 | Korrektat - Wo? | Verfasst am: 11.01.2011, 15:33 |
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Endlich ist es soweit: mein Erstlingswerk (Fantasy-Roman) befindet sich in den letzten Zügen
Doch nun stehe ich vor dem Problem, dass ich natürlich jemanden benötige, der das Ganze noch einmal Korrektur liest. Ich habe mich zwar bemüht und auch selbst zig mal Korrektur gelesen, doch wahrscheinlich habe ich trotzdem unzählige Fehler überlesen.
Mich würde interessieren, wo ihr euer Korrektat habt machen lassen.
(Wie es nunmal bei einem "Ersttäter" so ist möchte - und kann - ich keinen großen 3-stelligen oder gar 4-stelligen Betrag investieren)
Würden evtl. Studenten oder Deutschlehrer für euch in Frage kommen, oder ist der Gang zum Profi unumgänglich?
LG
Katja |
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winschi |
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 | Bezahlbares Lektorat | Verfasst am: 31.01.2011, 12:44 |
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Ich würde mich dieser Anfrage gerne anschließen. Ich habe schon viel gesucht und bin immer, für ein Korrektorat, bei 600 bis 800 Euro gelandet (für 300 Seiten). Das ist einfach zu viel für ein Hobby.
Weiß denn niemand einen Lektor, den man auch bezahlen kann? Meine "Grenze" würde bei 500 Euro für eine reine Rechtschreibkorrektur liegen.
mfg
Gerd Höller |
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Hadley |
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 | | Verfasst am: 31.01.2011, 14:39 |
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SandraR |
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 | Re: Bezahlbares Lektorat | Verfasst am: 31.01.2011, 17:52 |
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| winschi hat Folgendes geschrieben: |
Mich würde interessieren, wo ihr euer Korrektat habt machen lassen.
(Wie es nunmal bei einem "Ersttäter" so ist möchte - und kann - ich keinen großen 3-stelligen oder gar 4-stelligen Betrag investieren)
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| Hadley hat Folgendes geschrieben: |
Ich habe schon viel gesucht und bin immer, für ein Korrektorat, bei 600 bis 800 Euro gelandet (für 300 Seiten). Das ist einfach zu viel für ein Hobby.
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Wenn ich solche Fragen lese mit der Aussage, man wolle keine großen dreistelligen Beträge zahlen - was für einen Zeitaufwand erwartet ihr bei einem Korrektorat?
Ein vernünftiges Korrektorat ist nicht mit einem Durchlauf des Buches erledigt. Da muss man - meiner Meinung nach - mindestens drei Mal durch, weil man beim Erstlesen auch den einen oder anderen Fehler wegen des unbekannten Kontextes (Ablenkung durch Inhalt) einfach mal übersieht. 300 Seiten lesen (und nicht überfliegen) braucht einige Stunden - das ist ja auch abhängig von der "Schreibe"; durch manche Bücher quält man sich ja regelrecht.
Dazu kommt der Zeitaufwand der Verbesserung (mit Anstreichen der Fehler ist es ja nicht getan) sowie bei Problemfällen das Nachschlagen in diversen Wörterbüchern bzw. durch Online-Recherche.
Ich gehe also mal davon aus, dass das dreimalige konzentrierte Lesen eines 300 Seiten starken Buches inkl. Fehlerkorrektur und Nachschlagens von komplizierten Sachverhalten durchaus seine 40 bis 50 Stunden dauern dürfte (was einer kompletten Arbeitswoche entspricht!). Allein bei 10 Euro die Stunde wären das schon 400 bis 500 Euro. Mit MWSt (bei professionellen, also gewerblich tätigen Korrektoren) käme das dann schon auf 476 bis 595 Euro.
Folglich: 10 Euro die Stunde sind schon zu viel.
Grüße
Siegfried |
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Siegfried
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 31.01.2011, 18:07 |
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Hadley, was sind bei dir 300 Seiten?
Am besten mal die Anzahl der Zeichen / Seite oder zumindest
Anschläge / Zeile und Anzahl der Zeilen / Seite angeben.
Es ist schon ein Unterschied, ob ich eine DIN-A4 Seite, einzeilig mit jeweils 2.5 cm Rand, oder ein Manuskript mi5 60 Anschl./Zeile à 35 Zeilen lese.
Haifischfrau |
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 | Korrektur | Verfasst am: 31.01.2011, 20:32 |
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Das sind "Normseiten", also 30x60 mit 1.800 Anschlägen.
Ich habe inzwischen Angebote bekommen von 50 Cent pro Seite für das reine Korrekturlesen. Das ist, wie ich finde, ein ausgezeichneter und fairer Preis.
@Siegfried
Du gehst in Deiner Berechnung von ca. 10 Minuten pro Normseite aus. Ich habe das gerade mal mit einer Normseite getestet, die lese ich in 3 Minuten durch. Mit einem geübten Auge (was ich nicht habe) schreibe ich dann gleichzeitig mit einem Stift die Fehler an. Dann sind es vier oder fünf Minuten.
Aber darum geht es gar nicht. Es geht darum, dass ich, wenn ich ein Buch veröffentliche, nicht wegen meiner Fehler ausgelacht werden möchte. Bis ich aber einen Lektor, der mich 1.000 Euro gekostet hat, wieder rein habe, muss ich mehr als 200 Bücher verkaufen. Soviel verkaufe ich im Traum nicht!
Aus diesem Grunde suche ich jemanden, der nur die Rechtschreibfehler korrigiert und sich nicht um den Inhalt des Buches kümmert. Das mache ich dann selber. Außerdem habe ich zwei weitere Menschen, die meine Bücher lesen. Einer davon ist meine Frau , der andere eine Freundin, die 18 Jahre lang Gerichtsschreiberin war.
mfg
Gerd Höller |
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 | Re: Korrektur | Verfasst am: 01.02.2011, 02:59 |
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| Hadley hat Folgendes geschrieben: |
@Siegfried
Du gehst in Deiner Berechnung von ca. 10 Minuten pro Normseite aus. Ich habe das gerade mal mit einer Normseite getestet, die lese ich in 3 Minuten durch. Mit einem geübten Auge (was ich nicht habe) schreibe ich dann gleichzeitig mit einem Stift die Fehler an. Dann sind es vier oder fünf Minuten.
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4-5 Minuten - für einmal lesen?
Und was ist "ein geübtes Auge"? Das erkennt vielleicht Tippfehler, Buchstabendreher oder den fehlenden Buchstaben in einem Wort. Wie sieht es aus mit Zeichensetzung und grammatischen Fehlern? Wenn z. B. so etwas auftritt:
Mathilde regte sich fürchterlich auf, weil die Schulleitung behauptete, die Beiträge zur Schulspeisung würden entsprechend des Einkommens der Eltern gestaffelt. Diese Argumentation hätte ihr gar nicht gepasst, und genau das hätte sie dem Schuldirektor auch nachdrücklich mitgeteilt. Mit den entsprechenden Konsequenzen für sie selbst. Das war einer der schlimmsten Tage, den sie je erlebt habe, fügte sie hinzu. Entsprechend ihres Alters hätte sie sich dann aber zurückgehalten. Aber sie würde nicht locker lassen. Er oder ich, so fauchte sie, wird verlieren.
Ist ein kurzer Text - aber ein guter Korrektor findet die fünf Fehler darin. Und das macht den Unterschied aus zwischen Verwandten, Freunden und Bekannten, die den Text auf Fehler prüfen, und einem guten Korrektor.
Nix für ungut - Thema ist durch!
Grüße
Siegfried |
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 01.02.2011, 07:39 |
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 | Re: Korrektur | Verfasst am: 01.02.2011, 09:05 |
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| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Mathilde regte sich fürchterlich auf, weil die Schulleitung behauptete, die Beiträge zur Schulspeisung würden entsprechend des Einkommens der Eltern gestaffelt. Diese Argumentation hätte ihr gar nicht gepasst, und genau das hätte sie dem Schuldirektor auch nachdrücklich mitgeteilt. Mit den entsprechenden Konsequenzen für sie selbst. Das war einer der schlimmsten Tage, den sie je erlebt habe, fügte sie hinzu. Entsprechend ihres Alters hätte sie sich dann aber zurückgehalten. Aber sie würde nicht locker lassen. Er oder ich, so fauchte sie, wird verlieren.
Ist ein kurzer Text - aber ein guter Korrektor findet die fünf Fehler darin. |
Hüstel, was sollen denn das für Fehler sein? Rechtschreibfehler sind wohl keine drin? Klärst Du mich auf?
Um doch nochmal darauf zurückzukommen: Es geht hier schlicht und ergreifend darum, dass das Lektorat für einen Hobbyschreiber zu teuer ist. Ich kann mir das einfach nicht leisten soviel Geld dafür auszugeben.
Wenn ich mein Buch in einer entsprechenden Stückzahl verkauft habe, dann kann ich den ersten "Lohn" für eine 2. Auflage mit Lektor verwenden. Dies werde ich im Vorwort schreiben.
Das erste Kapitel (Rohfassung) kann man hier nachlesen:
http://bit.ly/dWEXMt
Wie ich bereits an anderer Stelle erwähnte, habe ich so gut wie keine Schulbildung genossen. Ich wurde in einer "Heimschule" verwahrt, in der wir die Zeit totgeschlagen haben.
mfg
Gerd Höller |
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 | | Verfasst am: 01.02.2011, 09:25 |
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Mathilde regte sich fürchterlich auf, weil die Schulleitung behauptete, die Beiträge zur Schulspeisung würden entsprechend des Einkommens der Eltern gestaffelt. Diese Argumentation hätte ihr gar nicht gepasst, und genau das hätte sie dem Schuldirektor auch nachdrücklich mitgeteilt. Mit den entsprechenden Konsequenzen für sie selbst. Das war einer der schlimmsten Tage, den sie je erlebt habe, fügte sie hinzu. Entsprechend ihres Alters hätte sie sich dann aber zurückgehalten. Aber sie würde nicht locker lassen. Er oder ich, so fauchte sie, wird verlieren.
Nicht ganz einfach diesem Text fünf Fehler zu entlocken! Ich bin kein Hellseher, aber ich vermute, viele der hier Anwesenden, werden sie nicht (auf Anhieb) finden. Dann befindet Ihr Euch in guter Gesellschaft: Mein derzeit auf dem PC installiertes Duden-Korrektor-Programm hat auch nichts gefunden.
Werden nicht gerade bei diesem Bespiel die Grenzen zwischen den Aufgaben des Lektors und denen des Korrektors fließend? Ich würde gern einmal Eure Meinung dazu hören. |
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 | | Verfasst am: 01.02.2011, 09:56 |
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So hier ist der Text. Wo sind die fünf Fehler.
Mathilde regte sich fürchterlich auf, weil die Schulleitung behauptete Komma weg die Beiträge zur Schulspeisung würden entsprechend des Einkommens der Eltern gestaffelt. Diese Argumentation hätte ihr gar nicht gepasst, und genau das, Komma hin hätte sie dem Schuldirektor auch nachdrücklich mitgeteilt. Mit den entsprechenden Konsequenzen für sie selbst. Das war einer der schlimmsten Tage, den sSie je erlebt habe, fügte sie hinzu. Entsprechend ihres Alters hätte sie sich dann aber zurückgehalten. Aber sSie würde nicht locker lassen. Er oder ich, so fauchte sSie, wird verlieren.
*duck und weg*
Maxi |
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 | Korrekt(or)at | Verfasst am: 01.02.2011, 10:02 |
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Guten Morgen, Hadley.
Auch hüstel ...
Tja, siehst Du, genau das hat Siegfried offenkundig damit zeigen wollen. Die Fehler sind drin, und sie sind teils schon haarsträubend. Aber ein Ungeübter kann sie eben leicht überlesen.
Ich möchte Siegfried den Spaß mit der Auflösung nicht verderben, aber natürlich sollte man immer den Fall verwenden, der angebracht ist. Auch den Konjunktiv kann man nicht nach Belieben wählen, wenn man gerade eine indirekte Rede eingeführt hat. Und die Verbform der 1. Person Einzahl und jene der 3. Person Einzahl ist nun mal nicht die gleiche.
Das mag nach Erbsenzählerei klingen, weil sich der kurze Text auch in der vorgelegten Form ganz nett liest. Aber in Wirklichkeit macht es eben den Unterschied aus zwischen einem Text, den Du für Dich selbst geschrieben hast, und einem, der fertig zur Veröffentlichung ist.
Das Geld für eine Bearbeitung zum Dumpingpreis kannst Du Dir übrigens nach meinem Verständnis komplett sparen. Gerade wenn Du ohnehin keine nennenswerten Beträge aufwenden möchtest. Mit hoher Wahrscheinlichkeit bekommst Du für ein unterpreisiges "Korrektorat" nur einen Text, in dem andere Fehler enthalten sind als Deine eigenen. Wozu sollte das gut sein?
Der klassische Fall ist die pfiffige Idee, das Korrektorat von einem Lehrer aus dem erweiterten Bekanntenkreis bearbeiten zu lassen. Kann es wirklich eine Überraschung sein, wenn der Dein künftiges Buch wie einen Schulaufsatz beurteilt und "korrigiert"?
Merke: Im Schulaufsatz ist jede Wortwiederholung verpönt, in Sachbüchern ebenso wie in Werken der Belletristik kann sie gerade ein Stilmittel auf höchstem Niveau sein. Ähnliches gilt für Hilfsverben und vieles andere mehr.
Wenn Du also etwas haben willst für Dein Geld, mußt Du einen angemessenen Betrag ausgeben. Falls Du das nicht kannst oder möchtest, ist es allein Deine Entscheidung. Solange Du auch so Freude an Deinem Buch hast - und danach sieht es ja aus -, laß ihn Dir von niemandem verderben.
Viel Glück damit
Ulli |
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Ulli |
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 | Re: Korrekt(or)at | Verfasst am: 01.02.2011, 10:33 |
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| Ulli hat Folgendes geschrieben: |
Merke: Im Schulaufsatz ist jede Wortwiederholung verpönt, in Sachbüchern ebenso wie in Werken der Belletristik kann sie gerade ein Stilmittel auf höchstem Niveau sein. Ähnliches gilt für Hilfsverben und vieles andere mehr.
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Da drüber lässt sich aber trefflich streiten! Wortwiederholungen sind immer ein Graus. Das Tausendste aber, oder, Ich, immer gleicher Satzanfang etc. ist kein Stilmittel. Immer nur vom Unternehmen anstelle von Firma, juristische Person oder Arbeitgeber etc. zu sprechen hat auch wenig mit Stilmittel zu tun. Da würde ich nicht beschönigen! Synonyme sind da um sie zu verwenden. Die Armut der verwendeten Sprache sollte man nicht schön reden!
Übrigens ein guter Lektor und auch Korrektor ändert im Zweifelsfalle nicht, sondern schreibt seine Vorschläge lediglich entweder in den Text oder separat als Beilage! |
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SandraR |
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 | Re: Korrekt(or)at | Verfasst am: 01.02.2011, 10:49 |
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| Ulli hat Folgendes geschrieben: |
| Ich möchte Siegfried den Spaß mit der Auflösung nicht verderben, aber natürlich sollte man immer den Fall verwenden, der angebracht ist. Auch den Konjunktiv kann man nicht nach Belieben wählen, wenn man gerade eine indirekte Rede eingeführt hat. Und die Verbform der 1. Person Einzahl und jene der 3. Person Einzahl ist nun mal nicht die gleiche. |
Siehst Du? Ich weiß nicht mal was "Konjunktiv" bedeutet und von einer "Verbform im 1. Fall" höre ich das erste Mal.
| Ulli hat Folgendes geschrieben: |
| Das Geld für eine Bearbeitung zum Dumpingpreis kannst Du Dir übrigens nach meinem Verständnis komplett sparen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit bekommst Du für ein unterpreisiges "Korrektorat" nur einen Text, in dem andere Fehler enthalten sind als Deine eigenen. Wozu sollte das gut sein? |
Da urteilst Du vielleicht etwas zu schnell. Das sehr faire Angebot kam von einem Autor, der augenscheinlich weiß, was er da tut.
| Ulli hat Folgendes geschrieben: |
| Wenn Du also etwas haben willst für Dein Geld, mußt Du einen angemessenen Betrag ausgeben. Falls Du das nicht kannst oder möchtest, ist es allein Deine Entscheidung. Solange Du auch so Freude an Deinem Buch hast - und danach sieht es ja aus -, laß ihn Dir von niemandem verderben. |
Ich habe immer Freude an meinen Büchern, ich habe sie ja geschrieben. Im Moment arbeite ich neu an einem pseudowissenschaftlichen Sachbuch. Ein weiteres Buch (eine Anleitung für ein Spiel) steht kurz vor der Veröffentlichung, ebenso meine Biographie. Wenn ich das alles veröffentliche, möchte ich nicht gerne als der letzte Idiot hingestellt werden, der von Satzbau, Grammatik und solchen Dingen keine Ahnung hat. Ich bin mir sicher, dass es vielen Autoren so geht. Ich kann mir einfach keine 3 Euro pro Normseite leisten, alleine meine Biographie hat über 600 Normseiten. Beim Sachbuch werden es sicher 1.000 Seiten werden. Wo soll ich denn 1.800 Euro auftreiben? Für ein Hobby?
Bei meiner Biographie sehe ich das eigentlich nicht als gravierend an, denn an meiner "Schreibe" lässt sich sicher auch vortrefflich mein Charakter ablesen. Was das Sachbuch angeht, da möchte ich als Pseudophilosoph und autodidaktischerf Dilettant (nein, das ist kein Schimpfwort) schon ernst genommen werden. Wenn es dann später heißt: "Naja, der Inhalt des Buches ist ganz in Ordnung aber der Autor hat keine Ahnung von der deutschen Sprache!", dann ist das ja auch nichts.
Vielleicht bewerte ich das Thema auch zu hoch, denn ich behaupte mal, wenn mein "Duden Korrektor" keinen Rechtschreib- oder Grammatikfehler mehr findet, findet der "normale" Leser auch keinen mehr.
Für mein Buch "Wartezeiten" und mein Kochbuch habe ich bereits Dutzende Reaktionen per Mail oder Telefon erhalten und es ging nicht einmal um die Rechtschreibung.
mfg
Gerd Höller |
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Zuletzt bearbeitet von Hadley am 01.02.2011, 11:32, insgesamt einmal bearbeitet _________________ mfg
HadleyB
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Hadley |
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 | | Verfasst am: 01.02.2011, 11:02 |
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Hallo HPG,
| HPG hat Folgendes geschrieben: |
| Werden nicht gerade bei diesem Bespiel die Grenzen zwischen den Aufgaben des Lektors und denen des Korrektors fließend? Ich würde gern einmal Eure Meinung dazu hören. |
Ja und nein.
Eigentlich geht es weder beim Korrektorat noch beim Lektorat darum, einen Text neu zu schreiben. Die Frage ist nur, wo die Grenze gezogen wird zwischen Korrektorat und Lektorat einerseits und Korrigieren/Verbessern sowie Neuschreiben andererseits.
Ich beginne mal beim Korrektorat:
Rechtschreibfehler stellen in der Regel keine Probleme dar.
Bei Zeichensetzungsfehlern wird es häufig schon schwieriger. Viele BoD-Autoren halten sich an den Grundsatz "Schreib wie Sprech". Soll sich der Inhalt der häufig bandwurmartigen oder unvollständigen Sätze dem Leser noch erschließen, bleibt einem manchmal gar nichts anderes mehr übrig, sich über die Zeichensetzungsregeln hinwegzusetzen und notfalls auch mit falsch gesetzten Kommata eine Struktur hineinzubringen.
Das eigentliche Problem stellen allerdings Grammatikfehler dar. Der eine oder andere Fehler unterläuft jedem Autor. Diese Fehler korrigiert man und gut ist. Doch gibt es nicht wenige Manuskripte, in denen sich diese Fehler häufen und z.B. konsequent auf jeglichen Konjunktiv verzichtet wird. Also jeden dritten Satz korrigieren, sprich mehr oder weniger neu schreiben?
Meiner Meinung nach hat das nichts mehr mit einem Korrektorat zu tun, sondern gehört in ein Lektorat. Hier geht es nicht mehr um konkrete Fehler, sondern um einen prinzipiellen Mangel des Manuskriptes, der nur durch eine grundlegende Überarbeitung beseitigt werden kann.
Damit bin ich beim Lektorat:
Hier geht es dann um den generellen Schreibstil oder überhaupt um die "Schreibe" sowie um den logischen Aufbau einer Geschichte oder einzelner Szenen. Dies kann allerdings dazu führen, dass ein Manuskript komplett neu geschrieben werden muss, wobei letzteres eher Theorie denn Praxis ist. Bislang hatte ich jedenfalls nur einen Autor als Kunden, der ganze Kapitel gestrichen, umgeschrieben und hinzugefügt hat.
Aufgabe des Lektors ist das Auffinden von Schwachstellen, aber nicht das Neuschreiben. Er kann und sollte Vorschläge unterbreiten, aber das Neuschreiben bleibt Aufgabe des Autors. Alles andere leitet bereits in den Aufgabenbereich von Textern oder sogar Ghostwritern hinüber. Dort werden dann allerdings wirklich ganz andere Honorar fällig.
Beste Grüße
Heinz |
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hawepe |
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