." |
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Gerhard Schulz |
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 | Lieber Siegfried | Verfasst am: 07.06.2010, 11:34 |
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deinen Gedanken, dass jeder einzelne, jede einzelne durch bewusstes Verbraucherverhalten ja auch steuern kann, finde ich zutreffend und gut, ja du hast recht, natürlich müssen wir mehr Eigenverantwortung und Initiative über nehmen, aber nicht alles, schon gar nicht verbrecherische Handlungen und ungerechtfertigte Bereicherung werden dadurch reguliert, deshalb muss es das auch "von oben" geben, nicht nur "von unten". Die SPD hat angekündigt, dass auf europäischer Ebene ein Bürgerbegehren zur Regulierung der Finanzmärkte anlaufen soll, wenn von Seiten der jetzigen Regierung weiterhin nichts passiert, und es sieht so aus, als würde die Finanzmarkttransaktionssteuer z.B. nicht umgesetzt, weil Kanada, Australien und ??? nicht mitmachen wollen, die SPD ist für einen EU-Alleingang, und ich bin es auch, es wird dringend Zeit, die Abzocker zu stoppen, und wenn Great Britain nicht mitmachen will, dann sollen sie doch aus der EU aussteigen!
Grüße
Lydia |
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Lydia Thies |
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 | Re: Lieber Siegfried | Verfasst am: 07.06.2010, 13:10 |
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| Lydia Thies hat Folgendes geschrieben: |
| deinen Gedanken, dass jeder einzelne, jede einzelne durch bewusstes Verbraucherverhalten ja auch steuern kann, finde ich zutreffend und gut, ja du hast recht, natürlich müssen wir mehr Eigenverantwortung und Initiative über nehmen, aber nicht alles, schon gar nicht verbrecherische Handlungen und ungerechtfertigte Bereicherung werden dadurch reguliert, deshalb muss es das auch "von oben" geben, nicht nur "von unten". |
Es geht auch anders. Eine Agenturmeldung vom 5. Juni 2010:
Schlecker laufen die Kunden weg - Der Umsatz brach um 16 Prozent ein
Von Anfang Januar bis Ende April diesen Jahres hat die Drogeriemarkt-Kette Schlecker 16 Prozent an Umsatz gegenüber dem Vorjahr verloren. Rund jeder zehnte Kunde hat Schlecker den Rücken zugewandt und hat sich einen anderen Anbieter gesucht.
Ausschlaggebend für diesen Käuferschwund soll laut den Medien die fragwürdige Personalpolitik des Unternehmens sein.
"Die in diesen Fragen zunehmend kritischen Verbraucher bestrafen solche ethischen Fehltritte inzwischen nicht mehr nur durch zeitweilige Kaufzurückhaltung, sondern durch dauerhaften Vertrauensentzug", so ein Experte.
Man stelle sich vor, einer Bank würden 10 % der Kunden weglaufen, weil sie als besonders gierig gilt ...
Grüße
Siegfried |
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Siegfried |
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 | Re: Lieber Siegfried | Verfasst am: 07.06.2010, 13:41 |
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| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Man stelle sich vor, einer Bank würden 10 % der Kunden weglaufen, weil sie als besonders gierig gilt ...
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das passiert mit Sicherheit auch. Nur wird so eine Bank sich nicht hinstellen und den Kundenschwund öffentlich beklagen. Sondern stattdessen ein Schild ins Fenster hängen:" Wir nehmen jeden Kunden ernst und kennen seinen Namen." |
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_________________ "Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest." |
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Gerhard Schulz |
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 | | Verfasst am: 07.06.2010, 15:05 |
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_________________ "Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest." |
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Gerhard Schulz |
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 | | Verfasst am: 07.06.2010, 17:46 |
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Wer ist das eigentlich:
die Bank? Der Lakai, welcher die Geschäfte managt oder der unbekannte, gierige Eigentümer? |
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 | | Verfasst am: 08.06.2010, 12:29 |
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http://de.wikipedia.org/wiki/Bank
der Paritätische Wohlfahrtsverband scheut sich nicht, das merkwürdige Sparprogramm der Bundesregierung zu bewerten:
Wohlfahrtsverband wirft Regierung "Kaltherzigkeit " vor
Dienstag, 8. Juni, 10:00 Uhr
AFP
Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat der Bundesregierung angesichts ihres Sparprogramms Kaltherzigkeit vorgeworfen. "Ausgerechnet bei den Armen anzusetzen, das zeugt von einer unglaublichen Kaltherzigkeit", sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider der in Erfurt erscheinenden "Thüringer Allgemeinen" mit Blick auf die Streichung des Elterngeldes für Hartz IV-Empfänger. Das treffe vor allem junge, alleinerziehende Frauen, die mit 300 Euro erheblich entlastet worden seien.
Schneider forderte die Rücknahme der arbeitsmarktpolitischen Kürzungen und schlug stattdessen eine Erhöhung von Erbschaftssteuer und Spitzensteuersatz vor. "Die Regierung hat an der falschen Stelle angesetzt", sagte Schneider. Spitzenverdiener und Vermögende hätten belastet werden müssen, nicht Arbeitslose und deren Familien... |
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Gerhard Schulz |
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 | | Verfasst am: 08.06.2010, 12:35 |
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Forum für Books-on-Demand-Autoren » Textvorstellung: Prosa
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