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Können Fehler im Buch "das Ende" sein? Wie oft hab

BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 14:48
... Euer Buch gelesen und korrigiert und/Oder überarbeitet???
Ich habe es nun minimum 5-6 mal gelesen. Beim letzten Durchgang habe ich keine Fehler mehr entdeckt. Beim vorletzten Durchgang habe ich aber beispielsweise noch einen einsamen Buchstaben "mutterseelenallein" auf einer SEite gefunden... herje - ich mag gar nicht an die Folgen denken und an die damit verbundenen Kundenrezessionen....

Wie habt Ihr das gemacht...?? habt Ihr schon Erfahrung mit eventuellen Fehlern oder wie handhabt Ihr generell eine Veröffentlichung?

Mein Auftrag ist nämlich nun abgeschickt und mir ist nun richtig schlecht es können sich irgendwo noch ein Fehler verbergen :-S

Danke vorab
Manuela

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 14:56
Wer Fehler in meinem Buch findet darf sie behalten...
 
  Jenselina 
 
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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 15:02
Man kann sein Buch nicht selber korrigieren.
Überhaupt keinen Text.
Man ist irgendwann betriebsblind und sieht den allerschlimmsten Fehler nicht, sogar im Titel.

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«Die Kalorien-Königin», 2009/ «Die Pralinen-Prinzessin», April 2011/ «Ein kenianischer Sommer», Oktober 2011
Mein BOD-Buch:
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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 15:22
Hallo Manuela3 - es ist genauso wie es Blanca sagt. Du hättest vielleicht die Antworten hier abwarten sollen, bevor du dein Projekt losschickst. Das ist nun zu spät, also bleibt dir nur, beim Auffinden weiterer Fehler eine neue Auflage zu starten.

Gruß
Haifischfrau

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 15:30
Es empfiehlt sich unbedingt, ein BoD Fun als Probeexemplar zu erstellen, dann sorgfältig Korrektur zu lesen (und lesen zu lassen) und dann erst den eigentlichen Auftrag abzuschicken.

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 15:31
Ich kann das mit dem "betriebsblind" nur bestätigen. Ich hab' es (unter anderem) geschafft, daß mein Prota seine Schwester zweimal mit dem falschen Namen anredet - und gerade diesen Dialog hatte ich x-mal gelesen und verändert. Ich hab's einfach nicht gesehen.

Bei mir nicht so sehr schlimm, weil's eh' nur ein paar Leute gekriegt haben (und ein paar von denen, die ich kenne, kriegen jetzt von mir die zweite, verbesserte Auflage gratis). Aber ärgerlich. Ich hätte mich vor Wut sonstwohin beißen mögen.

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 15:49
Es hilft ungemein sich den Buchtext vorlesen zu lassen. Da fällt vieles auf.

Programme hierfür gibts massig im Netz.
 
  Jenselina 
 
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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 17:35
Ich habe zunächst mein Manuskript fünf Mal durchgearbeitet (davon einmal rückwärts gelesen). Ich habe es zusätzlich durch den Duden-Korrektor gejagt. Danach habe ich drei Testleser beglückt. Sie sollten nicht nur nach Fehlern suchen, sondern auch Anmerkungen machen, wenn ihnen spezielle Passagen besonders gut gefallen oder sie diese nicht so toll finden. Die Testleser müssen sich das auch trauen. Sie sollen knallharte Anmerkungen machen: "Nicht lustig", "Muss man besser formulieren", "Hört sich komisch an", etc.

Dann habe ich die drei Manuskripte wieder eingesammelt und habe Seite für Seite die drei Testleserrückläufe abgeglichen. Das dann entstandene Werk habe ich als Fun-Exemplar in Buchform bestellt und es dem letzten Testleser gegeben. Dieser konnte ein richtiges Buch korrigieren, was nochmal anders ist als ein Manuskript zu korrigieren.

Es folgte eine nochmalige Korrektur von mir und ganz am Ende habe ich es noch einmal durch den Duden-Korrektor gejagt und vor allem darauf geachtet, dass die Änderungen nichts verschoben haben.

Mit dem Ergebnis war ich total zufrieden und mir sicher, dass ich viel gewissenhafter gearbeitet habe als viele andere. Mit Siegfried hier aus dem Forum hat sich dann ein echter Profi bereit erklärt, sich das fertige Buch genauer anzunehmen. Und er hat noch einiges gefunden, sogar eine Namensverwechslung, Kommafehler, etc.

Von daher:

1. Man kann gar nicht genug Fleiß und Sorgfalt in diesen Teil der Autorenarbeit stecken

2. Eigene Fehler überliest man oft, weil man ja weiß, was man eigentlich schreiben wollte. Hier hilft im ersten Durchlauf rückwärtslesen. Es ist aber irre anstrengend wirklich jedes Wort einzeln zu prüfen. Das dauert ewig. Außerdem müssen Testleser eingesetzt werden. Die müssen bereit sein, sorgfältig konzentriert zu ARBEITEN, einfach mal durchlesen reicht nicht.

3. Geduld, Geduld, Geduld - meine Korrekturphase war insgesamt genauso lang wie die Schreibphase. Schreiben ist kreative Kunst, Korrektur ist handwerkliche Arbeit. Macht in der notwendigen Intensität keinen Spaß, muss aber meiner Meinung nach sein.

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Viele Grüße von Adriatic

Adria-Express, ein unterhaltsamer, amüsanter und manchmal nachdenklicher Roman über die Träume und Realitäten des Lebens.

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 17:53
Ich kann mich den Postings meiner Vorredner nur anschließen.

Besonders Gerrit hat es sehr gut auf den Punkt gebracht. Ich finde, gerade wenn man über BoD veröffentlicht, sollte man nicht das gängige Klischee bedienen, unter dem alle BoD-Autoren - oft zurecht, manchmal nicht - leiden.
Korrigieren kann man nicht oft genug. Es geht auch nicht ohne Korrektorat und Lektorat durch Außenstehende. Am besten ist es, man beauftragt einen professionellen Lektor.

Wie Gerrit schreibt: Schreiben ist auch Handwerk, und der Autor wird daran gemessen, wie gut er dieses Handwerk beherrscht.
Ich möchte mich als BoD-Autorin nicht hinter den Büchern namhafter Verlage verstecken müssen, die alle professionelle Korrektorate und Lektorate durchlaufen, zumindest was die handwerkliche Seite anbelangt.

Ich kann an dieser Stelle nur meine persönliche Einstellung kundtun: Ich lege die Messlatte für meine Bücher ganz hoch, weil ich als Autorin ernstgenommen werden möchte. Wem das egal ist, der kann sicher auch auf die Überarbeitung seiner Texte verzichten. Aber schließlich wird man von den Lesern nach der Qualität seines Textes beurteilt, und da fallen als allererstes die Fehler ins Auge.

Lieber einmal zuviel korrigiert als zu wenig.

LG, Anke

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 19:01
Ich arbeite mit Korrektoren und Lektoren. Das einzige Mittel gegen Betriebsblindheit und trotzdem findet man immer noch den einen oder anderen Fehlern. Nur 1 Fehler in einem Buch ist was anderes als ein Fehler alle 5 Seiten.

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 20:05
Warum sollte es "das Ende" sein? Fehler sind zwar ärgerlich, aber menschlich. Wirf einen kritischen Blick in die verschiedenen Tageszeitung -dort wimmelt es häufig nur so vor Fehlern. Viel problematischer finde ich, wenn sich in Dach- und Fachbüchern sachliche und fachliche Mängel und Unrichtigkeiten eingeschlichen haben - da fallen dann Fehler in der Grammatik kaum noch ins Gewicht.
 
  Sir Adrian Fish 
 
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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 21:47
Es kommt auch darauf an, für welches Publikum man schreibt. Ich habs da etwas besser, da meines nicht ganz so superkritisch ist. thumb up
 
  Jenselina 
 
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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 22:00
Crying or Very sad Es kommt doch nicht auf ein anspruchsloses Publikum an (so was gibt es- is ja toll blink )
Man hat doch auch ANSPRÜCHE an sich selbst. Ich würde nie etwas herausbringen, das meinen eigenen kreativen und inhaltlichen Ansprüchen nicht genügt- wäre doch Verschwendung und peinlich obendrein.
 
  Kris. K. 
 
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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 22:11
Natürlich kommt es aufs Publikum an. Und natürlich will man ein fehlerfreies Buch abliefern.

Wenn ich für ein superkritisches Publikum schreibe (z.B. Deutschlehrer) muß ich erheblich mehr Geld und Zeit in ein Lektorat investieren als wenn ich eine Bod-Fun Hobby-Anleitung für das Tuning eines Opel-Mantas schreibe.
 
  Jenselina 
 
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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 22:23
Ein Buch ist ein Buch, und wenn ein Mensch meint, ein Buch schreiben zu müssen, so möge er sich doch bitte vorstellen

ein Haus sei ein Haus, und er meine, ein Haus bauen zu müssen.
Wenn er da ein paar dumme Fehler macht, wäre sein und das Leben seiner Familie gefährdet.

....

Haifischfrau

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  Haifischfrau 
 
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