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42% |
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| Stimmen insgesamt : 7 |
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 | Kritik und Verbesserungsvorschläge | Verfasst am: 21.10.2009, 17:20 |
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Hallo, hier habe ich einmal einen Ausschnitt aus meinem Roman.
Es sind die ersten paar Seiten. Ich würde mich gerne über eure Kritik und Verbesserungsvorschläge freuen. Vielleicht findet sich auch ein Lektor oder ähnliches, der sich meinem Roman ganz annehmen will. Hier ist der Textausschnitt.
Flammen in El Hassan
Arabische Provinz Hail um das Jahr 1875:
Die Hitze der Sonne prallte auf die Wüste nieder. In der Mittagshitze stiegen zwei junge Araber eine Düne hinauf. Es war eine kreisförmige Düne und in ihrer Mitte, lag das Lager der beiden. Ihre Namen waren Omar und Ali, sie waren achtzehn Jahre alt und ihre Körper waren schon vom Krieg gezeichnet. Sie gehörten zur Beduinenfamilie der Faris, die vor vielen Generationen aus mehreren Stämmen entstanden war.
Der Ursprung der Faris lag in den Tiefen Indiens. Dort vermischte sich die Blutlinie der Inder, mit der, verschleppter afrikanischer Soldaten. Nach vielen Generationen verließen die Faris Indien und siedelten nach Arabien über. Dort vermischten sich die Faris, mit einem Beduinenstamm, den Schammar. Nachdem die Faris in Arabien als Beduinenstamm Fuß gefasst hatten, lebten sie anfangs von Raubzügen. Einmal überfielen sie eine Karawane der Vandalen, die aus Europa gekommen waren. Sie stahlen wertvolle Edelsteine und nahmen die Vandalen als Sklaven. Diese Vandalen gingen in den Faris auf. So erlangten die Faris viele besondere Merkmale und übernahmen auch die Sitten verschiedener Völker. Die Faris vergaßen nie ihren Ursprung und bekannten sich als Tuaregs, da in ihren Adern afrikanisches Blut floss. Als Zeichen, dass sie auch ihren indischen Vorfahren verbunden waren, trugen die Faris einen Tika, einen aufgemalten roten Punkt zwischen den Augenbrauen. Ihre Religion übernahmen die Faris von ihren Vorfahren, den Schammar. So beteten sie mehrmals täglich zu ihrem Gott Allah. Die verschiedenen Merkmale waren auch bei Omar und Ali sichtbar.
Die beiden verhüllten ihren Körper mit einem schwarzen Kaftan, der auf der Vorderseite mit orientalischen Ornamenten in den Farben rot und gelb verziert war. In Hüfthöhe war der Kaftan links und rechts mit kleinen Taschen versehen. Am Gürtel aus Kamelleder, hatten die beiden jeweils ein Teleskop, einen Dolch, einen Säbel und einen Wasserschlauch befestigt. Nur Omar trug aufgrund seiner Kampfausbildung zwei Krummsäbel bei sich.
Der Kaftan war ärmellos, so konnte man die Tätowierung der beiden erkennen. Das Familiensiegel der Faris, trugen sie an ihrer rechten Schulter als Tätowierung. Sie zeigte drei Kamele, zwei Zelte und einen sichelförmigen Mond.
Die drei Kamele standen für die Wüste, die zwei Zelte für die Mobilität der Beduinen und der sichelförmige Mond, war ein wichtiges Zeichen ihrer Religion. Ihre Köpfe schützten die beiden durch eine Art Turban, der bis auf die Augen, das ganze Gesicht bedeckte.
Wenn die beiden keine strahlend blaue Augen gehabt hätten, so wären ihre Augen in der dunklen Farbe des Turbans versunken. Um den Hals trugen die beiden eine hölzerne Kette mit einem Phallusanhänger, der zeigte, dass sie die Zeremonie, in der man zum Mann wurde, bestanden hatten.
Ali war verwegen. Er war ein Draufgänger. Seine Mitmenschen schätzten ihn als kühnen und wagemutigen Menschen. Ali dachte nicht lange darüber nach, was er tat. Sondern ging jedes Risiko blindlings ein. Wäre ihm Omar nicht ständig zur Seite gestanden, wäre er schon viele Male umgekommen. Ali hasste es auch, wenn jemand Kritik an ihm übte. Denn was er machte, war in seinen Augen immer das Richtige.
Omar dagegen war das genau Gegenteil von Ali. Er hatte schon in vielen Situationen Ali davon abgehalten, eine Dummheit zu begehen, und ihm so das Leben gerettet. Omar wurde in den Kreisen der Beduinen auch der Ruhige genannt, da er sich in Verhandlungen und Diskussion nur dann einmischte, wenn es unbedingt von Nöten war. Aber wenn er einmal das Wort ergriff, waren seine Gegner meistens die Verlierer. Deshalb wurde er in besonders heiklen Verhandlungen als Wortführer eingesetzt. Seine Mitmenschen schätzen ihn als hilfsbereiten und höflichen Menschen. So verschieden die Charaktere der beiden auch waren, sie waren die besten Freunde, die man sich vorstellen konnte.
"Komm schon, Omar! Wir haben es doch gleich geschafft. Lass uns die paar Schritte noch gehen, dahinten können wir rasten und bis zum Nachmittag verharren!”, sagte Ali.
Nachdem die beiden die Stelle erreicht hatten, auf die Ali verwiesen hatte, rasteten sie. Im Moment befanden sie sich bei einer alten Häuserruine. Früher hatten hier mehrere Familien gelebt. Doch jetzt war alles anders, die Familien waren fort und die Lehmhäuser fielen allmählich in sich zusammen. Doch für die beiden jungen Beduinen boten die Ruinen nun einen kühlen Platz zum Rasten. Ali und Omar legten den Gürtel mit den Utensilien auf den kühlen Lehmboden und zogen anschließend das Oberteil ihres zweiteiligen Kaftans aus. Dann wickelten sie ihren Turban auf und legten auch diesen bei Seite. Man konnte nun ihre schwarzen, leicht lockigen Haare sehen. Unter den langen Haaren stachen nun ihre strahlend blaue Augen noch deutlicher hervor. Ihre Bartstoppeln ließen erahnen, dass sie sich seit Tagen nicht mehr rasiert hatten.
Nun waren auch die Narben zu erkennen. Ali hatte sich im Krieg eine Narbe zugezogen, die sich quer über den Rücken erstreckte. Er hatte gerade zwei Gegner getötet, als er von hinten angegriffen wurde. Sein Angreifer hatte mit dem Säbel zugeschlagen und Ali beinahe getötet, wäre da nicht Omar, sein bester Freund und zugleich Vetter, gewesen. Er kam Ali zu Hilfe und brachte ihn in Sicherheit. Auch Omar war vom Krieg gezeichnet. An seiner linken Hand fehlten ihm zwei Finger und auf seiner Wange hatte er eine etwa drei Zentimeter lange Narbe. Doch als der Krieg endlich vorüber war, stürzten die Wüstenstaaten in eine neue Krise.
Im Moment lebten die Beduinen auf Messers Schneide. Der barmherzige Saud II. hatte die Araber 1873 im Krieg angeführt. Sie waren bis nach Afrika vorgedrungen und hatten ihre Landsleute, die im Sudan in Gefangenschaft geraten waren, befreit. Doch da begann der Anfang vom Ende. Saud erkrankte noch während des Krieges an Malaria. Seine Untergebenen brachte ihn deshalb schon früher als erwartet nach Arabien zurück. Doch Sauds Leibärzte im Palast El Sharif hatten keine Arzneimittel gegen eine solche Krankheit. So starb er mit dreiunddreißig Jahren, von heftigen Fieberschüben gequält. Da er keinen Thronfolger hinterließ, führte dies zu heftigen Streitigkeiten, um die Vorherrschaft des Landes. Aber keiner der Männer konnte sich in diesen Auseinandersetzungen als Sieger behaupten.
Doch da hatte ein Unbekannter die Gelegenheit beim Schopf gepackt. Er war mit vielen Beduinen in die Festung eingefallen und hatte
El-Sharif schließlich in einem blutigen und skrupellosen Kampf erobert.
Asad, der Anführer dieser Gruppe berief sich nach seiner erfolgreichen Eroberung auf ein uraltes, arabisches Gesetz des Stärkeren. Er bestieg den Thron und regierte fortan Arabien. Er veränderte die Gesetze und ließ die Steuern verdreifachen. Ein Gesetz betraf den freien Verkauf der Händler an Kunden ihrer Wahl. Asad verbot ihnen, mit Beduinen Geschäfte zu machen. Ein weiteres Gesetz besagte nunmehr, dass Beduinen eine Sondergenehmigung vorlegen mussten, wenn sie die Städte Arabiens passieren wollten. Viele eingeschüchterten Beduinen schlossen sich Asad an. Wer sich gegen ihn stellte, wurde hingerichtet. Fortan machte er Jagd auf die freien Beduinen, um sie auszulöschen. Er überfiel ihre Lager, tötete Männer und Kinder und entführte die Frauen. Die alten und hässlichen Frauen wurden im Palast gezwungen, die Gartenanlage zu pflegen, zu kochen und zu putzen. Die jungen und schönen Frauen dagegen, wurden als Sklavinnen im oberen Teil des Palastes eingesperrt oder verkauft. Er zeigte gegenüber den anderen Wüstenbewohnern kein Erbarmen. Wer die erhöhten Steuern nicht mehr zahlen konnte, wurde ebenfalls hingerichtet. Asad veranlasste, dass die Beduinen in den Dörfern und Städten keine Lebensmittel mehr bekamen, und verbreitete das Gerücht, dass er alle Wüstenbrunnen zuschütten ließ. Angeblich verbreiteten die Beduinen eine gefährliche Viehkrankheit, wenn sie dort ihr Vieh tränkten. In Wirklichkeit stationierte Asad viele seiner Soldaten an den Wasserstellen, um den Beduinen das Trinkwasser zu verwehren. An den Brunnen, an denen er keine Soldaten stationieren konnte, legte er Tierkadaver aus, um den Anschein zu erwecken, dass diese Brunnen verseucht seien. Wenn ein Dorf- oder Stadtbewohner einem Beduinen etwas verkaufte oder seine Anwesenheit nicht meldete, wurde er ebenfalls hingerichtet. Weiterhin trieb er Handel mit den Franzosen, die in Marokko herrschten, und bekam Schusswaffen, gegen die alle Wüstenstaaten machtlos waren. Er kaufte bei den Franzosen auch eine Horde Schwarzer Krieger, die er als Söldner in sein Heer aufnahm. Asad schaffte sich so eine unbesiegbare Streitmacht und vergrößerte sein Imperium, indem er die Nachbarstaaten Oman und Jemen eroberte.
“Ali, ich kann es noch immer nicht fassen. Als wir unser geliebtes Heimatland Arabien verlassen haben, waren wir fast noch Kinder. Wir haben es doch verlassen, um unsere Kameraden aus den Fängen der Sudanesen zu retten. Als wir uns auf die Reise ins Ungewisse begaben, konnten alle Beduinen noch ein friedvolles Leben führen. Doch jetzt ist alles anders. Ich weiß nicht, wo das noch hinführt!”, flüsterte Omar.
Da erwiderte Ali: “Ach Omar, die Situation wird sich schon legen und zum Guten wenden. Ich glaube nicht, dass Asad lange an der Macht bleibt. Im Moment ist jedoch das Wichtigste, dass wir die Aufgabe der Ältesten erfüllen. Los, ich glaube wir haben lange genug gerastet. Lass uns weiterziehen!”
Die jungen Beduinen legten sich den Turban wieder um, zogen das Oberteil des Kaftans an und schnallten sich ihre Gürtel um. Die beiden waren nicht grundlos um diese Uhrzeit in der Wüste unterwegs. Sie hatten eine Aufgabe von den Ältesten ihres Stammes erhalten:
Omar und Ali sollten Wasser holen. Jedoch wurde ihre Aufgabe zeitlich begrenzt. Sie mussten es schaffen, ehe der sichelförmige Mond am Himmel aufgegangen war. Inzwischen waren sie schon einige Zeit unterwegs. Ihre Kamele waren zwar schwach, da sie schon seit längerer Zeit kein Wasser mehr bekommen hatten. Doch ihre Kraft reichte noch aus, um Omar und Ali ans Ziel zu bringen. Die beiden ritten der Sonne entgegen in der Hoffnung das zu finden, was sie suchten. Sie kamen an zahlreichen Wüstenbrunnen vorbei. Bei einem Brunnen rasteten Omar und Ali und schauten sich einen Kamelkadaver genauer an.
“Ali, dieser Brunnen ist vermutlich verseucht. Das Wasser ließ das Kamel dort verenden. Doch was meinst du? Sollen wir es wagen und unsere Wasserschläuche auffüllen? Wenn das Wasser verseucht ist, dann werden wir in unserem Stamm alle krank machen und das verkraften ihre schwachen Körper nicht!“
Da ergriff Ali das Wort:
“Mach dir keine Sorgen, Omar! Wir werden heute schon noch einen Brunnen finden, bei dem wir unsere Wasserschläuche auffüllen können. Doch das verseuchte Wasser hier rühren wir nicht an. Lass uns doch nach Badsch gehen!”
Omar nickte und so setzten die beiden ihre Reise fort. Nach stundenlanger Suche näherten sie sich dem kleinen Wüstendorf Badsch. Als sie am Morgen ihr Lager verlassen hatten, hatten die beiden eigentlich beschlossen, dass sie jeden Ärger vermeiden und keine Dörfer oder Städte aufsuchen wollten. Doch da sie bisher keinen Brunnen gefunden hatten, der ihnen gutes Trinkwasser lieferte, mussten sie in das Dorf Badsch, um dort Wasser zu beschaffen.
Es war inzwischen Abend geworden und die Sonne versank im Westen. Als die Beduinen ihre Kamele beim ersten Häuserblock zurück ließen, verschwand der restliche Teil der roten Abendsonne hinter einer Wüstendüne. Jetzt waren nur noch wenige Sonnenstrahlen zu sehen, die Zeit lief ihnen sprichwörtlich davon. Während sie die Wege entlang liefen, konnten die beiden das Lachen der Kinder hören, die in den Nebengassen spielten. Plötzlich waren sie auf dem Marktplatz angekommen und ungewollt mitten in das Bazargetümmel geraten. Es wurde geschubst, gedrängelt und gestohlen.
Sie wurden mit ohrenbetäubendem Händlergeschrei begrüßt.
“Melonen heute zum halben Preis!“
“Hier gibt es die süßesten Feigen!”
“Seidenstoffe aus Asien - ihre Frau wird sie lieben!”
“Safran für ein goldenes Gericht. Ich habe keine goldenen Preise!”
Ali und Omar schauten sich an und grinsten. Den beiden stiegen die wunderbaren Gerüche frischer Gewürze wie Pfeffer, Zimt und Muskat in die Nasen. Als der Gewürzduft langsam verschwand tauchten die wohltuenden Gerüche von frischen Früchten wie Melonen, Datteln und Bananen auf. Überall waren Lebensmittelstände und Teppichhändler zu sehen. Neben einem Stoffhändler war auch ein Stand mit gefüllten Wasserschläuchen. Unter Asads Regime verdienten die Beduinen in letzter Zeit immer weniger und der Beduinenhandel drohte allmählich ganz einzubrechen. Da hatte Asad auch noch die Frechheit, die Wasserpreise kräftig steigen zu lassen. Für Beduinen war es nun fast unmöglich, das Wasser für Tier und Mensch zu bezahlen. Auch Omar und Ali hatten zu wenig Geld bei sich, wie sie feststellten. Ihre Chance kam, als der Verkäufer gerade im hinteren Teil des Standes verschwand, um Nachschub zu holen. Als sie gerade vier Wasserschläuche an sich genommen hatten, wurde es plötzlich still um sie herum. Sekunden später hallten Schreie durch die Nacht.
“Da seht her Wachen! Da sind zwei Beduinen. Ich kenne sie, sie gehören zu den Faris.
Schnell ergreift sie. Sie versuchen zu flüchten!”, schrie ein Passant, der die beiden wohl an ihrer Tätowierung, den Faris zuordnen konnte.
Die Wachen ergriffen ihre Waffen und rannten den Flüchtenden hinterher. Ali und Omar lieferten sich mit den Soldaten eine rasante Verfolgungsjagd. Sie wollten einen Kampf vermeiden und hofften zu entkommen. Außerdem wollten sie die Menschenmenge nicht gefährden. Die Wasserschläuche hingen schwer auf den Rücken.
Ali trug seinen Krummsäbel griffbereit. Es war ein besonderer Säbel, die Klinge war beidseitig geschliffen und ermöglichte es so schnell und lautlos zu töten. In die Klinge waren orientalische, geschwungene Ornamente eingearbeitet. Der Griff war ebenfalls aus Metall und mit Edelsteinen geschmückt. Im Inneren des Griffes lag ein kleiner Dolch verborgen, dieser war mit einem Mechanismus verbunden. Wenn Ali den großen blauen Edelstein an dem Griff eindrückte, dann löste er so den Mechanismus aus und der Dolch schoss heraus. Des weiteren trug er einen kleinen Dolch an seinem Gürtel. In die Klinge waren kleine Edelsteine eingefügt und der Griff war aus Elfenbein. Ali hatte ihn von einem seiner getöteten Feinde aus Afrika.
Auch Omar hielt seine Waffen griffbereit. Er war ein exzellenter Zweisäbelkämpfer und beherrschte die Techniken der Wüstenkämpfer. Er trug zwei Säbel an seinem Gürtel, deren Klingen vergoldet waren. Die Griffe waren aus Ziegenknochen gefertigt und mit Kamelhaut überzogen worden.
Ihre Flucht durch das Dorf nahm kein Ende und der Ausgang war nicht in Sicht. Sie benutzen die schmalen, weniger gut ausgebauten Wege. Einmal linke Seitengasse und wieder rechte Seitengasse! Die Soldaten waren dicht auf ihren Fersen.
Plötzlich befanden sich die beiden in einer Sackgasse, in der sich mehrere Läden befanden. Als die Beduinen die Falle erkannten und sich umdrehten, war der Rückweg bereits von Soldaten versperrt. Ihr Schicksal schien besiegelt. Auf einen barschen Befehl, richteten sich acht Gewehre auf die beiden. Omar blickte einen jungen Mann an, der ihn an seinen Cousin Mehmet erinnerte. Dieser wartete wie die anderen auf das Wasser. Omar fühlte sich schuldig, da er sie nicht vor dem Verdursten retten konnte. Ali dagegen blickte seinem Tod tollkühn entgegen. Das war seine Chance als Held ins Paradies einzugehen.
Doch da sah Omar einen Ausweg aus dieser brenzligen Situation. Links von ihnen befand sich ein kleiner Lebensmittelladen, der mit einer großen Fensternische ausgestattet war. Durch die konnte man von draußen einen Blick auf das frische Obst erhaschen. Omar sprang durch die Nische und riss seinen Gefährten mit sich, sodass die Gewehrschüsse die beiden knapp verfehlten. Die beiden landeten auf dem Obsttisch, der unter ihrem Gewicht nach gab und zusammenbrach. Die frischen Früchte platzten auf und verliehen der Kleidung einen wohltuenden Duft. Der Ladenbesitzer schaute die beiden verdutzt an. In diesem Moment konnte man von draußen einen unverständlichen Befehl eines Soldaten hören:
“Schnell hier entlang! Ihr könnt durch den Hinterausgang flüchten. Kommt schon, beeilt euch! Die Soldaten sind euch auf dem Fersen!“ drängte der Ladenbesitzer.
Sofort sprangen die beiden auf und folgten ihm. Er führte sie durch einen engen Gang und wies auf eine alte Holztür. Wenn man den Ladenbesitzer nach seinem Aussehen beurteilte, hätten die jungen Beduinen ihm vermutlich nicht vertraut. Er war nicht sehr groß gewachsen, wirkte jedoch durch seinen dunklen, weit geschnitten Kaftan sehr furchteinflößend. Der dunkle Vollbart ließ ihn zudem düster erscheinen.
“Los jetzt, beeilt euch! Die Soldaten sind gleich hier!“ scheuchte sie der Ladenbesitzer:
“Wir sind dir zu Dank verpflichtet. Wie heißt du?“ wollte Ali wissen.
“Ich heiße Zameel. Die Feinde Asads sind meine Freunde. Doch jetzt macht schnell, die Soldaten sind gleich hier!” antwortete der Ladenbesitzer
Ali und Omar rannten zur Holztür, die plötzlich wie von Geisterhand aufflog und Ali zu Boden schmetterte. Ein Soldat, der zum Hintereingang des Ladens geeilt war, richtete ein veraltetes Gewehr auf die beiden. Omar wusste, dass der Soldat nur einen Schuss abfeuern konnte und dann nachladen musste. Er deutete Ali an, sich kampfbereit zu machen. Der lag noch immer auf dem harten Lehmboden und wagte es nicht sich zu bewegen, um den Soldaten nicht unnötig zu reizen. Jetzt zwinkerte er Omar zu, um ihm zu zeigen, dass er bereit war.
Omar startete ein waghalsiges Unternehmen:
Da die Decke sehr niedrig war, sprang Omar zum tragenden Dachbalken hoch, krallte sich fest und stieß seine Beine kräftig in den Brustkorb seines Gegners. Dieser geriet ins Taumeln und feuerte einen Schuss ab, der ins Leere ging. Dann knallte er gegen die hintere Hauswand und verharrte in dieser Position. Er hatte sich an einem herausstehenden Stück Holz aufgespießt, das als Haken für geschächtete Ziegen diente. Mit einem Satz war Ali wieder auf den Beinen und folgte seinem Freund, der schon aus der Tür eilte.
Doch die Flucht nahm erneut ein jähes Ende. Die beiden wurden von einer anderen Schar Soldaten eingekreist. Die Todgeweihten blickten zum Himmel, um ihrem Ende würdevoll entgegen zu treten. Sekunden verstrichen, das noch vor wenigen Minuten lebendige Dorf glich jetzt einer Geisterstadt. Die Bevölkerung hatte sich in ihre Häuser eingeschlossen.
Eine kühle Windböe strich durch das Dorf und trug den Sand der Wüste herein. Ein älterer Soldat, vermutlich der Befehlshaber, erteilte seinen Männern einen Befehl.................... |
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 | Re: Kritik und Verbesserungsvorschläge | Verfasst am: 21.10.2009, 18:23 |
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Hallo, also ich fand den Text in vielen Teilen zu ausführlich und schlage vor, ihn noch etwas einzudampfen.
| Zitat: |
Arabische Provinz Hail um das Jahr 1875:
Die Hitze der Sonne prallte auf die Wüste nieder. In der Mittagshitze stiegen zwei junge Araber eine Düne hinauf. Es war eine kreisförmige Düne und in ihrer Mitte, lag das Lager der beiden. Ihre Namen waren Omar und Ali, sie waren achtzehn Jahre alt und ihre Körper waren schon vom Krieg gezeichnet. Sie gehörten zur Beduinenfamilie der Faris, die vor vielen Generationen aus mehreren Stämmen entstanden war. |
Beispiel:
Die Mittagssonne brannte unbarmherzig auf die Wüste nieder. Omar und Ali, zwei junge Araber, schleppten sich die kreisförmige Düne hinauf, hinter der sie ihr Lager aufgeschlagen hatten. Obwohl beide erst achtzehn Jahre alt waren, trugen ihre Körper bereits die Zeichen des Krieges, der seit vielen Generationen zwischen den Faris und den .... tobte.
Also, wie wär's?
Liebe Grüße
Bodo
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_________________ Ne schöne Jrooß ahn all die, die unfählbar sinn!
Kippenlaster - Stephans Weg durch den blauen Dunst (ISBN 978-3-8391-1278-6, Paperback, 256 Seiten)
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 | | Verfasst am: 21.10.2009, 20:49 |
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| Danke, super Vorschlag, werd ich übernehmen |
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 | | Verfasst am: 21.10.2009, 22:10 |
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Generell machen viele "Neulinge" hier den Fehler zuviel auf einmal einzustellen- nebenbei sind keine besonderen Absätze in dem Text was ihn nicht wirklich Leserfreundlich macht. Ich schlage vor erstmal eine oder HÖCHSTENS 2 Seiten einzustellen- das da oben ist für die meisten eher abschreckend  |
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